Hallo ihr Lieben,
auch ich bin stolzes Rumänen und Rumäninnenfrauchen. Mein Hund ist der dicke flauschige Wolfsspitzmix (?) Bolle, ein kleiner Volltrottel, der seit dem 13.12.2019 bei uns lebt, nachdem meine geliebte Lotte Mitte November gestorben ist.
Bolle ist kein "Direktimport", sondern kommt aus dem Tierheim Solingen, das ab und zu Hunde für/über/dontknow Notpfote e.V. vermittelt. Er ist ca 5, 6, 7 Jahre alt, ist nur bedingt feinsinnig und hat's nebenbei mit dem Bewegungsapparat, was früher oder später noch teuer werden dürfte.
Nachdem Bolle dann einige Zeit hier war, macht er mir eindriglich klar, dass es total bescheuert von mir ist, selbst zu sagen, dass ich keinen Hund "vom Foto" aus dem Ausland bestellen könnte, sondern nur Pflegestellen- oder Tierheimhunde in Betracht kommen - ohne dann irgendwas dafür zu tun, dass genau auf diese Art mehr Hunde und Interessent*innen eine Chance bekommen. Seit dem bin ich Pflegestelle für Rumänen. Und bei jedem Hund hadere ich damit, ihn wieder abzugeben.
Und jeder Hund hatte bisher seine ganz eigenen Baustellen.
Die Tierrierhündin auf den Bildern ist Alma, meine derzeitige Pflegehündin.
Es kann aber sein, dass sie hier bleibt. ![]()





Beiträge von Momo und Lotte
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Tatsächlich ja. Es hat mich selbst überrascht.
Auf der anderen Seite war mein Rüde, Poco, immer sehr offen für fremde Hunde, vor allem für Hündinnen. Auch die Vorgängerin meiner Hündin wurde sofort akzeptiert, aber da war die Beziehung eher verhalten. Man lebte neben einander und nicht zwingend miteinander.
Rosie, also die aktuelle Hündin, stieg ins Auto und war ab da Teil der Familie. Zuhause wurde sich sofort zusammen ins Körbchen gelegt und geschlafen.
Das klingt ja viel zu schön, um nicht von Disney inszeniert worden zu sein.
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Meine 2 Alten kennen sich nun seit 9,5 Jahren und es war die große Freundschaft zwischen ihnen. Wo der eine war, war auch der andere. Geschlafen wurde grundsätzlich zusammen, Streit gab es keinen. Wahrscheinlich, weil mein alte Rüde ein Gentleman ist, bei dem Hündinnen alles dürfen und er hat wohl alle Signale von meiner Hündin immer gesehen und gehört.
War das vom ersten Tag der Vergesellschaftung so? Ich habe bisher bei all meinen Pflegis das Gefühl gehabt, dass die Beziehungen sich verändern. Meist sind die ca 8 Wochen hier und da wurde schon aus gröbstem Anstänkern eine innige Liebe, aus "wir spielen so unterschiedlich, da kommen wir auf keinen grünen Zweig" ein "Ach soooo, jetzt hab ich's verstanden! Komm noch 'ne Runde!" usw.
Aber ich hatte das eben auch noch nie länger als ca 8 Wochen und da frage ich mich schon, was sich da noch so alles tut, ob es dann doch noch zum richtigen Eklat kommen kann oder die Freundschaft sich festigt. Aber auch ganz einfach, woran man sieht, wie sehr die Hunde sich mögen.
Bei dir ist's ja lange her, vielleicht erinnerst du dich ja trotzdem noch. :)ZitatVon wegen Hunde haben da einen siebten Sinn für eingeschränkte Mithunde. Jedenfalls ist das an meiner Hündin vorbei gegangen.
Da kann ich auch nur drüber lachen. Wer sagt denn sowas? Ich habe im Gegenteil das Gefühl, dass Hunde ganz schön wenig Verständnis dafür erübrigen, wenn ein anderer krank, alt oder sonst wie eingeschränkt ist.
