Beiträge von Faesa

    Mal abgesehen davon muss man auch erst mal einen Hund finden, der zu einem passt. Wenn man die ganzen Vermehrer Zeitungsanzeigenwelpen weglässt, bleibt in der Regel nicht allzuviel übrig, klar auch Tierheime haben Welpen, aber nicht dauernd. Und ein guter Züchter hat die Welpen ja nun in der Regel auch nicht auf Vorrat.

    Von daher würde ich mich an eurer Stelle nicht zusehr versteifen, fahrt in den Urlaub, genießt die Hundefreie Zeit, geht 10 Stunden ins Schwimmbad und danch noch lecker Essen, ins Kino, Museum und alles, auf was man sonst mit Hund (natürlich gerne!) verzichtet und schaut danach nach genau eurem Hund.

    Die erste Zeit ist schwer, ich kann es mir vorstellen, aber Vorfreude kann auch darüber hinweghelfen. Und die Ablenkung mit dem Urlaub tut euch dann auch sicher gut.

    Viel Erfolg dann bei eurer Suche!

    Hat das Tierheim selber einen Internetanbieter? Bei vielen Paketen sind doch Homepages bis zu einer bestimmten Größe (oftmals völlig ausreichend) dabei. Die Bilder brauchen ja auch keine hochauflösenden Riesenbilder sein, da reichen ja die Größen bis 800 Pixel auf der längeren Seite völlig aus und die sind dann nicht mehr so riesig.

    Es wird leider auch nicht deutlich, ob dieses Verhalten nur ist, wenn sie alleine war, oder immer wenn jemand wiederkommt, egal ob jemand anderes zuhause war und wie lange derjenige weg war.

    Sie kurz nach draußen nehmen könnte helfen, so habe ich es in der Anfangszeit gemacht, das war dann direkt die Ablenkung und hat mehr oder weniger gut funktioniert (ab und an durfte ich vor dem Fahrstuhl dann wischen :roll: ).

    Grundstätzlich müsst ihr aber herausfinden, woher dieser hohe Stresslevel den sie hat, kommt. Bei Schlaubi war es, wie bei uns jetzt nur noch, wenn jemand einfach zu lange weg war. Aber wenn das laufend ist bei euch, habt ihr körperliche Ursachen ausgeschlossen, wie Blasenentzündung oder ähnlichem? Und noch ne blöde Frage: ist sie (früh)kastriert?

    Wenn die Verlustängste des Hundes sehr groß sind (weiss nicht wie groß das Trauma bei einem so jungen Hund ist), kannst du das "alleine bleiben" schon anfangen, indem du öfters mal Türen hinter dir zumachst für ein paar Sekunden. Das dann steigern und dann irgendwann die Haustüre hinter dir schließen.

    Wichtig ist, dass du nach deinem Gefühl entscheidest, was du dem Hund und der Bindung zwischen dir und deinem Hund zumuten kannst. Das kannst nur du beurteilen, wieviel Vertrauen er da schon in dich hat und wieweit du gehen kannst, ohne das zu zerstören. Das eben mehr oder weniger sofort sein, oder aber einige Zeit dauern, bis der Hund sich erst mal sicher ist, dass er bei dir bleibt und dort sicher ist.

    Habt ihr die Hündin schon seit Welpe? Ich kenne das auch von meiner, Anfangs war das echt absolut heftig, es ist aber nach einigen Monaten besser geworden und passiert jetzt nur noch, wenn jemand ganz lange weg war (z.B. über Nacht wegen Dienstreise) oder wenn wir ihr Alleine-Bleib-Können überstrapaziert haben.

    Ab und zu pinkelt sie noch draußen wenn sie sich anderen Hunden unterwirft (meist bei älteren, "Dominaz" ausstrahlenden Rüden).

    Zitat

    "Statistisch gesehen sind Leute um die 60 (ich finde: um die 55) weniger beweglich, weniger flexibel, weniger offen für Abwechslung, weniger spielfreudig, das gehört nun mal zum Altern."

