Beiträge von Momo und Lotte

    Megaspannend! Danke auch für die Bilder!

    durch Bestätigung und Social Walks wurde die wieder aufgebaut. Anfänglich zeigte sie auch ausschließlich offensiv aggressive Körpersignale ohne Einschub von Beschwichtigungsgesten oder rückwärts gerichteten Tendenzen.

    Hier frag ich mich immer schon, wie das geht. Klar, im Prinzip bestätigt man jeden kleinsten Ansatz einer Beschwichtigungsgeste. Aber wenn der Hund die gar nicht zeigt? Also, abwenden z.B. kann ich ja unterstützen. Aber wenn ein Hund z.B. das Züngeln nicht zeigt... oder die untere Skala der Eskalationsleiter, knurren, Nase kräuseln oder so ... lernt der das dann einfach wieder und zeigt das plötzlich? Guckt er sich das von den anderen ab? Oder probiert er verlorenes Repertoire von selbst einfach irgendwann wieder aus?

    Von Trainerinnenseite wurde die Ernsthaftigkeit entsprechend eingeschätzt und unter kontrollierten Bedingungen auch getestet (würde sie ungehemmt einfach drauf gehen, in wie weit kann man noch auf sie einwirken, gibt es eine soziale Komponente in Bezug auf uns,...)

    Magst du mal erzählen, wie das getestet wurde? Also auf welchem Terrain mit welchen Fremdhunden? War ein Zaun dazwischen? Verfälscht der nicht u.U. die Situation? Ich stelle mir das alles so kompliziert vor...

    Momo und Lotte Ich frag mal so, warum ist es für dich wichtig das zu wissen? Korrigiere mich, wenn ich falsch liege, aber für mich klingt es so, als würdest du Alma gerne in Sozialkontakte schicken, weißt aber, dass sie sich dabei nicht wohl fühlt und hast Angst, sie beschädigt den anderen Hund. Wenn das deine Intention ist, wäre es für mich egal, ob der Hund beschädigen würde oder nicht, ich würde solche Sozialkontakte nicht zu lassen. Ich würde mir feste Hundefreunde suchen, wo Sozialverhalten gezielt geübt wird, bzw. der Hund die Lernerfahrung macht, wird dass die eigene Kommunikation (noch vor dem Aggressionsverhalten) wahr und ernst genommen wird, ohne dass er in bedrohliche Situationen kommt, wo Aggression der einzige Ausweg ist. Und das passiert für mich erstmal ganz ohne direkten Nahkontakt. Läuft ein Sozialkontakte immer so ab, dass der Hund in eine unangenehme Situation geschickt wird, wird der Hund ja nie lernen, dass das auch anders ablaufen kann und kann keine neuen Verhaltensweisen lernen. Und dann sind es für mich keine Sozialkontakte, wovon der Hund profitiert, vorallem wenn er eh in einer Gruppe lebt und täglich Sozialkontakte hat.

    Nee, das will ich natürlich überhaupt nicht. :lol: Manno, du kennst mich doch nun schon ein bisschen.

    Ich frag mich, ob das Ausmaß, in dem ich gestresst reagiere, wenn ein unbeaufsichtigter Fremdhund in uns reinmöllert, was halt ab und zu passiert, berechtigt ist. Bei mir wird gerade so eine Stresskiste daraus, wenn ich andere Hunde sehe. Ich fahre ja deshalb schon fast täglich weit raus. Und trotzdem passiert es eben manchmal, dass irgendwo ein Hund aus einem Gebüsch schießt und ich Alma hinter mich schicke und den anderen Hund wegschicke. Manche Situationen sind dann schnell gelöst, andere verlaufen unangenehm, weil der Fremdhund uns umkreist und immer wieder nach vorne schnellt, weil er uns durch das Unterholz stalkt oder weil er einfach in der freundlichsten aller Absichten denkt, alle Hunde müssten ihn lieben und dann aus dem fiddlen nicht rauskommt.

    Da solche Situationen eben vorkommen, frage ich mich, ob sie einen Maulkorb bräuchte. Oder ob ich davon ausgehen kann, dass im schlimmsten Fall eben doch keine Wunde entstehen wird.

