megarafrauchen: Danke für die Tipps. Das Problem ist, dass Numa sich in die Leine schmeißt, also sie zieht und da sehe ich mich irgendwo gezwungen etwas dagegen zu tun.
Das hört sich jetzt vielleicht komisch an, wenn ich sage, einerseits hat sie Angst und andererseits zieht sie nach vorn... ich versteh es ja selber nicht.
Wenn ich sie zu mir rufe oder stehenbleibe, dann eigentlich hauptsächlich um ihr klarzumachen, dass sie mit ziehen nicht weit kommt, aber sie verbindet das wahrscheinlich völlig falsch...
Aber was könnte ich noch machen? Ich kann mich ja schlecht von ihr durch die Gegend ziehen lassen...
lillameja: Diese Runde die ich beschrieben habe, ist nur unsere kleine Runde.
Ich versuche alle zwei Tage mit ihr ins Auslaufgebiet zu fahren. Da nehm ich auch immer andere und dort kann sie dann rumtoben. Dort hat sie keinerlei dieser Ängste. Ich persönlich würde sogar jeden Tag mit ihr fahren, aber das ist für Numas Nervenkostüm dann wirklich zuviel, weil wir ja mit Bus und Bahn dahinfahren müssen und obwohl sie es ja gewöhnt ist und sich in Bus und Bahn auch pudelwohl fühlt, (Sie legt sich in einem rappelvollem Sbahn-wagon auf dem Boden, packt ihren Kopf auf irgendwelche fremden Füße und schläft
) ist es natürlich trotzdem eine Sitaution, die von ihr viel Kraft erfordert und daher belasse ich es bei alle 2 Tage. Den Tag dazwischen gehen wir dann immer mittags eine große Runde, die ich auch immer anders gestalte und wo wir dann meist zu irgendeiner Wiese führt wo sie auch freilaufen kann. Auf dem Weg mache ich dann viel Kopfarbeit mit ihr. Also es ist sozusagen ein Tag Kopfarbeit dran und am anderen kann sie sich dann körperlich auspowern.
Wahrschienlich bin ich mittlerweile schon sehr darauf fixiert...
Liegt wahrscheinlich daran, dass ich mir angewöhnt habe, dass ich erst so kleine Übungen mit ihr mache, wenn sie fertig ist, denn vorher macht sie nicht richtig mit, weil sie ja noch muss...
Ich habe schon angefangen ihr fürs Pipimachen leckerlis zu geben, wie beim Welpen in der Hoffnung sie macht dann schneller...
Sleipnir: Ja NUma lebt mit mir hier seit sie 9 Wochen alt ist. Nach einer zweiwöchigen Eingewöhnungphase hier zu Hause habe ich sie jeden Tag mit zur Arbeit genommen. Dafür sind wir jeden Tag quer durch Kreuzberg und Neukölln gelaufen. Naja meist hab ich sie durch Kreuzberg und Neukölln getragen, weil sie ja nicht soviel laufen dürfte
Sie war immer ein super Stadthund, ich hab sie auch überall mit hingenommen. In jedes Kaufhaus, in jedes Restaurant, auf Gartenpartys einfach überall. Sie zeigte nie Angst, wenn es ihr zuviel wurde, dann hat sie sich in eine Ecke gelegt und geschlafen. Das hat sie schon gemacht, seit sie 4 Wochen alt ist. Ich musste eigentlich nie sonderlich aufpassen, dass sie genug Ruhe bekommt, denn die hat sie sich selbst verordnet. (Ich habe natürich trotzdem drauf geachtet, aber Numa war echt gut)
Angefangen mit dem ganzen Mist hat es als sie läufig wurde im Februar. Da ging es ganz langsam schleichend los. Vielem habe ich keine Beachtung geschenkt, in der Hoffnung sie beruhigt sich wieder, so wie es Verena oben beschrieben hat, aber mittlerweile ist das ganze einfach so ausgeprägt, dass ich Angst habe, dem nicht mehr Herr zu werden.
