Beiträge von Momo und Lotte

    meeeeh, eben noch geschrieben, jetzt in einer Regenpause geguckt und: sie ist da, die Braunfäule.

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    Ich reiß die Pflanze(n) direkt raus und schau mal, ob jemand übrig bleibt.

    Pünktlich wie die Kirchenmaus 😁

    Hoffentlich nicht arm wie die Maurer!

    Welcome back, Momo und Lotte ! Hat man ohne Internet eigentlich nur psychische oder auch physische Entzugserscheinungen?

    ich hatte jedenfalls sehr viel Hunger.

    Ist Hunger psychisch oder physisch?

    Ich glaube, der Hunger ist psychophysisch. Und eindeutige Folge von kein Internet.

    Weitere Folgen sind: das starke Gefühl von Ratlosigkeit in allen Belangen, ununterbrochener Regen, verfrühte Braunfäule an den Tomaten, häufig schmerzende Hände und diverse juckende kleine, leicht geschwollene Stellen am Körper. Wenn ich es genau betrachte, sind auch die Kopfhaare grauer und die Beinhaare schwärzer geworden.

    Kurzum, es ist ein Spiel mit dem Feuer, macht es lieber nicht.

    lilactime ich fühle so mit dir.

    Ich hatte noch nie so unglaublich viele Tomaten.

    Die Pflänzchen wurden ja meinerseits komplett vernachlässigt, haben kaum Futter bekommen, wurden nie ausgegeizt, in der Trockenphase selten gegossen.

    Ein Dschungel entstand und alle Pflanzstäbe wurden niedergerissen weil so unfassbar viele Tomaten daran hängen.

    Aber die sind natürlich alle noch grün*. Und es regnet seit einer Woche durchgehend, davor auch schon häufig und es soll noch eine Woche durchgehend weiter regnen.

    So schade, ich mach mir keine großen Hoffnungen, dass aus meiner üppigsten angekündigten Ernte jemals eine tatsächliche Ernte werden kann.

    *vier kleine Cherrytomaten konnte ich ernten. Sie schmecken einfach nur wässrig, haben kaum Zucker, kaum Säure, dabei waren die letztes Jahr so toll.

    Ist bestimmt auch vom zu vielen Wasser, oder?

    ich sag's mal mit Thin Lizzy:

    the boys are back in town, the boys are back in town!

    Hallo, wunderbare Welt des Internets!

    Diese ganze Kreuzbandgeschichte nervt ganz schön, muss ich sagen.

    Die Nacht nach der OP war schrecklich, die zweite immer noch schrecklich, aber weniger und dann ging es langsam bergauf.

    Bolle hat irgendwie gelernt, mit seinem Verband ein wenig zu watscheln und die Liegeposition zu verändern, das war der erste Schritt nach vorn. Der Käfig war Gold wert, als Bolle dieses kleine Stück Freiheit zurückerobert hatte. Aber an den Verband ist er so gut wie gar nicht gegangen, deshalb konnten wir auf den Kragen verzichten.

    Eigentlich stand auf der Website der behandelnden Tierärztin (wie bei allen) diese Regelung: zwei Wochen lang drei Mal täglich 5 Minuten gehen, Woche drei und vier 10 Minuten täglich usw. Das sagte mir der Praxisangestellte auch vor der Operation. Nachdem wir Bolle aber abgeholt hatten, sagte er "4 Wochen absolute Bettruhe, raustragen, lösen, reintragen, liegen." Sie würden das Konzept jetzt ändern, weil in dieser Anfangszeit die Hunde das höchste Risiko hätten. Mir kam das intuitiv nicht ganz richtig vor, Bolle ist eh schlecht bemuskelt... nach vier Wochen liegen kann der gar nix mehr. Hmpf.

    Irgendwann kam dann das Abnehmen des Verbands, das war ganz schrecklich. Das Pflaster klebte so fest und war so mit Wundflüssigkeit ans Bein gepatscht, dass ich ewig gebraucht habe, um es abzufummeln. Irgendwann half nur Kokosöl.

    Wir hatten also nun eine unglückliche Situation geschaffen:

    Bolle konnte nun an die ungeschützte Wunde UND die roch auch noch nach Kokosöl.

    Extraordinär pfiffig, Momo.

    Also musste jetzt der Kragen dran. Und dieser Plastikkragen war für Bolle das größte Sicherheitsrisiko. Der ist herumgesprungen wie ein Fohlen und hat versucht, das Ding abzukriegen, hat dabei derartige Hüpfer hingelegt und sich gewunden wie ein Aal, das ging gar nicht. Also Aufblaskragen. Der wurde akzeptiert. Und, weil er mit Anstrengung doch noch ans Knie kam: eine fesche, locker sitzende Hose. Damit ging es dann ganz gut.

    Inzwischen trägt er, wenn jemand aufpasst, nur noch die Hose, die hält ihn ab. Und morgen sollen die Klammern gezogen werden, davor mach ich mir schon wieder in die Hose.

