Beiträge von Momo und Lotte

    Vor ziemlich genau einem Jahr haben so viele hier schon mal mit dir gebangt, gehofft, geraten, Daumen gedrückt. Ich erinnere mich mit einem Loch im Bauch daran, es war einfach schlimm... natürlich für niemanden von uns Außenstehenden so wie für dich.

    Und ich wünsche dir und Emma so sehr, dass alles gut ausgeht.

    Ich kann mir kaum vorstellen, wie's dir gerade geht, diese Ungewissheit und Sorge... sei bitte mal ganz fest umarmt. Hoffentlich wird alles wieder gut.

    Wenn du irgendwann eine kleine Meldung geben kannst, wie es Emma geht und ob etwas herausgefunden wurde, ...

    bis dahin einfach ganz viel Kraft, Durchhaltevermögen, Unterstützung, die ihr braucht.

    je nachdem, was man sucht. Ich weiß ja nicht, was du so trägst. :)

    An Futter, Steuern und Versicherung sind das für die drei pro Monat so 150 Euro.

    Alma ist auf jeden Fall am billigsten, die kostet nämlich außer Haftpflicht und Steuer nix extra.

    Bolle kostet durch Librela und diverse Zusätze ca 90 extra.

    Elsa durch ihre Mäkeligkeit und ständiges separates Kochen auf 40 extra im Monat. Ihre Medikamente und Zusätze kommen mit mehr als 100 monatlich daher.

    Insgesamt kosten mich drei Hunde also jeden Monat 380 Euro.

    Wollte ich das jetzt wissen? 🙈

    Solumna - für was denn?

    Wir haben hier in Wuppertal:

    - das Brockenhaus (hauptsächlich gebrauchte Möbel, ein paar Klamotten und Krimskrams, Barmen)

    - die Diakonie "VielWert", Barmen, Ecke Oberbergische Straße, ähnlich aufgebaut)

    - Die Diakonissen Bethesda auf der Hochstraße, da gibt es nur Klamotten.

    - Mathilde (Luisenviertel, nur Kleidung, kein Ramsch)

    - Die Garderobe (Luisenviertel, nur Kleidung, kein Ramsch)

    Sonst Köln: Humana (mittelpreisig, von Schund bis super alles dabei), Vintage and Rags (teuer), Picknweight (teuer)

    und natürlich auch Düsseldorf, da kenn ich mich aber nicht aus.


    Mona X - gab s nicht mal so etwas ähnliches wie den Rütter für Katzen? "Katzenjammer" auf Vox oder so? Vielleicht kann sie das ja streamen, wenn sie RTL+ abonniert hat.

    Ich kenn mich mit Katzen nicht gut aus, mochte aber diese Arte-Doku gern:

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    - aber du suchst so eine Art Feddersen-Petersen für Katzen, ne?

    Ich verstehe nur nicht, wie man diese Wahrheiten anders darstellen soll - würde diese Entscheidung denn weniger wehtun, wenn ich es „den Dingen ihren natürlichen Lauf lassen“, „eine neue Familie suchen“ oder „schlafen legen“ nenne? Ich frag das ernsthaft, weil ich einfach in schlimmen Zeiten selber ‚drumrumreden‘ schlimmer finde als klare Worte.

    Ein Vorschlag:

    Es ist sicher wahnsinnig schmerzhaft, den eigenen Hund aus finanziellen Sorgen nicht halten zu können und wenn ich mir vorstelle, dass ich meinen Hund abgeben/einschläfern lassen müsste, weil ich das Geld für die Behandlung nicht habe, bricht es mir das Herz.

    Du musst im Sinne des Hundes handeln, du trägst die Verantwortung. Und das kann heißen, dass du dich verschuldest, es kann heißen, dass du deinen Hund einschläfern lassen musst, es kann heißen, dass du einen neuen Platz für ihn finden musst. Das ist alles kacke. Es gibt keinen guten Weg. Aber wenn du im Sinne des Hundes entscheidest, ist es trotzdem das richtigste, was tu tun kannst.

    (‚Und wenn du reden willst, bin ich da.‘ würde ich im direkten Gespräch halt auch noch sagen.)

    katzenpfote - ja, ich weiß. Das ist ja auch schon seit vielen Seiten klar. Es geht auch nicht um den Inhalt, sondern eben um‘s Wie.

    Spoiler anzeigen

    Als ich letztes in der Situation größter Angst um meine Hündin war, hat jemand in meinem Thread zum Thema einschläfern sehr harte Worte gefunden über ein bestimmtes Mittel zu euthanasie. Das war voll sachlich und gut gemeint, icj solle eben bloß dieses Mittel nicht wählen, sonst:Todeskampf, Horror, Leiden, Schmerz, Ersticken… so ungefähr.

    Es ist so unfassbar schlimm, wenn man in so einem angreifbaren Moment mit solchen Worten konfrontiert wird.

    Klar, ist ne komplett andere Geschichte, ich weiß. Aber vielleicht verdeutlicht sie die Parallele - man will aufrütteln und was Wahres sagen, nimmt dabei aber in Kauf, jemanden ziemlich hart zu treffen. Und man hätte es ja eben auch einfach weniger hart sagen können. Es wird dadurch ja nicht ‚unwahrer‘. Das hat auch nix mit Zuckerguss zu tun. Aber die Extraschippe, die hilft vielleicht einfach nicht, sondern macht nur Angst.

    Verstehst, wie ich mein?

