Beiträge von Gammur

    ich verhandele nicht mit meinen Hunden und diskutiere auch nicht mit ihnen. Sorry, aber ich sehe herannahende gefahren, schätze Situationen ein und Schütze meine Hunde davor. Ihre Meinung dazu ist mir da wirklich völlig egal. Ich sag doch nicht "down" einfach so, als diskussionsgrundlage. Ich sage dieses Kommando, weil es einen guten Grund dafür gibt und da erwarte ich befolgen zur eigenen Sicherheit.

    Mir ist das zudem alles zu verkopft ehrlich gesagt. Unsere Hunde sind doch nicht bescheuert, die können uns lesen wie ein offenes Buch, registrieren unsere verstecktesten Emotionen, und kennen uns besser, als uns manchmal lieb ist und diese hochsozialen, intelligenten Lebewesen sollen mit einem simplen, fairen lob- Strafe Erziehungssystem nicht zurecht kommen? Weil zu gemein, oder zu unrecht, oder zu gewalttätig?

    Muss man wirklich aus allem eine Wissenschaft machen? Reicht nicht manchmal auch ein gutes Timing, ein gutes Bauchgefühl und Echtheit? Muss ich dem Hund wirklich Alternativen bieten, oder kann ich ihn auch mal selber denken lassen? Kann mein Hund mir nicht auch selber mal Angebote machen, wenn ich sein Verhalten abgebrochen, oder verneint habe?

    Bei mir gibt es muss Kommandos und da erwarte ich und verlange ich prompte Befolgung, da gibt es keine Optionen, denn von diesen Kommandos hängt evtl das überleben des Hundes ab.

    Lg

    Ich bin kein wattebauschwerfer in jeder Lebenslage, aber nur weil meine Hunde Grenzen, regeln, Korrekturen und Strafe kennen, heißt das nicht, das ich sie verprügele, mies behandele oder sie mir nicht vertrauen. Meine Hunde lassen mich führen, sie folgen, sind gehorsam und laufen praktisch immer frei. Sie fressen keine Menschen und sind halbwegsverträglich mit anderen Hunden. Sie pöbeln nicht an der Leine, lassen sich durch das gepöbele von anderen Hunden nicht provozieren und können sich viel frei bewegen.
    Zwei von dreien haben ihre BH in der Tasche und sporteln und arbeiten gerne mit mir zusammen. Das würden sie alles nicht tun, wenn sie kein Vertrauen und keinen Spaß mit mir hätten.

    Bei uns gibt es eben ein JA und ein NEIN in der Erziehung und dieses system funktioniert bei meinen Hunden. Ich lobe viel, Kleinigkeiten die manche Hundehalter gar nicht sehen. Und wenn es nötig ist, Strafe ich auch. Und ja, bei uns folgt eine Konsequenz z.b. Gruppenausschluss, leinenknast, usw. Ich lobe weder alle meine Hunde gleich, noch Strafe ich alle gleich.

    Sie sind unterschiedlich und deshalb ist auch das jeweilige handling unterschiedlich.
    Und ganz ehrlich, wer mehrere Hunde gleichzeitig führt und besitzt kann sich nicht um jeden evtl verquer sitzenden Furz den der Hund gerade meint haben zu müssen, intensivst Gedanken machen. Sonst bleiben die anderen auf der Strecke.

    Ich bin teilweise mit 6 Hunden alleine unterwegs, dass muss laufen, sonst geht es schief und nein, da kann ich nicht klickern oder mit Futter ständig um mich werfen. Und ja, das klappt. Man braucht dafür Übersicht, erzogene und trainierte Hunde, die wissen, das ich es im Griff habe und sie sich an die Regeln halten müssen, da sonst die alte dahinten (ich) schlechte Laune bekommt.