    Sie hat sich ja noch nie wirklich gekloppt. Sie hat auch noch nie einen Hund gebissen. Deshalb frage ich mich, warum ich so unsicher bin, dass ich um jedem Hundekontakt immer größtmögliche Bögen mache. Zumal ich ja eigentlich weiß: ich kann mit ihr auch mit fremden Hunden spazieren gehen. Vorausgesetzt man findet Leute, die sich so ein wenig an abgemachte Regeln halten. Davon kenne ich leider nur zwei.

    Ich finde, das ist Szenesprech und man muss genau wissen, was damit gemeint ist. Gern wird es auch unterschiedlich ausgelegt. Es sind Euphemismen. Ein Hund geht nicht nach vorn, er droht oder greift direkt an. Für Leute, die nicht so drin sind in dem Thema, ergibt das gar keinen Sinn. Das ist wie wenn ich bei Reitern zuhöre, ich versteh die Worte, aber nicht, was damit gemeint ist. In einem Hundeforum, wo so viele mitlesen, finde ich es sehr hinderlich sowas zu lesen.

    Ja, stimmt, das ist vielleicht echt Szenesprech und ich hab mich nur sehr daran gewöhnt. Ist halt auch angenehm kurz und praktischer als z.B. statt tackern: "kurz und kräftig beißen, aber nicht halten und nicht nachsetzen". Ist also villeicht einfach Bequemlichkeit. Aber ich verstehe, was du meinst. Ich kenn die Problematik, wenn ich mich mit Jagd auseinandersetze, da fallen mir die Euphemismen auch immer recht stark auf.

    Muss ich drüber nachdenken!


    Ich persönlich finde eine Einschätzung durch einen guten Trainer hilfreich. Da gibt es ggf auch die Möglichkeit verschiedene Situationen unter kontrollierbaren Bedingungen auszuprobieren, ohne dass irgendwer schaden nimmt.

    Ja, vermutlich ist das so. Weißt du zufällig, wie eine Hundetrainerin das testen würde und wie diese kontrollierten Bedingungen aussähen? Wäre das sozusagen einfach Kontakt im Freilauf mit Maulkorb mit einem Hund, von dem man weiß, dass der gut auf Aggressionen reagieren kann? Aber irgendwie ist dann ja doch immer noch die Frage, ob es jetzt mit genau diesem Hund und mit Maulkorb funktioniert und dann an anderer Stelle doch schief gehen würde.

    Meine erwachsenen Hunde haben keinen Kontakt zu Fremdhunden, wenn es sich vermeiden laesst. Pan, Kalle und Itsy wollen es nicht (mehr), Fou ist mir da (mittlerweile) zu kritisch.

    Du kannst das auch einfach gut akzeptieren (und vor allem gut einschätzen), oder? Warum fällt mir das nur so schwer? Ich würde es so gern einfach hinnehmen, dann machen mich aber immer die ganzen Leute verrückt, die sagen "da passiert schon nix!" oder "wenn du keinen Kontakt zulässt, wird es ja nur immer schlimmer!". In meinem Umfeld gibt es einfach niemanden, der das verstehen würde. Die machen sich auch alle keine Flocke, wenn die Hunde sich mal kloppen weil es eben selten passiert und dann ohne Verletzungen ausgeht. Ich bin da so unentspannt und auch unsicher.

    Fuer mich gibts kein 'Das ist ein sicheres Zeichen, der Rest ist nur Getue' bei diesem Thema.

    Hm, also ist es immer ein Risiko? Also, man weiß es erst, wenn's ein Mal passiert ist? Bzw. die Wahrscheinlichkeit wird einfach geringer, je häufiger man solche Situationen hatte und eben "nix" passiert ist?

    Wie machst du das denn mit deinen im normalen Alltag? Und wie hast du die Erfahrungen gesammelt, das für deine Hunde einschätzen zu können?

    Ich weiß immer nicht, ob ich übervorsichtig bin und total übertreibe oder ob ein anderer Umgang nachlässig wäre.

    Offtopic:

    "Loch ist Loch"

    Ähm...

    Kann man nicht einfach Biss sagen? Und Beißen? Verletzen? Wunde schlagen?

    Für mich ist "ein Loch machen" genauso eumphemistisch und man kann wenig damit anfangen wie "nach vorn gehen" oder "managen". Benennt es doch einfach nach dem, was es ist.

    Im Übrigen ist Loch ist Loch eine sexistische erniedrigende Aussage... Muss man auch in Sachen Hundethemen nicht reproduzieren.

