Beiträge von Ni_kk_i

    Manche haben längere Ohren, die bleiben dann an den D-Ringen hängen.. aber das ist ungefähr bei 2 aus 20. Also nicht soooo oft.

    jamey: Die füttern ALLE Mushersuppe. Sprich Puffreis, Rohfleisch und Trockenfutter gemischt mit lauwarmen Wasser. Zusatzpräperate variieren. Aber meistens ist noch Lachsöl und Grünlippmuschelextrakt für die Gelenke drin :)

    ich glaub das ist den Mushern herrlich egal ob das passiert. Gäbe es eine effektive Lösung würden sie es vielleicht machen... ich weiß nicht ob Tesa nassem Schnee standhält ;)

    Eine Gummi-Ummantellung wäre vielleicht gut, aber es kann auch sein, dass das wieder das Kauen anregt und somit der Hund nebenan das Knabbern anfängt.

    Daher :???: keine Ahnung :)

    Ja die Ohren blieben am Halsband-Ring kleben.. daher hatten manche leicht "angefressene" Ohren.

    Hundehüten? Natürlich OHNE Leine. Sowas hat der glaub ich gar nicht... Hütehunde sind nicht so gerne gesehen. Dafür gibt es ja Trottel :D

    Immer noch Sonntag

    Wir nutzen die Pause und laufen mit unseren abgefrorenen Füßen den Weg zu Mushers Wohnung zurück. Dort genehmigen wir uns ein sattes Frühstück aus dem Kühlschrank und lassen das Leben in unsere Glieder zurückfließen. Natürlich nicht allzu lange, denn 18 km sind ja ein nichts für die Rennschlitten :)
    Wir laufen zurück und haben einen Hound dabei. Luna. Sie ist die Hündin von Bekannten, die zu Besuch kamen und sie haben uns gefragt ob wir sie mitrüber nehmen können. Okay.. Luna ohne Leine ohne Halsband folgt uns. Durch die Hühner und Gänse hindurch, die über das wilde Treiben in ihrem Kaff wenig erfreut scheinen. An der Straße bleibt besagte Luna nicht stehen und Jessi macht einen Ausfallschritt nach vorne. Schlechte Idee. Haus-Hound Lünchen ist zart besaitet und tritt die Rückreise zum Appartment an. Ich bin sauer und sage Jessi: "Die holst du jetzt aber!". Während sie sich auf den Rückweg macht, setze ich mich auf einen verschneiten Holzzaun und genieße das Nichts. Es ist so ruhig dort, keine Autos, keine Menschenseele. Nach ca. 7 Minuten mach ich mir dann doch Sorgen. Unbegründet. Jessi kommt mit Luna auf dem Arm zurück. Haus-Hound ist noch so verängstigt, dass sie, kaum dass sie den Boden berührt wieder zurückrennt. Okay.. diesmal bin ich dran. Ich folge einer Spur von angefressenem Hühnerfutter und entdecke schließlich unser Sensibelchen. Geschickt renne ich 10 mal ums Haus, um sie schließlich doch noch mit einem Strick zu fangen. Perfekt. Ich hab sie.

    Wir treten den Weg zu den Hunden an. Kaum haben wir die Straße überquert, leine ich Luna ab und sie hat das Vertrauen wieder gefasst. Sie hört die Hunde bellen und läuft zu ihren Schwestern und Brüdern, Onkeln und Tanten, Omas und Uropas. Jessi und ich beschließen mit Luna den Trail etwas entlang zu laufen. Verdammt. Schlechte Idee. Unterschätze niemals einen Schlittenhund. Sie startet durch... tolle Idee. Wir mögen Luna jetzt nicht mehr. Zum Glück dauert es nicht lange und unser Musher kokmmt angefahren, natürlich mit unserem Sensibelchen hinterher. Ich rufe ihm zu, dass er auf sie aufpassen soll. Er grinst mich nur an. Luna liebt ihr Rudel, dass sie als Haushound so sehr zu vermissen scheint. Puuhh... so konnten wir dieses Problem auch leicht lösen.

    Wir helfen beim Ausspannen, versorgen blutige Ohren (Eisen ist kalt im Winter) und knuddeln wo es nur geht. Das Rudel bekommt die Mushersuppe und läuft glücklich und zufrieden umher. "Ich brauche eine Doghandlerin" ruft es vom Hügel hinunter. Eine Musherin hat Probleme beim Einspannen, denn sie hat nur einen Leithund und der Zweite dreht sich immer wieder um. Jessi packt die Gelegenheit beim Schopf und klettert geschickt den 5-Meter-Hügel hoch. Unser Musher hinterher. "Pass mal auf die Hündinnen auf!" sprachs und lief davon. Okay.. ich musste auf 12 läufige Hündinnen aufpassen, währen oben 6 intakte Rüden eingespannt wurden. Tolle Aufgabe. Ich warf ein paar Schneebälle und hatte das Rudel immer auf einer Seite, bis ein paar der Damen bemerkten, dass ihr "Leithund" ja nicht mehr da war. Ein paar kletterten schon den Abhang zum Fluss hinunter. Ich zog sie alle wieder hoch. Zum Glück kannte ich die Namen. Nachdem sich ein paar der Mädels am Hügel versammelt hatten, sperrte der Musher ihnen zum Glück den Weg ab. Mein Güte.. das ist wie einen Haufen Ameisen zu hüten sag ich euch...

