Beiträge von Momo und Lotte

    wölfchenarya - ich möchte mich hier nicht dazu hinreißen lassen, eine Mutmaßung über das Verhältnis von Mops und Halterin aufzustellen. Ja, vermutlich ist kein Vertrauen gewachsen. Und natürlich ist das elementar. Aber ich bin mir recht sicher, dass ich auch schon mit Hunden Dinge gelernt habe, als sie noch kein Vertrauen zu mir hatten. Wenn man sich nur in Babysteps aus einer relativ sicheren Zone herausbewegt (und der Hund fühlt sich ja im Haus zumindest sicher genug um zu spielen und zu fressen, was ich von meinen Hunden so anfangs nicht immer sagen konnte) dann ist der sichere Hafen in dem Moment die Nähe zur Eingangstür.

    Wie gesagt, vielleicht ist das bei Welpen anders, das weiß ich nicht, die sind bestimmt ein Stückweit abhängiger.

    Natürlich muss auch an der Beziehung gearbeitet werden.

    Bei den ausgewachsenen Hunden hier passierte das glaube ich einfach nebenbei. Durch Kontaktliegen. Namentliche Ansprache und Leckerchen. Aber vermutlich auch zu einem ganz großen Teil darin, dass ich stetig darauf beacht war, ihre Grenzen wahrzunehmen und eben immer eng an und mit diesen Grenzen zu arbeiten.

    Ich glaub nicht so ganz an eine schematische Abfolge, bei der erst das eine stimmen muss, bevor das andere losgeht. Ich glaube an gut dosierte Gleichzeitigkeit.

    (ich wiederhole: ich bin keine Welpenexpertin)

    Ach, du bist doch meine Herzensschwester.

    hej.

    Ich finde jedenfalls gut, dass du es etwas kleinschrittiger machst - zwei Minuten sind nicht lang, aber wenn du sie hinterherziehen musst und sie aus ihrem Stress nicht herauskommt, dann ist es einfach noch zu viel.

    Wenn sie gern Leckerchen nimmt, sind die ein guter Indikator: Ist der Stress zu hoch, können keine Leckerchen (und auch kein Lob) mehr angenommen werden. Das hat glaub ich was mit Sympathikus und Parasympathikus zu tun. Das hilft dir aber insofern, dass du eigentlich ein recht genaues Instrument hast, mit dem du feststellen kannst, wo die Grenze für Molly ist.

    Wenn man sich den sog. Zirkel der Hermeneutik ansieht, versteht man ziemlich schnell: Lernen passiert genau dort, wo der konfrontierende Reiz weder zu fremd, noch zu vertraut ist. In größtmöglicher Fremdheit kann nicht gelernt werden, es fehlen die Anknüpfungspunkte. In größtmöglicher Vertrautheit kann nicht gelernt werden, weil die Reize nicht als Reize wahrgenommen werden.

    Ich glaube, dass du mit dem Gang zur Tür/zwei Schritte weiter/20 Meter weiter (das kannst nur du beurteilen) diesen Punkt gut wirst finden können. Und dann in Babysteps ein wenig ausweiten.

    Den Stress geringer zu halten, halte auch ich für unumgänglich - der Cortisolspiegel bleibt im Körper so viel länger erhöht, als die Situation andauert. Und Stress, vor allem Distress, macht alle Lebewesen dauerhaft krank.

    Auch möchte ich den anderen zustimmen, dass es bestimmt sinnvoll ist, die Uhrzeiten sehr wohl bedacht zu wählen, zu denen ihr rausgeht. Es ist viel leichter, wenn man nicht noch auf herumlaufende Kinder, Autos, Fahrräder, andere Hunde usw. achten muss.

    Ich habe wirklich keine Ahnung von Welpen, ich hab immer erwachsene Auslandstierschutzhunde. Aber die haben ja auch häufig mit größeren und kleineren Umweltängsten zu kämpfen. Und hier hat es immer geholfen, die minimalste Anstrengung zu finden und langsam zu steigern.

    Das Schöne daran ist, jetzt mal gar nicht nur psychologisch betrachtet, sondern auch von der simplen Lerntheorie her: ihr habt so die echte Chance auf Erfolgserlebnisse (du hast ja sicher auch schon mal bei so banalen Dingen wie Tricks lernen gehört, dass man immer mit einem gelungenen Durchgang abschließen soll). Und das wiederum stärkt das Selbstvertrauen und das Vertrauen in euch gegenseitig.

