Beiträge von Momo und Lotte

    Es spielt in der Lernerfahrung eine Rolle. Du weißt ja nicht, in wie viele Begegnungen der andere Hund schon in seinem Leben an der Leine reingeführt wurde.

    Das hab ich schon verstanden, das meinte ich mit ‚Kindheitsgeschichte‘ - das kann ich ja nicht aufarbeiten, warum die so sind.


    Warum arbeitest du ohne Futterbelohnung? Ich hätte ohne keine Chance gehabt, dass sie sich so weit entwickelt, dass es jetzt schon so gut läuft.

    Ich finde das Tragen in solchen Situationen schwierig. Ich mach das auch, aber erstens findet Alma das nicht so super und es geht auch nur, wenn mein Freund dabei ist, denn ich kann dann u.U. Nicht mehr reagieren, wenn der andere Hund an mir hochspringt, in den Mantel beißt oder so…

    Und ich kann ja auch nur einen Hund auf einmal auf den Arm nehmen. In der Konstellation jetzt klappt das, wenn der andere Hund nicht wirklich bösartig ist. Dann fängt Bolle den ab.

    Aber mit Elsa oder wenn wieder ein Pflegi kommt, da wird’s dann eng auf dem Arm.

    Deshalb auch mein Gedanke ob sie es nicht kann oder einfach nicht mag? Wie ist sie daheim mit den anderen Hunden?

    Zuhause droht sie auch nur über gucken. Braucht sie selten.

    Und Bolle kriegt es NIE mit. Ehrlich, bei Bolle könnte ich schwören, der ist in seinem Kopf so sehr bei dem Essen, dass er gerne von Alma oder mir hätte, der sieht nicht, dass Alma ihn fixiert.

    Aber hier hat es trotzdem noch nie geknallt.

    Mit Elsa schon.

    Aber da waren die Situationen anders. Da war Alma eher aufdringlich, wie ein Rüde bei einer läufigen Hündin, Rute hoch, wedelwedelwedel, schnupperschnupperschnupper, mjammajmmjammjammjammjam… du weißt, was ich meine, oder? und dann hat‘s natürlich gekracht, weil das Elsa zu viel war. Aber da konnte ich bei Alma kein Drohverhalten beobachten.

    Mmmmnnjaaa, aber ich kann die die Kindheitsgeschichte der anderen Hunde nicht aufarbeiten. Und Verständnis für die Hunde brauch ich nicht, mir fehlt das für die Halter*innen.

    Und das Leinen-Thema spielt ja hier keine Rolle, die Hunde, die uns bedrängen sind nahezu immer leinenlos. Und Alma - fast immer an der Schlepp - läuft ja mit mir Bögen und wir weichen aus, wo möglich. Wo nicht möglich, hat sie aber auch keinen Stress mehr, da haben wir unsere Skills ausgeweitet.

    Wofür braucht man sowas?

    Donnerstag LK-Klausur. Ich brauche einen Aufhänger, aus dem man zwei Collagen ableiten kann, bei denen aber das gleiche Ausgangsmaterial zur Verfügung steht: eine narrative und eine ungegenständliche.

    Und ich hab festgestellt bei meinen Bildvorlagen, dass es sich total anbietet, da mit Symmetrien zu arbeiten. Aber das will ich nicht so direkt vorkauen, sondern wollte lieber ein Gedicht haben, dass etwas über Symmetrie erzählt, ohne Symmetrie zu sagen.

    Ich hab tatsächlich einfach das von vakuole ein bisschen verlängert, ein bisschen mehr das Türchen für Dynamik und Teenie-Kitsch geöffnet, und jetzt können die damit am Donnerstag glaub ich sehr gut, fast widerstandslos, arbeiten. :)

    Unpopuläre Meinung kommt ins Haus:

    Ich frag mich bei Vorsorge auch immer, was sinnvoll ist und was nicht.

    Jetzt nur Krebs betrachtet.

    Also es gibt ja soooo viele Krebsarten. Und manche davon sind echt schnell und fies.

    Ich denk immer, wenn an einem Tag nichts gefunden wurde, kann der in der nächsten Woche da sein und hat dann ein Jahr um sich auszutoben.

    Das wäre psychologisch für mich einfach schlimm zu denken "ja ich war doch da!" und gebracht hat es dann nichts.

    Vorsorgeuntersuchungen können sicher schützen, wenn man Glück hat und zum richtigen Zeitpunkt da ist. Aber mir kommt die Wahrscheinlichkeit recht gering vor.

    Und dann sind da so die Fälle im Umfeld. Die Bekannte, die Blut im Urin hat, Antibiotika helfen nicht, Unterleibsschmerzen. Bekommt keinen Termin in der Urologie.

    Eine Kollegin von mir hatte immer Rückenschmerzen, war beim Orthopäden, bei der Physio, wurde nicht besser. Die Ursache war Nierenkrebs, kam niemand drauf, ist gewachsen und gewachsen. Vor zwei Tagen ist sie gestorben.

    Mein Onkel geht regelmäßig zu den Vorsorgeuntersuchungen. Blasenkrebs. Erkannt durch Blut im Urin.

    Der Vater einer Freundin, Magenschmerzen gehabt, ewig mit Magensäureblockern behandelt, nur noch Joghurt gegessen, irgendwann Magenspiegelung, nichts gefunden. Er starb dann kurz darauf an seinem Bauchspeicheldrüsenkrebs.

    Irgendwie... ja, man kann Glück haben, aber irgendwie glaub ich nicht dran. Also, ich glaub, mir würden die Vorsorgeuntersuchungen nicht das Gefühl von Sicherheit geben, dass sie anderen Leuten vielleicht geben würden. Und das können sie natürlich auch nicht. Sie sind ja nur eine Momentaufnahme. Wenn's gut läuft, dann zum richtigen Zeitpunkt.