Wir kennen das auch zum Teil. Unser Rüde hat uns einige heftige blaue Flecken, und auch einer Person aus der Familie als sie zu besuch war, in der ersten Zeit beschert und uns 2 mal richtig gebissen bzw. mich 2 mal. Wir wussten dann auch warum und konnten darauf achten es zu vermeiden. An dem Grund wegen den blauen Flecken haben wir gearbeitet.
Es war zum Teil eine recht schwere Zeit und nicht immer einfach.
Auch er treibt mich, mein Mann bekommt es nicht so viel mit weil er so viel arbeiten muss, manch mal in den Wahnsinn mit seiner hechelei, lecken von Pfoten/Boden/Gegenständen, unruhiges/hibbeliges rumlaufen (durch die Blindheit läuft er dann auch immer noch öfter gegen Gegenstände/Wände), wenn er mal nicht richtig fressen mag. Ich würde ihn dann auch am liebsten anschreien, vermöbeln, aussperren. Das mache ich natürlich nicht. Aber ich kenne das Gefühl nur zu gut. Ich bin mit ihm auch fast 24/7 zusammen. Ich habe immer nur eine Auszeit am Tag, wenn ich die Pferde versorge oder Einkaufe/Arzttermine habe oder draußen auf dem Hof/Garten etwas machen muss.
Mittlerweile arbeiten wir immer den selben Plan ab, wenn er anfängt zu hecheln. Zu erst wird er rausgebracht vielleicht muss er mal, danach bekommt er Futter vielleicht hat er hunger und zum Schluß schmeißen wir die Klima an weil ihm vielleicht zu warm ist. Normalerweise ist es eins von den 3 Dingen.
Es ist nicht immer einfach und ja ich habe mir auch schon mal in solchen Momenten gedacht es wäre doch vielleicht ganz schön ohne diesen Stress. Aber wir lieben ihn und sind so froh das es ihm wieder so gut geht. Wir tun alles für ihn damit es ihm gut geht und er noch, hoffentlich, lange bei uns ist.
Wir sind auch um die schwierige Zeit mit ihm dankbar. Wir, vor allem ich, haben verdammt viel von ihm und mit ihm gelernt. Er hat auch sehr viel gelernt.
Es macht mich immer noch traurig das er so plötzlich blind wurde kurz nachdem wir so gute Fortschritte in Hundebegegnungen gemacht haben. Er hat und gibt uns auch jetzt noch so viel wieder.
LG
Sacco