Beiträge von Faesa

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    Also, ich denke das vielleicht ein Labrador geeignet wäre.

    Und wieder einmal siegte das Bild des überfütterten, unterforderten Labradors. Schade, dass du keine Ahnung hast, was diese Rasse wirklich ist, wenn man sie artgerecht hält (und nicht wie die Mehrheit die man Sonntags am Spaziergang sieht)

    Menno, jetzt hatte ich so einen schönen Text geschrieben und dann kam Windoof mit einem Update und hat ungefragt meinen PC neu gestartet.

    Also versuche ich mich nochmal. Zu dem panisch losstürmen: Stürmt der wirklich in Panik los? Genau dann hätte ich wahnsinnige Angst, ihn an einer Leine loszulassen, weil er doch dann die Ohren sicher auf Durchzug hat oder? Wenn der Gehorsam so sitzt, dass er trotz Panik auf dich hört, gewöhne ihn an das Kommando "weiter". Das ist bei mir für weiterlaufen, alles ignorieren.

    Ich habe nie runtergebremst, wenn Madam erschrocken worden ist, sei es durch Hunde hinter Hoftoren oder auf dem Gehweg oder sonst etwas. Ich bin immer schlicht mit dem Kommando "weiter" weitergefahren und sie hat mit der Zeit begriffen dass sie das alles relativ ignorieren kann - a) tut ihr das alles nix und b) hat sie eh keinen Erfolg. Sie hat ja kein einziges mal Erfolg gehabt mit ihren "Fluchtversuchen". Und bei einer Erfolgsquote von 0% über mehrere Wochen wird sogar mein Hibbelhund irgendwann gelassener.

    Vor freilaufenden fremden Hunden hatte ich auch immer die meiste Angst. Aber sie sind, zumindest bisher, nie zum Problem geworden.

    Zum einen hast du deinen Hund auf deiner rechten Seite. Also der Straßen bzw. Weg-abgewandten Seite. Kommt dir also auf dem Waldweg einer entgegen, ist dein Rad erst mal die Blockade zwischen dem Hund und deinem. Und jetzt gibt es mehrere Varianten: Entweder der Hundehalter hat dich eh schon gesehen und ruft seinen Hund wie es soll an die Seite oder zu sich um dich zu schützen, oder er tut es nicht wegen dir, sondern weil er Angst um seinen Hund hat oder der Hund hat Angst vor deinem Fahrrad.

    Ich halte es immer so, dass ich bremsbereit bin, mein Tempo entsprechend etwas drossele (falls nötig) aber ganz klar signalisiere, ich bleibe nicht stehen, ich fahre mit dem Hund durch.

    Was du machen kannst, als absoluter "Panikknopf" ist den Karabiner oder Knoten am Rad ersetzen durch einen, den man mit einem Finger öffnen kann. Einen mit Panikverschluss, damit du den, falls nötig, fix gelöst hast, dann rennt im Zweifelsfall dein Hund mit 40cm Leine am Geschirr rum, aber das ist ja nicht wirklich eine Gefahr, sogar weniger als wenn du einen lange Leine loslässt wo sich Hunde noch drinnen verheddern können.

    Ich nutze am Rad folgende Kommandos: Rechts, Links, Gerade, Weiter, Langsam und Stop. Alle beim Gassigehen vorher geübt und 4 Tage Gassi geschoben, um sie ans Laufen neben dem Rad zu gewöhnen.

    Ich finde, sie hat sogar am Rad die Kommandos fast noch schneller begriffen, weil es keine Fehlerfolge gab. Wenn ich stop gesagt habe und sie ist nicht stehen geblieben, wurde sie von mir und dem Rad (weil ich ja gebremst habe) angehalten. Mache ich das zu Fuss und sie bleibt nicht stehen, hat sie, ärgerlicher Weise, mal wieder gelernt, ein Kommando zu ignorieren. Ich weiss, sollte nicht vorkommen, aber sind wir ehrlich, kommt doch immer mal wieder vor. Oder dass es dauert, bis der Hund reagiert, weil erst noch fertig geschnuffelt werden muss. Am Rad hat sie gelernt, gleich zu reagieren, weil sie es eh muss, sie hat keine Wahl, das hat mir auch in anderen Bereichen dann geholfen.

    Ich ergänze Nessa noch grad: Click ist IMMER ein Versprechen auf eine Belohnung. Man schleicht irgendwann die Clicks aus.

    Warum ich clickere? Hmmm.. Ich hab das Teil gekauft und es innerhalb von 5 Minuten geschafft, einen aufgedrehten Hund, den ich seit 1 Woche hatte, in einen Wäschekorb zu setzen. Irgendwie fand ich das wahnsinn, wie schnell sie gerafft hatte, auf das Teil zu reagieren und selbst zu agieren.

    Im Moment arbeite ich mal wieder am Kommando "Fuss" Das bringt mich zwar fast zur Weissglut, aber ich merke, dass sie es mittlerweile immer öfters von sich aus anbietet (also das richtige Fuss mit am Knie kleben).

