Beiträge von Trillian

    Ich wollte auch nur zu bedenken geben, dass das Tricksen und "jemanden zu seinem Glück zwingen" seine Grenzen haben sollte. Und was hier als Erfolgsrezept propagiert wird, kann in anderen Fällen zur Katastrophe führen. Und dann wissen wir auch, woher diese vielen Anzeigen kommen "Junghund 7 Monate umständehalber abzugeben"...

    Ganz abgesehen davon, dass ich finde jedes Lebewesen hat ein recht darauf von seinen Mitwesen gewollt zu sein

    Cerridwen:

    Ich habe nie behauptet, dass es falsch ist, ein Alternativverhalten aufzubauen. Ich möchte es nur manchmal für mich und unsere Hunde nicht. (Habe ich aber auch schon mal erklärt)

    Shoppy beschreibt irgendwo, wie sich beide Hunde vor sie gesetzt haben, wenn ein Fahrrad kam, weil sie innerhalb eines Spazierganges gelernt hatten, dass dies das richtige Verhalten ist. Auch wenn ich den schnellen Erfolg bewundere, ich möchte nicht, dass sich unsere Hunde so verhalten. Mich würde das unglaublich nerven, wenn die Wauzen ständig vor mir säßen... Die sollen einfach machen, was immer sie grade tun AUSSER zum/vor das Fahrrad laufen.

    Als ich noch klein war, durfte ich nicht über die Bundesstraße gehen. Jetzt hätten meine Eltern natürlcih mit mir raud gehen können und mir zeigen können, welche Straßen und Gassen ich benutzen darf. Aber so gab es ein klares "Nein!" in Form von "Gehe niemals über die große Straße (sonst gibt es ärger)" und gut war. Alle anderen Wege konnte ich ohne Anweisungen für mich entdecken.

    @ Shoppy:

    Du hast irgendwo das Beispiel gebracht, wir wüßten ja, wie man "Donaudampfschifffahrtskapitän" schreibt und gut. Ich weiß natürlich auch, wie man es schreiben soll, aber da mir keine negative Konsequenz droht, weigere ich mich, drei "f" zu benutzen, wo meines Erachtens nach nur 2 hingehören. (Selbst für einen Lolli, jedesmal, wenn ich es "richtig" mache, würde ich meinem Sinn für Ästhetik doch Vorrang vor meiner Lust auf Süßigkeiten geben.)

    Zur Frage wie ich Strafe, es hängt vom Hund und dem "Vergehen" ab. Meist gebrauche ich meine Stimme, indem ich den Hund etwas lauter und "böse" oder "drohend" anspreche. Unsere wissen auch sehr gut damit umzugehen, wenn ich sie anknurre.

    Genügt das nicht, dann gehe ich auch schon mal einen Schritt "böse" und mit "drohender" Körperhaltung auf unsere Hunde zu.

    Bei Trudi dem Sensibelchen reicht auch schon ein böser Blick. Bei Lotte, die in ihrem Vorleben gelernt hat, dass man zum Ziel kommt, indem man Menschen überhaupt nicht respektiert, habe ich auch schon mal angerempelt oder unsanft weggeschubst.

    Oh, als der Rüde meines Vaters mal beschlossen hat, aus der halb geöffneten Autotür auf einen anderen Rüden (den ich vorher nicht gesehen hatte) loszugehen, habe ich den Kofferraum einfach wieder geschlossen und den Hund von innen vor die Tür rennen lassen.

    Was ich nicht benutze, sind anonyme Strafen. Die Hunde sollen schon wissen, dass ich verärgert bin, weil sie gegen meine Regeln verstoßen haben.

    @ Alina:

    Ich bin Erzieherin und habe in der Ausbildung gelernt, dass man Kinder nicht bestrafen darf und das es nur Konsequenzen für ein Verhalten geben darf und Kinder eben dadurch lernen, was geht und was nicht.

    Ganz ehrlich, das ist doch nur schön reden. Wenn all das, was ich an "Strafen" beschrieben habe, keine wären, dann würden sie nicht vermeiden, dass der Hund sich in Zukunft wieder so verhält. Welchen Sinn hätte eine Ermahnung, wenn der Ermahnte nicht weiß, dass der Ermahnung eine Strafe folgen könnte.

    Huhu Martina! Du hast recht, das war ungenau formuliert.

    Ich habe um beim anspringen zu bleiben, die Leine so kurz gehalten, dass der Hund den Menschen nicht anspringen kann. Dann habe ich nein gesagt bevor der Hund springt. Ist er nicht gesprungen, habe ich ihn belohnt. Ebenso beim aufnehmen von Dingen auf dem Boden oder beim "ins Gebüsch abdriften".

