Beiträge von Momo und Lotte

    Ich bin jetzt erst da, wo die Trainerin (Melle?) zu Ajax kommt. Und die (bittebitte, lass die gut sein) ist so jemand, der mir direkt in mein Herz springt. Das ist so voll der Typ Mensch, den ich sofort total mag. Ich würd ja eigentlich nicht unbedingt mit jemanden aus dieser Riege trainieren wollen, aber die finde ich so bomben-sofort-blitz-sympathisch, dass ich sie buchen würde. Ich will sofort ein Radler mit Melle trinken!

    "Geretteter" Straßenhund - der wäre bestimmt lieber weiter auf der Straße geblieben

    Sollte er aus Osteuropa kommen:

    In Osteuropa ist es Pflicht, Straßenhunde einzufangen (wenn es gut läuft). Eingefangene Shelterhunde dürfen von Gesetzes wegen nicht wieder auf die Straße. Die werden vermittelt oder bleiben und sterben im Shelter.

    Für Südeuropa weiß ich es nicht genau, würde aber eher davon ausgehen, dass das Aussetzen nicht erlaubt ist - Momo und Lotte Weißt Du da mehr?

    Dieses of geäußerte „auf der Straße wären sie glücklicher“ hat leider keinen realistischen Hintergrund.

    Ich stimme dir zu, was Osteuropa betrifft, kenne aber die Gesetze und auch die gelebten Regelungen in Südeuropa nicht. Ich glaube nur, dass in Spanien Hunde häufiger erst dann eingefangen werden, wenn es Beschwerden gibt, während in Rumänien die Hunde von Gesetzes wegen weg müssen, was aber auch je nach Landstrich unterschiedlich vehement gehandhabt wird und es auch massive qualitative Unterschiede zwischen den Tierheimen gibt, was zum Teil daran liegt, ob sie durch die Kommunen betrieben werden oder privat und bei den kommunalen wiederum auch davon, welche Anforderungen von der Stadt gestellt werden und wie die Finanzierung gesichert ist. Und leider auch hier und da, wie mit den Finanzen umgegangen wird.

    In Italien sind die Caniles glaube ich überwiegend kommunal, so wie hier auch und die Tierheime bekommen Gelder pro Tier (ich bin mir unsicher) - aussetzen ist aber auf jeden Fall verboten und auch unter Strafe gestellt, es ist sogar halbwegs schwierig, einen Hund aufzunehmen und tierärztlich versorgen zu lassen oder zu behalten weil es sozusagen keine herrenlosen Hunde gibt - die gehören nämlich im Prinzip der Kommune.

    Es ist glaube ich ziemlich kompliziert in Italien.

    Wenn ich mich recht entsinne, ist es in vielen Tierheimen dort wie in vielen in Rumänien: die Versorgung ist nicht gut, es wird trotzdem subventioniert und es ist schwer nachzuvollziehen, wohin die Gelder fließen.

    Die Tierheime, die "so" wirtschaften, sind allerdings eher nicht die, die Tiere ins Ausland vermitteln.

    Zähne sind ok?

    Danke dir.

    Ja, die Zähne sind okay. Sie ist ja auch noch jung, höchstens 6 Jahre, eher erst 4.

    Es ist zum Teil einfach "alles bäh" als wäre sie einfach übersättigt. Keine Übelkeit, kein Schmatzen, einfach "alles bäh".

    Vielleicht staut sich das Blut in den Magenvenen... Vielleicht ist ihr Herz aber auch so groß, dass es physisch Druck ausübt, könnte ja auch sein.

    Sie ist klein und zart, hat ca 10kg, ihr Vorhof ist aber schon über 7,5cm groß. Das ist ne Menge. Vielleicht verschieben sich da auch einfach die Organe...?

    Oder es liegt eben wirklich an den Diuretika.

    Zum anderen bin ich aber auch zum Teil selbst Schuld. Erlernte Anorexie ist bei uns ziemlich sicher auch ein Thema. Inzwischen ist es ein regelrechtes Ritualfeuerwerk, das gezündet werden muss, damit sie isst.

    jeder Hund, der einzieht, ein Individuum, mir feht da auch eine reliable Vergleichsbasis

    Das geht mir auch so.
    Ich hatte bisher eine Spanierin und sechs rumänische Hunde, ist so für mich leider nicht vergleichbar. Zudem kenne ich mich einfach erstens mir Rassen und Schlägen nicht gut aus und darüber hinaus weiß ich auch relativ wenig über das tatsächliche Leben der Hunde im jeweiligen Land.

