Beiträge von Momo und Lotte

    Keine Ahnung... ich brainstorme mal mit, mehr kann ich nicht leisten.

    Ich würde schon erst mal an eine gesundheitliche Problematik denken. Wesensveränderungen, bzw. vor allem diese Unkalkulierbarkeit des Verhaltens der Hündin, klingen für mich einfach danach. Nun kenn ich mich aber auch nicht mit unausgelasteten Halbbretonen aus.

    Mein erster Besuch bei einer Verhaltenstierärztin war über 300 Euro, glaube ich. Ich habe da aber auch Blut abnehmen lassen und ein komplettes Schilddrüsenprofil erstellen lassen.

    Es lief so ab, dass ich einen Termin gemacht habe, bereits in der Mail die Probleme angesprochen habe, dann einen Fragebogen gesandt bekam (zur Auslastung, zu Problemen, Problemauslösern usw., Lebenssituation, Futter...) und den ich ausgefüllt zurückschickte. Zusätzlich habe ich der Verhaltenstierärztin Videos des Verhaltens vorab geschickt.

    Als ich ankam, hatte sie bereits alles gelesen und gesichtet und hat sicher 45 Minuten mit mir nur besprochen, was medizinische Ursachen sein könnten und wo sie einfach Trainingsfehler vermutet. Anschließend haben wir noch via Mail Kontakt gehabt, so z.B. zur Auswertung der Schilddrüsenwerte. Ich fand den Preis zunächst hoch, gemessen an der Zeit, die investiert wurde und dass ich endlich mal das Gefühl hatte, dass an einem Punkt alle "Strippen zusammenlaufen" und alle Seiten der Medaille betrachtet und abgewogen werden, fand ich das schon echt fair.

    Allerdings verhält sich mein Problemhund immerhin konsistent. Diese an Anfälle erinnernden Verhaltensveränderungen kannte ich aber von meiner alten Hündin (übrigens auch Auslandstierschutz-Südeuropa-Jagdhund) sie kamen bei ihr im Alter von 12 Jahren. Sie zeigte plötzlich Aggression gegenüber Menschen, die sie vorher nie gezeigt hatte. Außerdem hatte sie ab und zu Anfälle, in denen sie plötzlich sehr stark gezittert und gehechelt hat. Es is leider nicht abschließend geklärt worden, woher das kam. Der eine Tierarzt ging von einer Demenz aus, die er durch Karsivan und ein Antidepressivum versuchte zu behandeln, die Tierklinik ging von Morbus Addison aus und die damit verbundene Problematik mit dem Cortisol. Eine Tierärztin ging zwar auch vom Cortisol aus, vermutete aber die Verhaltensveränderung aufgrund der Gabe von Kortison, das die Hündin wegen einer anderen Krankheit brauchte.

    Ich hab keine Ahnung von Leishmaniose - und nur weil eine Krankheit da ist, heißt das ja nicht, dass die Hündin vor anderen Krankheiten gefeit wäre. Aber vielleicht triggert meine Geschichte ja irgendeinen hilfreichen Gedankengang.

    Liebe Grüße, auch an die Besitzerin!

    Danke euch!
    Bolle zeigt ja keine sichtbar gestellten Haare, ist durch die Fellstruktur nicht möglich. Aber der regt sich eh nie auf.

    Elsa zeigt einen richtigen Kragen, wie eine Löwenmähne, ganz um den Hals herum und je größer die Aufregung, desto mehr. Dann gern auch mal bis zur Rute, die aber immer oben bleibt. Elsas Rute geht nur runter, wenn sie draußen einen Schuss hört oder an Silvester oder beim Tierarzt - sonst ist sie immer immer immer oben.

    Bei Alma hab ich es jetzt zum ersten Mal gesehen, als ein fremder Hund im Nachbargarten war, das fand sie richtig blöd. Da sie recht viel Fell im Kragen hat, kann sich das glaube ich gar nicht stellen, aber am Popöchen stand alles wie ne 1, dazu ne Konfliktrute, aber eher mit Tendenz zur geraden Rute, nicht mit Tendenz unter den Bauch.

    Körpersprachefrage:

    Wenn Hunde einen Kamm kriegen, hab ich mal gehört, macht es einen Unterschied wie weit die Bürste sich aufstellt. Je weiter sie Richtung Rute läuft, desto höher die Anspannung/Erregung. Stimmt das?

    Und dann habe ich mal gehört, dass die Bürste, je weiter sie nach hinten läuft, zeigt, dass der Hund Angst hat oder sehr unsicher ist, während eine eher vorn ausgeprägte Bürste/Kragen eher indifferente Erregung zeigen.

    Stimmt das?


    (Alma hatte kürzlich zum ersten Mal seit ich sie kenne eine Bürste - aber nur hinten - bei ihr ist es aber vorn auch gar nicht möglich, glaube ich - da fing ich an, wieder darüber nachzudenken)

    Ich habe vielleicht eine Mini-Hilfestellung in Bezug auf die Kosten, alles andere wurde ja schon gesagt.

    Vielleicht kann die Halterin ja ihren Status vor dem vermittelnden Verein einfach ändern, sozusagen selbst als (Dauer-)Pflegestelle eintreten, sodass der Verein sich an den kommenden veterinärmedizinischen Kosten beteiligen kann oder sie sogar ganz übernimmt.

    Manche Vereine machen das und sind finanziell zumindest halbwegs so aufgestellt, dass sie da unterstützen können.

