ich kann deinen Frust absolut nachvollziehen. Hatte auch so meine Schwierigkeiten damit, dass mein Hund oft gar nicht so wollte wie ich, obwohl wir trotzdem irgendwie zusammengewachsen sind. Klingt paradox, aber vielleicht MUSS es auch so sein?
Irgendwie bin ich überzeugt davon, dass die Entwicklung des Hundes bzw. die Entwicklung der Beziehung zwischen Mensch und Hund mehr oder weniger starken Schwankungen unterlegen ist, vor allem DANN, wenn sich was tut. Dein Hund versucht dich zu verstehen, aber er spricht deine Sprache nicht. Es ist ein ständiges Vor und Zurück, aber nur aus deiner Sicht, denn dein Hund weiß ja nicht, wohin du mit ihm willst, er kann nur raten... Und wenn er rät, dann beschäftigt er sich damit, was du von ihm willst, und das ist ja ein gutes Zeichen - du bist ihm nicht egal.
Im Laufe der Zeit werden (nach meiner Theorie) die Schwankungen kleiner, weil man sich kennen gelernt hat und jeder weiß, was er vom anderen erwartet bzw. verlangen kann. Aber das dauert seine Zeit, sicherlich JAHRE bei einigen Mensch-Hund-Konstellationen. Und bestimmte Dinge kann man vielleicht einfach nicht verlangen! Ich z.B. kann von meinem Hund nicht verlangen, dass er sich von fremden Kindern anfassen lässt. Ich brauche da keinen Frust drüber zu schieben, sondern kann mich im Gegenteil darüber freuen, meinen Hund in dieser Beziehung verstanden zu haben (er braucht Abstand, er kommt nicht damit klar, wenn fremde Kinder ihm zu nahe kommen, ihn stresst das). Ich kann ihm aber helfen, wenn ich herausgefunden habe, wie klein der Abstand minimal sein muss...
Ich kann nur sagen: weiter arbeiten, aber Ansprüche vielleicht etwas runterschrauben. Die Zeit bringt den Erfolg! Irgendwann macht's Klick und das ist es dann ![]()