Beiträge von Trillian

    Das ist ein total wichtiger Punkt.

    Unsere beiden zum Beispiel passen nicht sehr gut zueinander. Sie haben unterschiedliche Arten zu spielen, sind aus unterschiedlichen Grunden eher "dominant" (untereinander), haben unterschiedliche "Wertvorstellungen" (Lotte ist eher auf Spielzeuge fixiert, Trudi auf Futter)

    Dadurch kam es zu einer Menge Mißverständnisse zwischen den beiden und ich würde sagen, dass sie fast ein Jahr gebraucht haben, um einander zu verstehen.

    Trotzdem glaube ich nicht, dass wir dieses Problem hätten verhindern können, wenn die beiden sich vorher kennen gelernt hätten. Wir hätten es vermutlich/vielleicht verhindern können, wenn wir mehr Erfahrung mit Mehrhundehaltung gehabt hätten und dadurch besser hätten einschätzen können, wer zu wem paßt.

    Selbst wenn mein Hund nur spielen will, wenn ich "Nein!" sage, dann setze ich es auch durch. (Was natürlich nicht heißt, dass ich meine Hunde nie spielen lasse)

    Wie handhabt ihr das mit dem Aufbau? Ich habe das Kommando positiv aufgebaut, bis die Hunde grundsätzlich wußten, worum es geht. Dann habe ich versucht die Reize zu steigern. Aber wenn sie sich über mein "Nein!" hinwegsetzen, ist das einer der wenigen Momente, in denen ich auch strafe. (ich "Luschen-Wattebäuschchenwerfer")

    Übrigens halte ich - vom Kopf her - "Nein!" auch für außergewöhnlich wichtig, muß aber zugeben, dass ich es - vom Gefühl her - ausgesprochen ungerne übe.

    Wir hatten zwar Trudi mit in dem Tierheim, aus dem wir Lotte haben, aber die "Tierheimatmosphäre" hat Trudi so gestreßt, dass sie vor lauter Panik gar nicht erst aus dem Auto steigen konnte. Also haben die beiden sich auch erst bei uns kennengelernt.

    EDIT: Die ersten zwei Tage ging das auch super. Dann hat Trudi begriffen, dass Lotte nicht wieder geht und das Chaos brach aus. Also hätte auch ein Kennenlernen nicht geholfen.

    Naja, im Prinzip wäre schon gut, wenn sich jemand, der etwas davon versteht, sich das mal anguckt, damit Ihr wißt, um welche Art von Aggression es sich handelt. Denn dann sind die Trainingsweisen schon unterschiedlich.

    Würdest Du denn grundsätzlich sagen, dass Dein Hund eher selbstbewußt ist oder eher unsicher?

    Wobei ich aus der Tatsache, dass er erst schnappt, wenn "die Gefahr" vorüber ist, schon schließen würde, dass er eigentlich Angst hat. Den Auslöser für solche Ängst können wir Menschen oft nicht nachvollziehen, meist ist es nur ein - für uns - unbedeutendes Ereignis.

    Im ersten Schritt würde ich Passanten so gut wie möglich ausweichen. Nutze diese Zeit und übe Fuß gehen, Leinenführigkeit und "Schau!". Und dann bleibt Euch nur in Mini-Schritten zu trainieren.

    Ich wünsche Euch viel Erfolg und hoffe, dass hier noch jemand eine gute Idee hat.

    Ach ja, Hundetrainer sind gar nicht soooo teuer. Denn man braucht sie ja nicht über Monate wöchentlich, sondern ein, zwei mal und dann muß man nach den Anweisungen trainieren. Vielleicht denkt ihr darüber nochmal nach. Eine andere Möglichkeit ist, dass Du nach einem guten Hundeverein suchst. Die sind auch nciht so teuer (Ich zahle 15 Euro Jahresgebür und 1,50 Euro pro besuchter Stunde) Dort triffst Du auf viele Menschen, die Erfahrung haben und Dir raten können. Außerdem findest Du dort mögliche Übungspartner.

    Zitat

    Und ich definiere mich grundsaetzlich nicht ueber meine sexuelle Orientierung :D ....aber das waere wieder ein ganz anderer Thread.

    Genauso, wie sich der Farbige vermutlich grundsätzlich nicht über seine Hautfarbe definiert. Trotzdem gibt es immer wieder Situationen, in denen bestimmte Merkmale von uns im Vordergrund stehen.

    In diesem Sinne wünsche ich Euch noch einen schönen Abend und gehe jetzt meine "gleichgeschlechtliche Lebensabschnittsgefährtin" vom Bahnhof abholen.

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    Und in Deutschland?

    Keine Ahnung, aber da würde sich für mich das "American" in "African-American" nicht erschließen. Ich sag Farbige oder Schwarze und pups auf politisch korekt. (Ich sag ja auch von mir, dass ich eine Lesbe bin und fang nicht an rumzudrucksen mit "Mensch mit alternativer sexueller Orientierung" :roll: )

    Wobei wir inzwischen schon relativ weit vom Thema weg sind...

    Darf ich mich hier mal einklinken und fragen, was Kastrationen für Hündinnen kosten?

    Ich habe hier im Forum letztens was von 420 Euro gelesen. Mir kam das sehr teuer vor und ich habe auf einen Tipfehler getipt. Oder irre ich da?

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    Danke, ich hab mich schon selbst für verrückt und rassistisch erklärt..

    :lol: Das kann ich mir gut vorstellen. Enthält warscheinlich auch ein Körnchen harmlose Wahrheit. Nach den ersten Erfahrungen mit diesem Verhalten, gehst auch Du vermutlich nicht mehr gemeinsam mit Deinem Hund unbefangen in Begegungen mit Türken.

    Ich hatte mal einen Hund in Pflege, der ausgesprochen aggressiv auf Schwarzafrikaner reagiert hat. Das war erstens peinlich und hatte zweitens zur folge, dass ich - völlig unabhängig von meiner politischen Gesinnung - echt Bammel hatte, vor solchen Begegnungen. (Viel schlimmer, als wenn es ein weniger brisantes Thema gewesen wäre, weil eben immer eine gehörige Portion Scham dabei war.)