Beiträge von Gammur

    Oh ja, es gibt sensationell gute Trainer in ganz Europa uebrigens. Es gibt tolle Trainer aus Gross Britannien, es gibt tolle Trainer in Deutschland, der Schweiz und Oesterreich. Es gibt gute Trainer in Norwegen und Schweden, einfach ueberall gibt es erfahrene, gute Huetetrainer, die etwas vorzuweisen haben und die schon viele Hunde erfolgreich und gut ausgebildet haben. Diese Menschen geben teilweise Seminare, teilen ihr Wissen mit anderen Handlern und trainieren mit einem. Wenn man zuhoert kann man lernen und all diese Menschen wissen und vermitteln einem Respekt und Achtung vor dem Vieh und dem Huetehund. Es ist eine harte Arbeit und sowohl beim Vieh, als auch beim Hund gehoert Vertrauen und Teamarbeit dazu.
    Mein Hund und ich sind ein Team, wir arbeiten so schaffschonend wie moeglich um den Job (wie immer er auch aussehen mag) ohne viel Stress fuer das Vieh und den Hund und mich, zu erledigen.
    Wildes gehetze, reinbrettern und hektik verbreiten ist nicht unser Ziel.
    Unser Ziel ist es die Schafe ohne Stress von A nach B zu bekommen, mit relativ wenig aufwand und ohne spektakulaere Bilder, sondern einen ruhig arbeitenden Hund und eine Schafherde oder eine Gruppe von Schafen die sich in gut haendelbaren Tempo von A nach B bewegt.
    Fuer Rinder und Enten gilt gleiches. Rinder z.B. sollten moeglichst Schritttempo gehen beim hueten, denn nur in diesem Tempo koennen sie noch denken. Sobald da Stress aufkommt und grosses Gerenne, werden Rinder ganz schnell Kopflos und dann wird es gefaehrlich.
    Fuers Hueten gilt, in der Ruhe liegt die Kraft und Respekt vor Lebewesen ist unabdingbar.

    LG
    Gammur

    Ich halte drei Hunde auf 65 Quadratmetern + 400 Quadratmetern Garten und noch einen Hof, den ich mitnutze.
    Ist absolut kein Problem. Ich hatte zu meinen 3 Hunden, jetzt noch zwei Labrador Rueden hier und auch mit 5 Hunden ging das super.

    Meine Hunde sind zwei Aussies in den besten Jahren und eine kleine Mischlingshuendin 10 Monate alt.
    Meine Ruede macht einmal die Woche Agi und einmal die Woche Flyball, ansonsten Gassi gehen und meine 15 Monate alte Aussie Huendin huetet einmal die Woche im Moment. Die Mix Huendin hat noch kein Hobby.
    Ansonsten kann ich mir auch immer noch einen 4. oder 5. Hund vorstellen, nur im Moment noch nicht. Meine Aussie Huendin und die Mix Huendin sind ja nur 5 Monate auseinander und vor allem die Mix Huendin muss ich dringend noch erziehen. Die beiden Aussies sind easy und der Ruede soweit fertig erzogen. Die Aussie Huendin ist auch schon ganz gehorsam, aber da Aussies spaetsuender sind, warte ich da noch mal ab mit meiner Prognose. :D
    Naechstes Jahr wird wohl kein 4. Hund hier einziehen, vielleicht uebernaechstes Jahr, mal schauen. :D
    Aber Zutrauen wuerde ich es mir auf alle Faelle. Meine beiden Huendinnen sind absolute Rudelhunde und brauchen Hundegesellschaft und mein Ruede ist eigentlich auch ein Teamplayer.
    Im Moment ist mein Rudel gut so, sie kommen super aus, sind eingespielt und gelgentliche Gasthunde bringen Spass, Spiel und Spannung in unser Leben. :D
    Ich sehe Hundehaltung recht locker und lebe extra auch so, dass ich meinen Traum von ein paar Hunden leben kann. Und dafuer bin ich dankbar.

    LG
    Gammur

    Noch schnell zur Genetik eines guten Huetehundes (Koppelgebrauchshundes) gehoert z.B. die genetische Anlage fuer gute, weite, rechtwinklige Flanken, fuer einen weiten Outrun, fuer ein Walk up. Dazu kommen dann noch die drei Grundpfeiler Trieb, Talent, Trainierbarkeit!!! Ohne all diese Attribute kein guter Koppelgebrauchshund und das wenigste davon kannst du beibringen und wenn, dann dauert es Jahre, wenn ein Hundeleben denn ausreicht. Das unter anderem macht die Zucht auf Arbeitshunde in diesem Fall Koppelgebrauchshunde nicht einfach. Denn die Gesundheit, das Wesen, den Charakter will man ja auch nicht ausser Acht lassen. Beim Border kommt noch das Auge zeigen dazu. Alles genetisch bedingte Anlagen. Welche davon hat bitte ein Terrier?

