Zitat
nen sicheren Rück- oder Stopppfiff. Und habe ich den, kann ich den natürlich auch in Situationen anwenden, wo mir der Hund durch fixieren, vorstehen, usw. die Sekunde Vorwarnzeit gibt.
Darum ist mir das so wichtig.
Wie gesagt, ich trainiere den auch. Und seit dem Training war ich auch einmal zu langsam und sie ist Kaninchen hinterher und damit konnte ich ihr Hetzen unterbrechen.
Aber ich befürchte, da war auch eine große Portion Glück dabei, dass es Kaninchen waren und keine Hasen oder Rehe und es dunkel war.
Ich habe meinen Hund jagen sehen.
Sie jagt nicht, wie unsere alte Hündin damals. Sie hat das aus purer Langeweile getan. Weils "Spaß" gemacht hat. Missy war sichtlaut. Missy war weg. Missy ist weitergerannt, als der Hase über alle Berge war. Missy jagt Viehcher, die größer sind als sie. Missy war danach stundenlang auf 180.
Niemals würde ich mir erdreisten, zu behaupten, ich hätte einen Vollblutjäger, denn die, liebes Sanafrauchen, kann man zum Beispiel niemals ohne Gewalt am Wild kontrollieren.
Aber Missy ist auch kein reiner Langeweilejäger.
Du musst unterscheiden zwischen dem Moment VOR dem Hetzen, vor dem Hormonschuss, vor dem "Rausch" und während dessen.
Alles davor... kann ich bei Missy durch das Training kontrollieren.
Auch am Wild, zumindest Hasen. Eben dadurch, dass wir jeden Tag (ja, wir trainieren jeden Tag, bzw jage ich jeden Tag mit meiner Maus. Das klingt krasser als es ist, manchmal dauert das Training nur wenige Minuten) trainieren, wie sie zu jagen hat.
Missy will nunmal jeden Tag jagen. Also mach ich das mit ihr. Und ich muss zusehen, dass sie möglichst niemals lernt, dass es auch ohne mich zu Erfolg führt.
Ja, mit nem jagdambitionierten Hund muss man das ganze Leben lang trainieren. Naja, vielleicht ist Missy irgendwann so alt, dass sie keine Lust mehr hat zu jagen 
Wenn du ein bisschen Glück hast, und der Jagdtrieb nicht ganz so stark ist bei deinem Hund, kann es wirklich sein, dass du sie irgendwann auch vom Rehejagen abrufen kannst.
Aber möchte man es so weit kommen lassen?
Für den Fall, dass der Hund zb ner Maus oder nem Vogel hinterherschießt, ist ein Superschlachtruf oder ein Hetzabbruchsignal Gold wert, wenns sitzt.
Aber ich verlasse mich zumindest bei meinem Hund nicht darauf. Will sagen, ich trainiere nicht bis zum Umfallen nur den Abbruch des Hetzens um dann irgendwann feststellen zu müssen, dass Training nochmal ne andere Geschichte ist, als wenn der Hund ein Reh im Visir hat.
Also wichtig ist das Abbruchsignal allemale!
Aber ich wäre vorsichtig damit, mich darauf zu verlassen.
Ich habe das Vorstehen überhaupt erstmal herbeierzwingen müssen so zu sagen.
Missy stand nicht vor.
Ist nicht ihre Art^^
Aber ich brauchte es, ich brauchte einen Moment, um manipulieren zu können.
Wann soll man sonst eingreifen können? Ich belohne auch mit Hetzen. Mein Hund DARF jagen, aber eben nicht ohne mich.
Als Bsp
Früher war es so.
Hase kam aus einer Mulde geschossen, Missy sofort hinterher. Die reagiert blitzschnell.
Nach monatelangem Training sieht ihr Schema so aus:
Schießt ein Hase aus der Mulde steht sie für einen Bruchteil einer Sekunde steif, ich MUSS in dem Moment Platz sagen, denn das heißt für sie Vorbereitung aufs Jagen. Auf ein Platz folgt IMMER das Hetzen. Sie DARF hetzen. Ich verzögere lediglich den Augenblick des Hetzens.