Beiträge von Muemmel

    Zitat


    Toi toi toi und lass Dich nicht entmutigen! Nach der Chaos Phase wird es wirklich besser und das ziemlich zügig!

    LG Kerstin


    Und es macht soooviel Spaß mit dem Hund zu laufen wenn Du einfach wieder laufen kannst. Ich hab die Liebe zu meinem Köterchen während dem Training ganz neu entdeckt :)

    Meine imaginäre Stütze war Fantasmitas Max :ops: . Weil der genauso bescheuert war wie meine, wie wenn's eineiige Zwillinge gewesen wären. Und das hat bei mir den Ausschlag gegeben net aufzuhören und in echt harten Situationen gechillt zu bleiben. Aber ohne Max wär ich wahrscheinlich nie zu Staffy und folglich meiner lieben Trainerin gekommen.
    Hach, wie rührseelig :D . Ihr seid toll *umarm*abknutsch*danke_sag*

    @Schopenhauer
    Schön das Du Leinenaggro (ich red von richtiger Leinenaggro im Berserkerstil, net von nen bissl Gebell oder knurren) ohne Meideverhalten innerhalb weniger Wochen in den Griff kriegst.
    Ich hätt Dir gern meinen Hund gegeben um mir das zu zeigen. Ich will Dir deine Kompetenz sicher net absprechen aber ich denke mit meinem Hund wärst Du auf die Gosch geflogen. edit: mein Satz hat's verschluckt. Zumindest in meiner Situation mit Hauptstraße vor der Tür und Kinderwagen/laufendem Kleinkind.
    Es gibt kein Bögen laufen, kein "zwischen den eigenen und den fremden Hund" stellen, kein Situation aushalten solang sie aushaltbar ist wenn der Hund schon tutti kompletti abschält wenn er nur nen Hund am Horizont sieht (den ich da nur erahnen konnte und ich hab gute Augen). Meine Dicke steht gut im Gehorsam - in den Fällen komplett garnicht. Wie kriegst Du nen fixierenden Rottweiler (schon allein bei Sichtung!) der fest angewurzelt dasteht weg vom Fleck, der sich dabei lieber stranguliert und sich die Augen in den Hinterkopf dreht?
    Man macht ihn aufmerksam auf sich in dem man im, wie hier schön geschrieben, "rüde Gewalt" antut. Und wenn das immernoch net reicht, dann geht's eben ins Meideverhalten.

    Ich hätt das Problem auch früher in den Griff kriegen können. Einfach jeden Hund der meine anbellt wegkicken oder so :D. Alternativ hätt ich auf mein Bauchgefühl hören sollen - ich denk dann wär das Thema nach dem ersten Ausraster vorbei gewesen. Aber ich hab's nett versucht. Monatelang, am Schluss über nen Jahr. Erfolg? Na wie gesagt, der Hund wurde schlimmer, böser und noch agressiver - von mal zu mal. Incl. Überspannungshandlungen in Form von "gut, dann fress ich eben Menschen die des Weges kommen" ;) und das Geilste: sie hatte bei rein positiven Methoden Erfolg. Ein ums andre Mal.
    Und durch zuviel Input von aussen bzw. Internet hat mich am Ende erstmal wieder meine Trainerin aufbauen müssen damit ich eben wieder da steh und keine Angst mehr hab. Denn die Panik kommt irgendwann von allein wenn Du weißt wie der Hund abgehen kann ;)
    Da bringt Dir auch ne eigentlich recht positive Grundeinstellung nix mehr *lach*

    Zitat

    Das es jetzt ausartet damit hab ich nicht gerechnet, ohje was mach ich denn jetzt.


    Völlig normal!!
    Bei meiner Dicken hab ich's "den letzten Widerstand" genannt. In den ersten 1-2 Wochen war sie NOCH schlimmer als vorher.

    Mach Dir kein Kopf und mach weiter. Das wird, glaub mir :). Und glaub vorallem an Dich und lass Dich net von Joggern und andren Leuten aus der Ruhe bringen. Entschuldige Dich mit nem netten Lächeln wenn sowas vorkommt und weiter geht's.
    Nur net aufgeben. Und wenn Du Dir ganz ganz unsicher bist durch so Leute - ruf Deine Trainerin an und schwätz das mit der ab. Die wird Dich auch wieder aufbauen.
    Du schaffst das!! :)

    Zitat

    ICH sag .. ist "ok" oder ebend " auf die Seite" oder " kein Mucks"
    ...ich erkläre es eigentlich nicht ... stimmt. Ich bestimme ... :D


    Und wie?

    Wenn mein Hund zu besten Zeiten nen Hund gesehn (!!) hat hätt ich mit ihr IN nen überfluteten Fluss laufen können - es hätte sie net gejuckt :).

    Zitat

    Und, zugegeben...ich gehe nirgends, wo ich nicht wenigstens umdrehen
    könnte ( auch wenn ich mich als der letzte Depp fühle ).

