Soviel ich weiß, hat der aussie genetisch gesehen tatsächlich nichts mit britischen Hütehunden zu tun.
Sein Ursprung wird in spanischen und deutschen Hütehunden vermutet. Denen ist er genetisch näher, als border Collie, collie usw.
Im rassestandard des aussies steht, dass er keine Rute hat. Aussies in den USA werden praktisch immer kupiert, selbst ein NBT, außer er ist ganz kurz, wird nachkupiert. Erst vor Ca. 15 Jahren wurde, für Länder mit kupierverbot auf den Papieren das Feld tail "Long" zum ankreuzen hinzugefügt. In den USA werden NBT x NBT wohl öfter gemacht, weil ja einfach alle kupiert sind und damit weiß man dann ja absolut nicht mehr, wer bei Geburt NBT war und wer nicht.
Mir hat eine Züchterin erzählt, dass bei NBT x NBT keine erkrankten Welpen (also mit rückenleiden) auf die Welt kommen, da sie schon im Mutterleib resorbiert werden. Würfe sind dann evtl. etwas kleiner, aber die Welpen die geboren werden sind gesund.
Meine eigene Meinung warum der aussie kupiert wird ist, weil er halt dem border Collie ähnlich sieht und das wollte man nicht und weil in den USA alles kupiert wird, was nicht bei drei auf dem Baum ist. Mischlinge werden kupiert, Rassehunde ebenso.
Der Hund auf den crufts war mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit kupiert. Wie gesagt, im rassestandard des aussies steht, dass der aussie keine Rute hat.
Ich kenne nun sehr viele aussies mit NBT, kupiert, mit langer Rute. Unterschiede bei Gesundheit, Verträglichkeit, hütevermögen sind mir nicht aufgefallen.
Das kupiert wird, aufgrund der hütearbeit, halte ich allerdings auch für eine Ausrede bzw. eine fortgeschobene Erklärung.
Lg