Wieviel "richtigen" Kontakt mit Hunden hatte ER denn in seinem Leben schon?
Ich gebe es zu: ich konnte Hunde früher gar nicht ab! Wurde auch mal gebissen, aber ansonsten hatte ich so gut wie kaum Kontakt zu Hunden. Eine Schulfreundin hatte nen Westi, den fand ich total überflüssig...
Bis ich 23/24 war, war das so. Dann habe ich einen Hund kennen gelernt (der ehemalige WG-Hund von meinem Freund) und der hat alles verändert, ALLES! Nun ja, es kam wie es kommen musste: ich schätzte dieses Tier, wir haben sie immer wieder gesittet und nachdem ich mich echt überwinden musste, diesen Hund überhaupt in meine Nähe zu lassen (das dauerte aber nur ein paar wenige Tage), war ich es, die freiwillig Gassi ging, sie fütterte, kämmte usw... Das mit dem eigenen Hund war dann irgendwann meine Idee und ich musste da auch sehr drum kämpfen (am liebsten hätte ich ja SIE behalten, aber das ging natürlich nicht). Männe ist eigentlich Katzenmensch, in Bezug auf Hunde hatte er eig. auch nur was für seine ehemalige WG-Hündin übrig.
Der Welpe zog irgendwann ein (ich hatte mich durchgesetzt, aber versprochen, dass ICH alles mache) und wir haben uns beide sofort in das kleine Tierchen verliebt. Er war sofort viel mehr als nur ein Hund, er wurde festes Familienmitglied. Dann zog 4 Jahre später Hund Nr. 2 ein und Hund Nr. 1 ist nun eigentlich mehr Männes Hund als meiner ;-)
Was ich damit sagen will: es kann sich vieles ändern. Vielleicht weiß ER einfach nicht, wie angenehm das Leben mit so einem (ja: haarenden, müffelnden) Zeitgenossen sein kann.
Und weil wir schon beim Vergleich mit Kindern sind: die eigenen sind was ganz anderes als fremde. ich bin ehrlich: so richtig leiden mag ich eigentlich nur meine eigenen Hunde (und die meiner Freunde), so völlig fremden Hunden, die einem so begegnen, kann ich zu 90 % nix abgewinnen und sehr viele find ich auch "doof". 