    Zum Lösen nehmen wir Bolle morgens für fünf Minuten mit auf die Wiese, danach geht es zwei Mal am Tag in den Garten zum Pipinieren. Man merkt schon, dass er eigentlich gern mehr machen würde, der will vor allem auch mal wieder ein bisschen rumwuseln, darf er aber nicht. Dafür darf er jetzt wieder innerhalb der Wohnung herumlaufen und muss nicht mehr den ganzen Tag im Käfig sein, er ist aber ein braver Patient und wechselt nur von einem Liegeplatz zum anderen oder legt sich vor den Herd in der Hoffnung, dass etwas herunterfallen könnte.

    Ist mir lieber so, als wenn er sich gar nicht bewegen könnte und jeglicher Muskel seinen Dienst quittiert.


    Alma, die olle Nuss, hat mir vor einigen Tagen einen spontanen Stressbrechreiz beschert. Die hat nämlich, gebeutelt vom Umzugsstress, ihre dollen fünf Minuten gehabt und wollte ein bisschen Stress wegzocken. Gut, gesagt, getan, wir rannten ein bisschen durch den Garten als plötzlich Alma zu schreien anfing. Sie schlug einen Haken und dann SchreiSchreiSchreiSchrei - bestimmt eine halbe Minute lang.

    Freund raste aus dem Haus, ich raste zu Alma, wir sahen uns nur an "bitte, bitte nicht. Bitte nicht. Bitte, bitte, bitte nicht."

    Schubladentest versucht. Ging nicht. Aber gut, ich hab das noch nie allein gemacht, das heißt also gar nichts.

    Alma: Todesblick. Öhrchen ins Innere des Kopfes gezogen. Manga-Wal-Augen. Kleine Glitzertränen.

    Und dann: alles wieder gut.

    Ganz normal belastet, keine Schwellung, keine Erwärmung, alles wieder gut.

    War also zum Glück nichts.

    Und da merkt man wieder: Bolle reißt sich das Kreuzband und macht einmal kurz "wiep." Alma knickt blöd um und alle Tiere des Waldes denken, sie wird geschlachtet. Aber Alma kriegt solche Schreianfälle ja auch, wenn Streusalz ihre Pfoten berührt, legt sich auf den Rücken, streckt die Beine nach oben und schreit den Engeln, die sie an der Pforte des Irdischen willkommen heißen, im Stile der Callas den Weltschmerz entgegen.

    Kommt ganz nach dem Frauchen, die Alma.

    Hej liebe alle,

    wir haben es überstanden (und der Freund gibt mir Hotspot, damit ich euch Bescheid sagen kann.)

    Ist wohl bisher alles gut verlaufen. Bolle weint gerade ganz schlimm und ich glaube, wir werden das Opiat doch brauchen, das ich nur im Notfall einsetzen sollte.

    Er tut mir gerade wahnsinnig leid.

    Der Verband mit den Smileys darauf wirkt etwas zynisch.

    Zum Glück haben Schaefchen2310 und Xsara uns den Arsch gerettet und mir einen Welpenauslauf und ein Ruffwear-Geschirr gebracht/geschickt, wir wären echt aufgeschmissen gewesen.

    Bezahlt hab ich jetzt 3638 Euro, 92 Euro davon gingen für eine Zahnsteinentfernung drauf, die ich zugebucht habe. Stolzer Preis. Wir hoffen sehr, dass die TTA Bolle hilft, wenn sie auch gegen seine Arthrose nichts ausrichten kann.

    Ausführlich irgendwann, wenn ich Internet habe.

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    Morgen steht bei uns die Kreuzband-OP für Bolle an. Ich hab richtig große Angst, so ein ganz ungutes Bauchgefühl.

    Könnt ihr bitte feste die Daumen drücken, dass wir heile gemeinsam hin und heile gemeinsam zurückkommen, dass alles gut verläuft und es keine Komplikationen während der OP und im Heilungsverlauf geben wird?

    Das wäre super.

    Ich heul schon den halben Tag und geh total am Stock, weil wir umgezogen sind, kein Internet haben und ich eigentlich für mein Seelenheil jetzt die ganze Zeit recherchieren müsste. Und mit euch schreiben. -.-

    Es muss einfach alles gut gehen.

    danke euch, ihr wunderbaren!

    Mein Überlebensinstinkt hat mir gerade gesagt: ich krieg die großen Viecher auch ohne Treppe kaum bewegt, ich lasse das, bis jemand hier ist, um mir zu helfen, sonst haben wir nachher gebrochene Bäume, gebrochene Momo und gebrochene Treppe. Das will vermieden werden.

    So ein Mist auch, dass es geregnet hat, das macht sicher noch mal ein paar Extrakilo in der Erde. :unamused_face:

    SACKKARRE!

    Okay, bevor ich mich hier umbringe, ich bin allein und muss einen ziemlich großen Topf mit einem ziemlich großen Feigenbaum mehrere Treppen runterkriegen. Ich habe eine Sackkarre, die "Treppensteigen" kann.

    Aber: halte ich die von hinten fest und gehe vorwärts, damit der Baum mich nicht erschlägt?

    Oder drücke ich von vorne gegen und gehe rückwärts, damit der Baum nicht runterfällt?

    🙈