Beiträge von Leela

    Ich glaube, es ist veranlagung... so wie manche menschen ständig mückestiche haben und andere nicht...

    Ich habe Numa noch nie was gegen Zecken gegeben, weder irgendeine chemie, noch Knoblauch oder so.

    Sie ist jetzt genau ein Jahr bei mir und in der Zeit hatten wir 7 Zecken :)

    Zitat

    Also erfahrungsgemäß wird der Hund hibbeliger, wenn der Halter nur drauf wartet...also dann, wenn der Halter eben nicht so 100% überzeugt losmarschiert.
    Angstobjekte hab ich auch öfter umkreist, auch direkt daneben gearbeitet, was ja auch nur Ablenkung ist.
    Am besten funktioniert das auch für Halter die nur drauf warten, dass der Hund wieder ängstlich wird, wenn sie die Situation bewußter herbeiführen, also sich absichtlich in eine Situation begeben in der der Hund Angst/Unsicherheit zeigt. Und dort dann konsequent arbeiten.
    Der Hund versteht nicht, warum der Halter angespannt ist, er merkt nur die Anspannung- das ist das Problem.
    Und je öfter der Hund Unsicherheiten zeigt umso mehr spannt sich der Halter vor solchen Situationen an..wenn auch unfreiwillig.
    Das heißt harte Arbeit an sich selber.

    Einerseits das, andererseits muss man aber auch eine Möglichkeit finden, wie man direkt mit der Situation fertig wird, denn ich weiß aus eigener Erfahrung und Sam-Benni hat es ja auch geschrieben, dass der Hund plötzlich vor völlig bekannten Dingen Angst hat.
    Entweder man läuft dann mit einer Daueranspannung durch die Gegend weil man innerlich schon davon ausgeht, dass der Hund gleich wieder vor irgendwas angst bekommt (was fatal ist) oder man läuft einfach völlig unbekümmert in Situationen rein und sitzt dann mitten im Chaos. Man kann sich in dem Fall nicht vorsichtig annähern.
    Problematisch ist auch, dass man solche Situationen nur schwer üben kann, denn manches mal zeigt der Hund, manches mal interessiert es ihn null.

    Mir sind beide Situationen sehr bekannt. Ich habe die Erahrung gemacht, dass es so gut wie gar nicht möglich ist, direkt am Objekt zu arbeiten, weil man den Hund eben so gut wie gar nicht vorsichtig heranführen kann.

    Bei uns hat es nur geholfen, dass ich meine Grundeinstellung überarbeitet habe, bzw noch überarbeite und dem Hund dadurch draußen die Sicherheite vermittle, die er braucht um eben keine Angst mehr zu haben.

    Zitat

    Könnte daran liegen, dass Deine Reaktion eine ganz stetig vorhandene Belohnung für den Hund ist und der Hund einen sogenannten "Löschungstrotz" zeigt. Das heißt, ein Verhalten, dass immer belohnt wurde, wird ersteinmal stärker, wenn man plötzlich mit der Bestätigung aufhört. Dann, wenn es richtig heftig ist, dann hat man es meist überstanden.


    Das verstehe ich gerade nicht richtig, kannst du vielleicht ein Verhalten beschreiben, damit ich weiß, was ich "belohnt" habe, bzw wie ich "belohnt" habe..?[/quote]

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    Ich habe bei meinen Angsthasen die Erfahrung gemacht, dass es am besten ist, wenn ich die Angst übergehe und einfach mit dem weitermache, was ich mache... So nach dem Motto: Da is gar nix.

    Das habe ich auch mal eine Zeitlang versucht, aber bei uns war es genau andersrum... Numa wurde immer hibbeliger, so nach dem Motto: "frauchen, guck doch da ist was, da ist was! Bist du blind oder was?!?!"

    Ich mache es jetzt so, dass ich ganz bewusst in die Richtung gucke, wo das "Ungeheuer" ist, und dann ganz ruhig sage "ist okay" und dann einfach weitergehe oder umdrehe oder wie es gerade in der Situation passt.

    Also den Hund sozusagen in seiner Angst schon ernst nehmen, aber es nicht überbewerten, sondern die Situation als weitere Möglichkeit zu nutzen, zu beweisen, dass man alles im Griff hat...