In Andalusien habe ich in meiner Unterkunft ein Rudel aus drei Hunden erlebt, der jüngste 8, der älteste 13. Der älteste konnte schon nicht mehr so gut, er wackelte nur so hin und her und hatte keine Energie mehr, sich gegen sie tausend Fliegen zu wehren. Die beiden jüngeren Rüden haben eines morgens versucht, den ältesten zu zerbeißen. Es war wirklich übel. Der Besitzer, der dann dazwischen ging und den alten Hund retten konnte, erzählte anschließend, dass die drei immer ein Team waren, sich gegenseitig geputzt haben, gespielt haben, das Areal unsicher gemacht haben - seit der Alte aber kaum noch laufen könne, würden sich solche Attacken ereignen. Anschließend lagen die Hunde wieder zu dritt und haben sich gegenseitig die Ohren geputzt.
Eine total schlimme und surreale Situation.
Und tatsächlich frage ich mich auch an der Stelle, wie sich der Impuls ausgehend von einem Hund auf die Gruppe überträgt - und ob das nur funktioniert, wenn er von einem souveränen Hund kommt. -
Die Hunde wissen genau, was mit wem geht. Da kann und muss man deutlich regulieren, wenn wer drunter leidet, aber mein Eindruck ist schon, die bekommen viel selbst gut hin. Vor allem muss man schauen, was stört Hund A wirklich und da nicht mit eigenen menschlichen Maßstäben dran gehen.
ich finde es so sauschwierig nicht mit menschlichen Maßstäben zu messen - zumindest bei meinen eigenen Hunden. Bei fremden gelingt mir das besser, da bin ich neutraler. Aber ich frage mich schon immer, was kann als klares Indiz dafür genommen werden, dass ein Hund sich wirklich an etwas stört? Irgendwann hört man ja das Gras wachsen. Und ich glaube, das sind genau die Momente, in denen man jede Minibeschwichtigung und jedes kleine Hecheln überanalysiert und dadurch letztlich doch wieder menschelt.
ZitatZum Thema Rudeldynamik kann ich aktuell wenig sagen, da ich immer dachte, es passt gut, sie haben sich nicht "blöd" mitgezogen (und letztlich ist Fayes Tod keine Rudeldynamik gewesen), aber ich gehe aktuell meist nur noch mit 2 Hunden gleichzeitig, bei denen ich in der Konstellation sehr sicher bin, sie schützen zu können (so sicher man halt sein kann). Aber nein, ich hatte hier eher immer den Eindruck, die Welpen erziehen sich fast von selbst, weil sie viel vom Rest abgeschaut haben.
Zunächst mal, ich habe nun den kompletten Thread zu Faye gelesen und es tut mir wahnsinnig, wahnsinnig leid, was ihr dort erleben musstet. Ich möchte dir mein tiefempfundenes Beileid aussprechen.
Ich habe auch nicht das Gefühl, dass diese schreckliche Begegnung etwas mit Rudeldynamik zu tun hatte.
Wie schön, dass in deinem Rudel alle sich so gut kennen und positiv auf die Erziehung von einander einwirken. Aber ist das bei dir so ein Sechser im Lotto? Da hat keiner eine Marotte, bei der dann das restliche Rudel denkt, dass das Ausleben dieser Marotte als Gruppenerlebnis viel schöner wäre?
Oder sind es bei dir eben die Souveränen, die keine Marotten haben - und den Welpies macht sowieso niemand was nach?
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Liebe Hundemenschen,
vielleicht kennen das einige von euch: im eigenen Rudel wird man betriebsblind. Mir geht's zumindest so.
Ich frage mich: Woran (und wann) erkennt ihr bei Vergesellschaftungen, ob zwei Hunde sich gern mögen und ob die "Freunde" werden?
Die Art, wie meine Pflegehündin Alma über Ersthund Bolle drüberstiefelt, wenn das nun mal der kürzeste Weg ist, gefällt mir z.B. irgendwie nicht: Wenn er etwa neben mir auf dem Sofa liegt und sie will auch aufs Sofa - bzw., was ich eher glaube, auch an meine Seite - dann quetscht sie sich irgendwie in die kleinste Lücke und legt sich halb auf ihn drauf, sie drängt ihn aber nicht gezielt ab, wie ich das bei meinen anderen Pflegis kennenlernen durfte. Oder wenn er auf dem Boden liegt: statt um ihn herum zu gehen, steigt sie über ihn drüber. Das ist schon dreist, oder? Und ich frage mich, was da unter meinem Radar passiert. Macht sie das mit der Absicht, ihn zu verscheuchen? Bolle verzieht sich dann meist zu seinem Kauholz, wenn sie ihm zu nah kommt, zu viel Enge stresst ihn (auch auf Menschen bezogen).