    Vor allem muss ein Hundebesitzer kein Marathonläufer sein, keinen Spagat mehr hinkriegen und auch nicht jeden Tag ne neue Runde sehen wollen. Statistisch ist ein 60 jähriger sicher nicht mehr körperlich so fit wie ein 20jähriger, aber immer noch fit genug für einen normalen Hund (vielleicht keinen Spezialisten, aber um den geht es ja auch gerade nicht).

    Bei einer Lebenserwartung von über 80 Jahren mittlerweile in D sind 60 ja wohl kein Alter!

    Finde das sehr interessant gerade im Bezug auf das Alter unter deinem Avatarbildchen. Oder findest du, dass du in 6 Jahren nicht mehr Hundegeeignet bist?

    Wenn ich mit 60 einen Welpen habe, habe ich mit Anfang 70 einen Rentner Hund, der wahrscheinlich sogar weniger laufen mag, als ein rüstiger 70ig jähriger.

    Wenn du einen Hund von einem Züchter, also einen Welpen nimmst, bekommst du den ja unkastriert. Kastrieren sollte (und wenn man das Tierschutzgesetz hart auslegt DARF man auch nur dann!) man eh erst, wenn der Hund erwachsen ist, also mindestens mal 1, eher 2-3 Läufigkeiten und die Probleme anhalten/größer werden. Also löst dir das das Problem der Läufigkeit sowieso nicht.

    Nimmst du einen Hund aus dem Tierschutz/Tierheim, sind viele dieser Tiere eh von vorne herein kastriert, damit hast du die Wahl gar nicht mehr.

    Meine Eltern haben einen intakten Rüden, ich habe nun eine kastrierte Tierheimhündin. Folglich haben wir nie ein Problem, aber dafür habe ich so einige der Probleme, die man mit frühkastrierten Hündinnen haben kann. Und ganz ehrlich: Da würde ich lieber 2x 3 Wochen auf mögliche Betreuung durch meine Eltern verzichten, als diese Probleme zu haben. Muss natürlich nicht so sein, kann aber.

    Und dass jede HundeKonstellation Probleme haben kann, wurde ja schon erwähnt. Manche Kastraten kommen mit Intakten nicht klar, manche Intakte sehen Kastraten als Weiber und versuchen sie ewig zu besteigen, manche kastrierten Weiber werden zickiger als das Dschungelcamp zu seinen besten Zeiten, manche Rüden können überhaupt nur mit Weibern, manche Weiber untereinander egal ob kastriert oder nicht kastriert nicht...

    Viel ist auch Erziehungssache. Wenn dein Hund die Konstellation von Anfang an kennt, wird das schon werden. Auf meine Nachbarshunde hätte ich keine Rücksicht genommen. Wir haben im Haus einen Rüden und 4 Weiber, und da gibt es jede Konstellation, die rumzickt. Jeder kann da mit nem anderen gut oder gar nicht, das wirst du eh erst später sehen.

    Ich hab ja auch so einen Kaninchenfetischist. Du musst das einfach langsamer steigern. Aufgebaut habe ich das auch übers klickern, und weil Madam das auch alles doof fand, hab ich das mit Nassfutter gemacht. Für Nassfutter macht sie doch eine ganze Menge (nur den Kopfstand bisher noch nicht).

    Draußen war das natürlich wieder was gaaaaanz anderes. Also gleicher Aufbau von meiner Seite: gleicher Teller, gleicher Clicker, gleicher Dummi, gleiches Nassfutter. Sah zwar albern aus, aber egal. Hab halt ne Randzeit genutzt, wo mir nur sehr unwahrscheinlich andere Hunde in die Quere kommen, denn das wäre mit der Dose Rinti sonst echt gemein gewesen.

