Beiträge von Gammur

    Meine Hunde verbringen täglich sehr viel Zeit im garten, auf dem Grundstück. Meine Hündinnen sind lieber draußen, als drinnen und nur mein rüde ist ein stubenhocker.

    Sowohl June als auch Reeba sind bei Züchtern auf dem Bauernhof geboren und kennen es nicht anders. Sie fühlen sich draußen einfach sehr wohl. Wenn ich dann abends die terrassentür schließe, muss ich die Hündinnen vom Grundstück oft rein rufen. Auch viele der gasthunde die wir haben, die bei sich zuhause nur im Haus, Wohnung gehalten werden, beginnen sich immer länger draußen aufzuhalten. Die Hunde dürften auch draußen schlafen, was sie in warmen sommernächten, auch immer wieder gerne täten, nur leider melden sie nachts noch angagierter als tagsüber und wir würden halt auch gerne mal schlafen.
    Somit kommen sie nachts ins Haus. Im Winter schaue ich, dass das kelpie nicht zu lange draußen rumschleicht. Für unsere Temperaturen im Winter ist so ein kelpiefell nicht wirklich ausreichend. Den aussies macht das nichts, die sind wetterhart.

    Die Hunde dürfen ins Haus wann immer sie wollen,wenn ich da bin sind sie zumeist bei mir mit im Haus, bin ich weg, sind sie draußen unterwegs. Und nachts schlafen sie mit im Bett.

    Ich glaube es kommt auch darauf an, wie man es selber gerne hat. Ich gebe meinen Hunden gerne die Freiheit draußen rumzustromern und wie gesagt, zwei von dreien mögen das auch sehr.

    Sie sind keine zwingerhunde, eher Hofhunde, die alle Freiheiten haben und das klasse finden.

    Gegen zeitweise Unterbringung im Zwinger habe ich persönlich nichts. Wenn dann da noch ein Auslauf dran ist mit lösemöglichkeit, ist das für die Hunde oft angenehmer, als im Haus, Zimmer oder der Wohnung eingesperrt zu sein, wenn der Besitzer die Brötchen verdienen muss. Wenn man den Hund ordentlich dran gewöhnt und er nicht 24/7, 365 Tage im Jahr dadrin hockt.

    Lg

    Ach ja, der Rückruf. Bei June und ree, ein Pfiff, ein "hier" und die beiden kommen angesaust. Kein umschauen, kein schnüffeln mehr, eher "ohhhhh cool, Frauchen hat gerufen, freu, freu"

    Hudsons " hier" ist eher ein " wie? Ich? Ehrlich? Sofort? Ok ok bin auf dem Weg ( im zockeltrab), muss nur noch schnell ganz dringend Pipi, und noch schnell da an diesem Grashalm schnüffeln! Ach Frauchen reg dich ab, bin doch schon daahaaaaaa!"

    Ich glaube ja, das ist ein Rüden Ding, aber das ist nur meine These. :headbash: :hust:

    Und den Blick den er dabei drauf hat, unglaublich. Gott sei dank gehört zu meiner Erziehung auch noch eine große Portion Humor. :lol:

    Lg

    Ich muss die nicht ständig erinnern, eher selten sogar. Hudson und ich rücken so ca. 2 mal im Jahr wirklich aneinander. June und ich sogut wie nie und Reeba auch sehr selten. Hin und wieder ermahne ich sie/erinnere an unsere Regeln, wenn sie die aus welchem Grund auch immer mal kurz "vergessen" oder "in frage stellen" und dann ist auch wieder gut. Hören sie mit dem Unfug auf, lobe ich, knuddel ich und alles ist tutti.

    Ob das für dich Sinn macht oder nicht, ist mir doch tatsächlich egal @Estandia Für meine Hunde und mich macht das Sinn und die laufen nicht wie geprügelte Häuflein Elend durch die Gegend, sondern sind im Gegenteil sehr aufgeschlossene, liebe, verspielte, fröhliche und abenteuerlustige Hunde.

    Lg

    Mein Hudson ist ja bekanntes hüpfhörnchen. Ich sehe ihm an den Augen an, wann er wieder mit seinem gehampel anfangen will.
    Unsere Kommunikation ist dann ähnlich wie Gabis.

    "Hudson, I warn you! Lass es bleiben!" Meist reicht das, oder ich eile zu ihm und wir schauen uns tief in die Augen, bzw. er überlegt sich das dann doch anders und hüpft nicht herum, sondern geht wieder normal gassi.

    Bei June reicht ein warnendes " Junie" und sie besinnt sich. Bei Reeba ein scharfes "Ree" und sie erinnert sich an die Regeln.

    Ehrlich, ich will nicht Jahre lang an irgendwelchem Gedöns rumerziehen. Mag ja sein, dass andere sich das unter Hundehaltung vorstellen, ich jedenfalls nicht.