    Ich denke Grenzen, regeln, Maßregelungen und einen feststehenden Rahmen in dem sich die Hunde sicher, gefestigt und geborgen fühlen, hat in der Erziehung genauso seinen Platz wie Lob.
    Eben fair und ehrlich. Und das ist finde ich schon ein recht hoher Anspruch.
    Gott sei dank verzeihen meine Hunde Fehler und ich auch. 100% Perfektion erwarte ich nicht, weder von mir, noch von den viechern

    Lg

    Ich habe gar nicht den Anspruch interessanter zu sein als ein bestimmter Reiz, mein Anspruch ist, das meine Hunde ihre Triebe oder Reize aushalten und kontrollieren können, auch wenn ich mich neben ihnen nicht zum hampelmann mache, oder mit einer Fleischwurst vor ihrer Nase wedele.
    Das jedenfalls ist mein Ziel bzw. mein Anspruch an Erziehung.

    Ich möchte, dass der Hund tut was ich möchte, einfach weil ich das für richtig, gefahren vermeidend und wichtig halte, nicht weil ich Wurst in der Hand habe, oder wenn der Reiz zu groß wird, einen Braten einpacke usw.

    Wenn ich z.b. Das kelpie übertrieben freundlich, verstellend rufe, schaut die mich völlig konsterniert an, dreht sich um und geht weg. Denn sie findet das höchst besorgniserregend a La " warum bist du so komisch Frauchen? Da komm ich mal lieber nicht! Da stimmt was nicht! " rufe ich sie meiner Stimmung entsprechend oder per pfiff kommt sie immer sofort.

    Aber das ich mit oder gegen irgendwelche Reize und trieben konkurriere, möchte ich wirklich nicht. Lieber bringe ich meinen Hunden bei, das es Tabus gibt, die sie zu meinem und ihrem Seelenfrieden nicht brechen und dann können sie die große Freiheit haben und genießen. Ich verzeihe Fehler durchaus, aber nicht, wenn etwas super klappt und plötzlich dem Hund einfällt das ihm ein furz verquer sitzt und er nun leider die Ohren nur als Deko dabei hat, weil da vor 3 Wochen ein Reh evtl mal gewesen sein könnte.

    Lg

    Ich erziehe klar, ehrlich, direkt, authentisch und fair, jedenfalls versuche ich es. Eine bestimmte Methode habe ich nicht. Ich nutze mein Bauchgefühl und jeder meiner Hunde ist anders. Der eine sehr körperlich, der nächste sensibel und meine kelpie Hündin ist anders und durchschaut jeden Versuch sich zu verstellen.
    Ich bin konsequent und es gibt Dinge die ich wirklich nicht haben will.

    Ich als Mensch, bin nicht gerade der geduldigste Zeitgenosse, trotzdem klappt das zumeist zwischen mir und meinen Hunden. Ich habe ja einen Hund, den ich persönlich als meinen sargnagel bezeichne, aber bei dem Hund ist es nicht fehlende Erziehung oder Gehorsamkeit, die mich die Wände hoch gehen lässt, sondern sein Charakter und sein Wesen, das mich hin und wieder (2-3 mal im Jahr) an die Decke gehen lassen.

    Er ist einfach ein absolut tougher, selbstbewusster, selbstsicherer und souveräner Hund, der eher nicht klein bei gibt und kleine Brötchen backen ist auch nicht seine Devise. Er findet klare Ansagen diskussionswürdig und sein Selbsterhaltungstrieb tendiert manchmal gegen null. Nimmt er einen Menschen nicht ernst, beginnt er sofort körperlich durch anpöbeln, Leine beißen, usw. das Zepter in die Hand zu nehmen. Gelingt ihm dies, agiert er und der Mensch kann nur noch reagieren. Gott sei dank ist er ein relativ aggressionsloser Hund, und macht nicht ernst. Wobei ich schon mal einen Anruf bekam, als ich ihn mit einer Freundin gassi schickte, die ziemlich verzweifelt war, weil mein Hund sie bei jedem Kommando ankläffte und sie nun die Situation völlig außer Kontrolle nicht mehr in den Griff bekam.

