Vorweg: Natürlich ist es mir schon passiert, dass ich eine Situation falsch eingeschätzt habe, mit dem Ergebnis, dass mein Hund fremde Menschen beläßtigt hat und wärend dessen außer meiner Kontrolle war. Sowas kommt vor, weil wir alle nur Menschen (Hunde) und nicht perfekt sind.
Allerdings habe ich dann auch die Beine in die Hand genommen und mit tunlichst und unter wortreichen Entschuldigungen bemüht, den Hund wieder unter Kontrolle zu bringen.
@ Mimoli:
Nach Deinen ersten Posts dachte ich, vielleicht ist Deine Art das Ereignis hier zu schildern nur etwas ungeschickt (Das Dein Hund nach Deinem Rufen zu Dir kam, wurde irgendwie nicht so richtig deutlich) nach weiteren Posts habe ich mich gefragt, ob Du von den Reaktionen der anderen User einfach angepißt bist, oder ob Deine ungeschickte Art Dich auszudrücken Ursache für mehrere Probleme mit Deiner Probleme mit Mitmenschen ist.
Wie dem auch sei, möchte ich Dir etwas zu bedenken geben: Du bist zurecht stolz auf Deinen freundlichen und gut sozialisierten Hund. Aber wenn Du zuläßt, dass er zu fremden Menschen läuft, setzt Du ihn immer auch einer Gefahr aus. Und wenn Dein Hund eines Tages aufgrund eines traumatischen Erlebnisses aggressiv gegenüber fremden Menschen wird, fragt niemand mehr danach, wer Schuld an dem auslösenden Ereignis war, und wer im Recht war.
Und noch eins: Du sagst, Du möchtest die wenigen Bereiche, in denen Hunde noch frei laufen dürfen völlig (und ohne Rücksicht auf Deine Mitmenschen?) ausnutzen. Aber diese Einstellung und das daraus folgende Verhalten führt dazu, dass es irgendwann gar keine Bereiche mehr geben wird, in denen Hunde frei laufen dürfen. Das ist nicht schön, aber so ist das in der Welt....
@ _especially_: Wenn mein Hund einem anderen Menschen so nahe kommt, dass dieser den Hund wegschubsen kann, ohne dass ich es verhindern kann, dann ist der Hund zu weit weg von mir und zu nahe an der fremden Person.
Ich habe mal einem fremden Boxer mit aller kraft von vorne unten vor den Brustkorb getreten. Es war eine einsame Gegend, es war dämmerig und diesig und der Hund kam im vollen Lauf, komische Geräusche machend und mit - für mich - nicht lesbarer Miene auf mich zu.
Ich bin mit Hunden aufgewachsen und habe schon mit vielen Hunden gearbeitet. Aber in diesem Moment hatte ich wirklich richtig Panik. Der Besitzer war irre weit weg.
Im Nachhinein haben wir uns dann noch ganz nett unterhalten. Der Hund war erst 9 Monate alt und sehr freundlich Menschen gegenüber. (auch mir) Aber das konnt ich erst erkennen, als er stand.
Im übrigen fände ich die Welt auch schöner, wenn der Wald, in dem ich mit unseren Hunden gassi gehe nur von uns genutzt würde. Keine anderen Hundehalter, keine Jogger, keine ältere Damen in weißen Hosen und vor allem, kein Wild!!!! Außerdem fänd ich großartig, wenn der gesamte Straßenverkehr stillgelegt würde, wenn ich zur Arbeit fahren will.
Allerdings mußte ich irgendwann (im Kindergarten glaube ich) mußte ich einsehen, dass es in der Welt nicht so läuft, wie ich es mir wünsche. Frei nach Rosa Luxemburg: "Freiheit ist also immer auch die Freiheit des Andersdenkenden."
EDIT:
@ Fasea: Kann Dich grad nicht bebömmeln, aber das mit der Zeichnung fand ich großartig!!!!!!!!!!!!! 