    Joa, und dann auf eine Wiese gegangen, wo KEINE Kaninchen sind. Und dort hab ich das wieder aufgebaut.

    Gibt es keine Wiese bei euch, wo er nicht nur auf Kaninchen fixiert ist? Gibt es einen Ort draußen, wo du öfters übst? Wo er die Wiese nicht direkt mit Karnickeln und Jagt verbindet?

    Nur weil Bretonen normalerweise gerne Apportieren (wie Labradore ja auch) muss nicht jeder Hund das zwingend mögen. Vielleicht mag er was anderes lieber (ziehen, longieren, dogdancing etc). Es gibt doch so viele Möglichkeiten den Hund geistig auszulasten.

    Oh diesen Thread darf ich nicht meinen Eltern mitgeben.

    Karriere gemacht, Kind geplant, nicht geklappt und ich kam dann doch, als schon keiner mehr dran glaubte. Tja, ich hatte also definitiv nicht die jüngsten Eltern in meiner Altersklasse, auch wenn heute 35-37 Jahre zum Kinderkriegen immer öfter vorkommt. Und völlig überraschend hab ich sogar noch eine 2 Jahre jüngere Schwester. Wir Kinder haben meine Eltern definitiv jung gehalten. Als mein Vater, sein Lebenlang ein Workaholic, mit 63 in Rente ging, zog der Welpe ein. Wohlüberlegt von der Rasse, wohlüberlegt vom Züchter. Kein Quirl, kein Rabauke, einen gestandenen Terrier mit Dickschädel, der uns Kinder in der Pubertät noch übertrifft. Mein Vater wurde mit dem Welpen zum Kind, ist auf Knien im Garten gesessen, im Morgenmantel zur Pipirunde geflitzt und im Garten wurde mit dem Kerlchen vermutlich bald mehr gespielt als er gebraucht hätte.

    Jetzt ist er gute 5 Jahre und passt perfekt zu meinen Eltern. Kein Kindskopf wie meine, kein Quirl, sondern ein ruhiger Vertreter seiner Art der wie die Faust aufs Auge zu meinen Eltern passt. Der meinen Vater fast überall hin begleitet (er hat jetzt extra einen Fahrradanhänger, damit er mehr mit dem Rad erledigen kann, wo der Hund mehr Spass dran hat als im Auto zu hocken), der bald mehr von Europa kennt als viele 20 jährige. Die überzeugten Wohnmobilisten sind natürlich jetzt wo Mama auch in Rente ist des öfteren mal unterwegs und dann bekommen wir Kinder eine MMS vom höchsten Berg von Schottland mit Hund vorm Gipfelkreuz :-)

    Meine Mama meint, sie würde nach Rocky keinen Hund mehr wollen, wir werden es sehen. Sie haben ein schlechtes Beispiel in der Nachbarschaft, wo ein Hund noch mal ins Haus kam aber man vergessen hatte, wieviel Arbeit und Erziehung in diesen Viechern doch steckt. Und leider ist damit aus dem Hund zwar kein misratener Problemhund geworden, aber es ist auch nicht so ganz einfach, wie sie sich das dachten (der Vorgänger war einfacher bzw. mit den 15 Jahren die er war hat man halt die Erziehungszeit vergessen mit der Zeit).

    In meiner Nachbarschaft lebt ein älterer Herr, der hat jetzt, solange ich hier wohne, den vierten Dackel, immer wirklich alte Semester aus dem Tierheim. Die brauchen keine große Runde mehr, und er kommt vor die Türe. Über den jetzigen ist er ganz happy, den kann er sogar von der Leine lassen im Feld, wie er mir stolz erzählte. Das ist doch eine Win-Win Situation, er kommt raus und sind wir ehrlich, die meisten Hunde die er nimmt, kommen aus genau so einem Haushalt, wo Herrchen/Frauchen verstorben sind und sind auch an genau diese Art Auslastung gewöhnt. Von daher find ich das total klasse.