Hier ist es ja ausgesprochen friedlich. Ich kläre wenig, weil es nichts zu klären gibt. Wenn gasthunde da sind, muss ich das kelpie etwas im Auge haben, ansonsten ist hier Frieden. Die vier Hündinnen untereinander sind absolut eingespielt und der rüde ist eh Pazifist.
Vor allem meine beiden Hündinnen, die immer zusammen sind lieben sich heiß und innig. Spielen, kuscheln, putzen usw. im Moment habe ich noch @jennja Béla hier, der fügt sich problemlos ein, als würde er dazu gehören. Er und mein Hudson sind die ältesten Freunde. Seit über 6 Jahren sind die beiden oft zusammen unterwegs. Total unterschiedlich und doch total friedlich. Reeba und June sind mit Bela und dessen besserer Hälfte Liesl ( Junes Schwester) aufgewachsen. Die fünf sind eine Einheit und vor allem die weiber sind sich mehr als grün. Sie vertrauen einander und obwohl sie fremdhunden einzeln und erst recht zusammen nicht immer positiv eingestellt sind, sind sie untereinander liebevoll, friedlich, verspielt und vertrauensvoll. Vor allem die Schwestern sind ein Herz und eine Seele.
Und auch die vier Hündinnen die hier wohnen, kommen Klasse miteinander aus. Spielen, kuscheln, Ressourcen teilen, putzen, bewachen, alles machen die Hündinnen zusammen. Hudson hält sich eher an Menschen. Er lebt gerne in der Gruppe, lebt aber auch gerne als einzelhund. Er ist mehr auf Menschen fixiert, als auf Hunde. Die hundesprache spricht er trotzdem einwandfrei.
Wie gesagt, Eingreifen ist hier so gut wie nie nötig. Und kleine Unstimmigkeiten lasse ich laufen. Sind eh selten und harmlos. Ich vertraue meinen Hunden und einschränken, abdrängen von Gruppenmitgliedern, kommt hier nie vor.
Der Boss oder Chef der Gruppe bin ich, aber sie dürfen schon miteinander in ihrer Sprache sprechen und da mische ich mich, bei kurzem, harmlosen Getöse auch nicht ein. Sie sind Muttersprachler in hündisch, ich bin bestenfalls angagierter hündisch Lerner. Meine Hunde kommunizieren oft sehr fein miteinander, ein Blick hier, ein ohrenzucken da, sie sind Meister der Körpersprache und ich, als Mensch mit hündischer Sprache als zu Lernende Sprache, eher
körpersprachlicher Volldepp.
Insgesamt, kommt es auf die Individuen in einer Gruppe an, wie friedlich es ist und ob es klappt. Nicht auf das Geschlecht. Es kommt aufs Alter der Hunde an, ihr Wesen, ihre Charakterzüge, evtl. auch ihre Herkunft und ihre Erfahrungen. Aber auch auf die Umstände und den Platz den sie haben um sich auch mal aus dem Weg gehen zu können. Und es gibt einfach auch Hunde, die lieber alleine leben und Ressourcen nicht teilen wollen, egal wie sehr der Mensch Boss oder Chef ist. Ich finde es nicht fair Hunde zusammen zu zwingen, zwischen denen ständig Anspannung, Stress und anti Haltung besteht, auch wenn diese Hunde, oberflächlich die Füße still halten, das knistern in der Luft merkt man und das den Hunden dauerhaft zumuten, würde ich nicht wollen.
Lg