Beiträge von AuraI

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    Was das Training angeht, so üben wir natürlich Grundgehorsam und Unterordnung und sie ist auch immer voll dabei, hat auch Spaß, aber wenn das "offizielle" Training vorbei ist, dann nimmt sie sich (nur draußen) sofort ihre Freizeit... Kontrolle so gut wie null. "Einfach nur spazierengehen" ist gar nicht drin. Nicht, daß sie dann ausflippt, aber sie hat ab dem Moment keine Probleme, ihre eigenen Wege zu gehen. Sie wird auch nicht nervös, wenn sie mich mal aus den Augen verliert. Ich hab mal mit einem befreundeten Gassigeher ausprobiert, was immer so gerne vorgeschlagen wird: einfach weggehen. Wir waren in einem Park mit Freilauf und konnten ein paar Wege weiter durch die Büsche beobachten, wie sie sich verhält:
    1. Bemerken, da Frauchen nicht mehr da ist.
    2. Ruhe bewahren, kurz überlegen, systematisch die Wege nach Spuren absuchen.
    3. Spur finden und ! relaxed! der Spur folgen.

    Hat sie dich denn dann gefunden?
    Was hast du dann gemacht?
    Ich würde da auch ganz stark Mantrailing vorschlagen. Besonders, wenn sie das so konzentriert und systematisch macht. Super Voraussetzung!!! Meine ist als Terriermix viiiiiiiiiiiiiel zu wuselig und wird von allen anderen Eindrücken abgelenkt.
    Aber das klingt doch nach einem super genialen Auslastungsansatz.
    Und ich hab die Erfahrung gemacht, dass eine appropate Auslastung sehr wichtig ist für die Jagdprophylaxe.
    Man stärkt ungemein die Bindung, weil man zusammen arbeitet, der Hund orientiert sich an einem und das führt immer unweigerlich zum Erfolg (wichtig ist, dass der Hund auch mal Misserfolge ohne einen hat) und ist er gefordert worden, reagiert er im Besten Fall nicht mehr ganz so stark auf Reize.

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    Sie neigt allerdings ohnehin nicht zur Panik, sie ist extrem vorsichtig bei allem Neuem und tastet sich grundsätzlich erst mal langsam an alles heran. Bei fremden Menschen kann das aber auch anders sein.
    Unser Training draußen sieht dann auch dem entsprechend so aus, das ich sie mit allen möglichen Übungen versuche bei mir zu halten, bis sie etwas Interessanteres sieht...
    Wobei das Interessante auch durchaus ein Hügel sein kann, den man rauf und runter rennen kann - und rauf und runter, und rauf und runter...
    Tja, viel Arbeit wartet auf mich, aber ich hätt's auch nicht anders haben wollen - das könnt ja jeder :D !

    Ich muss aber auch gestehen, dass das die absolute Basis bei uns ist.
    Oft wurde mir hier auch im Forum mit Kopfschütteln begegnet, aber bei uns gibts es kein einfaches entspanntes Spazierengehen. Der Hund ist immer beschäftigt, vorzugsweise mit mir.
    Missy soll sich bei allem was sie tut an mir orientieren.
    Nicht in die Richtung, dass ich sie einem Autisten gleich komplett durch Kommandos auf mich ziehe, nein, aber ich musste es schaffen, dass sie das Gefühl bekommt... es könnte immer was tolles bei Mama passieren...

    Inzwischen geht Missy maximal 5 Meter voraus, dann schaut sie zurück.

    Ich mache aus heiterem Himmel alles mögliche mit ihr. Was verstecken, Grundgehorsam mit Belohnung, Spiel, Impulskontrolle, Vögel aufscheuchen (danke Kemala!), Mäuselöcher suchen, Hasenkot fressen (naja, ich fress den nicht^^), ich habe einen Hund, der auf Jagdreize reagieret, also sehe ich zu, dass ich das eingrenze, in dem ich sie "bei Laune" halte.

    Spazierengehen mit Schnacken... gibts selten und ist anstrengend.

