Beiträge von Trillian

    Huhu! Ich finde Aennchens Beitrag großartig. Aber es gibt einen Punkt, in der einfach nicht vergleichbar ist.

    Aennchens Mann hatte sofort "dieses Gefühl" für den Hund.

    Bei uns ist es ja ein wenig ähnlich. Meine Frau hat Trudi gesehen und beide haben sich sofort gefunden. Ich habe dieses Gefühl nicht (für Trudi). Trudi gehört natürlich dazu, aber sie ist nicht mein Hund.

    Jetzt ist Trudi glücklicher Weise nicht annähernd so schwierig, wie ihr es von Euren Hunden beschreibt.

    Mein Fynn war mein Seelenhund. Ganz klar, er war eine Katastrophe. Er hat fremde Menschen gebissen, er war sowohl an der Leine als auch ohne aggressiv gegenüber anderen Hunden, als ich ihn bekam kannte er nix und hatte vor allem Angst. Ich habe keinen Besuch mehr bekommen, habe ewig nach einer Frau gesucht, die bereit ist, es mit uns beiden auszuhalten und Spaziergänge waren der reinste Spießrutenlauf. Aber ich hätte ihn niemals hergegeben!!! Nie!!!

    Lange Rede, kurzer Sinn:

    Mein Tip, trainiere mit ihm und suche gleichzeitig nach einem neuen Zuhause. Vielleicht kommt jemand um ihn anzusehen und es macht "Zack Bum". Vielleicht habt ihr auch den großen Durchbruch im Training und Du entscheidest ihn zu behalten.

    Blöd wäre nur, wenn der Tag kommt an dem Du am Ende mit Deinen Kräften bist und dann keine Alternative hast. Denn Tierheim wäre sicherlich die schlechtetste Variante.

    Ein zusätzlicher Vorteil an der neues-Herrchen-Suche könnte sein, dass Du unterbewußt entspannst, weil es ja nicht mehr für lange ist und ohne Druck weitertrainieren kannst. (Vielleicht ein doofes Beispiel, aber trotzdem: Ich habe das mal erlebt, als ich mich aus einer Beziehung getrennt habe. Die letzten 2 Monate, die wir nach der Trennung noch zusammen wohnen mußten, waren fast die schönsten der ganzen 3 Jahre, weil der Druck weg war und wir viel großzügiger und entspannter miteinander umgehen konnten)

    Im übrigen glaube ich, dass nur Hunde wochenlang trauern, die diese Beziehung zu ihren Besitzern hatten. Fynn hat keinen Moment getrauert, als ich ihn bei seinen Vorbesitzern abgeholt habe.

    Nach einem Monat mußte er mal über Nacht bei meinen Eltern bleiben und hat nicht gefressen, nur geweint. Dabei konnte er im Prinzip alleinbleiben.

    Naja, dass das schwierig ist mit der Studie, kann ich mir schon vorstellen. Aber wenn man schon mal wüßte, wie viel Gewicht da tatsächlich an der Leine hängt, dann wäre man ja schon weiter. Und dann ist ja auch irgendwann der Punkt gekommen, wo man sich als Halter die viel schlechtere Bodenhaftung eingestehen muß. Das hat ja ab irgendeinem Punkt nichts mehr mit Kraft zu tun, sondern auch mit Standfestigkeit.

    Sagt mal, gibt es eigentlich studien darüber, ab wann wer welchen Hund nicht mehr halten kann?

    Also, mir geht es hier nur um die Kraft, dass man sich mit bestimmten Tricks und natürlich einem gut erzogenen Hund anders behelfen kann, will ich gerne glauben.

    Trotzdem kommen mir manche Behauptungen hier doch sehr gewagt vor...

    Ich (57kg) konnte unsere Beiden (6 kg und 17 kg) bisher immer halten. Aber ich hoffe, wir haben alle Leinenpöbeleien und dergleichen hinter uns gelassen, bevor sie entdecken, wie viel Kraft sie haben, wenn sie gleichzeitig in die gleiche Richtung ziehen.

    Den Rüden meines Vaters (45 kg) kann ich bei Rüdensichtung nur halten, weil ich das eine oder andere über Hebelwirkung weiß und er ziemlichen Respekt (um nicht zu sagen Angst) vor mir hat und sich auf Kommando hinlegt.

    Könnte ich ihn nicht ablegen (und im Notfall mit meinem ganzen Gewicht runterdrücken) und wäre keine Laterne o.ä. zum Leine drum wickeln in der Nähe, hätte ich schon größere Schwierigkeiten.

    Und meine Mutter (ähnliche Gewichtsklasse wie ich) geht mit ihm nur in völliger Abgeschiedenheit. Der zieht sie ohne weiteres weg...

    Impulskontrolle ist alles, wo der Hund etwas will und sich beherrschen muß, bis er darf.

    Also will der Hund zu schnell aus der Haustür, muß er sich hinsetzen und auf Erlaubnis warten. Oder er muß sitzen und warten, bis er die Erlaubnis zum Fressen bekommt. Vieles was J.N. macht, hat mit Impulskontrolle zu tun. (Nennt sich Steadiness bei Ihm.)

    Ganz viel wird Impulskontrolle beim ATJ (AntiJagdTraining) eingesetzt.

    Ich schreibe gleich noch mehr, meine Frau braucht den Rechner...

