Beiträge von Leela

    Ich finde, es kommt sehr darauf an, wie man mit dem hund unterwegs ist.

    Wenn ich im Wald bin und Numa freilaufen kann, dann braucht sie auch bei -20°C keinen Mantel. Sie kann sich dann warmlaufen (traben und galoppieren) und bleibt auch warm.

    Wenn es aber zB regnet und ich laufe mit ihr an der Leine durch die Stadt (heißt also sie muss Schritt laufen) bei 10°C dann ist sie innerhalb von Minuten einfach nur noch kalt und wird und wird nicht mehr warm.
    Dann ziehe ich ihr auch einen Mantel an.

    Klar kann ich meinen Hund auch hungern lassen und dann mit ihm arbeiten. Natürlich ist sie dann gewillt mitzuarbeiten. Hat mein Hund aber Lust mitzuarbeiten, wenn sie pappsatt ist? Nein.
    Ich möchte aber mit einem pappsatten Hund arbeiten. Denn ich möchte, dass mein Hund mit mir gern arbeitet und nicht weil ich Futter habe. Dann könnte sich ja auch der nächstebeste mit dem Futter hinstellen und sie würde genauso mit dem mitarbeiten.
    Mit dem Spielzeug sehe ich das ähnlich. Gebe ich jemand anderem das Spielzeug, bin ich abgeschrieben. Ist das mein Ziel? Nein, sicher nicht.

    Also baue ich mein Training nicht darauf auf. Wenn mein Hund mitarbeitet, dann arbeitet sie mit, weil sie es möchte. Weil ich andere tolle Belohnungen auf Lager habe, wie ein tolles verbales Lob, eine Streicheleinheit oder eben eine Umweltbelohnung.
    Natürlich gebe ich auch ab und zu mal ein Leckerlie. Gerade im Hundesport. Denn der Sport ist Spiel und Spaß und da kann ein Extra-Leckerlie oftmals sehr hilfreich sein. Im Alltag gibt es bei uns aber schon lange nichts mehr.

    Ich finde es mittlerweile auch sehr gemein, den Hund zu zwingen mitzuarbeiten, nur weil er Hunger hat. Meist kann man dann mit dem hund nicht mal so entspannt arbeiten, weil er schnell unkonzentriert un hibbelig wird, weil er einfach Hunger hat. Und das kann ich vollkommen verstehen. Ich arbeite auch nicht gern mit leerem Magen, geschweige denn mag ich mich so konzentrieren...

    Ja, ich denke mal, der Thread führt jetzt ein bißchen ins OT... ;)

    Ich denke, jeder Hund ist anders. Und wenn das Longieren den Hund aufputschen sollte, dann würde der Trainer wohl nicht dazu raten, da er ja sehr darauf bedacht zu sein scheint, dass der Hund runterkommt.
    Ich wollte nur sagen, dass Longieren nicht automatisch jeden Hund aufputscht. Genauso wie ZOS einige Hunde aufputscht (meinen übrigens auch), oder auch Fährten (putscht meinen zB auch auf).

    Zitat

    So wie ich longieren kenne, wäre es für so nen Hund halt nix. Aber da gibt es ja auch extreme Unterschiede, wie es trainiert wird...

    Es ist wirklich ein himmelweiter Unterschied, ob man selbst schonmal longiert hat, oder es sich nur angeschaut hat. Und klar gibts beim Longieren auch verschiedene Arten. Ich denke mal, da sie geschrieben hat, dass sie ZOS und Longieren machen, werden sie es nach Baumann-Art aufgebaut haben und so ist es ideal für hibbelige Hunde.

    Zitat


    Finde dennoch 4-5 Stunden spazieren viel zu viel.. Das ist ja schon Hochleistungssport...

    Da stimme ich dir zu. 4-5 Std. sind definitiv zu viel.

    Zitat

    Auch longieren finde ich für so nen Hund nicht sinnvoll, würde eher Fährte mit ihm machen. Longieren ist ja wieder nur Bewegung und powern...

    Nein das stimmt nicht. Beim Longieren wird nicht nur auf Power/Bewegung gearbeitet. IM gegenteil. Es wird mit viel Ruhe gearbeitet und aufgebaut. Zudem ist auch die Bindung beim longieren sehr wichtig und wird enorm gefestigt. Bei "fertigen" Longierhunden sieht es vielleicht nur nach viel Bewegung und Power aus, aber bis man soweit ist, wird mit viel Ruhe und Bindung gearbeitet. Für einen hibbelhund ist das also ideal.
    Ich longiere mit Numa auch, und sie ist dadurch viel viel ruhiger geworden.

    Ich versuche möglichst viele Umweltbelohnungen zu verwenden. Die Leinenführigkeit hat Numa dadurch zB gelernt. Beim Ziehen muss sie sich hinsetzen. wenn sie das gut macht, dann darf sie weiterlaufen. Das ist ja ihr Ziel, also beeilt sie sich immer ganz schnell sich hinzusetzen, bzw erst gar nicht zu ziehen.

    Wenn ich sie abrufe, dann wird sie wieder spielen/laufen geschickt, wenn sie es gut macht.