Und: ist es bei euch auch so, dass unangenehme Rudeldynamiken entstehen weil ein Hund irgendeine Baustelle hat und der andere sich denkt "geil, da mach ich mit!"? Wie vermeidet ihr das (außerhalb von getrenntem Training)?
Wenn nun meine Pflegehündin beginnt, fremde Hunde einschränken zu wollen, aktiv auf sie zugehen möchte und das nicht in der freundlichsten aller Absichten, das dann gepaart mit meinem kleinen zurückgebliebenen Dauerblödi-Ersthund Bolle - der fühlt sich doch dann wahrscheinlich angestachelt, auch Stunk anzuzetteln, oder? Das war zumindest so, als der Pflegi meiner Mutter angstaggressiv alles anpöbeln musste, da hat Bolle sich sofort angeschlossen. Oder er schlägt an, wenn andere Hunde das tun, von allein wacht er aber überhaupt nicht. Er ist so'n kleiner Mitläufer, das ist aber wahrscheinlich zu menschlich gedacht. Gibt es da eine Regel für Rudeldynamiken, wer sich bei wem eher was abguckt?meine Hunde, Hintergründe, nicht so relevant für die allgemeine Frage
Mein Ersthund, Bolle, kastr., ca 5 oder 6 Jahre alt, Wolfsspitzmix, Auslandstierschutz, lebt seit Dezember bei uns. Bolle ist im Bewegungsapparat eingeschränkt (dazu mache ich mal einen separaten Post) und er ist nicht unbedingt pfiffig und sensibel. Im Hundekontakt habe ich oft das Gefühl, dass er ein bisschen retardiert ist, feine Signale nicht liest und einfach ein Blödkopp ist, Typ Mallorca: Hüftschaden und besoffen.
Er würde am liebsten auf jeden zweiten Hund zurennen, ist da ziemlich distanzlos, hält es für die bestmögliche Kontaktaufnahme den anderen Hund auf den Kopf zu pföteln, dabei seinen Kopf schiefzulegen, die Zunge raushängen zu lassen und zu hopsen. Ich habe das Gefühl, dass er ein Trottel ist, der eigentlich in Vorderkörpertiefstellung durchs Leben wuseln würde, wenn sein Bewegungsapparat das zulassen würde.
Bei 80% aller Menschen wäre Bolle ein klassischer Tutnix. Da Bolle aber sauber abrufbar ist, kann er trotzdem oft Freilauf genießen und brettert nicht in andere Hunde rein - weil verboten.
Er ist ein netter Kerl, der von intakten Rüden sehr häufig sexuell belästigt wird, der eigentlich gern spielt und ein Erregungslevel 7/10 hat, wenn wir andere Hunde treffen, aber auch schnell überfordert ist (Hundespielwiese hier ist z.T. sehr nett, zum Teil aber einfach Anarchohausen und unterträglich) und seine Lieblingsübersprungshandlung als Exitsstrategie nutzt: Stöckchen schnappen, hinlegen, Stöckchen zernagen.
Aber auch er kann zum 'sexuellen Belästiger' werden und auch er kann situationsabhängig prolliger sein, etwa wenn jemand in seiner distanzlosen Art auf ihn zuhopst.
Im Großen und Ganzen kann man mit Bolle super zufrieden sein, man kann halt nur ausgewählte Hundekontakte länger zulassen, wo man weiß, dass ein Spiel funktioniert und keiner gestresst wird.
Meine Pflegehündin, Alma, 3 Jahre alt, kastr., Auslandstierschutz, hat Bolle am ersten Tag schon ein wenig animiert, ihn angepfötelt, den Bow gezeigt, ihm hier und da die Lefze geleckt, war dabei aber kein bisschen schüchtern oder unterwürfig.