    Ja, man könnte letztlich jeden Marker nehmen - statt einem clicker. Es ist ja völlig egal, ob man immer Prima sagt in dem Moment, wo ich halt den Zeigefinger bewege, pfeifft (wie bei Delphinen) oder sonst was macht. Mir wäre es nur zu blöd, gerade am Beginn einer Übung clickt man so nah beieinander und so oft, dass ich mir mit einem laufendem "Prima" leicht dämlich vorkäme.

    Normalerweise bin ich ein Fan von "never ask a question if you cannot stand the answer", aber in diesem Falle geht es um ein Lebewesen, und wenn das hinterher weg muss, nur weil dein Vermieter dir dann doch nen Strich durch die Rechnung macht, ist das einfach indiskutabel. Sichere dich bitte da in jeder Hinsicht ab, bevor du dir einen Hund anschaffst!

    Supi, man darf nur nicht aufgeben. Du kannst:

    - Dummi suchen
    - Dummi werfen und Hund muss liegen bleiben
    - Dummi werfen und Hund muss dann erst zu dir laufen und dann darf er erst zum Dummi (hierbei leg ich z.B. Lena ab, gehe ein Stück in Richtung A und Werfe dann in Richtung B, so dass Hund, ich und Dummi ein Dreieck bilden. Es war schwer für sie, den Umweg über mich zu gehen, aber mittlerweile geht das prima)
    - Hund muss irgendwelche Tricks machen und erst dann gibts den Dummi (werfen oder suchen - ich lass Lena z.B. oft um Bäume oder so rumlaufen bevor sie hinterherdarf).

    Aber fang ganz klein an, das ist teilweise mega schwer für die Biester, das liegen bleiben. Fang an und leg ihn erst mal ab, dann kannst du ihn ein paar Meter werfen und erst wenn das klappt so richtig mit Ausholbewegung.

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    Aber jetzt mal ne Frage bzgl dieser Radständer: Da ist der Hund doch fest dran, oder? Das wäre mir vieeeel zu gefährlich damit zu fahren! Mir ist es schon 2x vorgekommen, dass mein Hund sich richtig doll erschreckt hat , weil ein Hund bellend an nen Zaun gesprungen ist und ich habe dann immer die Leine losgelassen. Wenn er dann am Rad fest ist, wird alles nicht noch viel schlimmer? Bei uns hat sich einmal die Leine (hatte eine genommen, die zu dick war und sich beim Loslassen in die Gangschaltung geklemmt hat) verklemmt und dann ist Hund erschrocken los, Fahrrad hinterher geschleift, Hund hat noch mehr Angst bekommen. So stell ich mir das mit nem Ständer vor. Da hat man doch keinerlei Einwirkung??!

    Nein, es ist eben zig mal gefährlicher mit Leine zu fahren, weil du diese in der Hand hast und nicht an deinem Körper und Fahrradschwerpunkt.

    Ich wiederhole mich gerne: Nimm ein Fahrrad, setze jemanden darauf. Stelle dich auf die rechte Seite, Blickrichtung Rad. Greife dann an die Sattelstange und versuche das Fahrrad zu dir hinzuziehen. Das wirst du, solange da ein erwachsener Mensch und nicht nur 10 Kilo Kind drauf hocken, nicht schaffen.

    Beim Fahren kommt dann noch hinzu, dass das Rad in Bewegung ist, sprich, die physikalischen Gesetze sprechen völlig dagegen, dass sich eine Masse, die sich nach vorne bewegt, plötzlich seitlich bewegt.

    Hast du die Leine in der Hand, kann sie dir den Lenker verreissen, sie zieht oben an einem Schwerpunkt (Schulter ist ja mit der höchste Punkt am Rad), also wie wenn man an der Spitze einer Fahnenstange ziehen würde. Das das nachgibt ist logisch.

    Die einzige Richtung in die der Hund Zug ausüben kann, ist nach vorne, und nur solange er nach vorne geht, könnte er mit rechtszug es schaffen, über eine Distanz von mehreren Metern das Rad praktisch leicht rechts abdriften zu lassen. Aber wenn du es nicht schaffst, ein Fahrrad was ordentliche Bremsen hat, auf 30 Metern von vielleicht 20km/h auf null runterzubremsen, solltest du entweder die Bremsen reparieren oder Fahrradfahren üben. ;)

    Das Leinenstück ist nur so lange, dass der Hund ohne Gefahr neben dem Rad herlaufen kann, bei mir ist das etwas mehr als 30cm schätze ich. Wenn ich die Leine spanne (ohne Hund dran), dann würde das Ende gerade so die Speichen meines Hinterrades berühren, verheddern ist ausgeschlossen. Ebenso reicht die Länge nicht, um sich in Kette zu verhängen oder um die Pedale zu wickeln. Dennoch hänge ich einfach für mein eigenes besseres Gefühl den Karabiner solange Madam frei läuft, einfach am Rad ein, damit nicht rumbamselt.

