Beiträge von jennja

    da gehe ich komplett konform, Hummel, ich hab nur irgendwie eine Abneigung gegen dieses "Rudelführergefasel". Für mich ist das Unsinn und ich finds auch irgendwie albern. Aber dass Hunde Sicherheit und eine faire und souveräne Anleitung durch ihren Menschen benötigen, das ist klar und würde ich auch nie abstreiten, im Gegenteil.

    Aber wenn ich mich hinstelle und sage "also heute bin ich irgendwie nicht der Chef hier", dann wird das am Verhalten meines Hundes auch nichts ändern :D

    Nun ja, am Ende ist es sicherlich eine Frage der Definition und bestimmt meinen hier viele dasselbe, auch wenn sie es unterschiedlich ausdrücken.

    ich möchte auch gerne wissen, warum der Mensch immer unbedingt einen bestimmten "Status" haben muss, vor allem gegenüber einem Tier :???:

    langt es denn nicht, dass man sagen kann: mein Hund und ich, wir leben ein harmonisches Leben zusammen, in dem die Kommunikation gut funktioniert und der eine sich auf den anderen verlassen kann? Wieso muss ich mich zwingend auf eine vermeintlich höhere Stufe stellen, mal abgesehen davon, dass meinem Hund das völlig wumpe ist, ob ich mir ein T-Shirt mach, wo drauf steht "Ich bin hier der Cheffe!" (mal ganz provokativ gefragt :roll: )

    ich würde dann wohl wirklich mal an den Fütterungszeiten rumprobieren.

    Nahrung an sich bleibt recht lange im Hund (verglichen mit dem Menschen), es ist aber auch davon abhängig, was gefüttert wird.

    Unser Hund wird nur einmal am Tag gefüttert (roh, mit Gemüse und Kartoffeln o.ä.), und zwar abends, teilweise auch recht spät (21 Uhr oder noch später, aber das ist eher die Ausnahme, sonst ist es ca. 19/20 Uhr). Der muss aber nachts nicht, sondern eher im Gegenteil, morgens dauert es recht lange, bis er sein Geschäft verrichtet, manchmal macht er auf dem ersten Gang, wenn dieser vor 8 Uhr ist, gar nicht...

    Deshalb vermute ich, dass bei euch nicht die Uhrzeit der Abendfütterung für das Nachtsmüssen ausschlaggebend ist, sondern die Morgenfütterung. Ich würd da mal verschiedenes ausprobieren und noch mal ganz genau beobachten, wann er was bekommt und wann er muss, sozusagen ein Fütterungs- und Verdauungsprotokoll führen.

    der Hund schläft allein in der Küche?
    möglicherweise stresst ihn das und dies zeigt sich eben so ;)

    ich würde mal drüber nachdenken, ob es nicht sinnvoll ist, den Hund in dem Raum schlafen zu lassen, wo auch der Mensch sich aufhält, denn sonst KANN er sich ja gar nicht melden :roll:

    Ja, es gibt Border, die nicht hüten. Wenn ich einen Border garantiert ohne Hüteeigenschaften haben will, dann gucke ich mich im TS um, das ist alternativlos! (ich gucke ja auch ab und zu auf den Notseiten, aber bisher war noch keine Hündin dabei, die in Frage gekommen wäre.... :roll: )

    Saltimbanco, Yorkiefan & Grimaldi: danke! :gut:

    Das Problem beim Border ist halt, dass er so verdammt leicht zu lenken ist (scheinbar!). Der macht eben ALLES mit. Aber woher kommt das? Er MUSS eine enorm hohe Kooperationsbereitschaft aufweisen, sonst nützt er dem Schäfer einfach mal gar nichts! Welchen Hund kann man schon über Hunderte Meter mit Pfiffen lenken?? Das kann ja nur ein absoluter Spezialist sein, ein Fachidiot, der aber überdies meist in der Familie lebt und sich dort so anpasst, dass er im Haus nicht stört, weil er zum Arbeiten an der Herde benötigt wird und das wars! Im Idealfall ist der Border also draußen extremst schnell, führig und aufmerksam und im Haus ausgeglichen und unauffällig. Das macht ihn leider Gottes zum perfekten Sporthund... :/

    Und zu der Frage, ob der Border "auch nur ein normaler Hund" ist - nein, genau das ist er nicht! :smile:

    Ich würde mal so weit gehen, zu behaupten, wer unbedingt einen Hütehund will, der sich für viele sportliche Aktivitäten eignet und der nicht hüten MUSS, der ist mit nem Sheltie oder sogar (erschlagt mich!) Aussie aus entsprechenden Linien und wo wirklich auf das Wesen der Elterntiere geachtet wird, immer noch besser bedient als mit nem Border :smile:

    Ich habs ja in dem Thread "Hüten als Sport" schon geschrieben - ich träum auch vom BC, aber es bleibt eben für lange Zeit erstmal beim Träumen, weils einfach nicht fair wär, dem Hund nur unbefriedigenden Ersatz anbieten zu können.

