also aus meiner Erfahrung heraus kann ich sagen, dass wenn es für den Hund etwas gibt, in dem er völlig aufgeht und was er aus eigenem Antrieb heraus tun will, dann ist es ihm egal, ob er eigentlich total unsicher oder zurückhaltend oder reserviert oder sonstwas ist.
Beispiel 1: Bela. Reserviertheit in Person (wirklich!). Beim unserem ersten Trailversuch hat er mich von den Socken gehauen, wie er da plötzlich alles ausgeblendet hat. In dem Moment, wo er suchen durfte (er liebt es, zu suchen), hat er ALLES ringsum vergessen, hatte keine Scheu mehr vorm Opfer und es interessierte ihn sonst auch keiner mehr, der mit uns mitgegangen ist (es gehen ja immer noch Personen (in dem Fall für ihn völlig Fremde) mit). er hätte sich hier auch von Fremden lenken lassen.
Beispiel 2: meine Kleine bei ihrem ersten richtigen Hüteversuch. Anfangs merkte man, dass sie extrem auf mich fixiert ist. Sie wollte absolut nicht hinter den Schafen herlaufen und sie wollte auch nichts mit der anderen Person in der Arena (ihrer Züchterin übrigens ;-)) zu tun haben. Sie hatte ihre Augen NUR bei mir, fragte ständig, was das hier soll... Das konnte sie aber nach einer Weile komplett ablegen und es machte Klick in ihrem Kopf und "es" war einfach da. Auch hier war es dann völlig egal, ob ich oder die andere Person mit ihr gearbeitet hat.
Mir sagt das viel über meinen eigenen Umgang mit meinen Hunden aus, gibt mir auch sehr zu denken... Aber es ist nun mal so: Alltag und ARBEIT sind zwei völlig verschiedene paar Schuhe.