Ich weiß auch was 
München Marienplatz. Meine Hündin und ich finden uns in einem Gewühl von Leuten auf dem S-Bahnsteig in der Rushhour. Alles hetzt durch die Gegend. Auf einmal werden es immer mehr Leute und ich registriere, dass besagte S-Bahn Verspätung hat.
Locker lehne ich mich gegen die Wand und lasse meinen super wohlerzogenen Hund ein Platz ausführen. Die Leute werfen mir freundliche Blicke zu und ich werde sogar angesprochen, dass das aber ein soooo braver Hund ist.
Stolz warte ich auf die S-Bahn, während meine Terrine etwas ganz anderes im Sinn hat. Im Platz liegen ist kein Problem, da kann man die Mäuse unter den Sitzen besser beobachten.
Entsetzte Schreie reissen mich aus meiner Idylle und die Position locker und lässig an der Wand zu lehnen musste ich auch aufgeben denn meine Hündin zog plötzlich an der Leine. Stolz kam der Satansbraten unter einer Wartebank hervor mit einer Maus im Maul. Ihre Augen glitzern und ALLES schaut auf uns. Die Wartenden sitzen schon lange nicht mehr auf der Bank...
"AUS!!" rufe ich und laufe daraufhin knallrot an. Die Maus atmet schwer und tut mir sehr leid. Die Leute wenden noch immer nicht die Blicke ab, also kümmere ich mich um meinen Hund, der wie wild sieht dass das kleine Pelztier ja noch atmet. Nach endlosen 2 Minuten stirbt die Maus endlich und die S-Bahn fährt ein. Die Menschenmenge geht an die Türen und ich möchte mit.
Ein kleiner Terrier am anderen Ende der Leine ist aber der Meinung dass sie die Maus mitnehmen möchte. Peinlichst berührt versuche ich meinen Hund vom Ort des Geschehens wegzuzerren, denn schimpfen wollte ich sie vor versammelter Mannschaft auch nicht. Ein Fehler.
10 kg Hund können eine enorme Kraft aufbringen. Mit letzter Kraft schleife ich sie in die Bahn, die Türe schließt und ich kann endlich wieder durchatmen. Das Pelztier lassen wir mitten am Bahnsteig zurück. Hoffentlich ist nicht noch jemand draufgetreten 