Beiträge von Faesa

    Huhu Martin,

    schön, dass du dich erst beliest, und dann loslegst.

    Wohnungsgröße spielt für fast keinen Hund eine Rolle, denn diese werden draußen ausgelastet und sind drinnen demnach in der Regel eh am pennen, und das gilt für den Mini genauso wie für alle anderen Hunde.

    Ich habe eine Wohnung mit fast ausschließlich Laminat, wir haben 2 Teppiche, und Madam kommt nach einigen "Schlittschuhrunden" am Anfang gut damit zurecht. Hatten Anfangs noch 2 Läufer in den Flur gelegt, aber mittlerweile sind die auch wieder verschwunden. Da sehe ich also kein Problem.

    Joggen mit nem Minibulli - ich kenn mich nicht sooo aus mit der Rasse, aber die zwei die ich kenne, würden dir nen Vogel zeigen :D

    Hier ist der Verband der Bullies: http://www.dcbt.de/ Da findest du seriöse Züchter, aber auch hier gilt: Genau anschauen. Finger würde ich gerade auch bei dieser Rasse vor nicht-Verbandszüchtern (diese Zeitungsanzeigen oder so), wo man eben kein Zuchtziel erkennt und daher nichts über die Krankheiten und Atemprobleme sagen kann. Auf der Seite findest du auch einen Link zur Notvermittlung, vielleicht wäre ja da einer dabei für dich.

    Zu deiner Frage bezüglich der Voraussetzungen:

    Ein Hund braucht grundsätzlich Zeit. Zeit und Geduld. Kaum etwas wird so schnell klappen, wie man sich das erhofft, egal ob das Stubenreinheit, Erziehung, oder alleine bleiben ist. Das sollte dir klar sein.

    Du hast jetzt zwar schon eine Rasse genannt, aber ich wäre an deiner Stelle trotzdem offen (aber ich habe nicht das Gefühl, dass du komplett darauf versteift bist). Überlege dir genau, was du machen möchstest. Wieviel Zeit du täglich für den Hund opfern willst (3 Runden a 30-40 Minuten oder 4 Runden a 90 Minuten) - ein Husky braucht andere Auslastung als ein Bulli mal als Beispiel. Nur wenn du hier ehrlich zu dir selber bist, wirst du deine Traumrasse finden. Nicht-passende Hund-Halter Gespanne gibt es schon genug, und damit wird keine Seite glücklich.

    Zu deiner Arbeit: Du schreibst da wenig drüber, wie du genau ausser Haus bist, wie lange der Hund alleine wäre. Es gibt Hunde, die bleiben mit Training problemlos 8-10h alleine. Aber es ist natürlich nicht toll, und auch über den gesundheitlichen Aspekt des nicht-lösen-können kann man diskutieren. Es gibt aber auch genug Hunde, die schaffen das nie, so lange alleine zu bleiben oder brauchen seeehr lange dafür. Zudem sind Hunde Rudeltiere, die eigentlich dafür gemacht sind, in einem Sozialverband zu leben, und das ist eben ein Gegensatz zum alleine Bleiben. Darum sollte man es sich gut überlegen, wenn der Hund regelmäßig so lange alleine bleiben muss, ob man wirklich einen Hund halten möchte. Aber du schreibst ja eben von Schichtdienst und deiner Freundin, vielleicht ist diese Zeit bei euch dann ja fast null.

    Hier habe ich mal ein paar der Überlegungen, die wir uns damals bei Hundekauf gestellt haben, aufgelistet. Vielleicht hilft es dir ein wenig klarer zu sehen. https://www.dogforum.de/fpost7866414.html#7866414

    Viel Erfolg bei der Suche!

    Oh das ist Mist. Kennen tue ich das aber auch. Hier im Haus gibt es noch 2 Dalmatiner, einen Chi und einen Kniehohen hellen Spaniermix oder so. Da hab natürlich ich optisch schon den großen bösen Hund. Dazu ist Lena relativ bellfreudig, eine kleine Stressbellerin, und das in einem Treppenhaus ist natürlich immer dreifach unangenehm in den Ohren durch den Hall.

    Über Umwege hab ich jetzt schon gehört, dass mein Hund "ja nicht ohne ist". Ahja. Vermutlich weil sie die anbellt, die sich ganz komisch bewegen, sobald sie den Hund sehen, oder beim Einzug die neuen angebellt hat, die ständig irgendwas die Treppe hochgetragen haben und ihr fast gegen den Kopp gehauen haben.

