ZitatIch finde das Problem am Veganismus in der Gesellschaft ist das Versteckte.
Viele Deklarationen machen Zusätze tierischen Ursprungs so schwammig. Da müsste man ja mit nem Lebensmittellexikon durchn Laden rennen.
Und auf Veranstaltungen weiß man ja auch nie was da drin ist.
Wer weiß ob der Rotkohl nicht auch irgendwas mit Tieren zu tun hatte?
ich seh das problem da jetzt nicht so ganz.
niemand in deutschland kann 100%ig vegan sein, es ist schlichtweg nicht möglich. in autoreifen sind tierische produkte, ebenso in einigen gummiriemen in vielen bahnen etc., etc.
filme im kino bestehen aus gelatine. filme in analogen kameras auch.
viele weine und auch säfte werden mithilfe von filter geklärt, die aus ei oder gelatine bestehen. mancher zucker wird mithilfe von tierkohle gewonnen. viel von dem obst, dass man isst, wird mit pestiziden behandelt. medikamente werden an tieren getestet.
viele verpackungen werden mit caseinhaltigem kleber verleimt oder mit tierischen färbemitteln behandelt.
kurz: endgültige konsequenz ist quasi nicht möglich.
es gibt kleinigkeiten, wie die von dir genannten veranstaltungen. da kann man halt nachfragen und wenn man keine antwort bekommt: ahoi, dann nicht für mich.
man kann getränke anbieter produktanfragen schicken und bekommt eine antwort.
und wenn man sich ein wenig mit der materie auskennt, kennt man eben irgendwann die pappenheimer an zusatzstoffen, denen man aus dem weg geht.
aber man kann nicht 100%ig vegan sein.
but hey, das ist ja auch gar nicht das ziel. jemand ist nicht nur veganer, wenn er in endgültiger konsequenz alles tierische vermeidet, a la veganer stufe 5 ("ich esse nichts, was einen schatten wirft").
vegan sein heisst, einen weg einzuschlagen und damit ein zeichen zu setzen, so denke ich auf jeden fall. wenn jemand vegan ist, ist für mich dabei nicht wichtig, ob er diesem ideal bis in jeden winkel folgt, sondern dass er dahinter steht und bewusst für sich eine konsequenz aus dem drama der tierausbeutung zieht, diese begründet und kommuniziert.
lg,
momo