Beiträge von Gammur

    Lösen und schnüffeln sollen und dürfen sie bei mir an den kurzen Leinen nicht. Da will ich wirklich von A nach B ohne hundegedöns. Lösen, schnüffeln usw. dürfen sie an den 99% des gassies, wo sie einfach frei laufen, ohne bei mir gehen zu müssen.

    Gewichtsmässig sind meine drei nah bei einander, aber wenn noch die beiden Hündinnen meiner Vermieterin dabei sind, sind da riesige Unterschiede. Angst habe ich da nicht die zusammen alleine zu lassen. Die älteste Hündin hat 42 kg, meine rüde hat 23 kg, meine aussiehündin hat 16 kg, meine kelpiehündin hat 13 kg und die kleine meiner Vermieterin hat 6 kg. Klappt super.

    Lg

    Ich habe wenn dann eh nur Reeba angeleint. June läuft immer frei und Hudson auch. Somit habe ich für drei Hunde, eine moxonleine mit. Das reicht. Leinensalat gibt es dann natürlich nicht, die Hunde blieben alle drei auf der linken Seite bei mir.
    An der Leine wechseln mag ich nicht und da ich zumeist eh in der Pampa gehe, ist die Leine höchst selten in Gebrauch.

    Lg

    Bei meinem drei klappt verbieten, bei deinem eher was positives. Ist doch wichtig das es für euch funktioniert. Ich habe ehrlich schon das kleinste Zeichen von pöbeln an der Leine deutlich unterbrochen, noch bevor der Hund einen piep von sich gegeben hat. Hier ist schon aufbauen an der Leine nicht gewünscht. Somit hatte ich noch nie das Vollbild Leinenpöbeln, weil schon im Ansatz abgebrochen.

    Lg

    Jeder soll seinen Hund trainieren, beclickern, usw. wie es für ihn und den Partner Hund gut passt, was mich zwischendurch hin und wieder nervt, wenn jemand so trainiert, das meine Hunde und ich ungefragt und von mir ungewollt als trainingsobjekte genutzt werden.

    Ein Beispiel
    Ich gehe mit meinen drei Hunden gassi. Meine drei sind im Freilauf, ich sehe einen angeleinten Hund, rufe meine ab und Leine sie an. Der andere bleibt mitten auf dem Weg, oder in unmittelbarer Entfernung stehen, mit pöbelndem, in der Leine stehendem Hund. Ich bleibe stehen und warte darauf, das besagte Person ihren Hund irgendwie unter Kontrolle bekommt, bevor ich versuche meine Hunde und mich da unbeschadet und stresslos vorbei zu quetschen. So stehen wir und warten, meine Hunde schauen sich das Theater teils interessiert, teils gelangweilt an und wir warten. Plötzlich ein ruf:" nun gehen sie doch endlich weiter, mein Hund ist leinenagressiv." Aha, ja nun das habe ich bemerkt. Meine Antwort:" Ich würde sehr gerne hier endlich weiter gehen, nur wie genau stellen sie sich das platzmässig vor? Ich warte die ganze Zeit, dass ich mit meinen drei Hunden an ihnen vorbei kommen kann, ohne meinen Hunden den Stress aussetzen zu müssen, zu nahe an ihrem austickenden atompilz vorbei zu müssen. Das ist nämlich für meine Hunde echt eine Zumutung." Darauf folgte folgender Satz:" ja, wir trainieren ja gerade an ihnen!"

    a) geht das gar nicht ungefragt andere Hunde und deren Halter als trainingsobjekte zu benutzen, b) sah ich von Training und Kontrolle über den Hund gar nichts, c) muss man wirklich an solch engen Passagen trainieren? und d) kann ich mich mit meinen Hunden doch nicht in Luft auflösen, oder weg beamen, oder noch besser durchs Gebüsch kriechen, damit pöbelhund seine leinenaggro ausleben kann.

    Ich nehme Rücksicht, ich weiß man trainiert, aber man kann nicht nur für sich und seinen Hund, seine Situation Rücksicht erwarten und verlangen, sondern einfach auch mal an die Hunde und Halter denken, die vom eigenen Hund, angepöbelt werden.

