Cerridwen:
Ich habe nie behauptet, dass es falsch ist, ein Alternativverhalten aufzubauen. Ich möchte es nur manchmal für mich und unsere Hunde nicht. (Habe ich aber auch schon mal erklärt)
Shoppy beschreibt irgendwo, wie sich beide Hunde vor sie gesetzt haben, wenn ein Fahrrad kam, weil sie innerhalb eines Spazierganges gelernt hatten, dass dies das richtige Verhalten ist. Auch wenn ich den schnellen Erfolg bewundere, ich möchte nicht, dass sich unsere Hunde so verhalten. Mich würde das unglaublich nerven, wenn die Wauzen ständig vor mir säßen... Die sollen einfach machen, was immer sie grade tun AUSSER zum/vor das Fahrrad laufen.
Als ich noch klein war, durfte ich nicht über die Bundesstraße gehen. Jetzt hätten meine Eltern natürlcih mit mir raud gehen können und mir zeigen können, welche Straßen und Gassen ich benutzen darf. Aber so gab es ein klares "Nein!" in Form von "Gehe niemals über die große Straße (sonst gibt es ärger)" und gut war. Alle anderen Wege konnte ich ohne Anweisungen für mich entdecken.
@ Shoppy:
Du hast irgendwo das Beispiel gebracht, wir wüßten ja, wie man "Donaudampfschifffahrtskapitän" schreibt und gut. Ich weiß natürlich auch, wie man es schreiben soll, aber da mir keine negative Konsequenz droht, weigere ich mich, drei "f" zu benutzen, wo meines Erachtens nach nur 2 hingehören. (Selbst für einen Lolli, jedesmal, wenn ich es "richtig" mache, würde ich meinem Sinn für Ästhetik doch Vorrang vor meiner Lust auf Süßigkeiten geben.)
Zur Frage wie ich Strafe, es hängt vom Hund und dem "Vergehen" ab. Meist gebrauche ich meine Stimme, indem ich den Hund etwas lauter und "böse" oder "drohend" anspreche. Unsere wissen auch sehr gut damit umzugehen, wenn ich sie anknurre.
Genügt das nicht, dann gehe ich auch schon mal einen Schritt "böse" und mit "drohender" Körperhaltung auf unsere Hunde zu.
Bei Trudi dem Sensibelchen reicht auch schon ein böser Blick. Bei Lotte, die in ihrem Vorleben gelernt hat, dass man zum Ziel kommt, indem man Menschen überhaupt nicht respektiert, habe ich auch schon mal angerempelt oder unsanft weggeschubst.
Oh, als der Rüde meines Vaters mal beschlossen hat, aus der halb geöffneten Autotür auf einen anderen Rüden (den ich vorher nicht gesehen hatte) loszugehen, habe ich den Kofferraum einfach wieder geschlossen und den Hund von innen vor die Tür rennen lassen.
Was ich nicht benutze, sind anonyme Strafen. Die Hunde sollen schon wissen, dass ich verärgert bin, weil sie gegen meine Regeln verstoßen haben.
@ Alina:
Ich bin Erzieherin und habe in der Ausbildung gelernt, dass man Kinder nicht bestrafen darf und das es nur Konsequenzen für ein Verhalten geben darf und Kinder eben dadurch lernen, was geht und was nicht.
Ganz ehrlich, das ist doch nur schön reden. Wenn all das, was ich an "Strafen" beschrieben habe, keine wären, dann würden sie nicht vermeiden, dass der Hund sich in Zukunft wieder so verhält. Welchen Sinn hätte eine Ermahnung, wenn der Ermahnte nicht weiß, dass der Ermahnung eine Strafe folgen könnte.