aberaber - schau! Wie machen die das denn? Also jetzt gerade da im internationalen Bauerngesuche.
Da ist einer in Australien, einer in Namibia, einer auf ner Finca auf La Palma (voll weit ab von Schuss) - die können doch da gar nichts anderes arbeiten. Also, in der Regel. Freelancerei jetzt mal außen vor.
Und irgendwie reden die auch alle gar nicht darüber, ob die sich gegenseitig gut finden. Sondern nur "mal gucken, wie die mit Pferden umgehen kann" "kletterst du denn gern in Olivenbäume?" "Beweise, dass du eine Gans füttern kannst!" und die Bewerber*innen selbst sagen auch immer nur, dass sie sich das Leben da vorstellen könnten. Aber fast nie, ob sie den Typen oder die Typin auch gut finden.
Das kommt mir irgendwie mehr vor, als würden Lebensräume vermittelt, als Menschen. ^^
Vielleicht bleib ich einfach bei echtem Trash, wo die Menschen so getuned sind wie Dekogegenstände und so betrunken, dass sie immer knutschen oder streiten. Aber von denen hat nie jemand ne Finca auf La Palma.
Ach, Finca auf la Palma.
Ich bin für das Format "Finca auf La Palma sucht Frau". Das würde mich nicht mit Liebesansprüchen verwirren.
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Du verstehst einfach die Landwirt-Romantik nicht. Wie Menschen mit Tieren umgehen, ob sie sich zimperlich anstellen oder angreifen können, verrät außerdem ne ganze Menge mehr als: Die Person kann sich verbal gut verkaufen und hübsch machen.
Was willst du auf Hof/Farm/was auch immer mit jemandem, der zwar gut reden kann und dich damit um den Finger wickelt oder den du optisch anziehend findest, wenn der permanent kreischend vor Spinnen wegrennt oder heult, weil ein Nagel abgebrochen ist, wenn er sich gerade nicht über den Geruch beschwert und die Tiere vor der Person wegrennen.
Das wäre jetzt nun nicht das Rezept für eine langfristig gute Beziehung, da nach reiner oberflächlicher Anziehung zu gehen.
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Das habe ich nicht gemeint.
doch, ich verstehe schon, dass man von der Mentalität und Lebenseinstellung her zueinander passen muss, ähnliche Prioritäten haben muss, ähnliche Ziele - und glaube irgendwie nicht, dass sich da jemand bewirbt, der*die mit dem Lebenskonzept nichts anfangen kann, die haben ja eine Vorstellung davon.
Ich hab auch nichts gesagt von "gut verbal verkaufen und sich hübsch machen", sondern war lediglich verwundert darüber, dass es nicht so rüberkommt, als würde zwischen den Menschen dort nur irgendeine Form von Anziehung bestehen.
Das ist auch voll okay, ich bin für die Entsexualisierung des Vorabendprogramms offen, aber ich frag mich einfach, weshalb die dann nicht einfach alle befreundet sein können. Das muss doch nicht mit Krampf immer in ein Beziehungsschema gedrückt werden, wenn es erstmal allen, weil die sich ja auch einfach gar nicht kennen, darum geht, dass da verschiedene Parteien ein gemeinsames Lebenskonzept gut zu finden.
Jetzt z.B. bei dem La Palma-Mann: ich hatte nicht das Gefühl, dass der einen von den Bewerbern so richtig gut fand. Und ich hatte auch nicht das Gefühl, dass die ihn gut fanden. Können muss man für 2000m2 und fünf Enten auch nicht viel. Ich glaub, die wollten einfach nur alle da wohnen, sich die Gartenarbeit teilen und nicht allein sein. Mein Herz sagt: dann wohnt doch einfach alle da, wat kütt, dat kütt und wenn nicht, muss man ja auch nicht immer mit Nachdruck aus allem ein klassisches Beziehungskonstrukt machen.
Und ich versteh aber auch tatsächlich nicht, inwieweit ein Konkurrenzkampf nicht einfach dem Format geschuldet ist und nicht der Person. Wie bei Princess Charming. Da sind zehn oder zwanzig tolle Frauen. Und fast alle legen sich fest, diese eine Auserkorene zu wollen? Ich glaub das irgendwie nicht.
Ich glaub, dass diese ganzen Menschen nur irgendwelche Konzepte wollen und dann (vermutlich irgendwann) an denen scheitern.