dann mal was von Grisus und Junes Verwandtschaft 
Bela hat Wach- und Schutztrieb, aber dazu ist er auch sehr unsicher. Er ist kein selbstbewusster Hund, der sich im Griff hat und weiß, was er tut. Das Gegenteil ist der Fall. Bei ihm muss man schon sehr mitdenken und vorausschauend Gassi gehen. Wobei es draußen mittlerweile wirklich geht! Wir wohnen nicht mehr in der Stadt und er kommt auch nur noch selten dorthin mit. Hier aufm Dorf ist alles schön übersichtlich, das macht es einfach. Im Dunkeln leine ich ihn nicht ab (er geht aber auch sonst sehr viel an der Schleppleine). Wenn uns wer entgegenkommt, wird er rangerufen, auf die abgewandte Seite geschickt und Blickkontakt eingefordert. So kommen wir an den allermeisten Menschen vorbei. Problematisch sind Kindern, aber auch nur dann, wenn sie unkontrolliert sind und nah an ihm vorbeirennen usw. Da muss ich wirklich Deckeln. Oder ich werfe ne Handvoll Leckerlis auf den Boden. Ich klickere auch viel, aber es hilft nicht wirklich gut. Man fängt bei ihm wirklich jeden Tag wieder bei 0 an.
Wie gesagt, draußen kommen wir gut klar, drinnen sieht es anders aus. Besuch von Fremden ist sehr schwierig mit ihm, meisten sperre ich ihn weg, weil er einfach nur (sorry) nervt ohne Ende. Er bleibt zwar in seinem Körbchen, wenn man das von ihm verlangt, aber er kläfft von dort, und das wirklich ausdauernd. Da haben wir aber auch Fehler gemacht, indem wir das nicht oft genug geübt haben. Zudem ist Bela extrem reserviert, argwöhnisch und misstrauisch gegenüber Fremden.
Im Garten meldet er ungewöhnliches kurz und geht dann sofort rein (ist so antrainiert).
Bei Bela muss man einfach immer ein Auge drauf haben, und das wird auch so bleiben, das kann man nicht ausschalten. Dieser Aussie (ich wage mal die pauschale Aussage, dass das bei den meisten Aussies so ist) kriegt alles mit, dem entgeht nichts und der hat auch zu allem ne Meinung. Laut ist der auch. Aber er kann sich mittlerweile ganz gut kontrollieren. Er wufft zB nach, das kann man nicht abstellen, oder er brummt in sich rein. Aber das ist ein Fortschritt gegenüber durchgängigem Alarmbellen!
Zu meiner Lee kann ich noch nicht viel sagen. Ist ja die Schwester von June und bei ihr merkt man den Wach- und Schutztrieb zwar auch schon, aber nicht so extrem wie bei June. Lee ist ja nicht so distanziert, sie geht sehr offen auf Fremde zu. Aber im Dunkeln meldet auch sie! Sie ist aber immer ansprechbar. Ich hole sie dann in die Aufmerksamkeit und belohne diese bzw. belohne, wenn sie selbständig zu mir guckt o.ä. Im Dunkeln Gassigehen ist mit ihr noch easy, auch ohne Leine, aber ich bin schon darauf vorbereitet, dass sie irgendwann den ersten Passanten stellen wollen wird. Da bin ich schon sensibilisiert durch Bela.
Bei fremden Hunden ist Lee auch erstmal ablehnend eingestellt. Sie pöbelt auch gerne mal an der Leine oder steigt auf das Pöbeln anderer Hunde ein. Hier gibt's dann auch mal Ärger mit mir, denn das mag ich nicht. Sie wird aber auch großzügig belohnt, wenn sie sich auf mich konzentriert und den Hund auf der anderen Straßenseite links liegen lässt.
Fazit: einfach laufen lassen und nicht weiter drauf achten geht bei meinen Aussies zu keiner Zeit! Man muss immer vorausschauend gehen und auch mal durchgreifen, vor allem die Hunde lesen und frühzeitig von ihren Ideen abbringen.