    Ich war heute mit einer Freundin und ihren 4 Hunden zusammen unterwegs, wir sind fast zwei Stunden durch den Wald gestapft, alle Hunde im Freilauf und haben uns intensiv unterhalten und ausgetauscht. Die Hunde haben ihr Ding gemacht und wir mussten, weder nach ihnen schauen, noch sie ständig rufen, sondern konnten einfach entspannt gassi gehen. Danach haben wir die müden und zufriedenen Hunde ins Auto gepackt und sind jeweils heim. So stelle ich mir das vor. So will ich das haben. Die Hunde sind mein Ausgleich, nicht ein zusätzlicher Stressfaktor der mein Leben verkompliziert. Will ich etwas mit denen trainieren, üben, erarbeiten sind sie sofort dabei, will ich das nicht, latsche ich mit ihnen entspannt durch die Gegend und will Frieden, Ruhe und Entspannung.

    Jeder hat andere Ansprüche und mein Anspruch ist eben nicht jahrelang an irgendwelchen lebensbestimmenden Dingen herumzutrainieren, sondern in Frieden und ohne Stress gassi zu gehen.

    Und ich will auch nicht dauergenervt von meinen Hunden sein, sondern Spaß mit ihnen haben. Somit bleibe ich bei unserem ja/nein system und ob Frau Mayer, Müller, Schuster, oberguru oder Wissenschaftler DIE neueste Erkenntniss zum Thema Hund hat, ist mir und meinen Hunden egal. Sie können alle ständig das Rad neu erfinden, ihm einen neuen ganz tollen Namen geben und das in jahrelanger Kleinarbeit schritt für schritt teuer verkaufen, wer das eben bezahlen will, braucht oder möchte.

    Ich schaue auf niemanden herab, jeder wie er möchte, solange die Hunde nicht gequält werden und es fair zugeht. Und für mich sind Kommandos und Befehle eben genau das und keine diskussionsgrundlage.

    Lg

    Hä? Wo steht ich habe meine aussiemaus verarscht? Sie ist cleverer als ich und setzt sich bei mir auf so zarte, sanfte Weise durch, dass sie eh fast alles darf.

    Und dann bin ich eben noch faul, was glaubst du warum ich Hütehunde habe und gebrauchshunde hatte? :lol:

    Jedenfalls liegen jetzt alle Hunde auf der Couch und die korbfrage hat sich bei uns damit erledigt.

    Lg

    Meine Hunde sind für das system leider zu clever und ich zu faul. Am Ende blieb meine aussiehündin nur im Korb, wenn ich ebenfalls im Korb bei ihr saß, denn meine Nähe, ist DIE größte Belohnung und der absolute Anreiz für sie. Und nachdem sie den Knochen, den ich ihr im Korb gab, nahm, aufs Sofa sprang, ihn hinter den sofakissen bunkerte, um sich dann auf meinen Füßen, auf dem Sofa zusammen zu rollen, gab ich mit dem Korb auf. :hust:

    Wenn ich mit in dem Korb sitze, findet sie das super, nur ich würde halt auch gerne den Fernseher besser sehen und nicht im Hundekorb sitzen. :headbash:

    Somit haben wir uns geeinigt, wir sitzen eben beide bzw. alle auf dem Sofa.
    Mein rüde ist der einzige, der freiwillig, ohne mich, in den Korb geht und dem habe ich das weniger nett beigebracht, bei meiner aussiehündin wollte ich es netter versuchen und bei der kelpiehündin, habe ich das mit dem Korb gar nicht erst angefangen. :lol:

    Lg

    Mein Tipp, lastet eure Hündin so richtig aus. Macht sie müde. Wenn mein rüde, etwas gestresst ist, weil eine der Hündinnen im Haus in den stehtagen ist, dann schnappe ich mir den und laste den körperlich so richtig aus. Er kann so seine Energie raus lassen und ist dann viel ruhiger. Ein Grund für eine kastra währe das bei mir nicht. Versucht es mal mit richtig auspowern, wenn euer Hund körperlich gesund ist.
    Wenn der Hund so richtig müde ist, schläft der nachts dann auch.

    Lg

    Theorie, Studien, Wissenschaft, alles wichtig, richtig, gut, aber was ist mit der Praxis? Was mit ausprobieren, Versuch, Irrtum und dem individuellem?

    Das ist ja wie wenn ich sage theoretisch kann ich Autofahren, praktisch bin ich noch nie gefahren. Und auch beim Autofahren gibt es tausende von Studien, trotzdem ist jedes Auto, jede Strecke, jeder Mensch und jede Situation anders. Und das Auto ist nun dazu noch ein "toter" Gegenstand.