    So, also, zunächst mal meinen Respekt für das, was Du für Deinen Hund tust.

    Ich hatte beim ersten Lesen den Eindruck, dass Deinem Hund Grenzen fehlen und er nicht ausgelastet ist. Allerdings kömmt vielleicht/warscheinlich noch mehr dazu, wenn es so einfach wäre, hättest Du das Problem vermutlich schon alleine gelöst.

    Trotzdem könnte ich mir vorstellen, dass es die Situation schon mal entspannt, wenn Du einen Weg findest, Deinen Hund körperlich und geistig auszupowern.

    Es gibt Tierärtzte, die sich auf Verhaltensfragen spezialisiert haben. Leider weiß ich nicht, wie man einen solchen findet, aber ich denke, es wäre wichtig, wenn jemand beurteilen könnte, ob es sich um eine krankhafte Verhaltensstörung handelt (durch zu frühe Trennung von Mutter und Geschwistern) oder "nur" um Erziehungsfehler.

    Und noch was ist mir auf/eingefallen. Ich bin mir nicht sicher, wie ich das jetzt forumulieren soll. Und ich meine es auf keinen Fall böse oder so.

    Könnte es sein, dass Du so sehr versuchst, zu tun, was die unterschiedlichen Trainer Dir sagen, dass die Botschaft gar nicht wirklich von Dir kommt? Grade bei einem sehr intelligenten und sensiblen Hund könnte ich mir vorstellen, dass er merkt, wenn Du nicht "echt" bist.

    Im übrigen würde ich mir an Deiner Stelle überlegen, ob Du Deinen Hund nicht an einen Maulkorb gewöhnen willst. Das hätte mehrere Vorteile. Der hund kann nicht mehr beißen, aber vor allem machen alle anderen Menschen, ob mit oder ohne Hund einen Bogen um Euch und solche Szenen, wie Deine Tochter sie erleben mußte, werden sich nicht so schnell wiederholen. Zudem kann man im Notfall den Hund am Maulkorb in die richtige Richtung dirigieren. Das ist zwar nicht sehr nett, aber grade bei einem ungünstigen Kräfteverhältnis kann es in Kriesensituationen die letzte Rettung sein.

    Hier hat außerdem mal jemand eine Methode beschrieben, bei der man das eine Ende der Leine ganz normal in das Geschirr hakt, das andere an einem Ring befestigt, der am Brustgurt des Geschirrs angebracht ist. Das soll helfen, den Hund besser Kontrollieren zu können, ich habe es aber noch nicht ausprobiert.

    Für den Chip kannst Du Dich an Tasso wenden, und Deine Hunde dort registrieren lassen.

    Wo sind denn Eure Hunde jetzt registriert?

    Um die Steuer würde ich mich erst kümmern, wenn ich wieder in Deutschlande wohne. Man hat da so eine Toleranzzeit von ich glaube zwei Wochen. Aber das müßtest Du auch über das Internet auf der Homepage Deiner Stadt finden.

    Ich mußte noch in keiner Stadt beim Anmelden nachweisen, dass mein Hund geimpft ist. Auch bei der Versicherung nicht. (Versicherungsunterlagen kannst Du bei der Stadt problemlos nachreichen.) Das war immer nur an Grenzübergängen wichtig und bei Veranstaltungen, bei denen viele Hunde zusammen kommen.

    Ansonsten "Willkommen zurück!" ;)

    Zitat

    Ich spare mir eine Antwort auf den Eröffnungsthread bzw. die Frage.

    Jeder soll seinen Hund so nennen wie er will, aber möchten leute die einen großen Hund haben, immer damit konfrontiert werden, das ihr Hund bissig ist. NEIN. Also.

    Das Wort Fußhupe ist halt schon eine Beleidigung, dehalb find ich es jetzt wniger schlimm, das die Fußhupen dienen Hund angesprungen haben oder so. Die sind ja so winzig, da passiert ja eh nichts.

    Korrekte Interpunktion erleichtert das Verstandnis

    Ich würde in solche Situationen vielleicht doch absteigen. Weil es sicherer ist und Du besser auf Deinen Hund einwirken kannst.

    Sonst fällt mir bei freilaufenden Hunden auch nix mehr ein, aber wenn jemand einen besseren Tip hat, ich wäre auch interessiert.

    Für das kennenlernen von den beiden würde ich beide Hunde an die Leine nehmen (Sicher ist sicher) aber es kann gut sein, dass andere Hunde kein Problem sind und er nur Menschen unheimlich findet.

    Was wisst ihr denn über die Vorgeschichte?

    Ansonsten würde ich den Hund zunächst ignorieren. (evtl eine Hausleine dran machen, damit ihr ihn "händeln" könnt ohne ihn zu sehr zu bedrängen. Und dann füttert ihn in Eurer Gegenwart. (Vermutlich wird er fressen, wenn er hungrig genug ist.) Stellt anfangs den Napf in seine Nähe und setzt Euch möglichst weit weg mit dem Rücken zu ihm. (Ihr könnt auch die Leckerchen/Futterbrocken einzeln zu ihm rollen)

    Blickkontakt und direkte Ansprache sind für viele ängstliche Hunde anfangs viel zu viel.

    Ich hoffe ich konnte ein wenig helfen.

    EDIT: Nochmal was zum nachlesen und Mut machen:

    https://www.dogforum.de/ftopic70125.html