Und irgendwie dachte ich romantisch verklärt, dass sich daraus eine innige Liebe entwickeln würde. Ist aber nicht so. Die gehen sich inzwischen ziemlich aus dem Weg. Also, sie liegen mal zusammen Popo an Popo auf dem Sofa, sie fressen nebeneinander, sie fetzen sich nicht. Aber sie spielen halt auch nicht und suchen jetzt auch nicht die große Wir-knutschen-unterm-Regenbogen-Gemeinsamkeit.
In Hundebegegnungen war sie bisher toll. Sie kommuniziert sehr eindeutig, ist nicht generell unsicher, sagt knapp Bescheid, wenn's ihr zu viel wird, sucht aber schon eher den Kontakt. Heute war mein Partner mit beiden draußen (das ist sehr häufig so) und der berichtete von einer Situation, die mich rasend macht, weil das genau der Scheiß ist, den ich absolut nicht haben kann und der bei mir auch so nicht passiert. Bolle ohne Leine, sieht irgendwo andere Hunde, will hin, rennt in Almas Leine, erschreckt, Alma erschreckt auch, mein Partner lässt die Leine fallen und unsere beiden Hunde brettert volles Mett in die anderen Hunde. Ich schäme mich in Grund und Boden. Mein Partner sich auch. Die Hunde sich natürlich nicht. Wie unsagbar peinlich und blöd, wir haben fremde Leute getutnixt. Und Alma, die blöde Nuss, hat den einen fremden Hund wohl auch gestellt und war ganz und gar nicht tutnixig, sondern ne Arschkrampe. Abgesehen von der Scham, Schuld und Schande der Situation, mein Partner hat sich natürlich eine Milliarde Mal entschuldigt, und abgesehen davon, dass das aus verschiedenen anderen Gründen auch noch saublöd war (Auslandstierschutz in Sicherheitsgeschirr, da lässt man einfach nicht die Leine fallen) mache ich mir jetzt auch Stress damit, was das mit Bolle macht.Liebe Grüße
Momo -
...ich hab nun einen völlig neuen Trainingsansatz für uns entwickelt.
Alma ist ja mit ihren 42 cm und 12,5 kg eh zu groß für einen PRT, deshalb hab ich beschlossen, dass sie ein Kromfohrländer ist und -zack- Problem gelöst, das war kein Jagdtrieb sondern kurzzeitige Verblödung.
Da ging es auch um Sicht, nicht um Geruch - denn wie man auf dem Avatar erkennt ist ihr bester Freund der Bolle auch etwas wildschweinhaft - auch vom Körperbau her, die kleine Flauschtonne.
Bin ich froh, dass ich das Problem gelöst hab. -
Vielleicht binde ich ein Ferkel ans Ende der Angel, dann wird's schon zünden.
(nein. natürlich werde ich das nicht tun.)Also jetzt ganz unter Vorbehalt - da würde ich erst Leute fragen, die in dieser Materie wirklich drin sind! - aber vielleicht ein Gedanke: Wenn sie so extrem auf Wildschweingeruch reagiert, könnte man sie vielleicht auf diese Art ein Stück weit umlenken und "runtertrainieren", sprich ansprechbar machen. https://felldummy.de/de/fell-federdummys/wildschwein Denn wenn man etwas nicht loswerden kann, dann möglicherweise wenigstens kontrollierbar machen?
Aber wie gesagt, erst mal Leute fragen die sich damit besser auskennen.boah, ich freue mich ja voll, dass du den Gedanken in Schriftform ins Spiel bringst
- ich hab eher heimlich daran gedacht und suche mir mal Leute, die damit Erfahrung haben. -
Es wurde gerufen?
Ich schätze, es geht um diesen Clip hier:Externer Inhalt www.youtube.comInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.(...)
Ob das natürlich bei einem Hund mit echter Jagderfahrung noch Sinn macht? Keine Ahnung.

na, wir wissen ja gar nicht, ob sie echte Jagderfahrung hat - vielleicht ist sie nur ein ambitioniertes Naturtalent?
Danke, dass du dem Ruf gefolgt bist. Das Training gefällt mir sehr und entspricht total meinem Weg mit Hunden zu arbeiten. Auch wenn Alma (noch) kein Interesse an solchen Dingen zeigt, das würde ich sehr gern ausprobieren. Vielleicht binde ich ein Ferkel ans Ende der Angel, dann wird's schon zünden.