    Ein Hund lebt, jeder Hund ist anders, kein Hund gleicht dem anderen, sie sind individuell, genau wie wir Menschen und darum können Studien, Theorien und Wissenschaft, sie genau wie uns Menschen nie ganz erfassen. Nie ganz in ein Schema pressen und wer das versucht, wer nur eine Ideologie versucht allen Hunden und ebenso allen Menschen aufzudrücken, überzustreifen, versteht nicht, dass der Durchschnitt eigentlich keine Relevanz für den Einzelfall Hund bzw. für das Einzelteam Mensch und Hund ist und sein kann.

    Die Praxis, die Fähigkeit flexibel sich auf Hunde einzustellen und nicht irgendwelche Ideologien verkaufen, die mir persönlich allesamt zu verkopft sind, würde wohl vielen Hunden und deren Haltern helfen.

    Was mich antreibt und wie ich meine Hunde erziehe ist kein Geheimnis. Ich habe klare Regeln, wer die übertritt bekommt eine angemessene, dem jeweiligen Hund angepasste Strafe. Ich baue all diese Regeln, Kommandos, Befehle positiv auf, mit leckerlies, Lob und spiel und Spaß, eben wieder dem jeweiligem Hund angepasst.

    Ich mache von allem etwas, dass was funktionier und passt, ich verbaue mir keine Wege. Probiere aus, Versuch und Irrtum, genau wie meine Hunde. Und meine Hunde gehen diese Wege freudig mit mir, ohne sich Gedanken darum zu machen, ob sie laut Studien, Theorien und der Wissenschaft so richtig funktionieren oder nicht.

    Im Alltag interessiert meine Hunde und mich das wirklich herzlich wenig. Wir kommen so klar und sind glücklich, zufrieden und leben friedlich mit und in unserer Umwelt zusammen.

    Lg

    Meine liegen und stehen grundsätzlich genau da, wo ich gerade meinen fuss hinstellen will oder wollte. Und das immer!
    Wenn es mir zu sehr auf den Geist geht kommt entweder ein "verzieht euch!" Oder ein "räumt euch auf!"

    Meist stört es mich aber nicht und so laufe ich mit Einkäufen eben Schlangenlinien, springe über türschwellen und mache große Schritte oder stolpere herum. Nur zwischen die Beine und von hinten in die Beine gelaufe führt bei mir zu Missfallen, den ich dann auch äußere. Stört die mistviecher nur nicht sonderlich. :hust:

    Lg

    Hmm, ich gebe ganz offen zu, dass es hundecharaktere gibt, die nicht zu mir passen. Das hat aber mit Erziehung und gehorsam nichts zu tun. Mein nicht passender Hund, ist der am besten erzogenste und der gehorsamste. So schwierig es zu erklären ist, aber sein Wesen, sein Charakter kann mir tierisch auf den Nerv gehen. Ich habe versucht das zu ändern, ihn zu ändern, mich zu ändern und bin frustriert und gänzlich gescheitert.
    Er ist wie er ist und ich bin, wie ich bin. Das hat aber mit gehorsam, Erziehung und Training nichts zu tun.

    Ich liebe diesen Hund, sehr sogar, trotzdem wird so ein Typ Hund hier nie wieder einziehen. Seit 8 Jahren kämpfen, streiten, freuen und vergaloppieren wir uns zusammen.
    So oft hätte ich diesen Hund schon an den Ohren an einen Baum tackern können und so oft war ich stolz auf ihn und habe mich über ihn auch mal gefreut. Trotzdem ist es eine nervenaufreibende Achterbahnfahrt. Wir sind einfach wie Feuer und Wasser.

    Ich verlasse mich auf mein Bauchgefühl und auf das richtige timing. Die Theorien sind ganz toll zu lesen, aber für mich nicht praktikabel. Und ich versuche die Mitte zu treffen, meinen Hunden das denken nicht zu verbieten und Open minded zu bleiben. Meine Hunde und vor allem ich, kommen am besten mit dem einfachen, simplen ja/nein Erziehungssystem zurecht. Das passe ich dem jeweiligen Hund an und fertig.

    Ich bin pragmatisch veranlagt und habs nicht so mit super komplexen erziehungsideen. Ich sag lieber, ja, guter Hund, so bist du brav, hier ist dein Keks und nein, doofe Idee, so nicht mein Freund. Dazu noch den Platz, dass der Hund neue Angebote machen kann und das war es.
    Manchmal sag ich auch, einfach Waffel und Pfoten still halten und mir einfach folgen und dann ist alles gut. Ich lobe so gerne! Blicke, Rückversicherungen, Mini Schritte, immer kommt ein "guter Hund". Aber ich unterbreche und hemme auch, Dinge die gar nicht gehen und die ich nicht haben mag.

    Ich bin kein hundequäler und nicht perfekt, aber ich will in Frieden, und Ruhe mit meinen Hunden Spaß haben und nicht ihr ganzes Leben lang an irgendwas lebensbestimmendem rumtrainieren.

    Lg