Beiträge von Momo und Lotte

    Auf der Homepage von Prodogromania steht extra, dass gar nicht getestet wird und auch die Entwurmung nicht ausreichend ist und beides für um 300 Euro in Deutschland von den neuen Besitzern nachgeholt werden muss. In Rumänischen Tierheimen wäre das nicht möglich.

    Ah, okay, sorry, das wusste ich nicht, dass das jetzt anders gehandhabt wird. Früher haben die diese Snap-Tests gemacht, eine Vermittlerin von dort hatte mir vor einigen Jahren erklärt, wie viel die kosten und wie sicher die sind. Daraufhin hat der Verein, mit dem ich kooperiere, das unter die Lupe genommen. Daher die Annahme, dass es noch immer in Verwendung sei.

    Sorry, das hab ich nicht gelesen. :sweet:


    Offtopic:

    Aber es ist tatsächlich so, dass man sowieso hier neu testen müsste. Einfach, weil man vor Ort nur zwei Möglichkeiten hätte:

    - am Tag der Ausreise testen, dann hat man aber den kranken Hund schon im Transporter

    - vorher testen und das Risiko in Kauf nehmen, dass sich bis zum Tag der Ausreise etwas geändert hat.

    Natürlich wäre es am allerbesten, die Hunde sofort zu testen und dann mit entsprechendem Schutz auszustatten, Advantix wäre das glaube ich. Und ggf. auch sofort zu behandeln. Wenn zum Beispiel die Kastration durchgeführt wird, einfach drauf das Zeug, Notiz in den Kalender und dann alle 4 Wochen wieder. Aber das kriegen die meisten Vereine nicht geregelt - die Helfer:innen sind zu unregelmäßig vor Ort, das fest angestellte Personal hat viel zu viel anderes bei viel zu schlechter Bezahlung zu tun. Kriegen die meisten halt einfach nicht hin, warum auch immer.

    Ein Nachteil bei der prophylaktischen Behandlung wäre, dass der Erregernachweis, z.B. bei Herzwürmern, wieder schwieriger ist, denn die Mikrofilarien sind dadurch (glaube ich, kann falsch sein!) nicht mehr nachweisbar und man muss auf Makrofilarien testen, was wiederum irgendwie komplizierter ist. Aber ich hab das gerade nicht mehr so genau auf dem Schirm. Jedenfalls würden die Schnelltests und Blutausstriche dann zu einem falsch-negativen Ergebnis führen weil die da eben eher nicht mit guten Laboren zusammenarbeiten.

    Meine Hunde kamen alle mit Herzwürmern, leider. Ist echt ne Pest. Mein Verein testet nach Möglichkeit per Blutausstrich auf Microfilarien vorher und beginnt vor Ort mit der Behandlung. Aber klappt auch nicht immer. Wenn, wie zu Coronahochzeit, niemand aus D/Ö/CH vor Ort sein konnte, wurde nicht behandelt. Blöd weil kann dann auch schlecht ausgehen.

    Wir hatten immer Glück. Jetzt klopfe ich erst mal auf Holz.

    Aber ich würde tatsächlich erst mal davon ausgehen, dass Hunde aus dem Ausland eher mit als ohne Krankheiten kommen. Leider.

    Also ich hab zumindest ne Trefferquote von 100%.

    :( :

    möp, sorry, ich antworte normalerweise nicht auf einen Thead, bevor ich nicht alles gelesen habe.

    Entschuldigt im Vorfeld bitte Dopplungen zu Zuvorgeschriebenem.... mir fliegt da emotional gerade zu viel um die Ohren, wenn ich so manche Räuberpistolen hier lese, deshalb muss ich aufhören, das zu lesen. Tut mir einfach nicht gut.

    (Können die anderen vielleicht nachvollziehen, wenn Zucht-Bashing betrieben wird, das geht einem irgendwann an die Pelle. Und mir eben das "alles Betrug, alles unseriös, die Hunde werden extra produziert..." - da krieg ich einfach Bauchweh.)

    Deshalb nur kurz: pdr ist ein seriöser Verein - aber leider zu groß, um die Hunde wirklich einschätzen zu können, in Bucov ist das umso schwerer. In Baile zum Beispiel wieder besser...

    Ich schließe mich verruecktsein in ihrer Einschätzung des Vereins komplett an:

    Ich empfinde den Verein als seriös, aber man muss eben auch ganz klar sehen wo die Grenzen des Auslandstierschutzes sind. Nämlich das immer Zeitmangel herrscht, nicht jeder freiwillige Helfer (der Hunde einschätzt) wirklich viel Erfahrung hat und das Ressourcen immer knapp sind.

    Du willst nicht unbedingt einen Zweithund, es geht um diese Hündin, ich weiß. Aber kleinere Vereine können die Hunde einfach wesentlich besser einschätzen. Im Rahmen der Möglichkeiten natürlich, denn Shelter ist immer anders als Wohnung und enges Zusammenleben mit Menschen.

    Ich hatte Hunde aus großen und kleineres rumänischen Shelteranlagen... und ich würde die kleineren immer bevorzugen, wenn ich nicht "all in" gehen kann. Und das kann ich eigentlich nie, weil ich eben Hunde habe, die hier sind, weil ich in der Stadt lebe und weil ich in einem Mehrfamilienhaus lebe.