    Was nimmst du eigentlich für Leckerchen? So ein Keks ist ja immer schnell geschluckt, ich hab die Erfahrung gemacht, dass Leberwurst aus der Tube (oder Schleck Snack für Katzen, gibt's z.B. bei Lidl) auf meine Hunde eine stärkere Belohnung ist, sie länger "am Ball" hält und auch den Parasympathikus nachhaltiger stimuliert. Schmeckt halt noch nach.

    Momo und Lotte

    Am besten verkaufen sich solche Sachen, wenn die Kinder es sich wünschen. Bestimmt sind Klassenfotos drin? Die schönsten Kunstbilder? Fotos von Sportveranstaltungen usw.?

    Schade, dass deine Arbeit daran nicht wertgeschätzt wird ... Ich habe für den Grundschulabschluss meiner jüngsten Tochter ein Buch mit Fotos, Namen, Veranstaltungen der Grundschulzeit gemacht - die Kinder haben sich gefreut wie bolle, aber bis ich von allen Eltern die Fotos beisammen hatte, mooooaaaaahhh.

    Jaaaa, es sind alle Klassenfotos drin und alle Jahrgangsstufenbilder, Fotos von der Zirkus- und Theateraufführungen, vom Chor, von der Streicherklasse, von der Bläserklasse, von Kindern beim Weitsprung und beim Spendenlauf, es sind die besten Kurzgeschichten und ein toller Essay darin, die besten Arbeiten aus dem Kunstunterricht, Fotos von allen Exkursionen, von der Garten-AG beim buddeln, vom Falknerbesuch von Kindern mit Eulengarnitur, tolle Fotos vom Abiball, alle Reden, die dort gehalten wurden und der Poetryslam - also, ja, es ist ganz viel langweiliges Zeug darin (Zertifikate und Reakkriditierungen und so) aber auch super vieles, was die Kinder in Action zeigt mit zum Teil total lustigen Texten. Und wir haben eine Reportage-AG gegründet, die Interviews geführt hat - und die sind so süß, die Texte.

    Das Layout ist total in Sneaker-Farben gehalten (also, wie die jetzt halt alle aussehen, die pastellige/gebrochene/ichbinallesundnichts-Farbkombi.) und es ist kein gebundenes Buch, sondern mehr wie eine Abizeitschrift mit Softcover und überhaupt - das Ding ist echt einfach ziemlich hübsch und modern.

    Aber ich glaube, dass es wirklich sein kann, dass noch viele nicht mitbekommen haben, dass das Konzept jetzt ein anderes ist.

    Und vielleicht war es ja auch ein wenig Corona geschuldet, dass die letztes Jahr nicht weggingen, wir hatten ja kaum mal öffentliche Veranstaltungen mit vielen Eltern.

    Vielleicht wird es ja dieses Jahr schon besser...

    drückt mal die Daumen.

    Unsere Schule hat ein eigenes Hausaufgabenheft gemacht und verkauft (und der Erlös kam dann irgendwelchen Schulprojekten zu Gute). Das ging deutlich besser als diese ollen Jahrbücher, die auch bei uns inzwischen keiner mehr kauft, weil die Kinder ja auf jeden Fall irgendein Hausaufgabenheft brauchen, in das sie eben jeden Tag die Hausaufgaben für jedes Fach aufschreiben. Ist auch nicht so viel Arbeit wie ein Jahrbuch, weil man ja hauptsächlich das Kalendarium hat (1 Doppelseite = 1 Schulwoche), und dazu eben nur ein hübsches Titelblatt, ein paar Fotos auf den Kalenderseiten und ein paar ganz kurze Artikel zwischendrin.

    Ich würde das Jahrbuch auf allen Schulveranstaltungen zur freien Mitnahme auslegen und eine Spendenbox "für den Förderverein" danebenstellen. Und dann Emails an alle Fördervereinsmitglieder schreiben, wo konkret um Spenden für Projekt XY gebeten wird.

    hmmm... ich denk da jetzt schon die ganze Zeit drüber nach mit der freien Mitnahme. Ich glaub, das geht nicht. Der Druck kostet ja einige Tausend Euro, ich glaub, die wollen das lieber schnell wieder drin haben. Wobei da ein geringer Preis reichen würde, durch die Anzeigen ist recht viel gedeckt. Glaubt ihr, dass für eine geringere aber feste Spende mehr verkauft würden?

