Beiträge von Faesa

    Ich hätte auch hauptsächlich wegen des Altersunterschiedes und der Erziehung so meine Bauchschmerzen. Mein Labrador Mix kam mit so 14 Monate noch mal so richtig in die Pubertät und hat über mehrere Wochen/Monate wirklich jedes Kommando hinterfragt, die Ohren waren nur noch Zierde und ich war immer wieder am Rand der Verzweifelung weil man das Gefühl hat, man arbeitet und arbeitet aber nichts fruchtet. Wenn ich mir vorstelle, in dem Zeitraum, noch einen ganz jungen Hund, oder Welpen zu haben, wenn Hund A meine komplette Aufmerksamkeit braucht aber der Kurze ja auch für Sozialisierung und Grundgehorsam; ich hätte es, sag ich ehrlich, nicht geschafft (bzw. nicht gewollt - man schafft ja ne ganze Menge wenn man will)

    Wie gesagt, es kann gehen, aber es kann eine verdammt harte Zeit werden. Da stellt sich mir die Frage, ist es mir wirklich so wichtig, oder hat der Zweithund Zeit bis der erste mit Konsequenz und Liebe zu einem zuverlässigen, erwachsenen Partner gereift ist, der dann mithilft, Hund 2 groß zu kriegen.

    Zitat

    Denn was bringt einem die beste Zusammensetzung wenn's der Hund dann nicht frißt oder nicht verträgt!? ;)

    Keine Frage, in dem Falle nichts. Wenn man sich vom Hochwertigen zum Minderwertigen durchgearbeitet hat.

    Anders sieht es für mich aus, wenn ich nur minderwertiges (z.b. Discounterfutter) anbiete, Hund es auf den ersten Blick frisst und verträgt und dann sage: "warum soll ich wechseln, Hund gehts doch prima damit". Wenn man also andere, qualitativ hochwertigerere Futter nicht mal ausprobiert. Ich kann meinem Kind ja auch nicht nen Burger geben und sagen: "Hey, er mags und verträgts", sondern würde es erst mal mit Rosenkohl probieren :-)

    Sie muss ihren Hund ja nicht anleinen. Aber dann sollte sie halt dafür sorgen, dass ihr Hund deinen nicht belästigt. Hinrennen, spielen etc, würde ich alles in Ordnung finden, damit muss man in einem Freilaufgebiet rechnen, aber wenn es in Mobbing über geht oder eben die beiden Hunde schon mal zusammengerauscht sind, dann muss auch sie von ihrer Seite für die nötige Distanz zwischen den Hunden sorgen.

    Aber wenn er kastrieren lässt, weil er Angst hat, ihn nicht unter Kontrolle halten zu können, wenn er eine läufige Hündin riecht, dann wird das mit der Sterilisation doch so bleiben oder? Er würde weiterhin heulen, nix fressen, stiften gehen (und womöglich einen Unfall verursachen). Er könnte zwar nicht mehr decken, würde aber doch genauso "weiterleiden".

    Das Leiden hab ich jetzt bewusst in "" gesetzt, denn ich kenne einige Rüden, die sind bei einer Läufigen Hündin im Umkreis von 10km total durchgeknallt, aber ich kenne auch genügend, die sind intakt und eine läufige Hündin wird erst interessant, wenn sie sich im Radius von 20 Metern bewegt. Da wird maximal mal mehr geschnuffelt, wo die Madam hingemacht hat, aber sonst sind es komplett stressfreie, intakte Rüden.

    Mal abgesehen davon, dass ich auch warten würde, bis er erwachsen ist und durch die Pubertät ist, würde ich mir das Verhalten ansehen. Vielleicht wird er total cool und relaxt und alles ist in bester Ordnung.

    Ach ja, und frag mal nach, ob die Weiber überhaupt intakt sind. Hier in meiner Umgebung gibt es nämlich (leider) kaum intakte Weiber - will ja keiner die 3 Wochen Leinenzwang und "Sauerei im Wohnzimmer". Vielleicht hat sich ein großer Teil deines "Problem" schon längst erledigt, weil eh die Hälfte nicht läufig werden würde.

    Ist es richtig, dass so ein Sack Robur über 50 Euro kostet (15 Kilo)? Da krieg ich aber Futter bei gleicher oder sogar besserer Qualität günstiger bzw. die für meine Begriffe richtig teuren Hundefutter wie Platinum oder so mit sehr hohem Fleischanteil zum gleichen Preis.

    Da würde für mich einfach das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht passen. Das ist ja wie wenn ich für Fleisch in Supermarktqualität das gleiche Zahlen würde wie für das Bio-Fleisch beim Metzger meines Vertrauens. Da würde ich doch auch eher das Bio Fleisch nehmen, auch wenn das Supermarkt-Steak nicht mega schlecht sein muss. Man würde doch dann entweder in den anderen Supermarkt gehen und gleiche Qualität zum günstigeren Preis kaufen oder den gleichen Preis zahlen, aber die Bio Qualität direkt vom Metzger holen - oder?