    Meine Hündinnen sind da ganz anders und vor allem meine June ist einfach nur ein Herzchen. Regeln in frage zu stellen, ist nicht ihr Ding. Ihr lieblingsplatz ist in meinem Windschatten und wo ich bin, ist June normalerweise nicht weit. June ist weich, angepasst und kontrolliert. Ein einfacher Hund, der es dir leicht macht und mich vergöttert.

    Ich passe meine Erziehung dem jeweiligen Hund an. Und ja, so ehrlich bin ich, nur positiv bin ich nicht. Ich bringe neues positiv bei, aber es gibt abbruchkommandos, Warnhinweise und die sind nicht positiv. Meine Hunde dürfen viel, sehr viel. Haben mehr Freiheiten als viele anderen Hunde, aber dafür auch unumstößliche Regeln. Ich denke ich bin relativ fair und klar für meine Hunde und das ist mein höchster Anspruch neben Authentizität.

    perfektion verlange ich weder von mir noch von meinen Hunden, meine Ansprüche sind allerdings recht hoch. Aber ich suche mir auch Rassen und Hunde aus, die dies leisten können und es mir dahin gehend recht einfach machen.

    Lg

    Welpen lernen hier von der ersten Sekunde an die hausregeln und alltagsregeln kennen. Das ist doch viel einfacher gleich das richtige, gewünschte zu trainieren, als später nach zu arbeiten.

    Soll der Welpe im Schlafzimmer schlafen, dann legt sich einer die erste Zeit dazu, bei manchen Welpen nur kurz, bei anderen dauert das länger. Wo der Hund schläft, hat aber mit enger oder lockerer Bindung nicht viel zu tun.

    Die Idee mit dem hundebett, klappt auch gut. Nur meine Welpen wollten nie auf und in hundebetten liegen.

    Verbote, wie küchenverbot, würde ich sofort einführen, worauf warten? Genauso das alleine bleiben. Ich gewöhne meine Welpen nicht daran das ich 24/7 zu ihrer verfügung stehe, sondern Türen sich schließen, sie nicht immer mitkommen und mein Leben nicht um sie rotiert. Hier laufen Welpen einfach mit und passen sich an.

    Welpen sind hundebabies ja, aber deshalb gehören sie nicht auf einen Thron erhoben und alles zirkuliert und rotiert um ihre Wünsche und Bedürfnisse.

    Hundewelpen sind keine Porzellanpüppchen und oft robuster als wir uns vorstellen können.

    Lg

    Hier ist es ja ausgesprochen friedlich. Ich kläre wenig, weil es nichts zu klären gibt. Wenn gasthunde da sind, muss ich das kelpie etwas im Auge haben, ansonsten ist hier Frieden. Die vier Hündinnen untereinander sind absolut eingespielt und der rüde ist eh Pazifist.

    Vor allem meine beiden Hündinnen, die immer zusammen sind lieben sich heiß und innig. Spielen, kuscheln, putzen usw. im Moment habe ich noch @jennja Béla hier, der fügt sich problemlos ein, als würde er dazu gehören. Er und mein Hudson sind die ältesten Freunde. Seit über 6 Jahren sind die beiden oft zusammen unterwegs. Total unterschiedlich und doch total friedlich. Reeba und June sind mit Bela und dessen besserer Hälfte Liesl ( Junes Schwester) aufgewachsen. Die fünf sind eine Einheit und vor allem die weiber sind sich mehr als grün. Sie vertrauen einander und obwohl sie fremdhunden einzeln und erst recht zusammen nicht immer positiv eingestellt sind, sind sie untereinander liebevoll, friedlich, verspielt und vertrauensvoll. Vor allem die Schwestern sind ein Herz und eine Seele.

    Und auch die vier Hündinnen die hier wohnen, kommen Klasse miteinander aus. Spielen, kuscheln, Ressourcen teilen, putzen, bewachen, alles machen die Hündinnen zusammen. Hudson hält sich eher an Menschen. Er lebt gerne in der Gruppe, lebt aber auch gerne als einzelhund. Er ist mehr auf Menschen fixiert, als auf Hunde. Die hundesprache spricht er trotzdem einwandfrei.

