Bei mir kommt es auch drauf an. Darauf, von wo der Hund kommt, wie schnell er kommt, ob das Herrchen/Frauchen in Sichtweite ist/Blickkontakt zu mir hat.
Erste Stufe ist, ich stell mich zwischen meinen und den ankommenden Hund. Ganz selten rafft es mal ein Hundehalter und ruft seinen dann (oder leint kommentarlos an, hören tun die wenigsten hier).
Zweite Stufe ist entweder ein nach vorne weggestrecktes Bein oder der Arm und ein deutliches Stop oder Ab. Hier drehen eigentlich die meisten Hunde um bzw. bleiben erstaunt stehen.
Dritte Stufe ist dann, wenn der Hund praktisch schon an mir dran ist. Meist sind es die kleinen quirligen, die einfach mich vorher umgangen haben. Dann schiebe ich mein Bein/Fuss zwischen meinen und den ankommenden Hund und drehe mich und meinen Hund im Kreis. Spätestens dann hat bisher eigentlich jeder seinen Hund eingesammelt. Wenn nicht, würde ich ziemlich ärgerlich werden und mein Tonfall nicht mehr höflich sein.
Zum Glück habe ich nur einmal die Situation gehabt, dass ein Hund mit nicht friedlicher Absicht auf mich zukam. Damals war ich allerdings noch zudem im 9ten Monat, etwas unbeweglich und ich hatte die Dame 3mal aufgefordert, ihren anzuleinen, da wurde ich direkt als ihrer lospreschte ungehalten und habe die Dame ziemlich angebrüllt. Leider hat sie nichts gemacht, sondern nur gemeint, ich solle halt ableinen, und irgendwann hat sich ihrer zum Glück so verzogen. Daher fehlt mir die Erfahrung, eine wirklich brenzlige Situation souverän zu lösen. Die Konsequenz damals war, dass ich etwas aufgelöst war, wieder leichte Wehen hatte und ein lädiertes Fingergelenk, da ich Lena ins Halsband gegriffen hatte, und sie sich beim Wehren gegen die große Hündin einmal gedreht und sich und meinen Finger damit stranguliert hatte. Weitere Konsequenz zudem: Wieder leinenaggressiver und sie hat gelernt: Frauchen schaffts nicht, mich zu schützen. Ich bin der Dame bis heute unendlich "Dankbar" :/