Ich kann nur von meinen Erwachsenen, intakten Hunden berichten die hier in der Gruppe leben.
Hudson hat vor 8 Jahren das letzte mal mit einem Hund gespielt. Er ist an anderen Hunden nur an deren Status interessiert und ob sie läufig sind. Niemals würde, oder hat er mit fremden Hunden gespielt und selbst hier in seiner Gruppe spielt er nicht.
June intakte Hündin findet fremdhunde prinzipiell doof. Sie spielt mit genau drei Hunden. Ihrer Schwester, mit der sie aufgewachsen ist, die bei einer guten Freundin lebt und sie spielt mit Reeba und Nevis. June läuft easy mit bekannten Hunden in Gruppen mit, aber nimmt dort null Kontakt zu den anderen Hunden auf, einzig in ihre hundegruppe mit der sie lebt, zeigt sie Interesse.
Reeba, intakte Hündin mag fremdhunde nicht. Sie spielt nur und ausschließlich mit June. Alle anderen Hunde ignoriert sie, weicht aus, oder hält sie sich auf abstand. Sie läuft problemlos in hundegruppen mit, allerdings nur in Gruppen wo keine wilden Spiele stattfinden, sondern eher ruhig gegangen wird. Junes Schwester ist ein bisschen die Ausnahme. Mit der läuft ree auch mal mit, aber richtig spielen und dabei wirklich mit dem Hund interagieren, tut Reeba nur mit June.
Nevis, 7 Monate alter Junghund, lebt im Rudel und man erkennt jetzt schon, dass er immer weniger Interesse an anderen fremden Hunden hat. Ich kann ihn problemlos von anderen Hunden abrufen, ausgelassen spielen, selten und wenn dann mit June. Er läuft problemlos in hundegruppen mit und bedrängt oder belästigt die anderen Hunde sehr selten. Er wird von den Hündinnen auch auf ein sehr angenehmes Maß runtergeregelt und lernt Dinge wie, im respektvollen Bogen, mit schwanz unten und gesenktem Kopf, entspannt und ohne gefiddel irgendwo vorbei zulaufen. Für einen junghund, die ja oft ziemlich durch die Gegend ballern und aufgedreht rumspielen usw. fällt Nevis oft durch seine Ruhe und Gelassenheit auf. Ja, er hat Interesse an anderen fremden Hunden, aber es wird immer weniger.
Ich kann nun natürlich nicht sagen, wie jeder meiner Hunde als einzelhund wäre, oder wenn sie früh kastriert worden wären. Juveniles Verhalten zeigt hier schon der junghund immer weniger, die erwachsenen Hunde gar nicht mehr. Ich denke Fremdhunde bräuchten meine alle nicht (Hudson nur zum abchecken), mit bekannten Hunden eine Runde entspannt gassi zu gehen, ohne dabei viel miteinander zu tun zu haben, ja, das finden sie ok. Freuen sich beim Treffen aber eher ausgelassen über die befreundeten Menschen und eher weniger über die Hunde. Nur bei junes Schwester Liesl freut sich June wirklich sie zu sehen. Die beiden lieben sich sehr und haben eine ganz besondere Beziehung zueinander.
Ach ja, zu fremdhunden haben meine sehr wenig Kontakt. Hudson und Nevis schon eher manchmal, June und ree haben keinen. Er fehlt ihnen aber auch nicht. Wobei sie ja auch ausreichend soziale Kontakte haben. Ihre Gruppe hier zuhause umfasst im Moment 6 Hunde. Dazu noch die befreundeten hundegruppen von Freunden von mir mehrmals die Woche.
Wobei diese gassitreffen für mich stattfinden und nicht für dir Hunde, die bräuchten das nicht.
Ich denke, intakte, erwachsene, sozialisierte Hunde brauchen hundekontakte nicht wirklich. Kommt sicher auf die Rasse und das Wesen an. Vielen Erwachsenen Hunden reichen ihre Menschen völlig. Trotzdem muss man seinen Hund ja nicht isoliert halten.
Lg