    Es wird (oder wurde zumindest früher) übrigens meines Wissens nach auf MMK getestet, allerdings nur mit Snap4D-Tests und die Aussagefähigkeit dieser Tests ist nicht so genau und bezieht sich auf die Zeit bis zum Testtag. Deshalb muss anschließend in Deutschland erneut getestet werden, wie bei jedem Hund, der ohne entsprechenden Schutz im Süden war. (Wissen ja nur leider viele Leute nicht, die im Sommer mit ihren Hunden zum Camping nach Italien fahren).


    Nun zum eigentlichen Thema:

    - ich bin das, was man hier gern despektierlich "Tierschutzuschi" schimpft. Und auch hier würde kein Hund einziehen, wenn es keine "gebrauchten" gäbe. Deshalb bin ich ja schon naturgemäß deiner Verliebtheit eher wohlwollend gesonnen.

    Aber ich würde hier doch auch eher sagen: ich glaube, vielleicht passt ein anderer Hund einfach besser. (Sagt sich so leicht, ich weiß)

    Bei dir sind einfach doch ein paar Bedingungen zu viel für das, was man hier schon erahnen kann. Und das ist für mich irgendwie ein Unterschied: ob man das Risiko in Kauf nimmt, dass es zu Problemen kommt (ist halt immer auch Lotto) oder ob man sehenden Auges ahnt, dass das vielleicht ne Nummer zu groß ist (also wie beim Lotto nur 5 Zahlen anzukreuzen).

    Und wenn das Setting einfach nicht superflexibel ist, dann ist es einfach einfacher, sich in Hunde zu verlieben, die z.B. schon auf einer Pflegestelle leben.

    Und ich sag das nach einigen Direktimporten und nicht mit leichter Zunge, denn ich weiß auch, wie schwer man die aus dem Kopf bekommt, in deren Bild man sich mal verliebt hat. Es ist halt wirklich immer Projektion. Diese ziemlich magische "die ist es"-Erfahrung ist leider immer nur eine hoffnungsvolle Vorstellung und bewahrheitet sich keineswegs immer.


    Ich hab da noch ein gutes Beispiel! Eine sehr erfahrene Vermittlerin aus "meinem" Verein hatte sich auf Distanz in einen Hund im eigenen Shelter verliebt. Sie hat ihn auf Herz und Nieren prüfen lassen, da sie ein Baby hatte und nicht selbst hinkonnte. Etliche Videos wurden gemacht - mit Katzen, mit Kindern mit anderen Hunden im Freilauf, bei Bedrängung, bei so ziemlich allem, was ihr eingefallen ist. Der Hund hat alle Tests im Shelter mit Bravour gemeistert und es kam ein ganz toller Hund bei ihr an. Und trotzdem passte es nicht. Zwei Trainerinnen später und mit aller möglicher Unterstützung: es hat nicht gepasst, in ihrem Fall, weil der Kerl extrem gestresst war und (möglicherweise dadurch zusätzlich getriggert) extrem gejagt hat. Die Katzen im Shelter nicht - ihre Katzen aber sehr wohl. Und auch ihr Pferd. Er hat zudem angefangen, das Baby zu verteidigen gegen für ihn Fremde. Und er hatte einen massiven Hüftschaden, der vorher zwar klar war, dessen Ausmaße sich aber dann doch mit der hier üblichen Diagnostik verheerender darstellten.

    Sie hat ein anderes, besseres Zuhause für den Hund gesucht weil auch sie, als "Profi", sich da verkalkuliert hat.

    Ich würde also wie viele andere hier auch dazu raten, ein wenig Abstand vom Herz zu nehmen und mich dann kalkulierter neu zu verlieben.

    Okay, ich kann die Frage nun abschließend beantworten:

    ich habe weiter moderat und unterschiedlich bestätigt.

    Nun ist das Cortison ausgeschlichen und siehe da: es ist alles exakt wie vorher - also keine steile Lernkurve und kein Abhängigkeitsverhalten. Sobald der Hunger wieder etwas weniger drängt, ist der Futtergeier wieder leiser und Alma kann wieder vernünftig erkunden und den Spaziergang für sich nutzen, zeigt nicht mehr alle drei Sekunden die Orientierung zu mir, sondern vielleicht eher so alle 60 Sekunden (je aufregender die Gegend, desto mehr muss ich mich ins Gedächtnis rufen. Je langweiliger, desto enger die Taktung des selbstständigen Rückblicks)

    Also - Cortisonphasen haben hier scheinbar, zumindest wenn sie nur so kurz sind, keine nachhaltige Auswirkung auf den Trainingsstand. (Nein, man kann keine Regel daraus ableiten. Aber hier war's jetzt letztlich so)

    Wenn eure Hunde im Spielmodus sind, haben sie dann manchmal auch minutenlang die Schnute offen?

    Alma macht das, wenn sie mit mir auf dem Sofa ein bisschen herumblödelt - Hinter in die Luft, grunzen, sich wie eine Schraube ins Sofa und in mich reindrehen dann in irgendeiner Verrenkung verharren und mit geöffnetem Fang auf irgendein kosmisches Signal warten, um sich aus der Erstarrung zu lösen und wieder zu grunzen und sich zu wälzen.

    Ich finde es wahnsinnig niedlich, hat aber nie einer meiner anderen Hunde gemacht.

    Alma heißt nährend, glaube ich - also zumindest heißt Alma Mater (was man ja auch zur Universität sagt) "nährende Mutter".

    Und da meine Alma gerade Welpen hatte, als ich sie übernommen habe, habe ich sie Alma genannt. Ich lieb den Namen sehr, er klingt so weich und ruhig und ich mag den voll und sag den sehr gern. Dauernd.

    Zum Beispiel "Alma, raus da!" oder "Alllmaaaa, ich glob es hackt!"