Ich hatte das jetzt so verstanden dass sie die Menschen im Oberen Bereich des "Normalgewichtes" meint, nicht die Übergewichtigen. Ich dürfte bis zu 76kg wiegen, da wären bei mir aber ordentliche Speckrollen dran, aber deshalb wäre ich noch nicht "Übergewichtig".
es ging mir in meiner Aussage nicht um Über- oder Untergewicht, sondern um die Tendenz. Allgemein gilt es als gesünder, wenn man tendenziell eher am Übergewicht kratzt als wenn man an der "Schwelle" zum Untergewicht steht. Ich kann mir schon vorstellen, warum das so ist. aber ich persönlich finde das bedenklich, und zwar rein aus gesundheitlichen Gründen.
Bitte nicht falsch verstehen, ich propagiere keinesfalls ein Streben nach Untergewicht und es geht mir auch nicht um Konfektionsgrößen/Körbchengrößen (das ist einfach nur eine persönliche Präferenz), auch soll niemand einem vermeintlichen Schönheitsideal nachrennen und sich dabei verbiegen oder quälen. Das Gesamtbild ist doch entscheidend, und dazu gehört für mich auch die allgemeine Lebensweise, eine bewusste und ausgewogene Ernährung, ausreichend körperliche Betätigung… Und eine gesunde Sichtweise auf das ganze Thema.
Ich war immer normalgewichtig, unterliege keinem Optimierungswahn, ich habe lediglich ein starkes persönliches Interesse daran, mich gesund zu erhalten, und das tue ich weitgehend.
Es geht mir auch nicht um die Zahl auf der Waage, das ist nur ein Nebeneffekt. Fakt ist, im Moment fühle ich mich am gesündesten in meinem bisherigen Erwachsenenleben. Blutwerte werden demnächst gecheckt, aber ich gehe davon aus, dass da alles passt.
Als ich vor einiger Zeit ca. 6-7 Kilo mehr gewogen habe als jetzt, war ich zwar immer noch im Normalgewichtsbereich, aber ich habe mich nicht wohl, und schon gar nicht gesünder gefühlt im Vergleich zu jetzt.
Letztendlich ist das alles sehr individuell und jeder hat sein ganz eigenes Wohlfühlgewicht, und das ist auch gut so!!! Was ich aber ganz persönlich nicht mag ist, wenn Leute sich selber was vorgaukeln. Damit meine ich: sie sind augenscheinlich nicht krank, aber in einem eher schlechten Allgemeinzustand und reden sich das schön. Das müsste mich nicht stören, sollte mir auch wirklich egal sein - ich finde es nur schade, weil das einfach dazu führt, dass die Kosten im Gesundheitswesen explodieren, die Gesellschaft allgemein immer kränker wird und nicht wirklich gegengesteuert wird. Im Gegenteil, es wird ja belächelt und verbal gemaßregelt, wenn man sich bewusst entscheidet, das Risiko, die typischen Wohlstandserkrankungen zu bekommen, nicht länger eingehen will. Und dazu kommt, es herrscht einfach unfassbar viel Un- bzw. Falschwissen über Ernährung.