    Wie gesagt, Eingreifen ist hier so gut wie nie nötig. Und kleine Unstimmigkeiten lasse ich laufen. Sind eh selten und harmlos. Ich vertraue meinen Hunden und einschränken, abdrängen von Gruppenmitgliedern, kommt hier nie vor.

    Der Boss oder Chef der Gruppe bin ich, aber sie dürfen schon miteinander in ihrer Sprache sprechen und da mische ich mich, bei kurzem, harmlosen Getöse auch nicht ein. Sie sind Muttersprachler in hündisch, ich bin bestenfalls angagierter hündisch Lerner. Meine Hunde kommunizieren oft sehr fein miteinander, ein Blick hier, ein ohrenzucken da, sie sind Meister der Körpersprache und ich, als Mensch mit hündischer Sprache als zu Lernende Sprache, eher
    körpersprachlicher Volldepp.

    Insgesamt, kommt es auf die Individuen in einer Gruppe an, wie friedlich es ist und ob es klappt. Nicht auf das Geschlecht. Es kommt aufs Alter der Hunde an, ihr Wesen, ihre Charakterzüge, evtl. auch ihre Herkunft und ihre Erfahrungen. Aber auch auf die Umstände und den Platz den sie haben um sich auch mal aus dem Weg gehen zu können. Und es gibt einfach auch Hunde, die lieber alleine leben und Ressourcen nicht teilen wollen, egal wie sehr der Mensch Boss oder Chef ist. Ich finde es nicht fair Hunde zusammen zu zwingen, zwischen denen ständig Anspannung, Stress und anti Haltung besteht, auch wenn diese Hunde, oberflächlich die Füße still halten, das knistern in der Luft merkt man und das den Hunden dauerhaft zumuten, würde ich nicht wollen.

    Lg

    Ich bilde selber im Verein aus und hin und wieder im Freundeskreis unentgeltlich. Schwerwiegende aggressionsproblematiken sind natürlich nicht dabei, leinenpöbler, unsichere Kandidaten, Stress und nervkekse und alles dazwischen allerdings schon.

    Ich helfe gerne, habe schon einige Hunde im hundesport in verschiedenen Bereichen geführt und viel zugeschaut und gelernt.
    Ich kann auch nur sagen, Praxis ist in diesem Bereich das wichtigste. Dazu Flexibilität und Mobilität und die Fähigkeit jedes Hunde, Mensch Team individuell zu sehen. Was bei mir klappt, muss bei anderen Menschen, nicht auch klappen.

    Ich kann dir auch zu der Vereinsgeschichte raten. Viel Wissen. Erfahrungen und Möglichkeiten und außer Zeit und Pioniergeist kostet das nichts.

    Lg

    Mit sechs Monaten können meine Hunde Ruhe im Haus halten, kennen und befolgen ein abbruchkommando, bleiben 5-6 Stunden ohne Probleme alleine, sind stubenrein, wissen wie sie sich anderen Hunden gegenüber zu benehmen haben, fahren problemlos im Auto mit, lassen sich abrufen. Sie haben beißhemmung gelernt und kommen ohne Stress in und mit meinem Alltag zurecht.

    Meine Reeba ist da eine kleine Ausnahme, die konnte ich mit 8 Monaten sicher abrufen.

    Kommandos kennen und können meine in dem Alter nicht viele. Hier, down, nein. Später noch ein bleib. Das sind die vier Kommandos die ich brauche. Die werden dann durch die Pubertät und die nächsten Monate wiederholt bis zum Erbrechen. ach noch ein " bei mir". Und eben Alltag, Alltag, Alltag. Da sich angemessen zu verhalten, verlange ich von meinen sechs Monate alten Hunden, wenn sie vom Züchter als Welpe zu mir kamen.

    Ich denke das reicht an Anforderungen an einen jungen Hund.

    Lg