    Das kenne ich unter Laufstall :-)

    Zu deiner Frage mit der Box: Kauf eine und lass sie einfach offen stehen. Leg ihr was tolles zum Knabbern da rein oder füttere sie da drin. Damit sie die Box mit was ganz tollem verbindet. Wenn sie sich zum schlafen oder auch so reinlegt, kannst du anfangen, die Türe zu schließen. Erst für ein paar Sekunden, dann länger. Wenn du sie daran langsam gewöhnst, wird dürfte sie nicht winseln in der Box.

    Du hast einen Satz vorne geschrieben, der mich stark an mich ab und an erinnerte "wenn ich die anderen Hundehalter so entspannt laufen sehe".

    Meine Eltern haben einen Hund, der passt zu meinem Vater wie die Faust aufs Auge. Jeder dappelt durch den Wald, guckt mal hier, guckt mal da, bleibt stehen, eine Seele von Hund, lässt sich durch nix aus der Ruhe bringen, liebt meine Eltern abgöttisch und uns Kinder genauso, ab und an vergisst mein Vater sogar die Leine wenn er Gassi geht, weil er eh fast nie an der Leine läuft. Dazu kommen die Hundehalter hier in meiner Nachbarschaft, die ihren Hund am ersten Grashalm ableinen und dann schwätzend, in den Himmel guckend Gassi gehen.

    Und dann hat man einen Hund, wie ich, aus dem Tierheim, der erst total verschüchtert ist, und dann mit steigendem Selbstvertrauenen einen Jagttrieb entwickelt, der nicht von schlechten Eltern ist. Und man übt, mit Schleppleine, arbeitet daran, dass der Hund nicht alle und auch einen selber nicht mehr anspringt, steht bei Wind und Wetter draußen und wird von allen belächelt.

    Und man findet mit der Zeit raus, dass ganz viele Hunde in meiner Nachbarschaft jagen. Dass die Hundehalter aber einfach keinen Bock haben, was dran zu ändern. Sie gehen mit den Augen in der Landschaft um die Felder und es ist ihnen egal, solange der Hund nach 2 Minuten wiederkommt. Und man stellt fest, die andere Hündin im gleichen Alter wie dein Hund springt heute noch (die sind mittlerweile fast 2 Jahre) jeden 3. Passanten an, stöbert durch die Vorgärten der Nachbarn (gab wohl schon richtig Ärger deshalb) oder die Besitzer klagen einem im Vertrauen ihr Leid, dass der Hund nie alleine sein darf, weil er alles zerkaut, nur am Bellen ist, den Garten umgräbt etc.

    Dann stellt man fest, dass nicht alles Gold ist was glänzt, und dass man auf seine kleinen Erfolge stolz sein kann.

    Und heute, nach etwas mehr als 1 Jahr echt harter Arbeit hab ich einen Hund, der noch nicht perfekt ist, der immer ein Hibbel sein wird, aber um dessen Gehorsam (und sie ist kein Engel und es sitzt vieles noch nicht 100%ig) immer wieder beneidet werde.

    Du schaffst das. Setzte dir kleine Ziele, nimm dir nicht den typischen "neben dem Kinderwagen herschlurfenden Golden Retriver" als Vorbild. Arbeite an dem, was dir im Moment am wichtigsten ist, und lege dir sowohl ein dickes Fell zu und lerne andere Leute draußen mit ihren Sprüchen zu ignorieren.

    Eine Hundeschule ist sicher nicht verkehrt, gerade wenn du unsicher bist. Dort wirst du auf noch mehr Leute treffen, die mit ähnlichen Problemen kämpfen wie du und wenn man nicht mehr alleine ist, ist alles nur noch halb so wild.

    Du schaffst das!

    Und sag ihr bitte auch ganz sachlich und freundlich, dass sie ihrem Hund das langsam beibringen muss, sonst wird das immer schlimmer, und das will sie sicher weder für sich noch ihren Hund.

    Hunde lernen alleine bleiben nicht vom "da muss er jetzt durch und irgendwann gibt er auf"

    Viele Grüße von Faesa
    mit einer vom Vorbesitzer versauten Hündin mit massiven Verlustängsten, was uns ein halbes Jahr Training gekostet hat.

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    Schon, aber es gibt ja auch viele die haben schon von einer Hundemafia bzw. Hundehändler gehört, aber diese Masche fällt auf den ersten Blick nicht auf.

    Und ausserdem sind sich viele Welpen doch recht ähnlich vom äußeren, die setzen also vermeindlich einen Hund ein, werden aber 4 Welpen los, weil sich halt genügend Leute melden. Merkt doch keiner, ob der einen oder mehrere Welpen hat(te).