    Und ich bin mir sicher, unsere Hunde wissen in Einzelfällen: DAS ist Verboten (aus dem Autospringen ist nie erlaubt) und ansonsten wissen sie "Nein" heißt: laß das was Du grade tust sein.

    Aber grade bei wichitgen Verboten folgt auf ein nicht beachten auch mal eine negative Konsequenz.

    So, ich muß jetzt arbeiten gehen

    Ich lasse meine Hunde nicht erst einen Fehler machen um dann ein Verbot aussprechen zu können. Ich habe das "Nein!" positiv aufgebaut. Wenn ich sehe, dass der Hund etwas trotz "nein!" tut, wird er bestraft, was sich für gewöhnlich in einem verbalen Anschiß erschöpft.
    Läßt er es aber auf mein "Nein!" hin, wird er gelobt und bekommt für gewöhnlcih eine alternative.

    Ich behaupte nicht, dass es nicht möglich ist, einen Hund ohne Strafe zu erziehen. Aber ich möchte es nicht. Mein Ziel ist es schon, den Hund so zu führen, dass ich möglichst selten strafen muß und möglichst oft Loben kann. Aber zum einen möchte ich nicht für jedes Verbot eine Alternative und zum anderen finde ich es für mich nicht umsetzbar.

    Nicht zuletzt finde ich tatsächlich, dass es in manchen Fällen durchaus die Beziehung verbessern kann, wenn der Hund klar weiß, dass ich mir nicht alles gefallen lasse.

    Gibt es auch über die Orga niemanden, der ihn nehmen könnte, wenn Du in der Uni bist? Die haben das schließlich "verbockt".

    Und behalte ihn nicht aus den falschen Gründen. Das wäre nicht fair dem Hund gegenüber.

    Gib ihn aber auch nicht aus den falschen Gründen ab.

    Einzeltraining finde ich nicht so gut. Denn der große Vorteil an einer Hundeschule ist doch, dass ich Hundebegegnungen üben kann.

    Zitat

    Genau das ist ja auch ein Problem. Ich hab als 4-jähriges Kind immer versucht, alle möglichen spitzen Gegenstände in die Steckdose zu stecken. Meine Eltern haben mir undendlich oft erklärt, warum man das nicht machen darf usw. Ich hab es dennoch nicht unterlassen, da mir die Tragweite eines "elektrischen Schocks" nicht bewusst war.
    Bis mir mal jemand anderes kräftig auf die Finger gehauen hat....

    Manchmal ist vielleicht der direktere Weg für Hunde (und kleine Kinder :lol:) situationsbedingt der bessere.

    Der Vergleich hinkt. Hättest Du jedes Mal einen Lolli bekommen, wenn Du das Ding nicht in die Steckdose steckst, sondern auf den Tisch legst, hättest Du vermutlich schnell Dein Verhalten geändert... auch ohne Strafe.

    Hm, sonst wird hier Leuten mit Hunden mit Aggressionsproblemen geraten den Hund zu behalten und mit ihm zu trainieren und jetzt haben wir hier eine Halterin, die AKUT überfordert ist, und ihr wird sofort geraten, den Hund zurück zu geben... :???:

    @ chaoskrümel: Ich kenne natürlich weder Dich, noch Deinen Hund. Und sicherlich mußt Du für Dich ernsthaft prüfen, ob Du diesen Hund willst. Aber laß Dir gesagt sein, dass keines der Probleme, die Du hier schilderst unüberwindbar ist. Das alles kann durchaus auch ein Anfänger in den Griff bekommen, wenn er will.

    Solltest Du ihn allerdings nicht wollen, dann gib ihn so schnell wie möglich zurück. (um so eher kann er ein dauerhaftes Zuhause finden, wobei ich fraglich finde, ob es dieser Orga gelingen wird, sie scheinen eher an einer schnellen als an einer guten Vermittlung interessiert zu sein.

    Du selbst kannst ihn nicht verschieben, kannst aber per Mail mal nett bei einem der Moderatoren nachfragen, ob er es für Dich macht.

    Ich finde wichtig, nicht nur Zeugen zu finden, die schon schlechte Erfahrungen mit dem Schäferhund gemacht haben, sondern solche, die gute Erfahrungen mit Euch gemacht haben.

    Und ich finde den Beitrag hier nicht so schlecht aufgehoben...

    Ach ja, vielleicht kannst Du bei einigen Dingen eine Strichliste führen um Deine Fortschritte zu dokumentieren. (Z.B. Mittwoch: 5 Schritte ohne an der Leine zu ziehen Donnerstag: schon 7 Schritte; Freitag: schon 10 Schritte; Samstag: nur 8 Schritte - aber immernoch mehr als Mittwoch - ...)

    Das muß man sicherlich nicht tun, aber möglicher Weise tut es Dir gut, wenn Du die Erfolgserlebnisse so schwarz auf weiß vor Dir siehst.