    LG
    Gammur

    Ich bilde meine junge Aussiehuendin aus reiner Arbeitslinie auch seit einigen Monaten zum Huetehund aus. Und so wie das in dieser Serie gezeigt wird, lief und laeuft es bei uns absolut nicht ab.
    Erstmal ein Jagdhund wie ein Jack Russell hat an einer Schafherde absolut nichts zu suchen, Kontrolle hin oder her.
    Zweitens so wie das hier gezeigt wird, darf und soll die Ausbildung absolut nicht ablaufen. Sorry, wer denkt so ist das normal, hat es nicht verstanden.
    Ein Harzer Fuchs als Altdeutscher Huetehund ist in der Wanderschaeferei zuhause. Dort wird er als lebendiger Zaun eingesetzt, warum man den zum Koppelgebrauchshund umschulen wollen wuerde, erschliesst sich mir nicht.
    Und jetzt mal Stueck fuer Stueck, der Harzer Fuchs ist noch viel zu Jung. Vor dem ersten Lebensjahr beginnt kein Schaefer, Huetehundtrainer usw. mit der regelmaessigen Ausbildung an Schafen.
    Bei den Wanderschaefern laufen die jungen Hunde ein Jahr mindestens mit und schauen nur zu.
    Dann warum laesst man einen solch jungen, unausgebildeten Hund auf sooo junge Laemmer los?
    Das macht kein Mensch, der Ahnung und Plan von der Sache hat. Ja, Laemmer und deren Muetter werden auch gehuetet, von gut ausgebildeten, erfahrenen Huetehunden und nicht von einem unkontrolliert hetzenden Junghund.
    Was ein Harzer Fuchs an Laufenten verloren hat, erschliesst sich mir erst recht nicht, vor allem weil da noch kuecken dabei waren, die mehr durch die Gegend gestolpert als gelaufen sind. Und auch hier, weder der Border noch der Harzer Fuchs haben einen guten Eindruck gemacht ausbildungstechnisch.

    Ich bitte euch, wir reden hier ueber lebendiges Vieh, was gehuetet wird, kein Schaf sollte es aushalten muessen, das ein junger unerfahrener Hund hetzender Weise ueber die Wiese ihm nachlaeuft und es packt und festhaelt. DAS ist ein absolutes NO GO.
    Zu Beginn der Huetehund ausbildung, geht man mit dem Hund in ein kleines Areal, mit zwei, drei gut eingehueteten Schafen, der Hund ist an der Schleppleine und dann haelt man diese in der Hand und schaut, was der Hund so zeigt und verhindert, das Schafe und Hund verletzt und zu sehr gestresst werden.

    Meine Huendin ist seit Mai regelmaessig im Training, die Schleppleine hatte ich zu meiner Sicherheit und zur Sicherheit der Schafe bis August dran. Mein Hund hat auch zuerst versucht in die Schafe zu beissen, aber die Trainerin und ich haben da ganz schnell klar gemacht, dass das absolut nicht in Frage kommt und ein Schaf ist dabei nicht verletzt worden, weil wir sofort eingeschritten sind.
    Junghuetehunde sind fuer Schafe mehr Stress, als gut ausgebildete, aber gut eingehuetete Schafe, gute Trainer die ihre Schafe kennen, die ihre Schafe wertschaetzen usw. wissen was geht und was nicht. Und was ich hier gesehen habe in dieser Serien geht absolut nicht.
    Wir versuchen Schaffschonend zu arbeiten, Stress so gering wie moeglich zu halten und allen Beteiligten vor allem den Schafen und dem Hund gegenueber fair zu trainieren.
    Und was hier gezeigt wird, widerspricht all dem was wir versuchen und gibt ein Bild vom Hueten ab, was fast tierschutzrelevant ist.

    Viele die sich in der Hueteszene bewegen fragen sich folgendes, wir haben in Europa absolute super Huetehundausbilder, warum zum Geier wird dieser Typ, der die gute Schafschonende Hueterei fast in den Dreck zieht, gezeigt? Warum jemand der nichts nachzuweisen hat? Warum keiner von den vielen vielen sehr guten Ausbildern? Dort wuerde man solche Bilder nicht sehen und das ganze waere weniger Aktiongeladen und somit uninteressanter?
    Ich bin entsetzt. Schafe sind sanfte Fluchttiere die schnell gestresst sind und diese Lebewesen werden einfach so benutzt und muessen diesen Hund und diesen Hundetrainer aushalten.
    Es wirft ein absolut schlechtes Licht auf die Huetearbeit und das ist einfach schade und falsch.
    Huetearbeit mit Hunden sollte Schafschonend und so Stressfrei wie moeglich ablaufen. Weder Schaf noch Hund sollten dabei verletzt werden und fair allen Parteien gegenueber sollte es auch noch sein.
    Hier trifft nichts davon zu.