(nein. natürlich werde ich das nicht tun.) -
Ihr Lieben,
tausend Dank für eure zahlreichen Antworten.
Ich bin nun doch erstaunt, wie unterschiedlich Hunde jagen. Als ich mich bei meiner Basset Fauve-Hündin mit dem Thema auseinandergesetzt habe, wusste ich das bestimmt alles schon mal - das ist aber so lange her und sie war einfach eine ganz andere Jägerin.
Bisher ist Alma da fast harmloser. Sie hängt auch nicht kreischend in der Leine, sondern fiepst nur, sehr leise. Das war mit meiner Lotte damals anders, die hat richtig losgejodelt.
Dass wir in dem Wildpark gelandet sind, war übrigens gar nicht geplant. Dass sie ne Terrierette ist, hab ich ja gesehen, deshalb natürlich auch mit Jagdtrieb gerechnet. Aber ich hatte noch gar nicht vor, sie so derartig zu testen - aber klar, als das Rotwild ihr scheinbar recht egal war, wurde ich blöderweise übermütig und bin nicht auf kürzestem Weg zurück zum Auto. Das war dumm von mir, denn wir lernen ja gerade erst so verrückte Dinge wie "das ist eine Treppe, die kann man benutzen" und "das ist ein Mensch, der wird dich nicht fressen" - Sachen, die für die Alltagstauglichkeit in der Stadt und unserem Alltag einfach vorrangig sind. Naja, jetzt weiß ich ja, wie sie auf Sauen reagiert, sie wäre im Freilauf auf jeden Fall hinterher gegangen.
Allerdings, das muss ich auch sagen, wirkte sie dabei in keiner Weise, als würde sie die schreddern wollen. Aber das heißt nix, vor allem nicht, dass eine Sau nicht sie schreddern würde, selbst wenn sie nur in den löblichsten Absichten mit nem Herz voll Liebe zum Schwein käme. :)
Ich finde gut, dass ihr alle das worstcase-Szenario ausmalt, das hilft mir nämlich. Sie ist nämlich hier einfach so entspannt und lieb und so ein Zuckerstück von Hund, dass man sich das gar nicht vorstellen kann. Sie kann allein bleiben, kann Autofahren, ist die größte Schmuserin vor dem Herrn, extrem vertrauensvoll (nach ein paar Tagen), sehr orientiert an uns, zeigt häufig Rückblick, ist super im Umgang mit anderen Hunden und lernt unglaublich schnell. Da ist mein persönlicher Maßstab nämlich das Küchen-Tabu, das bisher alle Pflegis bis zum Erbrechen ausgetestet haben. Sie hat beim zweiten Hinweis verstanden, was 'ab!' heißt und geht nun nicht mehr in die Küche. Sie ist wirklich toll.
Aber unsere Runden führen halt mindestens 5 Mal pro Woche durch die umliegenden Wälder, immer nur in den Hundefreilauf, in den sich wohl kein Wild mehr traut - das fällt mir in der Vorstellung schon schwer. Aber immerhin glaube ich, dass sie dort irgendwann frei laufen könnte. An der Schlepp läuft's da auf jeden Fall richtig gut. Sie kommt IMMER - und sobald sie anfängt, zu mäuseln reicht wie gesagt ein "öp!" oder "weiter!" oder eigentlich egal welcher knappe Laut.
Sie im Wald für immer an der Leine zu haben, wäre an sich nicht schlimm. Aber ich kenn halt die Situationen, in denen man 5 km vom Auto entfernt ist und ein Hund sich in seinen Rausch schraubt - Pilze suchen ist dann nicht mehr
Gut, die kleine Maus hat eh Herzwürmer mitgebracht und muss jetzt erst mal durch die Behandlung (das ist ein wiederkehrendes Lieblingsthema mit meinen Pflegis), ich gehe davon aus, dass sich vor abgeschlossener behandlung eh keine Interessenten finden. Also kann ich ja mal gedanklich mein Leben mit dem Tierchen weiterspinnen.
Als Alternativverhalten wurden hier ja schon verschiedene Fährtenarbeiten vorgeschlagen - da werde ich mich auf jeden Fall noch mal einlesen, um das sauber aufzubauen.
