Zur Trainerin: Ich mag die Frau menschlich wirklich gerne und es gibt eine Menge Probleme, mit denen ich zu ihr gehen würde, mit diesem nicht. Da habe ich einfach kein gutes Gefühl bei und das ist für mich entscheiden.
Natürlich kann es sein, dass ich/wir zu dem Problem beitrage/n. Deshalb suchen wir ja einen Trainer, der uns sagt, wie wir uns verhalten müssen. (Selbst wenn wir nicht die Ursache für das Problem sind, sind wir doch für die Lösung verantwortlich. Das ist keine Frage für uns.)
so, zu den Fragen:
Ich hole mal etwas weiter aus:
Beide Hündinne sind etwas gleich alt, etwa gleich lange bei uns und etwa gleich stark. (Was Lotte an Körpergröße und -kraft fehlt, macht sie durch Selbstbewußtsein und Mut wieder wett) Das das nicht die ideale Kombination ist, ist mir heute auch klar... aber nun haben wir die beiden eben.
In der ersten Zeit kam es gelegentlich zu Auseinandersetztungen, wenn es um Futter ging. In diesen Fällen ist Trudi regelrecht über Lotte hergefallen und ich hatte den Eindruck, dass Lotte oft nicht klar war, worum es Trudi geht. (Trudi hat aufgrund ihrer Vorgeschichte eine "Macke" wenn es um Futter geht.)
Inzwischen haben wir das gut gelöst. Trudi hat gelernt, dass im Zweifelsfall alles Futter den Menschen gehört und Lotte hat gelernt, dass Futter, das nicht den Menschen gehört Trudi gehört.
Nachdem ich lange nur aus der Hand oder in getrennten Räumen gefüttert habe, kann ich beide jetzt im selben Raum füttern ohne dass es Probleme gibt. Nur wenn ich den Raum verlassen würde, wäre vermutlich alles wieder beim alten.
Bei diesen futtergebundenen Übergriffen war es immer so, dass Trudi zugepackt hat und Lotte geschrieen hat und versucht hat, weg zu kommen. Danach hat sie "unterwürfig" oder "ängstlich" auf Trudi reagiert. Trudi ihrerseits hat versucht, Lotte zu begrenzen.
Jetzt hat sich das gewandelt. In der Zeit in der Diego da war, hat er Lotte "schöne Augen gemacht". Und - meine Theorie - das hat Lottes Selbstbewußtsein so sehr gepuscht, dass sie versucht hat, die bestehende "Rangfolge" zu verändern.
Die meisten Unstimmigkeiten gab es, wenn Hündin 1 Diego abgewehrt hat (mit einem "freundlichen" "Es-reicht"-Knurren) ist Hündin 2 mit einem eher "bösen" Knurren auf Hündin 1 los. Wo ich war, war egal.
Eine wirklich schlimme auseinanderseztung gab es, als ich mit allen drei Hunden am See war. Diego war bei mir (weil er noch nicht frei laufen durfte) und mit schnuppern beschäftigt. Die Mädels waren so 10 - 15 Meter von mir entfernt. Plötzlich hatten beide den selben Stock und haben daran gezerrt. Mir war sofort klar, dass das nicht gut ausgeht, aber ich konnte gar nciht so schnell reagieren, wie die Zwei aufeinander los sind. Trudi hat Lotte gepackt und geschüttelt, aber Lotte hat auch keine Anzeichen gemacht, dass sie aufgibt, sondern sich ihrerseits in Trudis Lefze verbissen.
Blöder Weise waren wir zwar schnell da und konnten schlimmeres verhindern, aber Trudi hatte sich mit dem Eckzahn in Lottes Halsband verfangen, und so hat es eine ganze Weile gedauert, bis die beiden ganz getrennt werden konnten.
Danach haben die beiden sich weiterhin "bedroht" und wir haben sie erstmal strickt getrennt. (Lotte hatte ein paar Tage "Sonderurlaub" bei meinen Eltern)
Nach der Wiederzusammenführung blieb die Situation angespannt. Das wurde erst besser, nachdem Diego ausgezogen ist. Jetzt ist es sehr ruhig, aber die beiden hören nicht auf, sich immer wieder zu umkreisen. (Nicht so richtig böse, ich hab sowas auch schon bedrohlicher gesehen, aber schon nicht sehr freundlich)
Puh, das war ja jetzt doch eine Menge... Ich weiß, dass ich in manchen Beschreibungen ein wenig vermenschlichen. Aber ich weiß nicht wie ich das anders beschreinben soll, daher die Anführungszeichn.
Danke für's lesen