    Nach weiteren 5 Minuten kamen die Weiber endlich in ihre Boxen und ich hatte Ruhe und konnte ebenfalls der Musherin helfen. Sie fuhr los und wir staunten nicht schlecht über ihr Tempo.

    Nebenan parkte auch schon die nächste Sehenswürdigkeit. Ein Laster voller Hounds (allerdings mit viel Jagdblut). Wir begrüßten das nächste Rudel und konnten uns vor kalten Schnauzen kaum retten.

    Päuschen ;)

    Samstag-Abend
    Die Bande ist beisammen, alle frisch geduscht und duftend bis auf einen (wer wohl..) steigen wir in unsere alte Kutsche. Diese bringt uns direkt 8 km und einige Höhenmeter runter ins Tal. Dort angekommen ergattern wir einen großen Tisch und warten bis der Rest eintrudelt. Es dauerte nicht lange und schon kam die große Überraschung durch die Eingangstüre der Pizzeria gewackelt. Uwe Radant inklusive Anhang. Grinsend reiche ich ihm und zwei weiteren Mushern die Hand. Ein wahnsinnig toller Abend beginnt.
    Bei einer schmackhaften Pizza Calzone diskutieren wir über Hunde, deren Leistung und deren Besitzer. Es dauert nicht lange und der gesamte Musher-Tisch erkennt wie sehr Jessi und ich vom Virus befallen sind. Wir kennen sämtliche Namen und Abstammung und können voll mitreden.
    Als einer der Musher Jessis Lieblingshund anspricht ("den möchte ich als Leithund holen") bricht die lustige Diskussion aus. "Das GEHT GAAAAR NICHT" ruft es neben mir. Verdutzt schaue ich Jessi an, um im selben Moment zu erkennen, dass sie es ernst meint :D Wir diskutieren nun um besagten Hund und die Musher kriegen sich nicht mehr ein vor lachen.. wir allerdings auch nicht. Alternativ boten wir ihm einen anderen Hund an, den er haben wollte.. allerdings erwähnten wir etwas leiser, dass er ein bisschen verletzt ist. Das Gebrüll ging von vorne los.

    Jessi und ich haben keine Hunde.. aber unsere Lieblingshunde "gehören" uns!! :D

    Der Abend bringt viele Tränen.. Tränen der Ausgelassenheit und Freude..


    Sonntag

    Die Sonne scheint.. diesmal nicht. Denn ich bin schon wach und schaue in unserem Ehebett direkt zu Jessi rüber, die wohl genauso fit aussah wie ich. Wir schälen uns langsam aus dem Bett. Ich nutze die Gelegenheit und renne zu meiner neuen Liebe. Der Dusche. Angezogen und gestriegelt gehen wir in die Kälte hinaus und zu den Hunden. Pech. Niemand da. Also unseren Lieblingsweg zurück zu Mushers Appartment.. dort treffen wir den Rest der Bande, der gerade mit dem Frühstück fertig ist und losgeht. So ein Glück. Also alles wieder zurück. Wir streicheln die Hunde, die uns begrüßen und schon kennen. Wir helfen Geschirre und Halsbänder anzuziehen und winken, als der Musher mit seinem ersten Team davon fährt.

    ..Pause :)..

    So Teil 2.

    Wir haben immer noch Samstag
    Jessi und ich wühlen uns durch viele kalte Schnauzen, streicheln, spielen mit ihnen und rufen sie zu uns. Die Namen haben wir in kürzerster Zeit drauf. Nachdem die Hündinnen nun wieder im Zwinger waren, kamen die Rüden raus, die etwas nervös waren.. hmmm.. wieso nur :roll: Auch aus diesen 6 Prachtkerlen waren die zwei Favoriten schnell bestimmt.
    Es wurde kalt und kälter. Mit eisigen Füßen krochen wir durch die Höhenluft zu Mushers Apparment zurück und tauten unsere gefrorenen Lippen am heissen Tee auf. Tausende Fragen wurden beantwortet, umgelenkt oder auch ignoriert. Es war mal wieder eine nette kleine Teeparty. Nach dieser Runde ging es noch einmal zu den Hunden, die nun gefüttert und "entleert" wurden. Langsam hatten wir das Atmen gelernt und konnten den Rückweg besser bezwingen (wir reden hier immer noch von einer 100m-Strecke :D). In unserer Bleibe wurde die Dusche eingeweiht und als sehr gut empfunden. Wir machten uns fertig.. denn an diesem Abend sollte das große Pizza-Essen stattfinden.

    to be continued...