    Meine Hunde dürfen nicht zurück pöbeln, sie müssen die Klappe halten und still schweigend, ruhig daran vorbei. Es stresst sie natürlich trotzdem so angebrüllt zu werden und kostet sie Selbstbeherrschung. Da müssen sie halt durch, schön ist das trotzdem nicht für sie, vor allem nicht, wenn der pöbeler ihnen praktisch ins Ohr brüllt.

    Leinenaggro ist ein Mist und wirklich nerviges Problem. Vor allem stresst es alle Beteiligten. Meinen Hunden verbiete ich leinenaggro schlicht. Ich deckel das und breche jeden Ansatz sofort ab. Warum, wieso, weshalb der Hund das macht ist mir recht egal. Erstmal ist es "nein". Hält der Hund dann die Waffel, gibt es Keks und dann ist das meist gegessen für den Hund. Bin ich leise, gibt es Keks, führe ich mich auf, gibt es Ärger. Denn ehrlich, möchte wirklich irgendjemand mir begegnen wenn meine drei tobenden Hunde an und in der Leine hängen? Das ist doch Horror und Stress pur für alle Beteiligte, wie unbeteiligte die nur vorbei wollen.

    Oder wenn ich mit den 6 Hunden alleine unterwegs bin, 6 tobende Hunde, das geht einfach gar nicht.

    Ich glaube bei mehrhundehaltern werden die Lösungen immer pragmatischer, man hat einfach nicht den Kopf, geschweige denn genug Hände für irgendwelche ausufernden trainingsmodelle. Ich gebe keine Wertung ab, denke aber für meine Hunde sind pragmatische Lösungen durchaus ok. Sie sind sensibel, sehr sogar, aber nicht aus Zucker.

    Lg

    Ich habe hier kein eindreschen erlebt. Nur eine sehr interessante Diskussion. Und jeder zieht sich doch den Schuh an, der ihm passt oder nicht?

    Ich jedenfalls Kuschel jetzt gleich mit meinen misshandelten Viechern und starte den abendlichen Kampf mit meinem kelpie um den besten Platz unter der Bettdecke. :hust: Es ist ja jetzt Winter fürs kelpie und wenn die Ohren kalt sind, ist Madam sehr unzufrieden mit der Gesamtsituation. Was tut man nicht alles für die mistbienen? :headbash:

    Lg

    Ich weiss nicht ob ich viel verlange, eigentlich nur sehr simple Regeln sollen eingehalten werden. Rufe ich, haben sie zu kommen, ein "nein" ist ein Nein und keine diskussionsgrundlage, sie lassen mich führen und halten den Schnabel wenn ich das sage. Gepöbel und Gezerre an der Leine hat zu unterbleiben und wenn ich das sage, kann Hund auch mal die Pfoten still halten und mit Frust, Ärger und Ungeduld kann Hund ebenfalls umgehen.

    That's all. Dafür dürfen meine Hunde zu 99% frei laufen, erleben Abenteuer mit mir und haben Spaß mit mir. Sie treffen ihre hundefreunde, toben und spielen, haben ihre Jobs und ein angenehmes, entspanntes, fröhliches und glückliches Leben. Sie haben keine Ängste, keinen Mega Stress mit irgendwas und dürfen so lange sie hören tun und lassen was ihnen gefällt und was sie wollen.

    Und wenn meine Hunde entspannt bleiben, obwohl ein anderer Hund sie massiv anpöbelt, dann kann ich mit meinen Systemen zur Erziehung nicht so falsch liegen. Ich bin nicht perfekt und meine Hunde auch nicht, aber meine Hunde fallen hier durch gutes Benehmen auf und das obwohl sie Korrekturen/Strafen/Maßregelungen genauso kennen, wie ganz viel ernstgemeintes und liebevolles Lob.

    Lg

    Ich habe drei Hunde, alle drei völlig unterschiedlich. Hudson ist eine Dampfwalze, angst, Unsicherheit, oder gar Rückzug kommen in seinem Weltbild nicht vor. Passt ihm was nicht, gibt er Kontra, nimmt er jemanden nicht ernst, ist Holland in not. Gott sei dank ist er Pazifist und seine Aggresivität hält sich in Grenzen. Bei ihm ist nur positiv sehr schwierig, reichst du ihm den kleinen Finger, reißt er dir mindestens den Arm ab.
    Ich arbeite mit ihm mehr über Strafe, weil er damit besser seinen Rahmen findet und halten kann. Er ist ein Hund, bei dem immer der Daumen drauf sein muss, ich stehe immer auf der Bremse bei ihm, um Entartungen zu verhindern, oder einzudämmen.