    Ich glaub, Tourismus gibt's in Rumänien auf dem Land sicher weniger, als z.B. in Andalusien oder auf Sizilien. Folglich ist es dort vielleicht ein weniger großer Nachteil, wenn man mit fremden Menschen nicht kooperieren möchte, wohingegen vielleicht diejenigen Hunde in Südeuropa einen Vorteil davon haben und sich auch stärker vermehren, wenn sie dem Menschen zugewandter sind...? Vielleicht ist das auch Quatsch weil Menschenbezogenheit vielleicht gar nicht so vererbt wird. :)

    Und dann frag ich mich auch, ob z.B. Galgos und Podencos insgesamt sensibler sind, weicher, nervöser. Oder ob die Rumänen vielleicht eher kerniger sind (ist ja von meinen keiner) weil da vielleicht ungleich mehr Wach- und Hofhunde gehalten werden. Oder ob da bei richtigen Straßenhunden vielleicht die bessere Überlebenschancen haben, die extrem misstrauisch sind und Menschen meiden und so nicht eingefangen werden können. Aber keine Ahnung. Ich hab zwar ne klischeehafte Vorstellung vom dickfelligen, ruppigen, misstrauischen, eigenständigen, durchsetzungsfähigen Karpatenköter, aber ob die stimmt?
    Und ich hab auch ne klischeehafte Vorstellung vom nervösen, dünnen, ruhigen, jagdpassionierten Andalusientölchen, aber auch hier weiß ich nicht mal, wo die herkommt.

    Von meinen Hunden kommen diese Vorstellungen jedenfalls nicht.

    Wenn das Thema nicht hier hin passt, gern verschieben!

    Ich hab nun schon häufiger gelesen, dass sie spanischen Tierschutzhunde eher sanfter und freundlicher sind als die rumänischen.

    Unterschiedliche Lebensumstände in Griechenland, Spanien, Italien, Kroatien, Rumänien, Bulgarien und wasweiß ich können hierzu beigetragen haben. Oder auch die unterschiedlichen lokalen Rassen?

    Würdet ihr dem zustimmen? Mit welcher Begründung?

    Also, habt ihr bestimmte (mehr oder weniger bestimmte) Klischees zu den Ländern, aus denen die Tierschutzhunde stammen?

    z.B. einfach, weil irgendwelche Wahrscheinlichkeiten (Jagdhunde, Herdenschützer, Anbindehaltung, Gruppenhaltung, Wachen, sich durchschnorren müssen...) höher sind?

    Mit dem Thema hab ich mich lange und intensiv beschäftigt und ich hab da keine so klare Haltung zu. Ich hab meine Bachelorthesis mehr oder weniger darüber geschrieben, ein Großteil meiner künstlerischen Arbeit widmet(e) sich diesem Thema. Und trotzdem - ein klares Bild oder Urteil über Vermenschlichung und was das sein soll, will sich nicht einstellen.

    Der Hund eignet sich für sein meschliches Gegenüber hervorragend als Projektionsfläche - klar, das können Menschen auch, machen es einem aber durch deren Sprachbegabtheit oft schwerer. Einen Hund zu lieben ist deshalb leichter, er ist leicht "bespielbar" mit den eigenen Vorstellungen, Wünschen und Unterstellungen.

    Ich erinnere mich da an ein Hundebuch meiner Kindheit, das sinngemäß damit begann:

    "Er liebt dich treu und urteilt nicht über dich. Er liebt dich und es spielt keine Rolle, ob du klug bist oder dumm, reich oder arm, gut oder böse." - Bedingungslose Liebe, wer sehnt sich danach nicht? Und dabei spielt keine Rolle, ob wir indexikalische Beweise dafür finden, geliebt zu werden - es reicht unsere Interpretation dessen, die aber völlig natürlich ist, da sie nicht nur kulturell in Sicht auf den Hund gewachsen ist, sondern auch in uns menschlich veranlagt. Was wir zu fühlen und zu denken im Stande sind, unterstellen wir dem Gegenüber. Fehlt uns eine Erfahrung oder Fähigkeit in unserer Erfahrung oder Vorstellung, unterstellen wir sie auch nicht.

