Beiträge von Faesa

    Rimmsy hat einen schönen Satz gebracht: "die kennen es ja nciht anders"

    Alternativ dazu gibt es noch "er wirds schon irgendwann kapieren/sich daran gewöhnen" (im Bezug auf alleine bleiben und durchgeheulte Tage oder dass er Küchenverbot im Haus kriegt wenn er auf der Wiese den Ball nicht hergegeben hat :???: ) dicht gefolgt von "das kann man denen eh nie abgewöhnen" (sehr bequeme Aussage gerne genutzt im Bezug aufs Jagen).

    Am allerschlimmsten sind dann die "aber er hatte es früher doch so schlecht" oder "wenn ich dran denke wie traurig sie geschaut hat als wir sie bekommen haben", was auch als Ausrede, um alles durchgehen zu lassen, gerne hergenommen wird.

    Ein Hund muss heute nicht mehr praktikabel sein, sondern gut aussehen, vorfürbar und was her machen.

    Wobei ich auch immer mehr bemerke, dass Leute bei ihrem zweiten oder dritten Hund völlig daneben greifen - weil sie ja schon sooo tolle Hundeerfahrung haben und der zweite dann auch noch Null erzogen ist, weil beim ersten ging das ja auch so gaaanz einfach und nebenher. Also nicht nur ein Phänomen unter Ersthundehaltern.

    Ich denke auch, dass eine Retriverleine ganz praktisch sein könnte. Alles andere ist ja ähnlich einem normalen Halsband und einfach einer kurzen Leine, die man dem Hund dann um den Hals bindet. Mit der Retriverleine hast du ihn dann auch direkt wieder nackig.


    OT: KA ob ich das Autogurtteil richtig deute, aber falls doch, darf ich dir dringend diesen Thread hier ans Herz legen: https://www.dogforum.de/viewtopic.php?…=asc&&start=10b Erstens weil du sonst Strafe zahlst und zweitens für die Sicherheit von dir und deinem Hund.

    Also die Erfahrung hab ich nicht gemacht. Ich bin 4 Tage nur mit der Flexi gegangen und habe mit ihr geübt. Ich habe 1,5 m vor dem Flexi Ende mir mit Edding den Gurt markiert, das ist mein Punkt an dem ich langsam rufe. Hat ein paar mal reinlaufen gedauert, bis sie gerafft hatte, dann ist schnell Leinenende, seit dem ists gut. Sie hält meist so 30cm vor dem Ende von selber an und wird langsamer.

    Wie gesagt, ich denke nicht dass der Zug einer Schlepp so viel anders ist als einer Flexi. Ich bin Anfang des Sommers mit meinem Papa unterwegs gewesen und an einer schönen, übersichtlichen Wiese durfte Madam auch frei mittoben. Ich habe aus Bequemlichkeit einfach den Karabiner der Schlepp genommen und sie über diese komplette Wiese (normale Feldgröße) hinter mir her hergezogen, du meine Güte, da merkt man erst mal, was für ein Widerstand so ein Grasboden auf eine Gurtband Schlepp ausübt. Und ich bin der Meinung da muss sie mehr ziehen als sie an der Flexi ziehen muss, um mehr Länge zu bekommen.

    Es ist auch bis heute so, dass Lena oft (leider, wir sind da ganz stark am üben) an der normalen Leine nicht zieht, aber genauso viel Zug drauf hat, wie ich für die Schlepp vermuten würde. Ich kann das also immer noch mit 2 Fingern halten, aber sie hält die Leine einfach unter Spannung.

    Man muss mit der Flexi sich selber halt disziplinieren und den Knopf nicht einfach so nutzen, sondern weiterhin den Hund über Kommandos lenken. Mir hilft dabei, den Finger erst gar nicht oben abzulegen, sondern ganz bewußt um den Griff herumzugreifen.

    Zitat

    er spielt zwar wenn ich ihn "ausklinke"... aber er rennt immer wie doof auf alle Hunde zu... ist mir peinlich auf dem Auslauf, darum lasse ich es

    Das hat meine auch gemacht und macht es teilweise noch heute. Darum habe ich schlicht geübt (und übe immer noch), dass sie bei mir bleiben muss, auch wenn andere Hunde in der Nähe sind, damit sie an meiner Seite die Distanz verringert und erst ein paar Meter vorher darf sie laufen. Wenn es also nur das Problem ist, dass er so stürmisch ist, würde ich das einfach üben.

    Ich habe beides, Schlepp zum Training und Flexi für die letzte Pipirunde wo Lena einfach wegen der Hasenplage und Jagttrieb nicht ohne Leine gehen kann, aber ich keine Lust habe, immer auf Zehenspitzen gestreckt am Wegesrand zu stehen, weil Madam immer 3 Meter ins Gebüsch k**** aber andere Hunde halt auf die ersten 3cm und im dunklen sieht man das ja nicht.