    Dann meine June, sie ist nur positiv ausgebildet und erzogen worden, jedes laute Wort und sie fiel in sich zusammen. Mittlerweile kann sie mit Strafe umgehen, weil es sie eigentlich nie betrifft. June ist an leichtführigkeit nicht zu überbieten und sie ist absolut führerweich. Bei Druck, weicht sie sofort und gibt nach. Ein Hund, der mit verbalem Lob zu erziehen und zu führen ist. Ein Traum von einem Hund.

    Reeba ist June recht ähnlich, nur nicht so führerweich. Beide sind sensibel, aber June will es mir gerne recht machen, Reeba möchte sich selber gerne alles recht machen. Reeba ist weich, Druck gibt sie sofort nach, ist aber nicht bzw. kaum mit verbaler Ansprache zu erreichen. Reeba lebt von der Körpersprache. Sie wird von mir körpersprachlich gesteuert und durch einige wenige Kommandos. Ganz ohne Strafe geht es bei ihr nicht, die ist aber sehr fein und wird von anderen Hunden nicht mal als Strafe wahrgenommen. Reeba ist für Kekse und verbalem Lob nicht empfänglich.

    Also drei Hunde, völlig unterschiedlich. Ich führe sie alle zusammen, jeder wird geführt wie er es braucht. Ich bin Open minded in jede Richtung und ich weiß, dass man ausprobieren, testen und vor allem fühlen muss, was passt zu welchem Hund? Was passt zu mir und diesem Hund? Was funktioniert? Was nicht? Warum geht das mit dem Hund so und mit dem anderen nicht? Usw. Mich nur auf eine Methode und Möglichkeit zu beschränken, würde mich zu sehr einschränken.
    Zudem möchte ich die kurze Lebenszeit die ein Hund hat, nicht mit stressigem dauertraining verbringen. Ich will mit meinen Hunden Spaß haben und ich will das sie ihre wenigen Jahre auf Erden genießen können. Unsere Hunde werden zwischen 12 und 15 Jahren alten, das sind nicht viele Jahre. Da will ich ihnen wirklich nicht zumuten die meisten davon mit stressigem Training zu verbringen, sondern will lieber Spaß, Freude und Erfolge mit ihnen haben und teilen.

    Ich schaue immer über den Tellerrand, weil ich auch von anderen Methoden etwas lernen, mitnehmen und ausprobieren und testen kann. Und ich schaue z.b. nicht nur bei hundetrainern, Vereinskollegen, sondern auch anderen tiertrainern zu. Vor allem aus dem pferdebereich.
    Manches probiere ich aus und dann muss der ein oder andere meiner Hunde herhalten. Ich wandele ab, adaptiere für uns, verändere, und probiere erneut. Klappt etwas bei Hund a, schaue ich was Hund b dazu sagt usw. es gibt nicht nur einen richtigen Weg. Es gibt viele! Und welche die richtigen sind, kann man oft nur im learning by doing verfahren herausfinden. Und dann sind die noch bei jedem Hund anders. Aber das macht Tier und Menschen Erziehung, Begleitung und Training auch so vielseitig und spannend. Man ist nie fertig mit dem lernen.

    Lg

    Hier ist die härteste Bestrafung oder Korrektur, so seltsam es sich anhören mag, ein wegschicken bzw. wegtreiben von der Gruppe. DAS können meine Hunde absolut nicht gut haben, wenn sie sich nicht mehr nähern dürfen. Nutze ich sehr sehr selten, meist reicht der entsprechende Name mit etwas Schärfe ausgesprochen, oder ein in die Hände klatschen.
    den Hund anfassen bei der Korrektur, Strafe muss ich sehr selten und dann ist es auch ein Stupser ins Fell, oder mal ein ziepen am Fell, a La "hallo, du Nase! Ich spreche mit dir und will das du dich an unsere Regeln hälst! Hast mich? "

    Verprügeln, schlagen kommt nicht vor. Anbrüllen allerdings schon mal, wenn Hund mich komplett ignoriert ( Hudson kann das super) lasse ich schonmal einen brüller los. Meine Hündinnen können das nicht gut haben, Hudson ist da deutlich dickfelliger.

    Lg