    Und ja. Ich könnte es auch lassen.
    Aber ich habe sie mir geholt. ich wollte, dass sie mein Familienmitglied wird, jetzt muss ich auch zusehen, dass ihre Bedürfnisse befriedigt werden.

    Von wegen Pferdeäpfel in Wald und Flur.

    Wir haben auch regelmäßig Äppel auf dem Gehweg. Nein, der Gehweg wird von Äppeln versperrt.

    Ich finde, ein Pferd ist doch ein Lastentier. Schnallt ihm ne Schuaufel auf den Rücken und schippt die Äppel wech. Fertig. Doch, wenn ich wüsste, ich merk dat gar nicht, ob mein Pferd kackt, würd ich ab und an mal nach hinten schauen. Auf nem Feld oder auf nem Feldweg find ichs total egal.

    Aber Pferdeäpfel auf einem Gehweg ... also mir wär das peinlich, wäre ich Reiterin. Natürlich nur in der Stadt.

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    Ich gewöhne meinen so um, dass ich im erstmal das alte Futter mit gekochtem/gegartem Barf gebe. Dann das gebarfte immer mehr roh belassen und das alte Futter reduzieren. Dann muss man halt schauen wie der Hund es verträgt.


    Wenn dir BARF zu kompliziert ist, schau doch mal bei http://www.happypets-much.de/index.php?content=produkte# Da gibts fertige BARF-Portionen.

    Von beidem würd ich abraten.

    Also meine wurde von heute auf morgen umgestellt. Eigentlich müsste es eher die Ausnahme sein, dass ein Hund rohes Fleisch nicht verträgt.

    Das Hack hat meine sofort verschlungen und sie war happy.

    Maximal würd ich auch sagen morgens roh, abends Fertig.

    Aber wenn man dann eh schon roh gegeben hat, kann mans abends auch machen :ka:

    Von Fertigbarfmenüs würd ich Abstand nehmen.

    Wer zu faul ist, sich mit Rohfütterung, mit Bedarfsdeckung auseinanderzusetzen, dem ist mit einem guten Fertigfutter vielleicht eher geholfen.

    Welche Verhältnisse von was wie wo drin sind, wär mir da zu unsicher. Dann lieber richtig Fertig, qualitativ hochwertig und man braucht sich keinen Kopf machen.

    Also nur weils grad so "in" ist, muss man nicht roh füttern. Wozu die Umstände dann?

    Aber bei Interesse würd ich auch sagen, erstmal ganz viel Basiswissen.
    Rechnen, was braucht der Hund von was und dann einfach Fleisch kaufen, vielleicht Rinderhack, das scheint immer zu munden, eine Obstsorte mit einer Gemüsesorte kombinieren, Eierschale mörsern und loslegen.

    Die Nährstoffabdeckung erfolgt über einen gewissen Zeitraum, nicht tagtäglich. Da hat man noch mal ein paar tage mehr, sich das eine oder andere an Wissen hinzu anzueignen^^

    Ach und die Öle find ich relativ schlecht.

    Fischöle würd ich nicht füttern

    deshalb

    Gute Öle sind Leinöl, Weizenkeimöl, Hanföl, Rapsöl

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    Jup ich spüle die auch aus. Und dann hängen die überall verteilt im Bad auf Kleiderbügeln, mein Mann macht auch :irre:

    :schockiert:

    Da hätt ich weder Platz, noch Zeit, noch LUST zu :D

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    Leider halten sich gelegentliche Rehe nicht an mein Konzept, dh sie tauchen auch schon mal so blitzartig auf, dass da nix ist mit aus dem Weg gehen oder anleinen. :/ Und für's regelmässige Antijagdtraining passiert das zu selten. Wie steuerst du denn denn Ernstfall, bzw. vermeidest ihn? Sagst du dem Wild, wann und wo es kommen soll?


    Also so lange ich nicht sagen kann, dass ich meinen Hund so gut einschätzen kann, dass ich die Sekunde mitbekomme, in der er vorsteht oder ein vorstehähnliches Verhalten zeigt, lass ich sie in wildreichem Gebiet nicht von der Leine.
    AJT hat bei uns folgenden Sinn: Erstens: Hundis Jagdverhalten lernen, Zweitens: Die wenigen Möglichkeiten zur Mofdifikation nutzen, die da sind.