    Also da ich ja auch so ein Exemplar zuhause hab, meld ich mich hier auch nochmal zu Wort :)

    Also ein guten Tipp für mich habe ich aus dem Bloch-Buch gezogen.
    Wenn du mit ihm spazieren gehst, dann wechsel möglichst oft den Weg an Weggabelungen. Also Hund läuft vor, schlägt einen möglichen Weg ein, und du nimmst bewusst den anderen Weg.
    So dass er gezwungen ist, mehr auf dich zu achten. Oder auch mal beim Laufen einfach urplötzlich umdrehen und in die andere Richtung gehen.
    So dass er merkt "Hey, Frauchen weiß genau wos langgeht, ich muss nach ihr gucken!" Stärkt auch ungemein die Bindung. ;)
    (Bloch begründet es so, dass auch Jungwölfe ab und zu mal die Führung übernehmen, aber wenn sie zB an eine Weggabelung kommen und nicht weiter wissen, sie sich hilfesuchend nach den eltern umdrehen. Diese zeigen ihnen dann ohne großes Trara den richtigen Weg)

    Ansonsten auch drauf achten, dass er immer Schutz bekommt von dir wenn er ihn braucht. Also bei Hundebegegnungen oder auch anderen Angstsituationen.
    Bleib ruhig und souverän (oder versuche es zumindest).

    Geh in soweit auf seine Angst ein, dass er merkt, du nimmst es ernst, aber seine Angst ist trotzdem unberechtigt, denn du hast die Situation im Griff.
    Also geh Bögen um "gefährlich Dinge" und sieh zu, dass du zwischen dem Ding und dem Hund bist. Dass du sozusagen schützend vor ihm bist.

    Bei mir war es auch so, dass ich von heute auf morgen, den ganzen tag mit dem Hund zuhause war. Ich musste auch erst lernen, den Hund auch mal in ruhe zu lassen. Ist manchmal wirklich schwer...
    Aber es hilft!
    Besonders der fehlende Augenkontakt (also wenn man zB am Hund vorbeiläuft, ihn nicht anzugucken, sondern wirklich nur gradeaus zu gucken) hat bei uns fast schon wahre Wunder gewirkt.

    Mehr sachen fallen mir gerade so schnell nicht ein, aber vielleicht später :^^:

    Also ich verstehe es bei meiner Hündin so:

    Numa ordnet sich gerne unter. Sie will nicht die Führung übernehmen. Sie ist froh, wenn das andere machen (ob nun Hund oder Mensch). (Was nicht heißt, dass sie auch mal ihre Grenzen austestet und versucht mehr für sich rauszuschlagen ;) )
    Wenn ich nun als chef ihr viel aufmerksamkeit schenke, dann glaubt sie irgendwas stimmt nicht. Ich zeige dann einfach in ihren Augen Unsicherheit. Schleime mich bei ihr ein, wie ein unterwürfiger Hund. Sie glaubt, sie müsste dann die Führung übernehmen und dadurch wird sie unsicher und ängstlich.
    Sie schlägt dann auch öfter an (was sie sonst so gut wie nie tut) und hört auch nicht mehr so gut (wieso sollte sie sich etwas von einem rangniedrigeren sagen lassen??)
    Wenn ich aber nun souverän durch die Welt gehe und sie einfach folgen lasse und eher darauf warte, dass sie sich mir nähert (worauf ich dann auch nicht immer eingehe) dann ist für sie die welt in ordnung.
    viel hat mir das buch von günther bloch geholfen (der wolf im hundepelz)

    Versuch mal was: Beachte mal deinen Hund einen ganzen Tag lang nicht. Also geh mit ihm Gassi und mach ein paar UO-Übungen. Aber spiele mal nicht und kuschel nicht. Wenn er sich annähert, dann schicke ihn weg. (Nur für einen Tag, das schadet nicht ;) ) Sehe zu, dass du ihn nicht anschaust, tu als wäre er Luft.
    Bei Numa schindet das enormen Eindruck. Es hilft ihr, sich zurecht zu finden. Bei ihr hält dieser "Effekt" mehrere Tage an, auch wenn ich die Tage danach wieder ganz normal mit ihr umgehe, also spiele und kuschel.

    Ich hoffe, du verstehst den Zusammenhang nun etwas besser, wenn nicht, dann frag einfach nochmal. Ich habe das auch erst sehr spät verstanden, eigentlich nur durch einen zufall, weil ich mit etwas anderem beschäftigt war und mich nicht soviel um sie kümmern konnte und da hab ich gemerkt, dass auf einmal ihre unsicherheit wegging usw.

    Besser die Tierrettung anrufen, als zu Hause sitzen und gar nix zu machen.
    Wenn man die Tierrettung anruft, dann fragen sie einen auch, wie gefährlich die Lage ist und raten einem auch, wenn es geht, sollte man lieber selbst zum TA fahren.
    Ich habe auch mal die Teirrettung angerufen und da haben sie mir das auch gesagt, und meinten, wenn nicht, dann soll ich später nochmal anrufen, dann kommen sie vorbei. (ist ne lange geschichte warum das so war, würde hier jetzt den rahmen sprengen ;) )