    Bottom line: Radfahren mit Leine in der Hand ist richtig gefährlich und kann zu ganz bösen Stürzen führen, mit Ständer sind die meisten Unfälle die mit Leine passieren können schlicht aufgrund physikalischer Gesetze bei korrekter Anwendung nicht möglich (wie es allerdings aussieht, wenn 40kilo auf dem Rad sitzen und 60 Kilo Hund ziehen, weiss ich nicht, aber es dürfte trotzdem besser haltbar sein, als 60 Kilo Hund im Stehen an der Leine, einfach weil der Schwerpunkt weit aus besser ist und eben durch die Bewegung die Masse-Trägheits-Gesetze greifen).

    Die Momente, wo man mit Leine in der Hand loslässt, wirst du am Rad überhaupt nicht merken.

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    Eine Frage habe ich noch, wenn in der Liste im meinem Mietvertrag unter Nicht gestattete Hunde der Bullterrier gelistet ist , gilt dass doch nicht für den minibully? Ich habe dass Thema nicht gleich von Anfang an erwähnt, weil meine eigner Antwort eigentlich "Nein gilt nicht" wäre, aber ich wollte nocheinmal sicher gehen.

    Da wäre ich mega vorsichtig. Nicht dass dir das hinterher so ausgelegt wird vom Vermieter und entweder der Hund wegmuss oder du dir eine neue Wohnung suchen kannst.

    Das würde ich mir SCHRIFTLICH vom Vermieter bestätigen lassen, dass du einen Minibulli halten darfst.

    Es gibt immer wieder hier im Forum Ärger mit Vermietern, das ist, leider, ein gängiges Problem, nicht nur mit SOKAS oder ihrer Artverwandten.

    Stöber doch mal hier, in der Gruppe 9, bei den Gesellschafts und Begleithunden. Das könnte ich mir bei dir dann vorstellen.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Hunderass…tematik_der_FCI

    Ansonsten bin ich ja auch immer ein Verfechter von Tierheim und Tierschutzhunden. Und damit meine ich nicht hingehen und den erst besten mitnehmen, ich habe lange gesucht, bis ich "meinen" Hund gefunden habe, bzw. sie mich. Und sie ist "das beste was mir je passiert ist" um mal eine schöne Liedzeile zu zitieren.

    Ich mag mein Pfeiffchen, auch wenn ich jetzt eine ganze Weile ohne weg war, um eben wieder das verbale "hier" noch weiter zu festigen. Aber hören tut sie auf den Pfiff fast besser. Ich habe 2 Pfeiffen, eine normale für das "hier" Kommando und einen Büffelhorn für den Superpfiff. Meine Madam macht aber zumindest bei der normalen Pfeiffe keinen Unterschied zwischen Nuancen - sie hört auf den normalen "Mund-Pfiff" fast genauso gut.

    Irgendwie weiss ich nicht, ob ich diesem "klingt ein bisschen anders und es muss neu gelernt werden" wirklich Glauben schenken soll. Ich weiss, dass Hunde gut hören, aber ich glaube auch, dass die nach 2 Tagen den neuen Ton verinnerlicht haben - das das mehr Panikmache ist, als es wirklich ist.

    Meinen Pfeiffenneukauf hab ich jedenfalls nicht mal bemerkt am Hund und mein Papa hat glaub mittlerweile Hundepfeiffe Nummer 25, weil er die dauernd verliert. KA was er macht, er kommt regelmässig mit Bändel aber ohne Pfeiffe heim. Und der Hund hört nach wie vor auf die Pfeiffe.

    Ich sehe den Vorteil der Pfeiffe darin, dass sie immer gleich klingt, der Hund kann keine Stimmung darin ablesen und man kann nicht im Ärger total dämlich rufen.

    Und über Distanz ist es immer praktisch statt brüllen. Gerade wenn man an einer Kleingartenanlage im Sommer vorbeigeht find ich das angehemer als laut rufen zu müssen, was immer nur zu "Gaffern" am Zaun führt, weil "endlich mal was passiert".

    Ach ja, was mir grad einfällt, meine Madam ist letztens bald ausgeflippt, weil mein Nachbar eine Büffelhornpfeiffe für den normalen Rückruf nimmt und sie immer angeschossen kam vor ihm sass wie eine eins aber es nix gab. Aber sie war auch von mir nicht von der Pfeiffe weg zu locken, damit sie bei mir etwas bekommen hätte. Also das wiederspricht auch der Theorie, dass eine Nuance anders sofort neu konditionieren bedeutet.

    Am Protein würde ich es bei einem so jungen Hund nicht fest machen. Bei meinem Hund hat getreidefreie Ernährung viel gebracht, habe (und der nächste Sack wirds auch wieder) Bestes Futter gefüttert, mal Fenrier mal schlicht Fellow, da ist nicht so viel Schnickschnack drin. Bei BF gibts ja auch extra Futter für junge Hunde, das wäre vielleicht eine Alternative?