Und es wurde auch gesagt, nichts machen, was den Hund pusht. Damit fallen ja so Bewegungsreizspiele raus, richtig? Hat sie auch kein großes Interesse dran. Ich dachte nur irgendwie, dass sowas gut sei, um ihr einen Abbruch beizubringen. Bei meinem Bolle hat das so super geklappt - das hat mir irgendwie Aufwind gegeben. Also, wir machen da kein Hexenwerk, er ist erst seit Dezember bei mir, auch ein Rumäne, den ich inzwischen dem Dummy nachschicken und aus dem Sprint wieder zu mir rufen kann. Und auch wenn wir damit keinen Preis gewinnen und ich weiß, dass das die Profis alle viel komplexer und genauer machen - mir hilft es zu wissen, dass ich Zugriff auf ihn hab, auch wenn er irgendwo mit Feuereifer dabei ist.
Natürlich hinkt der Vergleich, meinem Bolle musste ich erst mal verklickern, dass der Bock hat, den Dummy zu holen. Bei Alma ist es ja der reinste ungebrochenste Trieb, der ihr verklickert, die Sau zu holen. Oder die Katze. Da hab ich deutlich schlechtere Karten.
Also, außer Fährten quasi keine Auslastung, die ihr hilft, zu tun, was so ein Terrier eben tun muss und will?
Bezüglich meines Verantwortungsbewusstseins: Da bin ich wahrscheinlich ne 9/10. Keine 10 weil ich nicht immer mit dem Kopf 100% überall bin - das muss ich nämlich den ganzen restlichen Tag über schon sein. Und manchmal bin ich dann einfach alle, unkonzentriert oder auch einfach mal krank und bräsig. Und wenn sich in so einem Moment eine lebensmüde Katze in den Garten traut - uff. Letztes Mal ist es gut gegangen, da war ich echt beeindruckt von ihr. Aber ich würde meine Hand nicht dafür ins Feuer legen, dass wir die Sache damit geklärt hätten. Denn diese Katze ist halt nicht gerannt, ich glaube, das war ihre Lebens- und meine Rückrufversicherung.
Danke euch allen nochmals!
Liebe Grüße
Momo -
Ich antworte unfancy ohne Zitate. :)
Ja, wahrscheinlich wäre es total hilfreich, wenn da mal jemand drauf guckt, der das besser einschätzen kann. Eine entfernte Bekannte bildet gerade einen Jagdhund aus, vielleicht kann ich die mal zu einem Treffen in den Herbstferien überreden.
Was mir halt Hoffnung macht, ist dass Alma sonst durchgehend toll an uns orientiert ist - aber grundsätzlich hab ich die Erfahrung ja schon gemacht, dass man sich alle Orientierung fein in die Zöpfe flechten kann, wenn das Objekt der Begierde mit seinem Hormoncocktail vorbeikommt.
Ich hab ja von Jagd keine Ahnung. Aber müssen jagende Menschen ihre Hunde nicht auch mal davon abhalten, zu jagen? Die müssen das doch auch irgendwie hinkriegen, dass der Hund nur dann selbstständig nachsetzt, wenn er das Go kriegt - oder ist das nicht so? Ich weiß es wirklich nicht.
Phonhaus Bezüglich Alma habe ich keinen Stress, es gibt derzeit keine Interessenten - und das passt mir erst mal ganz gut. Ich heule eh bei jedem Pflegi, der auszieht - und es ist dann doch auch okay, da ich sie ja nur gehen lasse, wenn ich weiß, dass es da passt. Und das wäre auch bei ihr so.
Mein Partner würde sie halt gern behalten. Und ich ja schon auch, sie ist echt toll, nur kenn ich eben den Stress mit einem Hund, der plötzlich zum Instinkt-Zombie wird - und das finde ich sehr anstrengend. Ich genieße es gerade so sehr, meinen Bolle oft frei laufen lassen zu können. Ach, ganz ehrlich, wäre mein Ersthund nicht so ganz anders von der Mentalität her, würde ich keine Sekunde zweifeln und sie behalten und denken "schaffen wir schon, gehen wir halt andere Strecken, bleibtse halt an der Leine...".