    Mit Verlaub, ich werde die Stellen nicht zitieren, die das Bild haben aufkommen lassen, dass hier ‚vorgestellte Worst Case Menschen’ adressiert werden und in meinen Augen der einzige nachvollziehbare Grund gewesen wären, bestimmte Formulierungen gezielt derart hart zu wählen.

    Ich weiß, dass einige von euch mit den eigenen Augen schon Schlimmes gesehen haben.

    Aber von diesen Feindbildern ist doch hier niemand… wir sprechen hier mit Leuten, die wir zum Teil seit Jahren kennen, von denen wir wissen, dass sie ‚das ach so geliebte Spielzeug‘ ‚aus Egoismus‘ ‚elendig verrecken lassen‘ würden.

    Das harte Wording trifft genau die Leute. Nicht den Opa von vor 5 Jahren mit dem Hund mit dem offenen Tumor.

    Ehrlicherweise, wenn das bewusst so ist und es nicht gegen innere Feindbilder geht, sondern absichtlich in Kauf genommen wird, dass die Menschen, die hier sehr offen mitdiskutiert haben und bei denen herszszulesen war, dass da konkrete Ängste im Raum stehen, dann finde ich den direkten zwischenmenschlichen Umgang ziemlich ernüchternd und wünsche zumindest von meiner Seite aus all jenen, die, völlig unabhängig vom eigenen Anteil des ‚Verschuldens‘ (ich finde diese religiöse Anleihe schwierig) in Schwierigkeiten geraten sind oder Angst haben, in solche zu geraten und nun gerade in großer Verzweiflung sind weil sie nicht wissen, ob es richtig ist, das Tier, sofern jung, hübsch und freundlich, abzugeben alles erdenklich Gute bei der Entscheidungsfindung und dass ihr einen gangbaren Weg findet, der wirklich utilitaristisch das Beste oder wenigstens etwas Gutes ist.

    Mein PN-Fach darf gern als Kummerkasten und Brainstorming-Pool dienen, falls ihr das brauchen könnt.

    Es gibt keine Gegenseiten. Die versuchen sich hier gerade nur zu stilisieren.

    Hier existiert faktisch keine einzige Person, die sagt ‚haha, mir egal! Ich werde dich leiden lassen wenn der Tierarzt nicht bezahlt! Einfach weil du mir gehörst!‘

    Wirklich, ich bin mir absolut sicher, niemand von allen, die hier schreiben, ist so.

    Alle wollen das Beste für ihre Tiere.

    Alle haben Angst vor der Zukunft.

    Alle haben Unsicherheiten, wann der richtige Zeitpunkt ist, um ein Tier, wie auch immer, gehen zu lassen.

    Die Arschgeigen, die man sich ausmalt, sind nicht real hier, die sind nur herbeigesonnene Projektionsflächen für eigene Wertvorstellungen.

    Getroffen werden mit den harten Worten aber trotzdem die Menschen, die gerade ersthaft in Krisen sind oder von diesen akut bedroht sind. Und ‚dann zieh dir den Schuh halt nicht an‘ sagt sich leichter, als es ist.

    Was mich wirklich umtreibt, ist die Frage: warum müssen sich hier so einige - unter dem Argument des dasishaltrealismus! - so einem drastischen Tonfall bedienen?

    Elendig krepieren, das geliebte Spielzeug, den ach so geliebten Freund leiden lassen, usw.

    Ich habe das Gefühl, dass diese Vokabeln dem angesteuerten ‚Realismus‘ weniger zuträglich sind, als eher den Wunsch haben, irgendwen, vielleicht eine ausgedachte Person in einer ausgedachten Situation, zu verletzen.

    Besonders sachlich klingt das jedenfalls nicht.

    Realismus ist übrigens das Gegenteil von Idealismus. Ich habe das Gefühl, dass hier auf den letzten Seiten vornehmlich idealisierter Pessimismus das Wort führt. Das ist auch völlig in Ordnung, es verschiebt nur das Machtgefälle in einer Diskussion, wenn man hierzu immer sagt, man selbst sei die harte Stimme der Realität (die Gegenstimmen macht man damit irrelevant und machtlos) und man würde das ganz sachlich betrachten, so hart es auch sei (das tut mir jetzt mehr weh als dir.) deshalb würde ich dafür plädieren, dass man sich mal fragt: warum gehe ich eigentlich davon aus, dass ich felsenfest das Recht auf Wirklichkeit gepachtet habe?

    Ich wage die steile These: weil UnsicherheIt Angst macht und weil es hilft, zu denken, es gäbe einen Fahrplan, an den man sich nur halten müsse. Dass der scheitern kann wie jeder andere auch ist unangenehm.

    Daraus folgt aber nicht, dass er belastbarer wird, wenn man nur möglichst viel Verunsicherungen bei denen streut, die sich damit schwer tun, einen unzerstörbaren Plan zu schmieden.

    In diesem Sinne: mehr Solidarität, weniger jadashättemanjakommensehenmüssenundmirwürdedasniepassieren würden doch die ganze Welt eigentlich wirklich besser machen.

    *weihnachtssparkles*

    schau mal, ob du morgen für alle Fälle Flüssignahrung mitnehmen kannst aus der Klinik.

    Wenn es wirklich daran liegt, dass sie nichts Festes schlucken kann, wird das vielleicht erst mal eine Entlastung für euch sein.


    Alles Gute. Ich drück alles, was ich hab und wünsche euch von ganzem Herzen, dass ihr die Ursache findet und gut behandeln könnt.