ich würde Kontakt mit anderen intakten Rüden gezielt und unter kontrollierten Bedingungen üben!
Mein Rüde (kastriert, ist aber auch leider recht "assi" bei intakten Rüden), hat gelernt, andere Rüden in unserem Dunstkreis zu akzeptieren, wenn die Rahmenbedingungen passen:
- der andere Rüde ist zwar in der Nähe, will aber nichts von ihm!!
- ich habe die Kontrolle, sprich mein Rüde ist dann meist angeleint
- wir können zB wunderbar mit anderen Rüden zusammen Gassi gehen, wenn der andere von ihm ferngehalten wird und man einfach nur so nebeneinander herläuft
klappt das gut und man ignoriert sich, ist kontrollierter Freilauf möglich. Aber dazu muss eine Gewöhnung stattgefunden haben.
ich gehe mit ihm niemals auf Hundewiesen oder Plätze, wo fremde Hunde / insbesondere Rüden einfach vogelwild durcheinander laufen und Begegnungen unausweichlich sind
Ich schirme ihn ab, wenn uns wer mit Hund entgegenkommt.
Was ich machen würde, wenn ich du wäre: mir Leute mit souveränen, unkastrierten Rüden suchen, mit denen ich das oben genannte üben kann.
Mein Rüde kommt mit einer Handvoll unkastrierter Rüden gut zurecht, bei fremden muss ich einfach gucken und managen. Ich gehe vorausschauend Gassi und lass mich nicht auf unnötige Experimente ein, von denen ich weiß, dass sie schiefgehen werden.
Ein Argument pro Kastration: seit mein Rüde kastriert ist, hat er weniger Raufereien, nicht, weil er selbst souveräner geworden ist (das ist er zwar ein klein wenig, oder sagen wir lieber: ignoranter, aber das war eher das Training als die Kastra), sondern weil er nicht mehr als Rüde für voll genommen wird. Passiert mir mal ein Fehler und er gerät frei laufend an einen unkastrierten Rüden und startet eine Attacke, lässt der andere ihn zu 99% einfach stehen. Und dann ist das Thema auch innerhalb von Sekunden wieder erledigt.