    Aber was bei Numa eigentlich immer zieht, ist es schöne quietschige verbale Belohnung. Das nutze ich aber nur sehr selten, weil sie sonst viel zu sehr aufdreht.

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    Hallo Leela,danke für deine Antwort! ;)
    Ja durch barfen oder kochen z.B. kann man gut auf Unverträglichkeiten eingehen und auch evt. getreidefrei füttern.
    Nur bei einem TroFu mit 22% RP-Anteil ist doch eigentlich dann wieder der Getreideanteil recht hoch....dann eben deiner Meinung nach ein maisfreies TroFu mit einem RP-Anteil von max. 22%?

    Ich kann dir nur schwer raten, welches Futter du genau füttern solltest. Manche Hunde vertragen das Getreide und den Mais besser, andere vertragen das hohe Rohprotein besser.
    Ich wüsste gerade kein Futter, das meinen Ansprüchen genügen würde.
    Das Josera Optiness enthält zwar kein Mais, Weizen usw. dafür aber Reis. Da reagiert meine Hündin auch drauf :/

    Wenn ich mein eigenes Trofu zusammenstellen könnte, dann wäre kein Mais, Reis, Getreide, Soja etc. drin. Und es hätte ein Rohproteingehalt von 22%. Und es hätte natürlich einen so hohen Fleischanteil wie möglich.
    Solch einem Futter kostet mich aber wahrscheinlich im Monat 50, 60 oder gar 70 Euro im Monat.
    Das bin ich nicht bereit für Futter auszugeben, wenn ich doch für 25Euro Barfen kann.
    Gäbe es kein barfen, würde ich natürlich soviel bezahlen (nurs beste fürs hundi^^), aber so sehe ich das gar nicht ein.

    Ich füttere kein Fertigfutter, sondern barfe jetzt. Numa verträgt kein Mais und Getreide. Auch das von Bestes Futter verträgt sie nicht. Die anderen guten Futtersorten, die sie vertragen würde, sind mir zu teuer. Deshalb barfe ich. Das ist wesentlich günstiger, ich kann das Getreide weglassen und es ist das natürlichste für Numa.
    Viele behaupten ja, dass in rohem Fleisch sehr viel Rohprotein drin ist. Stimmt aber so nicht, weil man das ja gar nicht mit Fefu vergleichen kann.
    Einmal hatte Numa ein Zittern in den Vorderbeinen. Die TÄ (Hab mittlerweile gewechselt) meinte es würde am Barfen liegen und riet mir 6 Wochen Trofu zu füttern.
    Ich hab ihr dann Josera gefüttert. Das ist ja kein Weizen drin, aber durch den mais war sie so aufgedreht! Ich konnte überhaupt nicht mit ihr arbeiten. Sie war unruhig, schlief schlecht, war noch mehr gestresst als sonst, nahm noch mehr ab... usw. usf...
    Nach 6 Wochen habe ich dann gleich wieder gebarft, denn das Zittern ist davon auch nicht weggegangen. Später hat sich rausgestellt, dass Numas Geschirr zu klein war, und ihr beim Sitzen das Blut abschnürte.
    Ich ärgere mich heute noch, dass ich der TÄ gesagt habe, dass ich barfe, denn sonst hätte sie vielleicht auch in andere Richtung geforscht... naja... so weiß ich zumindest welche krassen Auswirkungen falsches Fefu auf meinen Hund hat...

    ich probiers trotzdem nochmal:
    citcat
    Was sagt eigentlich der Trainer zur Futterfrage?

    Das was du übers Training geschrieben hast, klingt sehr vernünftig. Mein Trainer arbeitet ähnlich. (Mein Hund ist nämlich so ein ähnlicher Fall, wie der deiner Mutter.) Mein Trainer betont immer wieder wie wichtig das Futter ist und welchen Einfluß es auf den Hund hat...
    Ich hatte auch mal während des Trainings das Futter geändert und kurzzeitig ein Futter mit 25% Rohprotein gegeben. Man hat den Unterschied sofort gemerkt. Als ich wieder umstellte, hat sich mein Hund total verändert.
    Auf grund dieser Unruhe, die mein Hund hat, nimmt sie auch nur sehr schwer zu. Ich kenne die probleme, die du geschildert hast, also nur zu gut.

    Der Trainer scheint sehr umfassend zu arbeiten, daher wundert es mich, dass er ihr dazu keinen Tip gibt...

    Ich wiederhole mich nochmal: Gib nicht mehr als 22% Rohprotein. Das macht den Hund sonst noch unruhiger! Ich spreche aus eigener Erfahrung. Gib zum Futter eher jeden Tag 50g Schweineschmalz. Der Hund braucht Fett, nicht mehr Eiweiß und Kohlenhydrate!

    (Im Übrigen ist es auch so, dass einige Hunde beim Erhöhen der Futtermenge dazu neigen noch mehr abzunehmen. Dann kann man soviel man will mehr füttern, der Hund wird nicht zunehmen. Im Gegenteil, er wird abnehmen! Er muss nicht mehr bekommen, sondern das richtige!)