Phonhaus - ich lieb dich ja für eine Internetbekanntschaft schon ziemlich unaushaltbar dolle.
Roland Barthes ist schon mal eine tolle Quelle! Den lieb ich - kenne ihn bisher nur zur Bildrhetorik.
Die anderen werde ich umgehend konsumieren.
Foucault und Adorno könnte ich mir zum Thema auch gut vorstellen, finde aber irgendwie nichts - vielleicht suche ich nach falschen Schlagworten.
Es muss nicht um den feministischen Ansatz gehen, wobei ich selbstgewählte, auch sexuell konnotierte Mode als Politikum persönlich lebe und liebe, natürlich wäre das aber fein. Die Frage nach den Hintergründen, um aus einer Machtposition heraus Kleiderordnungen aufzuerlegen, ist natürlich absolut spannend.
Es geht darum, dass im Sportunterricht unserer Schule Regularien für die Kleidung existieren, die erstmal hinterfragt werden dürfen.
Warum dürfen (von Mädchen) keine Tops getragen werden, die die Schultern nicht bedecken?
Warum geht bauchfrei nicht?
Ist wirklich die Sicherheit und Funktionalität das Thema?
Den Mädchen wird gesagt "das lenkt die Jungs zu sehr ab, so kannst du nicht mitmachen." - und bei dieser Argumentation wird es für mich zum Politikum. Zum einen, weil ich selbst die politisch unadäquat gekleidete Lehrkraft bin, die denen den Rücken stärken möchte, die sich "unangemessen" kleiden und damit "sexuelle Gedanken provozieren", zum anderen auch, weil die Sportfachschaft gerade auf dem Weg ist, sich übel in die Nesseln zu setzen, was insbesondere an der Argumentation liegt.
Deshalb suche ich gerade Futter für einen Diskurs, der sich nicht auf Meinungen und übernommene Haltungen beschränkt.
Ich dank dir sehr!