îch koche gerade innerlich... wer diesen Satz formuliert hat, gehört ja wohl mal so richtig geohrfeigt:
"Vom Wesen ähnelt der Australian Shepherd dem Golden und Labrador Retriever."
steht in diesem "tollen" link
http://www.hundund.de/rassen/australianshepherddog/
sowas finde ich grob fahrlässig!
so. Und wegen eurer Ansprüche an den Hund. Ich hab ja nun auch nen Aussie, und der ist NICHT völlig aus der Art geschlagen, ich würd sagen, der ist durchschnittlich rassetypisch:
- seine Bellfreudigkeit kriegt man nicht mal eben durch ein bissl Hundeschule und Erziehung weg! Wer das glaubt, ist aufm falschen Dampfer. Da brauchts schon Durchsetzungsvermögen, weil mein Aussie dieses nämlich auch durchaus besitzt! Was ich innerhalb von 3 Jahren (so lange habe ich ihn jetzt) gelernt habe, ist: Auftreten, und zwar auch mal mit dem Fuß auf dem Boden, wenn du weißt, was ich meine 
- verträglich ggü. Artgenossen: ja, solange sie entweder weiblich oder kastriert sind! Auf ne ordinäre Hundewiese gehe ICH mit dem nicht mehr!
- Wach- und Schutztrieb (bei meinem Exemplar in Kombination mit Unsicherheit -> auch keine Seltenheit). Bedeutet: STÄNDIG aufpassen, ob irgendwo Kinder langrennen, er macht bei mir im Büro einen auf Hausmeister, er lässt teilweise keinen an mich ran, er will von Fremden nicht gestreichelt, nicht einmal angeschaut werden usw. usw. Und auch das ist nicht mal eben mit ein bissl Hundeschule wegzubekommen. Es ist sein Wesen und ich muss es kontrollieren. Ach ja, Kinder habe ich nicht vor, mir anzuschaffen. Mit DIESEM Hund eh nicht möglich
Was aber auch nicht bedeutet, dass das nicht geht...
- Auslastung: da kommen wir zum angenehmen Punkt an dem Hund. Man kann mit ihm was machen. Wobei man beim Aussie dessen Kreativität nicht unterschätzen sollte! Damit meine ich, dass ein Aussie gerne Aufgabe neu interpretiert und eigenständig nach Lösungen sucht. Das kann ganz schön anstrengend sein
Ich hab lange nach einer idealen Beschäftigung gesucht und bin beim Obedience gelandet. Was er auch ganz gerne macht ist Longieren, Agy wäre bestimmt auch was für ihn, wobei ich denke, dass er da tendentiell hohl drehen würde. Da hätten wir dann ne schöne Aufgabe hinsichtlich "ruhig bleiben, wenn du nen Parcour erblickst".... Da mir das zu anstrengend wäre, fang ichs gar nicht erst an. Da langt ein bisschen City- oder Wald-Agy 
Ich bin Hundeanfänger gewesen, aber mir war von Anfang an klar, dass es schwierig werden könnte. Meine Erwartungen wurden um ein vielfaches übertroffen. Die ersten 2 Jahre waren nicht nur schwierig, sie haben mich teilweise an den Rand der Verzweiflung gebracht.
Mein Hund ist jetzt gute 3, ich denke mal, mit 4 Jahren wird er dann so halbwegs "erwachsen" sein 