Mittlerweile glaube ich auch, dass Numa so auf dem lande besser aufgehoben wäre, aber mein Mann zeigt mir nen Vogel, wenn ich ihm sage, ich will wegen dem Hund umziehen...
@Esi: Ja, die Kombination der Rassen, die bei Numa zusammentreffen sind... ja wie soll ich es sagen... schwierig würde ich es nicht nennen, denn eigentlich ist sie ein super leicht erziehbarer Hund. Sie ist jetzt in einem Alter wo viele über ihren Hund stöhnen und erzählen, dass er er sich immer neuen Mist ausdenkt oder sich auflehnt, bei Numa trifft nichts davon zu. Sie benimmt sich zuhause total vorbildlich. Auch sind wir gern gesehene Gäste, weil sie sich immer zu benehmen weiß. Sie macht gut beim Sport mit und auch mit der UO habe ich keinerlei Probleme.
Sie ist ein super sensibler Hund, der hervorragend auf Körpersprache reagiert. Das habe ich leider erst sehr spät gemerkt, aber ich glaube noch rechtzeitig. Ich glaube, sie kann mal ein hund werden, mit dem man nur über Blicke kommuniziert, so gut beobachtet sie. Zum Teil klappt das jetzt schon
Aber genau darin liegt dann wahrscheinlich auch mein größtes Problem, denn ich weiß oftmals nicht, was genau ich jetzt für falsche Signale aussende, denn es sind so minimale Sachen.
Um mal ein Beispiel zu bringen: Ich kann sie durch ein anschauen ins Sitz bringen und durch ein Blinzeln ins Platz und durch ein nach oben schauen kommt sie wieder hoch. Das habe ich ihr so niemals beigebracht, ich habe einfach irgendwann gemerkt, dass es funktioniert...
Ich habe am Donnerstag ein Termin bei einer Praxis die auf auf Neurologie und auf Endokrinologie spezialisiert ist. Ich bin dort eigentlich, weil Numa Zitteranfälle hat, die aber hauptsächlich im Freilauf passieren, wo sie ja eigentlich entspannt ist. Da werde ich dann aber auf jeden Fall auch das Thema auf den Tisch bringen, denn da das ganze aufgetreten ist, seit sie läufig war, kann es ja gut sein, dass es doch mit den Hormonen zusammenhängt.
Ich habe heute bei unserem Spaziergang mal versucht sie die ganze Zeit im "Fuß" zu belassen. Es hat mehr oder weniger gut funktioniert, denn "Fuß" gehen, habe ich bislang noch nie richtig mit ihr geübt.
Was mir aufgefallen ist: In dem Moment, wo ich sage was passiert ist sie ruhig und entspannt. Sie ist aufmerksam und macht gut mit. (Ich hab natürlich zwischendurch auch andere kleine UO-Übungen mti ihr gemacht, damit es nicht langweilig wird.) In dem Moment, wo ich aber auch nur für vielleicht 20 Sekunden kein Kommando gebe, sehe ich förmlich, wie ihr Streßpegel wieder hochfährt und einmal hat sie auch angefangen zu fixieren (einen sowas von dicken Dackel, das hab ich noch nicht gesehen!). Als der dackel dann kurz hinter einem Auto verschwunden war, konnte ich sie dann auch wieder auf mich aufmerksam machen und wir konnten weiter fußgehen.
Kann es vielleicht sein, dass sie das Gefühl hat, dass sie in solchen Momenten die Führung übernehmen muss, aber sie damit einfach völlig überfordert ist?
Numa ist nämlich ansonsten ein Hund, der überhaupt nicht gern die Führung übernimmt. Sie ordnet sich immer unter, selbst dem kleinsten Hund oder auch Kindern. Und natürlich mir gegenüber.
Wenn dem so sein sollte, wie kann ich ihr dann beibringen, dass sie das nicht braucht? Ich mein, wenn sie ohne Leine ist, dann hat sie ja auch nicht das Gefühl, dass sie das muss... 