    Ach und da fällt mir noch etwas ein: Und zwar auf die Frage, was ist, wenn der Border nicht hüten will:
    1. denke ich nicht, dass das dem 8-Wochen alten Welpen auf der Stirn geschrieben steht (korrigier mich bitte, Corinna)
    2. ist das, wenn man vom Ursprung der Rasse ausgeht, eher die Ausnahme
    3. wenn es doch vorkommt, dann kann man als Ottonormal-HH froh drüber sein, aber man darf NIEMALS vor der Anschaffung darauf spekulieren! Klar, es hätte auch sein können, dass mein Aussie nicht reserviert ist und dass er keinen Schutztrieb ausbildet. Er hat sich da aber an der Rassebeschreibung orientiert und somit bin ich nicht überrascht oder enttäuscht :D

    also mal für Laien und da das hier ja auch Thema war...
    wie bekomme ich denn nun eine ausreichende CA-Versorgung hin, unter der Prämisse, dass auch das CA/P-Verhältnis stimmt und wenn ich KEINE Knochen (außer hin und wieder Hühnerklein, Hühnchenhälse) füttere.

    Und noch eine Frage: ich füttere recht häufig Kopffleisch. Wie wirkt sich das aufs CA/P-Verhältnis und die CA-Versorgung aus?

    und weil wir schon dabei sind :D
    ich gebe meistens zum Futter den Hokamix 30 oder Luposan Kräuterkraft 30 Pulver hinzu. Da ist ja auch CA drin, nur frage ich mich, ob das als Zusatz reicht, um den Bedarf zu decken?

    entschuldigung, wenn meine Fragen etwas blöd sind, aber ich bin auch eine von denen, die es nicht ganz soooo genau nehmen, allerdings möchte ich das gerne ändern...

    Zitat

    Warum kein Golden aus Arbeitslinien? Steht dem Border Collie in Sachen Führigkeit in nix nach, belegt regelmäßig vordere Plätze bei Obedience Wettkämpfen (WM Niveau), gleiche Fitness, und leicht durch Dummyarbeit auslastbar.

    also wenn ich mich hier mal angesprochen fühlen darf, auch wenn ich es nicht war :D

    für mich wäre es tatsächlich eine Überlegung wert, in Richtung Retriever zu gehen (aber der Toller wärs hier), nur es geht ja nicht nur um die Führigkeit, die Sportlichkeit und die Schnelligkeit, sondern um das gesamte Wesen, den Charakter, nun ja, das Gesamtpaket eben. ;) Ein Golden ist halt kein Border, auch wenn er aus HochleistungsAL kommt...

    also erstmal, ich kann deine Gedankengänge total gut nachvollziehen!! Ich bin selber total fasziniert vom Border und träume auch davon, irgendwann mal einen zu haben. Aber! Es muss halt wirklich gut durchdacht sein. Und da finde ich es ehrlich gesagt super, dass du dir Gedanken machst und hier fragst.

    Ich muss auf der anderen Seite sagen (hat jetzt nichts mit dir persönlich zu tun!!), dass ich ein bisschen mit Bauchschmerzen diesen neuen Trend beobachte, dass "Hinz&Kunz" sich Border und passend dazu dann Hobbyschafe, sozusagen als Trainingsspielzeug FÜR den Hund, anschaffen. Das finde ich ziemlich daneben. Also diesen Gedankengang -> ich schaff mir ein halbes Dutzend Schafe an, damit mein Border was zu tun kriegt. Ich habe es jetzt aber auch nicht so verstanden, dass du genau DAS vorhast, sondern ich finde es klasse, dass du die Möglichkeit in Betracht ziehst, bei echter Arbeit zu helfen!

    Das andere, was ich ehrlich gesagt etwas doof finde, ist, dass viele sich nun Border anschaffen, um mit denen gezielt einen bestimmten Sport auszuüben - sei es Obi, Agy, Flyball oder was auch immer. Da steht der Sport dann auch schon vor der Anschaffung fest und die Enttäuschung ist groß, wenn der Hund sich nicht eignet, oder aber, weil der Border ja sehr fügsam ist - es wird ihm einfach aufgedrückt, fertig. Das ist jetzt etwas überspitzt ausgedrückt, aber oft so zu beobachten. Man gehe mal auf ein größeres Agy-Turnier und mache die Augen auf... Ursprünglich wurde eine Disziplin wie Obedience mal als Zweit/Alternativjob für Gebrauchshunde, die grad nichts zu tun haben, entwickelt. Heute ist es andersrum - Obedience/Agy/..... ist der HAUPTjob vom BC und weil man ja gnädig ist und wenigstens ein bisschen die Anlagen vom Hund bedienen will, geht man 1 X pro Woche an Schafe und macht den Hund platt. So bitte nicht! (Auch das ist nicht auf dich persönlich bezogen, sondern stößt mir allgemein etwas auf, wenn ich das mal so sagen darf).

    Einen BC mit Obi & Co. zu beschäftigen ist sicher nicht falsch, aber man sollte sich überlegen, ob man die Priorität einer Rasse richtig setzt! Natürlich gibt es bereits sog. "Obedience-Linien", aber hier muss man sich auch die Frage stellen, ob das einer Rasse gerecht wird (völlig wertfrei meinerseits in den Raum geworfen).

    Was ich an deiner Stelle machen würde.... Ich würde mir die Verpaarung wirklich genau angucken, hinsichtlich Anspruch der Tiere, Temperament und "Klarheit im Kopf", und dann würde ich tatsächlich bei deinen Bauern/Schäfern, die du so bei dir hast, nachfragen, ob es wirklich gewünscht ist, dass du mit einem Border, der vielleicht kein Hüteass ist, auch noch helfen kannst/darfst/sollst, wie so eine Ausbildung aussehen könnte, was dein Hund mitbringen muss usw.