Beiträge von Trillian

    Zitat

    hallo,
    ich nehme eine kleine leberwurst, schneide sie an und stecke die wurst mit der hülle in die tube. die tube kann man anschließend leichter säubern. ;)

    gruß marion

    coole Idee... Und ich hab immer mit ner Flaschenbürste geschrubbt wie verrückt...

    Ich finde es gar nicht so wiedersprüchlich.

    1. Wenn es irgendwo klare Regeln gibt, weiß ich, woran ich bin. Ich weiß, womit ich mir Ärger einhandel und womit ich sicher fahre. (Hattet ihr mal in der Schule einen inkonsequenten und außerdem cholerischen Lehrer? Oder später einen solchen Chef? Dann wißt Ihr vielleicht was ich meine)

    2. Wenn sich jemand mir gegenüber durchsetzten kann, kann er es vielleicht auch anderen gegenüber. Und das ist nötig, damit derjenige mich beschützen kann. (sprich: wollte ich einen Bodygard engagieren, dann würde ich niemanden wählen, der kleiner und leichter ist als ich und den ich im Armdrücken besiegen kann. wollte ich einen Mathelehrer engagieren, würde ich niemanden wählen, der von Mathe noch weniger versteht.)

    Zitat

    Es ist so traurig, dass sich noch nicht mal die Hundehalter unter sich einig sind.
    Wie wollen wir Hundehalter erwarten, dass z.b. Rasselisten abgeschafft werden, wenn wir selber schon Unterschiede bei der Größe der Hunde machen und uns gegenseitig anfeinden.
    Ein wenig mehr Toleranz würde einigen Hundehaltern wirklich gut tun ;)

    Mein Reden....:yes:

    Zitat

    Hallo Anja und Trillian,

    super toll Eure Ausführungen.

    Werde es echt mal mit der Wasserspritze versuchen.
    Vielleicht klappt es ja noch einigermaßen bis zum Urlaub.

    Ich finde es auch sehr freundlich und entgegenkommend,
    daß Ihr
    mir Antwort gegeben habt, obwohl ich im falschen Thread befinde.

    Liebe Grüße und DANKE
    Erika

    Wichtig ist halt, dass das Timing stimmt. Und in meinen Augen war die Wasserspritze nicht dazu da, um zu strafen, sondern um das Verhalten zu unterbrechen, damit Fynn wieder ansprechbar wurde. Hätte er eine Distanz gehabt, bei der er noch ansprechbar ist, hätte ich weiter (nur) über positive Bestärkung gearbeitet. Aber diese Distanz gab es nicht. Er war von Anfang an sofort auf 180, wenn der Hund in Sichtweite kam, egal, wie weit weg.

    Also, ich bin ja eine Kleinhundebesitzerin und Großhunde-Co-Besitzerin.

    Und ich habe weder ein Problem mit großen, noch mit kleinen Hunden.

    Womit ich ein Problem habe, sind schlecht erzogenen Hunde. Da ist mir auch egal, ob es um den Klassiker "Kleinhund an Flexileine" geht, der die Individualdistaz unserer Hunde unterschreitet und meinen abgelegten Hunden am Hintern schnüffelt, oder ob es um große Hunde geht, die sich nicht abrufen lassen und mit vollem Tempo auf unsere (angeleinten oder abgesetzten) Hunde zuschießen.

    Und ich habe grad ein Problem mit den Anfeindungen untereinander. Wir Hundehalter haben doch im Moment schon genug Probleme mit einem Teil der Nicht-Hundehalter. Da müssen wir uns doch nicht auch noch untereinander zerstreiten und in unterschiedliche Lager spalten. Ich gehe davon aus, dass der durchschnitts Forie seinen Hund vernünftig erzogen hat und genug Höflichkeit und Respekt hat, um Hundebegegnungen zu vermeiden, wenn der andere Hundehalter darum bittet.

    Aber bei so provokant gestellten Fragen ist doch klar, dass jeder der sich angesprochen fühlt, sich auch provoziert fühlen muß.

    Vielleicht könntest Du in Deiner Freizeit diese Situationen stellen. (Also wenn Du genug Bekannte motiviert bekommst.) Wenn Janosch dann das Prinzip begriffen hat, dürfte es ja relativ leicht auf die Situationen in der Arbeit zu übertragen zu sein.

    EDIT: Ich hab mit Fynn ja die Situationen auch zuerst gestellt, weil ich mir so die "am wenigsten problematischen Menschengruppen" zuerst einladen konnte.

    Ich bin mir nicht ganz sicher wie dieses Verhalten zu erklären ist, beobachte es aber oft bei Hunden.

    Ich hatte ja vor unseren beiden Zicken einen aggressiven Hund aus vierter oder fünfter Hand. Menschen auf der Straße waren kein Problem. Zu Menschen, die wir in ihrem Zuhause besucht haben, war er sogar richtig freundlich, kam dann ein weiterer Besucher, ist er richtig abgegangen.

    Ich habe dieses Verhalten, dass ja deutlich schlimmer war, als das von Janosch, durch viel Erziehung in den Griff bekommen. Schließlich konnte Fynn in seiner offenen Box liegen, während der Besuch rein kam und auch in der Wohnung rumlief. Einzige Ausnahme blieb: wenn Besucher mein Blickfeld verließen, hat er immernoch versucht, sich einzumischen.