    Grüße
    Susanne


    Pfff.. wie der letzte Depp fühlen? Warum das denn? ^^

    Siehst Du, stell Dir meine Situation vor. An der Hauptstraße. Du musst linkst oder rechts - überall Hunde (bzw. deren Hausvorgärter). Wenn Dir da einer entgegenkommt kannst Du net immer ausweichen oder abdrehen, selbst wenn Du wollen würdest. Dann am besten gepaart mit Kinderwagen: Du hast keine Chance!
    Mit jedem ignorieren des Austickens wird Dein Hund krasser, bei jeder Sichtung geht nix mehr (auch wenn Du abdrehst), wenn der Hund den Hund net erreicht fängt er an gegen den nächstbesten Menschen zu gehn der kommt - also, was tust Du?
    Jahrelang schönfüttern - ups, funzt net weil der Hund dich netmehr wahrnimmt.
    Jahrelang in Gullis springen - ups, funzt net weil die sind ja zu.
    Jahrelang mit dem (nichtvorhandenem) Auto wegfahren - ups, funzt net. Ist ja net vorhanden ^^
    Jahrelang mit Bällen (dem Ultraüberspielzeug!!) rumfucheln damit Du den Hund ablenkst - ups, warte, funzt ja net weil der Hund Dich rein NULL mehr wahrnimmt.

    Ausweichen, jahrelang rumdoctorn, ignorieren oder gar anfangen damit zu leben, klar, das hört sich prima an. Aber nur wenn Du wirklich in der Pampa wohnst und jedes Eck übersehen kannst. Alternativ vermutlich wenn Du nen Hund hast der net selbstständig handelt und sich von nem lauten "eeeey" einschüchtern lässt.
    Ich kann/konnte es net und will/wollte es net.
    Allerdings hat mein Hund bisher nur einmal "rüde Gewalt" ertragen müssen als ich ihm ausversehen auf den Fuss gelatscht bin.

    Mich stört auch garnet das sich hier im Thread eher gegen Meideverhalten ausgesprochen wird, auch mein Hund wird großteils positiv aufgebaut und bekommt selbstverständlich Lob & Futter!, jedoch seh ich es net ein das man sich hier als gewaltbereites, faules und arbeitsscheues A**** das den Hund quält und ihm Schmerzen zufügt, abstempeln lassen muss.

    Zitat

    ... umdrehen und weggehen wenn man mal den Platz hat und
    die Situation dies nicht wirklich erfordert ...auch und gerade mal
    aus der positiven Situation gehen.

    Liebe Grüße
    Susanne


    Ich rede davon wenn Du keinen Platz hast. Oder lustigerweise von vorn und von hinten Feindkontakt anrückt. Was tust Du?
    Mich interessiert es wirklich. Vorallem von Leuten die sich wirklich und komplett vom Meideverhalten freisprechen.
    Ich hab meinen Weg für mich & den Terrorhund gefunden :D. Aber man lernt ja nie aus.

    Zitat

    Oder jahrelang geübt, jetzt Erfolg! :D Deswegen sag ich ja, man kann auch umkonditionieren.


    Jahrelang üben kann ich aber nur mit Hunden wo es net um Gefährdung anderer, dem Hund selbst oder mir geht.
    Mein Hund belohnt sich im Leinenaggrofall selbst. Toujour. So wie sie danach reagiert hat hat sie sonst nur reagiert wenn ihr was richtiges geiles passiert ist :).

    Ihr schreibt immer alle so toll von "den Hund aus der Situation" bringen. Oder "ihn garnet reinsteigern lassen".
    Wie tut ihr das denn? Scheuklappen auf wenn er andre net abkann? Immer umdrehen? Das Zweite fruchtet nur wenn Du immer umdrehen kannst. Kannst Du es ein einziges dummes Mal nicht war alles vorher für'n Hintern.
    Wenn nen andrer Hund allerdings unvorhergesehen ums Eck biegt oder der eigene schon fixiert und sich von nix merh ablenken lässt wenn er nur nen andren Hund sichtet - was dann?

    Ansonsten stimm ich Hummel zu.

    Zitat

    Sie zeigt ein ganz normales Verhalten.

    Futtereduktion, viel Bewegung und Wegnahme der spielzeuge hilft da enorm.


    Kann, muss aber net.
    Bei meiner war es grad so egal. Und von Scheinschwangerschaft zu Scheinschwangerschaft ist es schlimmer geworden und sie ist am Ende fast dauerläufig gewesen.
    Ergebnis: Kastration. Und das bei TÄ die gegen sinnlose Kastra sind :D
    Seitdem keine Probleme mehr mit bemuttern, leiden, trägem & faulem Hund.
    Probleme nach der Kastration: bisher keine. Alles beim Alten.
    Man kann net pauschalisieren. Und das ein oder andre wird Nicole sicher schon versucht haben (hoff ich doch!).

    Zitat

    ... hab ich keinen " Erfolg" mit Körperlichkeit dann sollte ich es tunlichst
    unterlassen...muss ich auf Hilfsmittel zurückgreifen um mich glaub-
    haft zu machen?! Es lässt mich als Halter nicht weniger hilflos er-
    scheinen.

    Warum kann man Hunde nicht " sicher" aus Situationen führen?!

    Susanne


    Ich hab mich, mir reicht das :D
    Auch mein Hund wurde bzw. wird über Meideverhalten gearbeitet. Weil nichts, NICHTS, gefruchtet hat. Da ging es net um faul sein, Macht ausüben wollen oder sonst was für Dinge die einem gern vorgeworfen werden.
    Da ging es um den Seelenfrieden und um die Sicherheit von Hund & Mensch.
    Und das hatt(e) bei uns nix mit Angst, Schmerzen, fügig machen oder Hau-Ruck-Methode zu tun. Mein Hund lebt, ist zufrieden, ausgeglichener und vertraut mir mehr als vorher. Würd der Hund das zeigen wenn ich sie unter Schmerzen oder Angst gebrochen hätte?
    Man sollte vllt mal net alles über einen Kamm scheren :).