    Leider zählt nie, wie sich andere verhalten - zumindest meine Erfahrung hier im Haus. Es hilft auch nicht, dass ich der Dame über mir schon zig mal gesteckt habe, wie toll Lena sich entwickelt hat und ihr Geschichten über Dritte die sich doof verhalten haben erzählt habe (so a'la Wink mit dem Zaunpfahl ohne sie bloß zu stellen) und was besser gewesen wäre... nichts hilft. Ihre Enkelin nimmt sie auf den Arm, sobald sie mich nur sieht, mit der Begründung "die rennt sonst zu jedem Hund hin" - dabei fängt sie mittlerweile an zu heulen wenn sie mich sieht - soweit haben sie es schon gebracht.

    Es hilft nix - leider. Wenn jemand so massiv Stimmung gegen einen macht, glaube ich auch nicht, dass es hilft, dort anzusetzen. Ich habe mir schon überlegt, geziehlt am Haus zu üben, damit die anderen Bewohner es noch mehr mitkriegen und DIESE den Meckerfritzen hintenrum mal auf Lästerein sagen "was? Ne, die üben doch laufend und die ist doch ganz toll" etc. Ich glaube von dritten bringt das mehr, als selber da wie ein Bittsteller aufzulaufen. Denn wenn die wollten, würden sie ja die Veränderungen an Laika sehen und nicht solche Lügen erzählen. Denen ist doch so ein Brief oder Aufklärung von deiner Seite aus, völlig egal.

    Nur zum Thema Halti würde ich mich vermutlich nicht zurück halten können und unten im Haus einen Zettel hinhängen - mit Stichpunkten, was ein Halti an Schaden anrichten kann (so richtig negativ - es kann ja helfen, aber ich würde halt das richtig Tierfeindlich schreiben). Soll sich doch dann jeder selber seinen Teil denken, ob er wirklich ein "Tierquäler" sein will, der sowas fordert. Aber das wäre vielleicht auch nur meine kleine private "Rache". Letztlich versucht man ja mit allen auszukommen und nicht negativ aufzufallen.

    Ach, und was ich in letzter Zeit öfters mache ist, wenn Lena ordentlich an jemandem vorbeigegangen ist kommt von mir ein (absichtlich genau so laut genug, dass derjenige das noch mitbekommt) "na siehste Lena, geht doch mittlerweile auch prima ohne bellen, fein". Damit die Leute auf Verbesserungen aufmerksam gemacht werden, denn den meisten fällt die Verbesserung nicht auf.

    Zitat

    wenn sie z.B ein Tier auf Sicht hat, kann man rufen wie man will, sie ist weg. Kommt dann gefühlte 20 min. später völlig kaputt wieder. Dann wird sie kommentarlos angeleint und es geht weiter.

    Dass du dir mit jedem dieser Erlebnisse wieder einen riesigen Rückschlag in all deinem Trainings einhandelst, weisst du aber oder? Wenn das ein 2-3 mal innerhalb kurzer Zeit passiert, fängst du praktisch wieder bei Null an. Ich würde ihr überhaupt keinen Erfolg mehr gönnen. Gar keinen mehr. Nur noch Wildloses Gebiet oder an der Leine, damit sie dir keinen deiner Trainingsfortschritte zerstört. Denn jagen, hetzen, ist das größte Glück auf Erden, der Jackpot, der 6er mit Zusatzzahl, selbst wenn man weiss, dass es schwer ist zu kriegen, solange man eine geringe Chance sieht, weil es ja mal geklappt hat, wird man (also der Hund) es immer wieder probieren. Und damit tust du weder dir noch deinem Hund einen Gefallen - mal von den Gefahren für Tier und Umwelt abgesehen und der rechtlichen Seite (verboten dann Hunde jagen).

    Ich hab ja auch einen Jäger - gut ich habe viel Impulskontrolle gemacht mit ihr, aber wenn ein Reh uns genau vor der Nase kreuzen würde, würde sie auch hinterhergehen. Also ähnliche Voraussetzungen.