    Einen Schulplaner/Hausaufgabenheft haben wir auch. Der wird allerdings standardmäßig an die Kinder rausgegeben. Ich weiß gerade gar nicht, ob die dafür bezahlen müssen. Ich glaube nicht (das gehört zu den Sachen, die man nur weiß, wenn man eine Klassenleitung hat)

    Die Mitglieder im Förderverein zahlen bei uns einen Jahresbeitrag um zusätzliche Spenden wird nicht gebeten, glaube ich. Ich bin da ja auch nicht drin, ich glaube nur, dass die ihr Soll einfach durch die jährlichen Mitgliedschaftsbeiträge erfüllen.

    Die unkomplizierte Spende über den Erwerb des Jahrbuchs ist mehr so etwas, was alle machen können/sollen.

    Sorry, aber so ein Jahrbuch ist doch total altmodisch. Wer will denn dafür Geld ausgeben :ka:

    Ja, seh' ich leider auch so.

    Deshalb ja die Frage - was kann man machen? Dass es gemacht wird, ist einfach so, Wille der Schulleitung und verankert in den Aufgaben des Fördervereins. Auch wenn ich glaube, dass es ein rein traditionelles Ding ist, das aber eben auch hilft, neue Fördermitglieder zu generieren - und die sind so wichtig, die tragen bei uns so viel an Schulausstattung und Exkursionsmöglichkeiten und Mittagessen usw. für die Kinder, deren Eltern das nicht bezahlen können.

    Die Frage ist also nicht "macht man's?" weil dieses Jahr macht man's auf jeden Fall - sondern: wie macht man's besser, interessanter, lustiger, spannender? Was wollen Eltern denn da gern haben?

    Ich mein, das Layout ist echt richtig gut und sehr modern. Das ist so der Part, den ich beitragen kann. Ein paar redaktionelle Veränderungen konnte ich auch durchsetzen. Aber irgendwie scheint es nicht zu reichen...

    schnüff.

    Wenn ich weiß, dass für sinnvolle Projekte Geld benötigt wird, würde ich lieber ohne Gegenleistung spenden.

    Das sehe ich absolut genau so!

    Ich weigere mich auch, irgendwelche blöden Tierschutzmagazine, Menschenrechtskalender oder Umweltschutztrinkbecher zu kaufen. Finde ich ganz widersinnig.

    Und ich finde es komplett absurd, dass unsere Schule gleichzeitig so an dieser Tradition festhält (gibt es halt schon seit fast 40 Jahren) und es auf der anderen Seite gar nicht so viele Menschen gibt, die das Ding dann kaufen.

    Außerdem kriegt zusätzlich jeder Mensch im Förderverein eins geschenkt (was total okay ist) was dann aber nicht zu einem Sammeltermin einfach zur Abholung bereit liegt - nein! Es wird postalisch verschickt! Wie bescheuert ist das denn? Es haben ja fast alle Fördervereinsmitglieder Kinder an der Schule.

    Das nervt mich so richtig.

    Naja, vielleicht machen sie es ja dieses Jahr anders.

    Jetzt sollen die Bücher auf den ersten Eltern- und Pflegschaftsabenden verkauft werden. Und ich weiß gar nicht, warum das inzwischen so ist, dass die Teile kartonweise liegen bleiben. Seit ich das Layout und den Druck übernommen habe, ist der Druck gleichzeitig nachhaltiger und billiger geworden und das obwohl ich von s/w auf farbig umgestiegen bin.

    Ich hab mich darum gekümmert, dass bei allen Events fotografiert wird, dass Kinder eigene Artikel einreichen können, dass gute Schüler*innenarbeiten gedruckt werden, sprich: dass das ganze für die Elternschaft interessanter wird.

    Aber die bleiben einfach liegen.

    Und es frustriert mich so sehr, weil da so unsäglich viel Arbeit drin steckt.

    Es muss doch was geben, damit die weggehen und der Förderverein wieder ein bisschen Geld hat.

    Liebe Zielgruppe Eltern von Kindern im schulpflichtigen Alter: was müsste man tun, damit ihr ein Schuljahresbuch eurer Schule für 5 Euro kauft?

    Unser Förderverein pfeift aus dem letzten Loch, wir müssen dieses Jahr unbedingt ganz viele von denen verkaufen.

    Aber ich hab irgendwie keine Idee, wie man den Eltern das schmackhaft macht und bleibe gedanklich immer bei diesen Wendy-Zugaben aus den 90ern hängen. Kleine Plastiktütchen mit Plastikpferdeschlüsselanhängerchen und Haargummis mit pinken Perlen und Hutkratzer-Aufklebe-Tattoos. Das ist es ziemlich sicher nicht.)