Beiträge von Gammur

    Ehrlicherweise nehme ich die Farbe gar nicht mehr so wahr. Ich schaue nach ped, nach Typ, nach (Hüte)Stil. Ich schaue mir hps ganz oft an, kann die Peds fast auswendig, aber die Farben der jeweiligen Hunde weiß ich gar nicht. Interessiert mich nicht. Ein guter Hund hat keine Farbe. Wobei ich zugeben muss ich mag dunkle Hunde, aber wenn der Hund, aus der verpaarung, mit dem ped hell ist, dann ist mir das genauso egal, wie ob Schwanz ja oder nein. Oder ob steh, stehkipp, Button oder Rosenohren.

    Was ich mittlerweile aus praktischen Gründen bevorzuge, kurzes Fell. Umso kürzer, umso besser. Aber die Farbe spielt absolut keine Rolle mehr bei mir.

    Lg

    June ist reserviert und distanziert. Bei fremden immer und bei Freunden so lange, bis diese sie ansprechen und wirklich begrüßen wollen. Dann geht June vorsichtig hin und begrüßt ganz sanft und zurückhaltend. Das geht aber nur bei Freunden und eben nur wenn diese kontakt zu ihr aufnehmen wollen, ansonsten ignoriert sie jeden, bis auf mich, meine Vermieterin, meine Mutter, Jenny und eine andere Freundin von mir.

    Hudson kann mittlerweile fremde ignorieren und selbst Freunden hängt er nicht mehr sofort im Gesicht. Das war ein harter und langer Weg, der mich nerven gekostet hat und ziemlich anstrengend war. Spricht ihn direkt jemand an, muss ich extrem viel Druck machen, damit er nicht die Fassung verliert und wie ein aufgekratzter Gummiball demjenigen im Gesicht hängt und da ist es egal ob Freund oder fremder. Wird er ignoriert, ignoriert er auch. Gott sei dank.

    Reeba ist ja kein aussie, aber ebenfalls sehr reserviert. Die nimmt fremde Menschen oft nicht mal wahr. Absolut desinteressiert, unnahbar und sehr zurückhaltend. A la Fass mich bloß nicht an, komm mir nicht zu nahe, lass mich in Ruhe!
    Mittlerweile gibt es Menschen neben mir, die sie begrüßt. Aber erst nach einer Weile und wenn diese ihr Zeit lassen aufzutauen. Bedrängen, festhalten, oder sie zu etwas nötigen und du hast ihr Vertrauen für sehr lange verloren. Sie ist nachtragend und vergisst nicht so schnell. Bestechen lässt sich weder June noch Reeba, wobei Reeba extremer in ihrer Ablehnung bzw. ihrer Ignoranz ist als June.

    Ich liebe diese Reserviertheit und das ist ein Zug, den ich bei Hunden echt bevorzuge.

    Lg

    Hudson und June haben weder mit Kälte noch mit Hitze ein großes Problem. Sie kommen mit allem gut zurecht, solange sie bei Hitze Wasser finden und bei Kälte sich bewegen können, sind sie absolut Wetter unempfindlich.
    Sport und Aktion geht auch immer, dabei ist es den beiden egal ob -15 Grad oder +30 Grad.

    lg

    Ich finde june da noch angenehmer. Die hat einfach null Interesse an Fremden. Weder an fremden Menschen, noch an fremden Hunden.

    Hudson freut sich halt über jeden, June ignoriert erstmal jeden. Nie würde sie sich aufdrängen, oder gar jemanden belästigen. Ausgesprochen angenehm.

    Lg

    June ignoriert fremde völlig. Sie würde nie zu jemandem fremdes hingehen und sich streicheln und knuddeln lassen. Kennt sie die Leute ist sie freundlich, aber distanziert, lässt sich aber durchaus mal anfassen.
    Wird sie gelockt, wird sie skeptischer und zieht sich eher zurück. Aufdringlich ist sie nie. Selbst bei engen Freunden und der Familie, hält June sich im Hintergrund und ist froh, wenn niemand was von ihr will.
    Dabei ist sie nie unsicher, sondern muss Fremde einfach nicht haben.


    Hudson liebt jeden Menschen, fremde beim gassi gehen, kann er aber ignorieren, solange sie ihn nicht direkt ansprechen.

    Lg

    Ich liebe meine Hunde, sie sind mir wichtig und mein großes Hobby, aber sie sind nicht das wichtigste in meinem Leben!

    Ich verbringe viel Zeit mit ihnen, aber mein Leben rotiert nicht nur um die Hunde. Ich habe noch andere Interessen.

    Ich geh ohne Hunde Weg. Geh ohne Hunde einkaufen, shoppen, fahre ohne Hunde in Urlaub, und hab kein schlechtes Gewissen.
    Die Hunde sind auch mal länger alleine daheim, und müssen auch mal zurück stehen. Es gibt mich auch ohne Hunde und da lege ich Wert drauf. Ich bin nicht nur Hundehalter, sondern auch noch eigenständiger Mensch.

    Ich mache viel für die Hunde, nehme auch Rücksicht, aber mein Leben besteht nicht nur aus den Hunden.

    Lg

    Hudson war vom Foto mit zwei Tagen schon mein Favorit. Aber er war halt ein rüde und ich wollte eine Hündin. Nun ja, als die Welpen 4 Wochen alt waren hingefahren und uns für ihn entschieden.
    Er ist nicht der traumhund, der super passende, aber er wird geliebt und auch wenn er mich in den Wahnsinn treibt, ich manchmal wirklich genervt von ihm bin, ist er an meiner Seite und wird es bleiben. Er verzeiht und ich auch. Wir werden nie ein dreamteam sein, aber er gehört zu mir, um mir etwas beizubringen, um mich zu stärken, um mich zu sensibilisieren.

