Beiträge von Trillian

    Ich kann mir das schon vorstellen. Ich kann ja auch schätzen, welcher Nationalität jemand angehört und liege damit öfter richtig als falsch. Warum sollten Hunde das nicht können.

    Unsere Trudi kommt ja aus Polen und war anfangs sehr zurückhalten. Aber sie lag sofort jedem Menschen zu Füßen, der auf polnisch mit ihr gesprochen hat.

    Ich bin mir sicher, dass Hunde die Klangfarbe der Sprache, aber auch das Aussehen und nicht zuletzt den - durch die landestypische Küche geprägten - Geruch gut unterscheiden können.

    @ Mimoli: Wie gesagt, vielleicht hast Du die Situation auch nur ein wenig ungeschickt geschildert...(Von außen gelesen, ohne Dich zu kennen klingt es wirklich ein wenig krass)

    @ all:

    Mir ist grad noch was wichtiges zu der Fragestellung eingefallen: Ich gehe einfach mal davon aus, dass, wenn in diesem Zusammenhang von "Ausländer" gesprochen wird, es vor allem um jene Ausländer geht, denen man ihre ausländische Herkunft ansieht. Das sind aber häufig grade die Menschen, die von unseren Hunden als "merkwürdig" oder "bedrohlich" wahrgenommen werden. Somit könnte ich mir vorstellen, dass sie auch öfter angebellt/knurrt werden. Was dann logischer Weise zu mehr Angst führen kann.

    Wie ist Dein Hund denn wenn Ihr Besuch bekommt?

    Und ich würde schon mal versuchen zu beobachten, bei welchen Menschen es vielleicht schlimmer ist als bei anderen und ab welchem Abstand Menschen zu einem Problem werden.

    Das alles sind sicherlich Infos, die für ein erfolgreiches Training nötig sind.

    Auf jeden Fall viel Erfolg und berichte mal, wie es läuft und was der Trainer sagt.

    Vorweg: Natürlich ist es mir schon passiert, dass ich eine Situation falsch eingeschätzt habe, mit dem Ergebnis, dass mein Hund fremde Menschen beläßtigt hat und wärend dessen außer meiner Kontrolle war. Sowas kommt vor, weil wir alle nur Menschen (Hunde) und nicht perfekt sind.

    Allerdings habe ich dann auch die Beine in die Hand genommen und mit tunlichst und unter wortreichen Entschuldigungen bemüht, den Hund wieder unter Kontrolle zu bringen.

    @ Mimoli:

    Nach Deinen ersten Posts dachte ich, vielleicht ist Deine Art das Ereignis hier zu schildern nur etwas ungeschickt (Das Dein Hund nach Deinem Rufen zu Dir kam, wurde irgendwie nicht so richtig deutlich) nach weiteren Posts habe ich mich gefragt, ob Du von den Reaktionen der anderen User einfach angepißt bist, oder ob Deine ungeschickte Art Dich auszudrücken Ursache für mehrere Probleme mit Deiner Probleme mit Mitmenschen ist.

    Wie dem auch sei, möchte ich Dir etwas zu bedenken geben: Du bist zurecht stolz auf Deinen freundlichen und gut sozialisierten Hund. Aber wenn Du zuläßt, dass er zu fremden Menschen läuft, setzt Du ihn immer auch einer Gefahr aus. Und wenn Dein Hund eines Tages aufgrund eines traumatischen Erlebnisses aggressiv gegenüber fremden Menschen wird, fragt niemand mehr danach, wer Schuld an dem auslösenden Ereignis war, und wer im Recht war.

    Und noch eins: Du sagst, Du möchtest die wenigen Bereiche, in denen Hunde noch frei laufen dürfen völlig (und ohne Rücksicht auf Deine Mitmenschen?) ausnutzen. Aber diese Einstellung und das daraus folgende Verhalten führt dazu, dass es irgendwann gar keine Bereiche mehr geben wird, in denen Hunde frei laufen dürfen. Das ist nicht schön, aber so ist das in der Welt....

    @ _especially_: Wenn mein Hund einem anderen Menschen so nahe kommt, dass dieser den Hund wegschubsen kann, ohne dass ich es verhindern kann, dann ist der Hund zu weit weg von mir und zu nahe an der fremden Person.

    Ich habe mal einem fremden Boxer mit aller kraft von vorne unten vor den Brustkorb getreten. Es war eine einsame Gegend, es war dämmerig und diesig und der Hund kam im vollen Lauf, komische Geräusche machend und mit - für mich - nicht lesbarer Miene auf mich zu.

    Ich bin mit Hunden aufgewachsen und habe schon mit vielen Hunden gearbeitet. Aber in diesem Moment hatte ich wirklich richtig Panik. Der Besitzer war irre weit weg.