    Ich würde nie mit Leine in der Hand oder am Lenker fahren, aber ich fahre mit dem speziellen Hundehalter am Rad mit ihr. Der wird an der Sattelstange befestigt und Madam stand mir (weil ich unachtsam war - passiert einem genau 1x und nie wieder) im 90° Winkel mit den Vorderpfoten in der Luft am Rad - und es ist problemlos haltbar - und das schwanger mit nur Mitte 60 Kilo auf dem Rad gegen 23 Kilo auf 4 Pfoten.

    Lena hängt immer am Geschirr, nie am Halsband und ich bin 4 Tage spazieren geschoben Mittags bis sie es halbwegs gerafft hatte, wie das mit dem Neben-her-laufen funktioniert. Als ich es fast aufgegeben hatte, hat es irgendwie klick gemacht und unter normalen Umständen zieht sie fast überhaupt nicht mehr, sondern läuft mit schlackerndem Karabiner neben dem Rad her.

    Der Halter hat nur eine ganz kurze "Leine", sie kann mir faktisch überhaupt nicht vors Fahrrad laufen - geht nicht. Auf Höhe des Vorderrades ist mir ihrer Nase Schluss.

    Ich find das Teil genial, war arg skeptisch, hab die Packung im Laden zig mal hin und her gedreht, 40 Euro sind kein Pappenstiel für hinterher doof finden, aber das war jeden Cent wert.

    Ich hab übrigens dieses Teil: http://www.kleinmetall.de/produkte/tierz…rradhalter.html

    Dank Feder ist selbst anfahren wenn sie etwas zu flott anläuft kein Problem. Das dämpft den Ruck super ab.

    Wenn Madam offene Türen sieht, muss ich immer gucken, dass sie nicht drinne hockt. Vermute aus Angst, sonst vergessen zu werden. Im Sommer sass sie mir schon fast in einem Auto an der Straße, wo die Dame am Staubsaugen war (Leinenende war zum Glück als die Vorderpfoten den Türrahmen erreichten, auch wenn die Dame herzlich lachte und auch nicht böse gewesen wäre, wenn Madam reingehüpft wäre) und im Linienbus stand sie mir schon schneller als ich gucken konnte (an der 2.5m Leine!). Da hab ich einfach nicht mit gerechnet, als ich dort vorbeiging. Die Türe ging auf neben mir und sie sass drin....

    Stadtverkehr mit ihr ist furchtbar, weil sie da leider meint, das Auto gegen alles verteidigen zu müssen und alles verbellt, was zu nah ran kommt - eine meiner ganz großen Baustellen - aber sobald es 100km/h und mehr werden rollt sie sich ein und pennt, bis man die Autobahn wechselt, abfährt oder für eine Baustelle das Tempo drosseln muss. Dann kommt sie gucken.

    Gibt es verschiedene Stufen von Depressionen? Ich kenne 2 Leute, die in Behandlung waren (wg. Depressionen lt. eigener Aussage) und sich genau deshalb Hunde angeschafft haben. Damit sie eine Konstante haben und eben gezwungen sind, sich damit auseinander zu setzen, Verantwortung zu übernehmen und gezwungen sind, raus zu gehen und sich nicht einzuigeln.

    Ich glaube gerne, dass es schwer ist, ich weiss ja eben selber, wie schwer es ist, schon als "gesunder" Mensch.

    Faulheit oder ähnliches wollte ich ihr sicher nie unterstellen, sondern eher motivieren, dass es auch "gesunde" Menschen kennen, diese Lustlosigkeit, aber man sich eben durchbeißen muss. Was sie ja letztlich auch getan hat und nun ganz happy ist mit ihrem Hund.

    Ich würde sagen, es hängt von dem ab, ab wo er Terror macht und was du bisher erreicht hast - also wie du bisher geübt hast.

    Kommst du über Strassenseite wechseln ohne Terror vorbei? Was ist seine Grenze, wo er nicht mehr ansprechbar ist?

    Die Nutzung des Haltis halte ich nur für Sinnvoll, wenn andere Methoden nicht greifen - und auch dann nur unter Anleitung eines Trainers - nicht einer Verkäuferin in einem Laden. Denn der Sinn ist ja nicht nur zu lernen, wie man es anzieht, sondern auch dass man lernt, seinen Hund und die Situationen einzuschätzen.

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    Ich kann verstehen, dass man müde ist, dass man keine Lust hat und auch mal sagt, och ne, muss ich denn jetzt wirklich raus. Ja all das kann ich verstehen aber es dann nicht zu tun, also z.b. nicht mit dem Hund raus zu gehen, dass kann ich nicht verstehen.