    Ich habe Schlepps aus 2 verschiedenen Materialien. Einmal 15m Gurtband, die ist mega schwer und ich bin der Meinung da ist mehr Zug drauf als auf der Flexi - was gegen das Zieh-Argument sprechen würde. (Aber das nur am Rande). Die Gurtband Schlepp lege ich immer in Schlaufen und selbst wenn ich das dann in eine Tüte packe habe ich eigentlich kein Verknot-Problem. Dadruch dass das Material relativ fest ist, zieht das ja auch nicht zu.

    Dann habe ich 2 schmalere Schlepps, selbst gemacht aus dem Bauhaus, komplett syntetisches Material, Plastik, was sich auch kaum zuzieht, weil es realtiv steiff ist und daher sich auch nicht in ganz kleine Schlaufen legen lässt.

    Einzig die blöde gekaufte Baumwollschleppleine (dünnnes rotes Seilchen) verknotet laufend und ist auch genauso blöd auseinander zu frickeln.

    Also aus meiner Erfahrung: Es liegt einfach am Material wenn es übermäßig verknotet.

    Edit: den großen Vorteil einer wirklichen Schlepp sehe ich im schleifen lassen mit entsprechendem Trainingsstand. Das ist noch mal was anders als 10m Flexi.

    Das mag jetzt vielleicht albern klingen, aber würde es etwas bringen zusätzlich zu deiner Geruchsspur die ja entsteht, wenn du da rumläufst, ein altes T-shirt oder so zu zerschneiden und an verschiedenen Ecken "auszulegen"? Also z.B. an Häuser an Regenrinnen die zum Boden gehen oder so verhaken oder an nen Zaun knoten etc.

    Gar nicht ist auch meine Antwort. Madam schleicht im Fuss neben mir her als würde ich sie an einem unsichtbaren Seil stranguliert hinter mir herzerren, und wird erst munter wenn ich umdrehe und sage "auf, wir gehen heim". Dann kommt plötzlich Leben in den Hund.

    Wenn es dann allerdings mal einen Tag kühler ist, dann will sie auch bewegt werden.

    Wir fahren auch öfters Rad. Nicht bei Mittagshitze, da hat Madam eh keinen Bock auf irgendwas, jetzt im Sommer auch immer im Wald, wo es schattig ist. Die Strecke die ich radel, laufe ich auch ab und zu zu Fuss, bin halt mit dem Rad schneller.

    Es gibt mehrere Gründe warum ich Rad fahre, je nach Tag wechseln die auch.

    Es kann wirklich sein, dass ich mal einen Radrunde zwischen zwei Regengüsse einschiebe. Lena hasst Regen, ist mir schon 2 mal getürmt als plötzlicher, starker Regen einsetzte (einmal in die nächste Unterführung, einmal als ich noch in Nähe von Zuhause war, dorthin zurück und hat vor der Türe unterm Vordach gewartet). Im Wald würde sie mir vermutlich in die nächste Schutzhütte flüchten, allerdings quer durch den Wald, weil sie ja weiss, wo die Dinger stehen *grml* Darauf hab ich einfach keine Lust. Also am Rad eine Runde, wo sie mal richtig sich auspowern kann und gut ist.

    Dann kann es sein, dass ich sie "tot"kriegen will, weil wir z.B. irgendwo hin wolllen. Dann fordere ich sie Mittags Geistig, und Abends wird gelaufen.

    Dann achtet sie am Rad wesentlich mehr auf mich, gerade mit ihrem Jagttrieb ist das sehr hilfreich. Im Wald, wenn nicht gerade 10.000 Leute unterwegs sind, kann sie frei laufen, weil sie gelernt hat, ich bleibe nicht stehen, sie muss laufen.

    Und last but not least kann es einfach sein, dass ich wegen Terminen keine Stunde Zeit habe, ihr aber dennoch Strecke bieten will, weil ich merke, dass sie etwas unausgelastet ist (weil es z.b. jetzt tagelang warm war und sie kaum laufen wollte). Dann fahre ich Rad um ihr Bedürfnis nach Laufen zu stillen aber mit meinen Terminen noch hinkomme. Ja, ich bin ein egoistischer Hundehalter ab und an (und nein, das ist nicht alle 2 Tage...)

    Sie läuft super gerne. Hole ich das Rad raus und stelle es ab um die Garage zu zu machen, sitzt sie schon neben dem Rad und wedelt. Sie liebt es zu rennen.

    Je nach Wetterlage ist die Runde mal länger mal kürzer, Bademöglichkeiten gibt es hier nämlich leider keine in der Nähe.

    An den typische Markierungsecken halte ich an, dann darf sie auch mal 5 Minuten schnuffeln und die Tageszeitung nachlesen, die ersten 200m gehen leinenlos hier hinten über unsere Hauswiesen (egal ob das von der Richtung passt oder nicht), da fahre ich Schritttempo und bleibe oft auch 10 Minuten stehen auf der Mitte der Wiese, damit sie rennen, schnuffeln sich lösen kann. Vorher geht es nicht los.

    Lena ist ein Labrador-Dalmatiner Mix mit Laufhundstatur.