Da muss ich mich kurz einklinken.
Mein Foxterriermix war SEHR jagdlich ambitioniert. Kaum war irgendwo eine Katze war der Hund weg.. aber so richtig. Wenn sie einen Hasen auf dem Feld sah, dann durfte ich hinterherrennen um die Richtung zu sehen, wo ich sie überhaupt suchen darf. Klasse!
Jetzt: Kann ich sie von Hasen abrufen, an Katzen schnuppern lassen, ohne Leine an denen vorbeigehen und sogar ein Reh darf in 2 Meter Abstand stehen und dann abhauen, ohne dass sie hinterher hetzt.
Zeitdauer: 1 Jahr
Wir haben das über geistige und körperliche Auslastung in den Griff bekommen.
Körperlich: Zughundesport. Sie ist ein Jagdhund und ich habe ihr das Ziehen genau über diesen Instink beigebracht. Wenn sie Zughundesport macht ist sie auf Hetzjagd. Da kann sie ihren Bewegungsdrang abarbeiten und auch im Kopf arbeiten. Wie Biomais schon schrieb: Das Jagen an sich, wenn irgendwo dann doch Wild kam hat sie nicht mehr interessiert. Hauptsache vollpower ziehen und vorwärts gehen.
Geistig: Wir haben Schutzdienst gemacht > Kontrolle in hohen Trieblagen und auch Obedience > haargenaue Unterordnung :) Ihr Gehorsam steht jetzt über ihrer Triebigkeit, in allen Lagen. Sei es der Ball der vor ihrer Nase tanzt oder ein Karnickel. Wenn Frauchen Platz sagt, ist Platz und fertig.
All dise Faktoren haben sie zum Anti-Jagdhund gemacht :)
Ich kann dir nur raten die Hoffnung nicht aufzugeben und deinen Hund in der Sparte Arbeiten zu lassen in der er zuhause ist! Ein Jagdhund ist nunmal für die Jagd gezüchtet und sollte das auch ausleben dürfen. Kommt drauf an was ihm mehr Spaß macht.. Nasenarbeit (Mantrailing wurde schon angesprochen,...) oder wenn er mehr der Hetzjäger ist evtl. Reizangel. Allerdings würde ich ihn zwischendrin auch immer Beute (Beisswurst, Ball,..) packen lassen, damit der Trieb auch befriedigt wird. Das aber nur als Bestätigung für vorangegangen Gehorsam.
Bezüglich der Leinenaggression hab ich keine Erfahrungswerte.