Oh diesen Thread darf ich nicht meinen Eltern mitgeben.
Karriere gemacht, Kind geplant, nicht geklappt und ich kam dann doch, als schon keiner mehr dran glaubte. Tja, ich hatte also definitiv nicht die jüngsten Eltern in meiner Altersklasse, auch wenn heute 35-37 Jahre zum Kinderkriegen immer öfter vorkommt. Und völlig überraschend hab ich sogar noch eine 2 Jahre jüngere Schwester. Wir Kinder haben meine Eltern definitiv jung gehalten. Als mein Vater, sein Lebenlang ein Workaholic, mit 63 in Rente ging, zog der Welpe ein. Wohlüberlegt von der Rasse, wohlüberlegt vom Züchter. Kein Quirl, kein Rabauke, einen gestandenen Terrier mit Dickschädel, der uns Kinder in der Pubertät noch übertrifft. Mein Vater wurde mit dem Welpen zum Kind, ist auf Knien im Garten gesessen, im Morgenmantel zur Pipirunde geflitzt und im Garten wurde mit dem Kerlchen vermutlich bald mehr gespielt als er gebraucht hätte.
Jetzt ist er gute 5 Jahre und passt perfekt zu meinen Eltern. Kein Kindskopf wie meine, kein Quirl, sondern ein ruhiger Vertreter seiner Art der wie die Faust aufs Auge zu meinen Eltern passt. Der meinen Vater fast überall hin begleitet (er hat jetzt extra einen Fahrradanhänger, damit er mehr mit dem Rad erledigen kann, wo der Hund mehr Spass dran hat als im Auto zu hocken), der bald mehr von Europa kennt als viele 20 jährige. Die überzeugten Wohnmobilisten sind natürlich jetzt wo Mama auch in Rente ist des öfteren mal unterwegs und dann bekommen wir Kinder eine MMS vom höchsten Berg von Schottland mit Hund vorm Gipfelkreuz 
Meine Mama meint, sie würde nach Rocky keinen Hund mehr wollen, wir werden es sehen. Sie haben ein schlechtes Beispiel in der Nachbarschaft, wo ein Hund noch mal ins Haus kam aber man vergessen hatte, wieviel Arbeit und Erziehung in diesen Viechern doch steckt. Und leider ist damit aus dem Hund zwar kein misratener Problemhund geworden, aber es ist auch nicht so ganz einfach, wie sie sich das dachten (der Vorgänger war einfacher bzw. mit den 15 Jahren die er war hat man halt die Erziehungszeit vergessen mit der Zeit).
In meiner Nachbarschaft lebt ein älterer Herr, der hat jetzt, solange ich hier wohne, den vierten Dackel, immer wirklich alte Semester aus dem Tierheim. Die brauchen keine große Runde mehr, und er kommt vor die Türe. Über den jetzigen ist er ganz happy, den kann er sogar von der Leine lassen im Feld, wie er mir stolz erzählte. Das ist doch eine Win-Win Situation, er kommt raus und sind wir ehrlich, die meisten Hunde die er nimmt, kommen aus genau so einem Haushalt, wo Herrchen/Frauchen verstorben sind und sind auch an genau diese Art Auslastung gewöhnt. Von daher find ich das total klasse.