also erstmal, ich kann deine Gedankengänge total gut nachvollziehen!! Ich bin selber total fasziniert vom Border und träume auch davon, irgendwann mal einen zu haben. Aber! Es muss halt wirklich gut durchdacht sein. Und da finde ich es ehrlich gesagt super, dass du dir Gedanken machst und hier fragst.
Ich muss auf der anderen Seite sagen (hat jetzt nichts mit dir persönlich zu tun!!), dass ich ein bisschen mit Bauchschmerzen diesen neuen Trend beobachte, dass "Hinz&Kunz" sich Border und passend dazu dann Hobbyschafe, sozusagen als Trainingsspielzeug FÜR den Hund, anschaffen. Das finde ich ziemlich daneben. Also diesen Gedankengang -> ich schaff mir ein halbes Dutzend Schafe an, damit mein Border was zu tun kriegt. Ich habe es jetzt aber auch nicht so verstanden, dass du genau DAS vorhast, sondern ich finde es klasse, dass du die Möglichkeit in Betracht ziehst, bei echter Arbeit zu helfen!
Das andere, was ich ehrlich gesagt etwas doof finde, ist, dass viele sich nun Border anschaffen, um mit denen gezielt einen bestimmten Sport auszuüben - sei es Obi, Agy, Flyball oder was auch immer. Da steht der Sport dann auch schon vor der Anschaffung fest und die Enttäuschung ist groß, wenn der Hund sich nicht eignet, oder aber, weil der Border ja sehr fügsam ist - es wird ihm einfach aufgedrückt, fertig. Das ist jetzt etwas überspitzt ausgedrückt, aber oft so zu beobachten. Man gehe mal auf ein größeres Agy-Turnier und mache die Augen auf... Ursprünglich wurde eine Disziplin wie Obedience mal als Zweit/Alternativjob für Gebrauchshunde, die grad nichts zu tun haben, entwickelt. Heute ist es andersrum - Obedience/Agy/..... ist der HAUPTjob vom BC und weil man ja gnädig ist und wenigstens ein bisschen die Anlagen vom Hund bedienen will, geht man 1 X pro Woche an Schafe und macht den Hund platt. So bitte nicht! (Auch das ist nicht auf dich persönlich bezogen, sondern stößt mir allgemein etwas auf, wenn ich das mal so sagen darf).
Einen BC mit Obi & Co. zu beschäftigen ist sicher nicht falsch, aber man sollte sich überlegen, ob man die Priorität einer Rasse richtig setzt! Natürlich gibt es bereits sog. "Obedience-Linien", aber hier muss man sich auch die Frage stellen, ob das einer Rasse gerecht wird (völlig wertfrei meinerseits in den Raum geworfen).
Was ich an deiner Stelle machen würde.... Ich würde mir die Verpaarung wirklich genau angucken, hinsichtlich Anspruch der Tiere, Temperament und "Klarheit im Kopf", und dann würde ich tatsächlich bei deinen Bauern/Schäfern, die du so bei dir hast, nachfragen, ob es wirklich gewünscht ist, dass du mit einem Border, der vielleicht kein Hüteass ist, auch noch helfen kannst/darfst/sollst, wie so eine Ausbildung aussehen könnte, was dein Hund mitbringen muss usw.