    Was ist also mit Menschen, die sich sexuell, amourös oder als Partnersubstitut zu Tieren hingezogen fühlen? Finde ich erst mal nicht verwerflich, solang es nicht zu Übergriffen auf das Tier kommt, die dem Tier schaden. Ist ein Tabu, ja, aber außerhalb der Tabuisierung ist Zoophilie nicht mal zwangsläufig an sexuelle Übergriffe auf ein Tier gekoppelt und solange habe ich nicht das Gefühl, mich demgegenüber moralisch positionieren zu dürfen.

    Ich kam damals zu diesem Thema, weil ich Ulrich Seidls Mockumentary "Tierische Liebe" gesehen habe. Seidl-typisch absolut verstörend. Es gibt einige Ausschnitte bei Youtube, ist sehr anstrengend - ich verlinke mal nichts - aber wenn ihr mal reinseht, stellt euch vor, dass ihr unkommentiert zwei Stunden solche Bilder seht, wie Menschen einfach ganz ohne Blick aufs Tier mit ihren Tieren umgehen.

    Das eigentlich verstörende in diesen Mensch-Tier-Beziehungen ist das radikale Ignorieren der Bedürfnisse der Tiers bzw. dessen Entgrenzung. Das passiert ja gar nicht aus böser Absicht, sondern weil das Vermögen nicht da ist, sich - insbesondere in eine fremde Lebensform - einzufühlen. Manche Menschen können das vielleicht besser als andere. Manche Menschen können es nicht besser als andere und kompensieren das intellektuell über die Auseinandersetzung mit der spezifischen Art. Und vermutlich die meisten von uns hier im DF können es zum einen intuitiv ganz gut und nutzen darüber hinaus die Möglichkeiten des Wissenserwerbs. Deshalb wirkt es auf uns verstörend oder abstoßend, wenn wir andere Menschen dabei beobachten, wie sie das Tier (oder häufig auch andere Menschen) zur reinen Projektionsfläche eigener Bedürfnisse machen, so wie wir es zu Kinderzeiten mit unseren Stofftieren gemacht haben. Sie werden in dem Moment entkoppelt von ihrer Eigentümlichkeit und reduziert auf ein "als ob".

    Letztlich findet sich das gleiche Bedürfnis bei Hunde-, Hahnen-, Bärenkämpfen, in denen diese andere Spezies eine Stellvertreterrolle einnimmt und somit letztlich dem Selbstbezug dient.

    Ich weiß nicht, wer von euch John Berger "Warum sehen wir Tiere an?" gelesen hat. Es ist nur ein Kapitel in "das Leben der Bilder" und nett zu lesen. Kurz gesagt geht es darum, dass der Mensch in Zoos viel mehr gesehen werden will, auf Interaktion mit der anderen Spezies hofft, um sich selbst wahrgenommen zu fühlen, als dass er Tiere sehen will. Das hat mich beeindruckt, weil ich mich damit schmerzlich identifizieren konnte.

    Die Frage ist also eigentlich meiner Meinung nach, ob wir Tiere überhaupt auch nicht-vermenschlichen können oder ob unser Bezug zum Leben nicht immer dadurch geprägt ist, dass wir nur aus unserem Selbstempfinden heraus überhaupt Zugang zu anderen Lebewesen konstruieren können.

    Man muss es natürlich relativ weit hinten reingeben und dann die Schnauze mit der Hand ein paar Sekunden zuhalten bis es geschluckt wird. Ist nicht so toll für den Hund aber es ging halt nicht anders.

    Ja, Horror. Klappt mit Elsa leider wirklich nur unter drastischem Vertrauensverlust. Wir kennen uns 1 Jahr und 2 Monate, sie ist ziemlich misstrauisch und nachtragend. Knurren, drohen, schnappen und vor allem danach stundenlanges Meideverhalten mir gegenüber. Ich versuche das also zu vermeiden wenn es irgendwie geht.

    Aber immerhin, gerade hat sie etwas gegessen. Es wird nur einfach immer immer schwieriger und die Nahrungsmittel immer eingeschränkter. Ihr ahnt gar nicht, was ich hier für ein Futterarsenal habe.

    200 Euro halt, it's a Schnäppchen.

    Aber ist das eine Foto alt oder hat die mit 13 echt noch so schöne Zähne? Die sind ja blütenweiß.

    Ach, die kleine Maus. Ich bin mir Yorkies aufgewachsen, mir zerreißt's direkt das Herz, dass das Ömchen jetzt weggegeben wird.