    Whut? Sorry, ich kenne diesen Ausdruck nicht aus dem von dir angesprochenen Bereich. Ist mir nicht bekannt, also eine unbewusste Reproduktion. Ist ja widerlich im von dir angesprochenen Zusammenhang, wer sagt denn sowas?! Abstoßend. Kommt in meiner Bubble glücklicherweise nicht vor. Wie kommt man denn auf den Zusammenhang? Irre. Wäre ich im Leben nicht drauf gekommen, dass es so krude Sprüche in Bezug auf Sexualität gibt. Ohgott.


    Hm, ich glaube ehrlich gesagt, dass man nicht gut von beißen sprechen kann, weil es ungenau ist. Beißen kann mit schweren oder ohne Verletzungen passieren, einfache Lochwunden entstehen durch ernstgemeintes Tackern. Ich finde es in dem Zusammenhang einfach präziser als verletzen/beißen bzw. Verletzung/Biss.

    Ich glaub, deshalb bleibe ich auch dabei. Ich denke aber gern mal darüber nach, ob ich einen anderen treffenden Begriff finde.

    Interessant ist aber, dass das im ganzen Thread, im ganzen Forum unkritisch als Begriff verwendet wird. Ebenso "nach vorne gehen" bzw "Konflikte nach vorne lösen" bzw "auslösen" und "managen" bzw "führen". Auch diese Begriffe machen für mich alle Sinn. Lediglich "sich umdrehen" finde ich etwas unpassend und missverständlich.


    noch mehr offtopic

    Wieso musst du das denn so mit "ähm..." und "muss man auch (...) nicht" formulieren? Das liest sich für mich so herablassend. Soll das so oder hab ich das da jetzt reingelesen?

    Naja, man kann da eh nicht von "Loch ist Loch" ausgehen. Ein Loch das im Spiel entsteht ist natürlich anders zu bewerten als eines, das aus einem Abwehren entsteht, ist anders als eines, das aus einem Hetzen und schnell reinpacken entsteht. Ich würde das gar nicht miteinander vergleichen wollen und erstrecht nicht sagen, dass Löcher immer harmlos sind oder immer ne Katastrophe.

    Ich hab bei Alma vermutlich die Sozialkompetenz gegenüber Fremdhunden zu großen Teilen schön selbst verbockt und habe das in wenigen Wochen geschafft. Ich lasse sie seit dem eigentlich nie in Hundekontakt gehen. Sie hat ja hier ihre Hundegruppe. Wenn wir mit anderen Hunden spazieren gehen (davon gibt es nur zwei) muss ich ihr einfach verbieten, rumzumoppern und dann können wir einfach entspannt nebeneinander her gehen. Selbst ohne Abstand geht das, wenn ich sie und den Fremdhund an der Leine hab.

    Aber bei unreguliertem Kontakt in der freien Wildbahn - puh, keine Ahnung. Sie würde alle erst mal keifend und fauchend wegtreiben sie ist dabei nicht laut, sie jagt die anderen einfach weg (und reguliert sich dabei meiner Ansicht nach selbst runter, den sie ist eigentlich sauschnell aber erwischt selbst den langsamsten HSH nicht, wenn sie ihn wegscheucht. Es ist mehr eine Art treiben.) und sie kommt auf Abruf sofort. Gesellt sich der Vertriebene dann zu uns, lässt sie ihn auch komplett in Ruhe. Und der Vertriebene scheint ja auch nicht in Todesangst gewesen zu sein, sonst würde er wohl nicht wieder zu uns kommen, oder?

    Aber irgendwie, ich weiß es nicht, ich kann nicht ausschließen dass sie mal einen anderen in den Hintern zwacken würde.

    Und bei ganz kleinen, da ist sie Qualität noch mal anders. Eigentlich glaube ich nicht, dass Alma Kleinhunde als Beute wahrnimmt, es ist eher Aggression. Aber mit anderem Duktus. Da ist es eher so, dass, wenn sie vor ihr gehen oder wir uns in gegensätzliche Richtungen passieren, sie nach der Passage herumfahren würde und grollend und schnell in Richtung des Kleinhundes will. Abr wir es weitergehen würde, kann ich nicht sagen. Sie lässt sich supereinfach abbrechen. Und sie lässt sich solche Aktionen auch super im Vorfeld verbieten. Also haben wir im Grunde kein Problem.

    Aber ich würd's halt gern wissen und dabei eben kein Risiko eingehen. Gar keins.