    Wenn welche da sind.

    So. Bei meiner sind da welche.
    HEUTE steht sie vor. Auch bei Kaninchen. Auch beim Hasen. Heute kann ich sie lesen und springt was aus dem Busch, hab ich durch die Routine die Chance, rechtzeitig das Schema zu ändern.
    Wie das am Reh wäre, weiß ich nicht, Rehe sind uns noch nicht begegnet.


    Mein Ziel ist es beim AJT auch nie gewesen, sie perfekt vom Hetzen abrufen zu können. Warum sollte ich an einem so krassen Punkt ansetzen? Weil ich zu verschlafen war, die vielen Verhaltensabläufe zuvor zu erkennen?

    Natürlich wird das trotzdem trainiert und einmal konnte ich sie auch vom Kaninchenhetzen abrufen. Aber das war mehr Glück. Meistens läuft es so bei uns ab: Verändert sich auch nur eine Sekunde das Verhalten meines Hundes, reagiere ich sofort.

    Unabhängig vom Wild.

    Ich denke nicht, dass es Sinn macht, Gehorsam am Wild zu wollen. Denn wenn Wild erkannt wurde und der Hund loshetzt, kann man da eigentlich nichts mehr machen, es sei denn man hat das Glück, dass der Hund mehr aus Langeweile jagt. Daher ist es egal, wie oft man nem Reh oder Hasen über den Weg läuft. Trainieren für die Routine. Trainieren um zu erkennen, dass man ab einem bestimmten Punkt nichts mehr machen kann, es sei denn man wendet Mittel an, die für mich nicht in Frage kämen.

    Und meiner Meinung nach sollte ein jagdambitionierter Hund nicht unangeleint laufen, wenn die Möglichkeit besteht, dass ihm Wild begegnet, solange er eben hinterherlaufen würde.

    Klar kann es immer mal zu einer Situation kommen. 100% Gehorsam ist mit "meinen" Methoden niemals erreichbar. Zumindest nicht am Wild. Und Missy ist kein Heißblutjäger. Und ich mache meinen Hund im undurchsichtigen Wald nicht avon der Leine.
    Auf dem Feld schon.
    Weil ich inzwischen weiß, dass sie auch am Hasen kontrollierbar ist, WENN ich aufpasse.
    Bei nem Reh wüsst ichs nicht.
    Also Leine.

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    Im Training gibt es auch nur eine Chance. Im Ernstfall pfeife ich aber durchaus zweimal. Mir ist lieber, mein Hund bricht die Jagd auf den 2. Pfiff ab, als dass sie sich noch fröhlich 1/2 h jagdlich selber belohnt. Es kann durchaus sein, dass der 1. Ruf/Pfiff schlicht nicht im Hirn angekommen ist.

    Ich trainiere jeden Tag, um einem Ernstfall aus dem Weg gehen zu können.
    Ernstfälle... gabs zwei. Einer zu viel. Klar hab ich mir da die Seele aus dem Leib gebrüllt.
    Was sie im Übrigen damals nicht vom Jagen abgehalten hat.

    Aber genau solche Sachen sollen ja nicht passieren. Darum ja Antijagdtraining. Mindestens um den Hund so gut einschätzen zu lernen, dass man ihn rechtzeitig anleint...

    Finde ich :/

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    Wenn ich allerdings Tauben lese, fallen mir natürlich gleich die in freier Wildbahn ein ... diese Krankheitserreger-Mutterschiffe ... wie ist das denn mit den Haustauben :ka:

    Sind nicht Tauben genau so viel oder wenig mit Krankheitserregern "belastet", wie jeder andere sich im gleichen Gebiet aufhaltende Vogel?

    Und die Viehcher vom Trafalgar Square werden sicherlich nicht zu Fütterungszwecken geschossen...
    ^^

    Bei mcwuff gibts aber auch Haustauben.
    Und Rebhühner.
    Und Wachteln.
    .....