    Alles Gute. Ich hoffe, die beiden finden einen gangbaren Weg. Mich macht das total betroffen.

    here we go again, es geht leider wieder los. Ca 8 Monate war Ruhe, dann fing das Teppichrutschen wieder an - da hab ich mir zunächst keine großen Sorgen gemacht - und gerade hab ich gesehen, dass die Entzündung zurück ist. Zumindest ist die Poperze deutlich gerötet.

    Also seit der letzten Kortison/Antibiose-Behandlung war 8 Monate nix, gar nix, und jetzt ist es wieder zurück. Das spricht ja erst mal gegen was chronisches, oder?

    Jetzt gibt's wieder Kortison für die arme Hundefrau. Buh. :(

    Seid ihr auch so im Tunnel und irgendwie der Welt abhanden gekommen (oooh, Mahler, jetzt hab ich nen Ohrwurm), wenn ihr eine Sonnenbrille tragt???

    Also ich darf im Straßenverkehr echt keine mehr aufziehen, irgendwie schaltet sich da mein Hirn aus, denkt, es sei alleine auf der Welt und ich werde echt zur Gefahr für mich und andere. Verrückt.

    Ja, kenn ich total.

    Ich bin auch ohne Sonnenbrille ein fetter Siebzigjähriger.

    Aber mit bin ich eher in einem Musikvideo, das irgendwo in LA gedreht wurde. Oder auf einer Vulkaninsel. Ich hab dabei auch den einen oder anderen Standard-Ohrwurm, häufig ist es Staring at the sun von TV on the radio und ich schwöre, es ist gar nicht wegen der inhaltlichen Komponente, sondern einzig und allein weil das Lied wirklich exakt Sonnenbrillengefühl ist auch wenn der Text isländlisch wäre und vom Schafe streicheln handeln würde.

    Aber was hat der Gustav (? hieß der so? Kommt mir gerade falsch vor...) mit Sonnenbrillen zu tun?

    Das klingt doch gut. :)

    Und wer weiß - vielleicht wird es ja doch noch flüssiger. Ich hatte hier vor gefühlten Ewigkeiten schon mal geschrieben, dass meine Elsa auch dazu neigt. Anfangs kamen wir kaum vom Fleck. Inzwischen, nach einem Jahr und acht Monaten, gibt es dieses "Beine in den Boden, ich geh keinen Meter weiter!" nur noch, wenn sie sich unwohl fühlt, also vielleicht ein Mal pro Woche. Und das auch nicht mehr mit dieser Vehemenz. Steter Tropfen und so!

    Wird schon! Alles Gute!

    Ich bin noch nicht fertig mit der Doku aber bin jetzt schon total begeistert von Herbert Ritthaler.

    Veredelt habe ich bisher nur mal Tomaten, aber auch nicht, weil ich eine bessere Unterlag wollte, sondern weil mir verschiedene Sorten zufällig blöd gebrochen sind und ich sie nicht wegwerfen wollte.

    Mit Bäumen hab ich das noch nie gemacht. Irgendwie verrückt, denn das hab ich als Thema der letzten Klausuren vor dem Abitur ausgesucht.

    "Meine" Kindheitsbirne ist schon ziemlich alt. Sie stand schon auf dem Grundstück, als meine Eltern dort gebaut haben. Als ich 3, 4, 5, 6 war (also diese Zeit, in der man die Schaukel an der Birne mit Inbrust genutzt hat) war sie sicher schon zwischen 10 und 15 Meter hoch. Und das ist ja jetzt auch schon über 30 Jahre her. Eine Omabirne.

    Ich hab damals, als wir das Haus verkauft haben - da war ich 8 - einen Vertrag mit Filzstiften aufgesetzt, dass die, wenn sie das haus kaufen, niemals den Birnbaum fällen dürfen. Ich fürchte, das ist rechtlich nicht haltbar - unterschrieben haben sie aber.

    Mein Wille ist nun eisern - ich brauche Stecklinge. Projekt "Rettung der Kindheitsbirne" startet jetzt.

    Das ist echt total spannend!

    Das wusste ich alles gar nicht!

    Ich bin als Kind in einem Garten mit einem alten Birnbaum aufgewachsen, an dem wuchsen die leckersten kleinen Birnen der Welt. Das haus wurde irgendwann verkauft. Vor zwei Jahren haben wir noch mal Kontakt zu den jetzigen Eigentümern aufgenommen und gebeten, ob wir uns einen Steckling des Baumes schneiden dürften. Die Eigentümerin meinte, der würde in den letzten Jahren kaum noch getragen haben und dass sich das von einem so alten Baum nicht lohnen würde. Sie gab uns stattdessen eine einzige Birne des Baums. Die hatte leider keinen einzigen Kern.

    Glaubt ihr, dass der Baum vielleicht auch gerade nur an einem Zeitpunkt war, an dem er Pause gemacht hat?

    Vielleicht sollte ich einfach doch noch mal um einen Steckling bitten. Ich würde so gern irgendwann wieder diese Kindheitsbirnen essen.

    Mag sein, dass die Welt allgemein vor die Hunde geht, aber WIR haben gerade einen Überfluss.

    Als ich letztens so mit meiner Mutter spazieren war, stellten wir fest wie übervoll alle Apfelbäume hängen, die im Sauerland überall wild herumstehen. Auch die Walnussbäume und Haselnüsse, die Beerensträucher - wirklich paradiesisch. Meine Mutter meinte dann nur ganz trocken "das letzte fette Jahr, die Natur wünscht uns ne gute Reise" - das war bitter. Jetzt kann ich keine Apfelbäume mehr sehen, ohne an Apokalypse zu denken.