    June sollte so ganz anders als Hudson sein. Aussehen egal, wichtig war der Charakter. Sie war die zurückhaltendste aus dem Wurf. Die unscheinbarste und darum wurde sie es. Sie ist mein wahrgewordener hundetraum. Sie passt so perfekt zu mir. Sie ist mein ein und alles. Einen perfekteren Hund gibt es in meinen Augen kaum.

    Mareeba habe ich gar nicht ausgesucht. Die Züchterin hat die drei Mädels an die drei Interessenten verteilt. Gott sei dank, hat sie das getan, so kam ich zu meiner ree. Sie ist nicht perfekt, sie ist anders. Anders gut. Spannend, faszinierend, unglaublich und ja, sie bringt mir viel bei. Ich bin vernarrt in dieses kleine hundemädchen. Oft unnahbar, nie mit Druck zu führen, stets Freiheit im Blick, kein Kadavergehorsam und wenig Bindung zu Menschen. Zu mir hat sie Bindung zu sonst kaum jemandem. Sie ist unnahbar, sie ist besonders.

    Alle drei sind toll auf ihre Art, sie sind unterschiedlich und teils völlig gegensätzlich, aber ich liebe sie alle drei, jeden auf seine Weise. Und sie leben zusammen und sind ein Team mit mir und untereinander.

    Lg

    Und ich bin mittlerweile der Meinung, ein gut veranlagter, gut gezogener arbeitshund, braucht nicht "viel" Arbeit. Ein guter hund bringt von der gewünschten arbeitsgenetik soviel mit, da muss man nicht mehr viel machen. Nur als Beispiel mein kelpie, niemand hat ihr das hüten beigebracht, du stellst Sie ans Vieh mit 7 Monaten und sie fängt an. Erstmal nur reine instinktarbeit.

    Sie ist so einfach am Vieh, bietet dir ihre ganze Genetik an, hat das Bild im Kopf, ohne Training, ohne irgendwas. Das einzige was ich machen muss im Moment, ihre einzelnen Angebote mit Kommandos belegen. DAS ist nun nicht viel Arbeit gerade. Die Arbeit wird noch kommen, wenn es an die Feinheiten geht, aber den Job schaffen, bekommt sie jetzt, völlig roh praktisch schon hin und das ohne Training. Kein Farmer in Australien investiert Wochen und monatelang in die Ausbildung seiner Arbeitsgeräte hund, entweder der Hund taugt sofort was, oder ...
    Und im Alltag? Ich investiere nicht viel Arbeit, Zeit und Training in meine Hunde. Ich sozialisiere kaum, ich setze voraus, das ein guter Hund starke Nerven, einen klaren Kopf und offen genug ist, sich ohne Hektik auf alles neue einzulassen. Wahrscheinlich liege ich damit komplett falsch, aber darum kann ich ja nur bei guten Züchtern kaufen, die auf Arbeitsleistung züchten, denn ein arbeitshund muss klar in der Rübe sein, sonst taugt der nichts.

    Ja, in einen guten Hund muss man Training investieren, aber aus meiner Erfahrung heraus, bei meinen beiden arbeitshunden (der dritte fällt, weil nicht auf Arbeitsleistung gezogen, aus dem Rahmen) und einigen anderen arbeitshunden, ist der Aufwand im Alltag ziemlich minimal.

    Vielleicht habe ich immer nur Glück gehabt, aber weder Leine laufen, abruf, stubenreinheit, alleine bleiben, war Arbeit. Lief einfach so nebenher.
    Das platz bei meinem kelpie ist genetisch verankert, die legt sich selber ab, wenn das Bild für sie passt. Ich hab zweimal down dazu gesagt, seitdem legt sie sich ab, wenn ich down sage. Kein Training und dabei war sie sicher 20 Meter von mir weg. Ohne Verstärkung oder Bestärkung, einfach nur Genetik. Sitz kann sie nicht, bietet sie nicht an, brauch ich im Alltag auch nicht. Die fällt ins down, wie erschossen. Nicht mein Verdienst, Genetik sei Dank.

    Wie gesagt, ich bin kein begnadeter hundeprofi, ich bin ungeduldig, oft fahrig, meist in Eile und mir fehlt dieses, ich geh jetzt auf die Wiese und trainiere mit jedem Hund einzeln irgendwas. Das kommt bei mir so einfach nicht vor. Alles läuft im Alltag nebenher. Und wie sagte mal eine vereinskollegin zu mir:" entweder du hast mordsglück mit deinen Hunden, oder die Züchter haben alles richtig gemacht!"

    Ich gehe von zweiterem aus. Und wie gesagt, ich bin Minimalist und eher faul, was hundetraining angeht. Die Arbeit, Zeit und Mühe die andere in ihre hunde stecken bewundere ich und finde ich ganz toll, nur ich hab da weder den Nerv, noch die Lust, oder gar die Zeit für.

    Und da ich das weiß, dass ich so bin, habe ich hunde, die es mir einfach machen, rassen die sensibel sind und es richtig machen wollen und sei es nur um ihre eigenen genetischen Anlagen zu befriedigen.

    Und es kann ja auch sein, dass ich da völlig falsch mit liege und bis jetzt einfach nur mordsglück hatte, oder im Alltag so minimale Anforderungen stelle, dass die jeder hund einfach so erfüllen kann. Wobei ich das nicht glaube, denn mein rüde ( der nicht arbeitshund) hat immer wieder Probleme meinen Anforderungen gerecht zu werden. Die Mädels sind da echte Selbstläufer.

    Lg