    Wahre Worte. Gedacht habe ich schon viel. Vielleicht auch das eine oder andere im Ärger in den Regen gesagt. Gemacht habe ich nichts davon.

    Ich habe einen kleinen Jäger. Einen Hibbel. Einen Tierheimhund mit Verlustängsten und Vorgeschichte.

    Ich habe Hundehalter beneidet (und tue das zum Teil noch heute, sehe aber dass vieles nur Fassade ist*), die mit ihren Hunden "mal so um den Block gehen". Ich stehe an 9 von 10 Tagen auf meiner Übungswiese und übe. Oder fahre gezielt wohin um zu üben. Ich habe monatelanges Schleppleinengehen hinter mir, ich habe geflucht, war dreckig, bin 4 mal täglich quatsch-nass geworden, weil es immer dann anfing zu regnen, wenn ich grad draußen war im Herbst. Ich habe Lenas Pubertätsphase verflucht, die Ohren waren nur Zirde, Freilauf ging tageweise prima, tageweise überhaupt nicht, und wieder hing die Schlepp dran.

    Wenn ich ab absoluten Nullpunkt war, ist die Runde sicher mal kürzer ausgefallen, oder mal nicht so spannend, oder ich habe auch mal ganz bewusst für eine Runde die Leine abgegeben. Aber letztlich habe ich mir immer eines gesagt: Der Hund hat nur mich, wenn ich nicht seine Bedürfnisse erfülle, dann hat er niemanden. Und als ich sie im Tierheim abgeholt habe, habe ich ihr versprochen, immer für sie da zu sein. Und das habe ich auch zu halten.

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    *Diese Aussage soll um Himmels Willen nicht die abwerten, die wirklich mit ihrem Hund gearbeitet haben, damit es so läuft. Aber zumindest in meiner Nachbarschaft ist das einer von 10 Hunden, der Rest läuft unter Bequemlichkeit und darf halt jagen gehen "das kann man denen eh nicht abgewöhnen" oder in den Tierparkt, der gestern für mich echt kein Vergnügen war, geht man halt mit Halti (und die Leine nur am Kopf fest *schüttel*), es gibt die Kästchenhunde und Stachelwürger, weil man den Hund ja sonst nicht halten kann und die, die auch mit 2 Jahren noch alle anspringen dürfen.

    Ich bestelle immer bei kausnack.de. Die Rindernasen sind allerdings ein "kurzer" Snack für meine Madam, ich würd sagen 15 Minuten. Die Kopfhautplatte hält etwa 3-4 Stunden, die Kopfhautstücke etwa 30-45 Minuten.

    Ich finde 30 Minuten für einen Kausnack ausreichend. Es soll ja keine Stundenlange Beschäftigung für den Hund sein, als Ersatz für irgendwelche anderen Aktivitäten, sondern ein "Schmankerl" für Zwischendurch. Daher reichen mir die 30 Minuten. Die Platte kann sie wegen mir haben (ist ein seltenes Gut), frisst sie über 2 Tage in der Regel, weil sie immer wieder vor bösen anderen Geiern (die es in unserer Wohnung ja so zahlreich gibt und ihr nur nach dem Knabberkram trachten) so im halb-stunden Takt unter der Eckbank, auf dem Schlafzimmerteppich, dem Badezimmervorleger oder unter der Wäschespinne versteckt wird, um sie dann eine Stunde später wieder zu holen.

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    Nachmittags gehen wir meistens spazieren, die Kinder brauchen frische Luft und Charly, so heisst mein Hund, kommt mit.

    Gehst du mit dem Kinderwagen, der ja nun als Zwillingswagen sicher sehr breit und behäbig ist und dann meckert und mockert doch sicher auch immer einer der zwei Knirpse und hast deine Augen, Ohren und Konzentration eher beim Kinderwagen, oder gehst du mit dem Hund raus und die Kinder kommen halt mit, pennen, und du machst mit dem Hund spielchen, forderst ihn geistig, machst die Gassirunde toll und spannend, entdeckst immer "Neues" mit dem Hund?

    Reines neben dem Wagen herlaufen fordert keinen Hund. Das ist tödlich langweilig - egal wie oft er dann rauskommt, Beachtung für den Hund wäre (so es denn so ist, das ist ja die Frage) ist das immer noch nicht.