    Meine Meinung: ABGELEHNT!!!!

    LG
    Gammur

    P.S. ich habe bereits an VOX und die Produzenten eine Email verfasst, wie viele andere Huetehundmenschen aus der Hueteszene auch.

    P.P.S. Zu der Sache mit dem Terrier, sorry, wenn man einem Hund hueten wirklich nur so einfach beibringen koennte, wuerde das die Zucht von Huetehunden ad absurdum fuehren. Denn dann koennte man sich das ja sparen.

    Ich nehme mit meinen Hunden viel Ruecksicht auf andere Menschen, aber hier ist auch ihr zuhause, aber ehrlich die Frage stellt sich bei mir gar nicht, alle meine Freunde lieben Hunde bzw. haben selber welche, die sie zu Besuchen auch mitbringen. Meine Familie akzeptiert das hier 3 Hunde leben und kommen trotzdem (oder gerade deswegen ;) ). Wenn Handwerker kommen, sperre ich meine Hunde erstmal weg, klaere dass dann und meist ist es ueberhaupt kein Problem bzw. die Handwerker freuen sich ueber die Hunde, der Postbote steckt ihnen Leckerlies zu usw.
    Mir ist in vielen Jahren Hundehaltung noch kein wirklicher Hundephobiker begegnet. Ich bewege mich mit meinen Tieren aber auch nicht in der Stadt sondern auf dem Land, hier ist Tierhaltung voellig normal und Angst oder Panik waere hier sehr kontraproduktiv. (ein Bauer der Angst vor Tieren hat, stelle ich mir schwierig vor ;) )

    Und wie gesagt, mein Zuhause, meine Hunde, meine Regeln!! Sollte ich wirklich jemanden treffen, der Angst vor Hunden hat, dann treffe ich mich mit dem nicht bei mir zuhause.
    Die Frage ist nur, wo sollte ich so jemanden treffen? Ich bewege mich zwischen Hundeplatz, Huetewiese und Gassigaengen hin und her. Da sind nur Leute die eine enge Bindung zu Hunden haben.

    Ich kann dir auch nur raten, mach nicht dein Problem zu dem Problem von 9 Millionen Hundehaltern. Wenn das Problem dich belastet, dann arbeite daran, oder lass es bleiben. Wenn du dich bei der Nachhilfelehrerin deiner Tochter nicht wohlfuehlst, dann such eine andere, oder lebe damit.
    Ich als Hundehalter fuehle mich nicht fuer dein Problem und deine Angst verantwortlich. Mich wirst du wohl auch nie besuchen kommen. Und meinst du nicht, dass durch deine Angst und die Angst deiner Tochter euch auch vieles entgeht? z.B. ein angstfreies selbstbewusstes Leben?
    Ich z.B. kann nicht so mit Katzen, sie moegen mich nicht besonders und ich sie irgendwie auch nicht. Aber ich habe keine Angst, nur ich moechte selber keine Katze haben. Wenn ich also irgendwo hin gehe, wo Katzen leben, dann habe ich damit absolut kein Problem und verlange natuerlich nicht, dass jemand diese wegsperren muss.
    Ich schreibe doch nicht anderen vor, wie und mit wem sie in ihrem Haus wie zusammen leben.

    LG
    Gammur

    Ich kann dir gleich etwas zu deinen Punkten bezueglich Aussie sagen

    Das mag daranliege, dass wir eher wenig "spezielle" Anforderungen an einen Hund haben.
    Ein für uns passender Hund muss:
    - In der Wohnung ruhig sein und wenig bellen.

    Aussies gelten als relativ bellfreudig und sind es tatsaechlich auch.

    - Intelligent sein. (Im Sinne von Lernfreudig/fähig und Empathisch/der Fähigkeit Situationen richtig zu bewerten.)

    Aussies sind sehr intelligent, legen Situationen aber oefter so aus, wie sie das fuer richtig halten. Sie wurden ein Stueck weit darauf gezuechtet eigenstaendige Entscheidungen blitzschnell treffen zu koennen.

    - Mittelgroß bis Groß sein.

    Trifft auf Aussie zu. Der Standard besagt das sie von 45 cm bis 58 cm hoch sind.

    - Mit der kleinen Wohnung zurecht kommen.

    Das ist kein Problem, ich halte 2 Aussie und eine kleine Mixhuendin auf 60 Quadratmeter

    - So sportlich sein, dass er auch mal ne 20-30 KM Fahrradtour mitmacht. (Nach langsam aufbauendem Training natürlich.)

    Ja, das schafft ein Aussie gut.

    - Sich gegen Fremde friedlich und gegen Freunde freundlich benehmen.