    Vermutlich wirst Du dieses Verhalten auch über Erziehung lösen können, allerdings ist die Frage, wie sehr es Dich bei Deiner Arbeit stört. Denn eigentlich mußt Du Dich ja auf anderes Konzentrieren als auf den Hund.

    Berichte mal, wie es weiter geht.

    Mein Fynn (der Vorgänger von Lotte) war extrem Leinenaggressiv. Allerdings ist er auch ohne Leine auf andere Hunde losegangen. Der hat da auch erst geprügelt und dann gefragt, mit wem er es zu tun hat.

    Am Ende waren wir so weit, dass er nur noch andere "prollige" Rüden angebellt hat, aber ohne dieses extreme in die Leine steigen und wild rumschnappen.

    Wir haben mit unserer Trainerin auf dem Platz ein spannendes Experiment gemacht. Ich bin mit Fynn an der Leine rumgelaufen, meine Trainerin ist neben mir gegangen und hat ihn über die Schlepp gesichert.

    Von vorne kam ein Mensch mit Hund. Solange Fynn ruhig war, habe ich gelobt, sobald er Theater gemacht hat, hab ich die Leine fallen gelassen, mich umgedreht und bin gegangen. Fynn hat sofort aufgehört zu bellen und ist hinter mir her gekommen.

    Leider ist eine solche Trainingsmethode im normalen Alltag nicht umsetztbar....

    Also haben wir mehrere Trainingsansätze gewählt:

    Wir haben regelmäßig auf dem Hundeplatz trainiert. Fynn hat es gut getan, mit anderen Hunden imRing zu laufen und zu merken, dass die Nähe nicht schlimm ist und es sich für ihn lohnt, trotzdem mit mir zu arbeiten.

    Wir hanben Leinenführigkeit bis zum erbrechen trainiert. Mit allen zur verfügung stehenden Ablenkungen. Und auch sonst viel an der Impulskontrolle gearbeitet.

    Ich habe Blickkontakte geclickert. Denn als ich Fynn bekam, hat er draußen nur noch nach "Feinden" gesucht und sich für nichts anderes Interessiert.

    Ich habe bei Hundebegegnungen versucht auszuweichen und bin auch oft wieder einen Weg zurück gegangen, um eine enge Begegnung zu vermeiden.

    Leider hat Fynn extrem aggressiv reagiert, sobald der Hund in Sicht kam. (Oft auch vorher, wenn er das klingeln der Hundemarken gehört hat oder wenn uns Menschen mit Einkaufstaschen entgegenkamen, die aus der Entfernung ein wenig nach Hund aussahen.) Daher habe auch ich mich für die Wasserspritzmethode entschieden. Ich habe dafür so eine Plastikflasche benutzt, die man anscheinend zum Bügeln verwendet.

    Nach zwei oder drei Anwendungen ist Fynn bei der nächsten Hundesichtug zwar immernoch nach vorne gesprungen, aber man konnte sehen, wie ihm im Sprung wieder eingefallen ist, dass das beim letzten Mal ganz doof war und hat abgebremst. Das gab natürlich eine Superbelohnung.

    Für mich war ganz wichtig zu lernen, dass das Abwenden und die Begegnung vermeiden eine Belohnung für Fynn war. Also hieß die Devise: erst beruhigt sich der Hund, dann wenden wir ab.

    Nachdem Fynn nicht mehr sofort ausgerastet ist, wenn der andere Hund in Sicht kam, habe ich begonnen, sowohl ruhige Blicke zum anderen Hund als auch Blicke zu mir zu belohnen. Dabei habe ich die Futterbrocken auf den Boden geworfen. Dahinter steckt die Theorie, dass Fynn, während er die Futterbrocken vom Boden aufnimmt, für den anderen Hund nicht bedrohlich aussieht und in der Folge selber weniger provozierend auf Fynn reagiert.

    Wie gesagt, nach einem guten Jahr Training, hat er nur noch ausgewählte Feinde angebellt. Aber viel abgeschwächter. Daher hat mir das gereicht.

    Ich hatte mal einen Mix aus Rottweiler und Pudel. Der hat sich problemlos von jedem Menschen anfassen lassen. (Als ich ihn bekam, hatte er Schwierigkeiten mit Menschen in Uniformen, das haben wir aber schnell und problemlos in den Griff bekommen.)

    Allerdings hat er sich brummend vor mich gestellt, wenn mir Menschen (auch oder grade Freunde) sehr nah kamen, die in irgendeiner Form berauscht/betrunken waren. Ein kurzes "Ist OK!" von mir hat gereicht, um ihm zu zeigen, dass ich die Situation selbst regeln kann.

    Aber als ich mal krank war (schwere Migräne) wollte mein Vater (damals habe ich noch zuhause gelebt) Charly aus meinem Zimmer holen um nochmal kurz mit ihm raus zu gehen und das war nicht möglich. Er konnte das Zimmer nicht einen Schritt betreten. Charly hat sich vor meinem Bett aufgebaut und gebrummt, bis mein Vater aufgegeben hat und gegangen ist.

    Ich glaube, die meisten Hunde können sehr gut unterscheiden, ob Frauchen oder Herrchen selbtst für sich entscheiden können oder nicht. Und ich kann mir nur schwer vorstellen, dass ein Hund der zu Schutzzwecken gezüchtet wurde, tatenlos zusieht, während sein Mensch hilflos am Boden liegt. Ganz egal, wie gut oder eben nicht gut er sich im Normalfall anfassen läßt.