    Im Nachhinein haben wir uns dann noch ganz nett unterhalten. Der Hund war erst 9 Monate alt und sehr freundlich Menschen gegenüber. (auch mir) Aber das konnt ich erst erkennen, als er stand.

    Im übrigen fände ich die Welt auch schöner, wenn der Wald, in dem ich mit unseren Hunden gassi gehe nur von uns genutzt würde. Keine anderen Hundehalter, keine Jogger, keine ältere Damen in weißen Hosen und vor allem, kein Wild!!!! Außerdem fänd ich großartig, wenn der gesamte Straßenverkehr stillgelegt würde, wenn ich zur Arbeit fahren will.

    Allerdings mußte ich irgendwann (im Kindergarten glaube ich) mußte ich einsehen, dass es in der Welt nicht so läuft, wie ich es mir wünsche. Frei nach Rosa Luxemburg: "Freiheit ist also immer auch die Freiheit des Andersdenkenden."

    EDIT:

    @ Fasea: Kann Dich grad nicht bebömmeln, aber das mit der Zeichnung fand ich großartig!!!!!!!!!!!!! :gut:

    Also:

    Unsere Hunde lieben es auf dem Kopf/im Gesicht gestreichel zu werden. Aber nur, wenn sie in Stimmung sind.

    Sind sie draußen aufgeregt, dann haben sie keine Geduld sich groß Streicheln zu lassen. Da ist auch egal, wo wir sie streicheln wollen.

    Daher benutze ich draußen Leckerchen, ein Spielzeug oder auch die Freigabe als Belohnung.

    Und - obwohl ich gerne und viel mit Leckerchen belohne - kann ich an ihnen die von Meckmeck beschriebenen Verhaltensweisen nicht beobachten. Oder fast nicht, wenn ich etwas in der Hand halte schon. Sind meine Hände leer, dann kann ich sie streicheln, ohne dass sie zurückweichen um das imaginäre Leckerchen zu bekommen.

    Zur Eingangsfrage:

    Viele Verhaltensweisen sind unseren schon "in Fleisch und Blut" übergegangen. Die Belohne ich nur noch gaaaaanz selten mal mit einem Leckerchen. Dinge die wir neu erarbeiten, belohne ich großzügig mit allem, was unsere Hunde als lohnend empfinden.

    Hallo Marisa!

    Das ist vielleicht eine komische Frage, aber wie geht Ihr mit Eurem Hund raus? (Mit Leine oder ohne? Flexileine oder normale Leine? Wie lang? Geschirr oder Halsband?)

    Dieses Anbellen könnte (!) folgender Maßen entstanden sein: Der Hund erschreckt sich vor einem Fußgänger und bellt. Der Fußgänger geht weiter (Macht evtl sogar einen Bogen und erschreckt sich) Der Hund denkt, der Mensch flieht, weil er so erfolgreich gefährlich gebellt hat. (Hundi kann ja nicht wissen, dass der Mensch so wie so weiter gegangen wäre...)

    Wie auch immer, ich würde mich Marion (rotti-frauchen) anschließen, ein guter Hundetrainer kann Euch sicher helfen.

    Was Ihr schon vorher machen könnt: Übt mit Eurem Hund (OHNE ABLENKUNG) "Fuß!" und "Schau!" Dann könnt ihr die Ablenkung langsam steigern. (Aber noch nicht mit Begegnungen mit Menschen, denen würde ich erstmal so gut es geht ausweichen)

    :lol: @ Fasea: Auch wenn Dir an dem Tag sicher nicht zum Lachen zumute war, ich habe mich über Deinen Bericht großartig amüsiert. Weil er toll geschrieben ist und vor allem, weil ich solche Tage auch genau so kenne. (Nur das ich es schon geschafft habe, so sehr zu heulen, vor lauter Schreck, Wut und Hilflosigkeit, dass der Passant zurückgekommen ist und sich entschuldigt hat.)

    Ich würde jetzt schon versuchen, Carina beizubringen, nicht mehr im Bett zu schlafen.

    Ich weiß das ist schwer und unsere schaffen es auch ab und zu immer wieder mal, reinzukrabbeln, wenn wir fest schlafen. (Trudi weiß genau, dass meine Frau viiieeeell fester schläft als ich und klettert daher auf ihre Seite.) Trotzdem würde ich so anfangen. (Und vielleicht nervt dieses Training Deinen Mann schon so sehr, dass er die Regeln für die neue Wohnung nochmal überdenkt.

    Mein Vorschlag für einen Kompromis wäre: Die Hunde kommen ins Schlafzimmer, aber nicht ins Bett. (Zumindest nicht, wenn ihr drin schlaft) Und tagsüber kommt eine Tagesdecke aufs Bett)