    Aussies sind reserviert Fremden Menschen gegenueber, sie wollen oft mit Fremden nichts zu tun haben und wollen sich oft auch nicht anfassen und knuddeln lassen. Mein Ruede ist Fremden gegenueber mittlerweile neutral, meine Aussiehuendin misstraut Fremden Menschen und duldet es nicht, von ihnen angefasst zu werden.
    Meinen Freunden gegenueber, die sie langsam kennen lernen konnten, sind beide offen und nett gegenueber.

    - Kinderlieb sein.

    Meine Aussies koennen mit Kindern nicht besonders gut umgehen. Mein Ruede nimmt auf Kinder absolut keine Ruecksicht, obwohl er mit Kindern aufgewachsen ist, sind sie fuer ihn nichts als Zwerge die im Weg rumstehen.
    Meine Aussiehuendin misstraut Kindern extrem und will nicht in deren Naehe sein.
    Viele Aussies haben so ihre Probleme mit Kindern (ein haeufiger Abgabegrund bei dieser Rasse)

    - Ein Mindestmaß an Wehrhaftigkeit besitzen.

    Aussies sind trotz ihres weichen Aeusseren sehr wehrhaft. Sie sind durchaus nicht unaggressiv und verteidigen oft Ressourcen und ihr Revier mit Durchsetzungsvermoegen.

    - Auch mal ein paar Stunden zu Hause alleine sein können, ohne durchzudrehen oder Ersatzhandlungen unterlässt, aber dadurch unglücklich wird.

    Aussies koennen durchaus mal ein paar Stunden alleine zu Hause bleiben, wenn man es ihnen beigebracht hat.


    Was ich noch zum Aussie sagen wollte, es sind ARBEITSHUNDE die wirklich etwas tun wollen. Nicht den ganzen Tag ueber, aber ja sie wollen Aufgaben und sie wollen koerperlich und vom Kopf her gefordert werden. Einfaches Gassigehen macht keinen Aussie muede. Sie sind ihren Menschen sehr verbunden, brauchen aber andere Menschen absolut nicht. Vor allem Aussierueden neigen zu einer unvertraeglichkeit mit anderen Rueden.
    Ihr Wach und Schutztrieb ist nicht ausser Acht zu lassen und grosse Probleme macht oft ihr Ressourcen verteidigen. Aussies sehen vieles als ihre Ressource an und verteidigen ihre Menschen z.B. gegen andere Hunde, den Rucksack mit ihren Leckerlies gegen andere Hunde und teilweise auch Menschen.

    Aussies haben zumeist einen Jagdtrieb und Bewegungen loesen oft Hetzverhalten aus.

    Ich habe mal gelesen "Ein Aussie ist ein Ganz oder Gar nicht Typ Hund". Wenn ihr das wollt und euch das klar ist, dann kann der Aussie der richtige Hund fuer euch sein.

    Und ach ja, mit Erziehung kann man einiges in die richtigen Bahnen lenken, aber Genetik laesst sich nicht bescheissen!! Wenn man durch Erziehung, jeden Hund so formen kann wie man will oder wollte, dann waere Rassezucht sinnlos. Schaut euch die Rassestandards der Rassen an und ueberlegt dann, ob ihr diese Eigenschaften bei eurem Hund haben wollt und damit umgehen koenntet. Den neben Rasse ist jeder Hund auch noch ein Individuum und Eigenschaften koennen sehr stark ausgepraegt sein, muessen aber nicht.

    LG

    Meine Huendin hat nur mit ihrer Schwester richtig gespielt, sie hatte viel Kontakt zu Hunden aus dem Freundeskreis, mit ihr gespielt hat davon keiner wirklich.
    Sie sieht auch nicht jeden Hund als Spielobjekt an und das ist sowohl fuer andere Hunde, als auch fuer mich total angenehm.
    Und ich denke dieses Spielen mit Gleichaltrigen wird total ueberschaetzt.
    Guter Sozialkontakt muss sein, auch mal ein Spiel, aber doch nicht sooooo uebertrieben und so geballt und ehrlich 2 Stunden Junghundestunde ist viel zu viel. Das wuerde ich um 2/3 kuerzen, dann waere es immer noch viel, aber passender.

    LG
    Gammur

    Spielen auf dem Hundeplatz mit anderen Hunden finde ich so total kontraproduktiv vor allem mit Hunden die viel Energie haben. Meine Huendin hat nie auf dem Hundeplatz gespielt und deshalb hat sie Spielen dort auch einfach nicht im Sinn.
    Auf dem Hundeplatz wird mit mir gearbeitet und sich mit mir beschaeftigt und mit mir gespielt. Andere Hunde sind da bitte schoen links liegen zu lassen.

    Gespielt werden kann in der Freizeit und Welpenspielstunden halte ich die meisten fuer absolut ueberfluessig, wenn nicht sogar kontraproduktiv.

    LG
    Gammur