Beiträge von Gammur

    Also sorry, aber das geht so gar nicht. Hunde zeigen Zahnschmerzen nicht wie wir Menschen an.
    Mit solchen Entzündungen im Maul darf man seinen Hund doch nicht rumlaufen lassen.

    Da muss dringend was gemacht werden und sei es nur, den wackelzahn zu ziehen und hochdosierte Schmerzmittel zu geben. Zudem entzündungshemmer, um dem Hund wenigstens noch ein bisschen eine schmerzfreie Zeit zu geben. Andere Möglichkeit ist ihn einschläfern zu lassen.

    Sorry, aber mit Entzündungen und wackelzähnen muss der Hund schmerzen haben. Ich bin bei dir, für eine große op ist er zu alt, allerdings hast du jetzt kaum noch Möglichkeiten.


    Lg

    Ich finde das Inserat jetzt nicht schlecht. Der Hund wird ehrlich beschrieben und es wird auf das Problem hingewiesen. Zudem wird erwähnt, dass das ein Arbeitshund ist und dieser eben mehr Ansprüche stellt, als hübsch auszusehen.

    Er ist wirklich bildschön und ich drücke ihm ganz arg die Daumen, dass er ein passendes Zuhause findet.

    Ich würde mich bei den Jägern noch weiter umhören, evtl. hat ja da jemand einen passenden Menschen für Lucky an der Hand.

    Ansonsten ist es einfach so, dass ein arbeitshund der für mehr angeschafft wird, als ein reiner begleit und familienhund, einfach gewisse Dinge erfüllen muss. Ist beim Blindenhund so, ist beim diensthund so, ist beim Hütehund so und ist beim jagdgebrauchshund so. Ungeeignete Hunde, werden eben verkauft bzw. abgegeben.

    Unser Wanderschäfer hier, hat aus dem Wurf für den Eigenbedarf einen Rüden behalten. Als der Hund 1 1/2 war, hat er ihn an eine Familie gegeben, weil untauglich. (wirklich gar kein Interesse am Vieh). In der Familie geht es ihm super, machen hundesport mit ihm, alle glücklich. Der Schäfer hat sich einen 2 jährigen, antrainierten, tauglichen strobelmix. vom befreundeten Schäfer gekauft.

    Ob hier wirklich ein vollgebrauchsarbeitshund gebraucht wird, kann nur der themenstarter selber wissen. Es ist halt doch gänzlich anders, wenn man das Tier für eine gewisse Aufgabe wirklich braucht und haben möchte. Da muss der Hund mehr erfüllen.

    Lg

    Der befreundete Jäger hier hat vor kurzem eine 3jährige fertig ausgebildete Deutsch drahthaar Hündin gekauft für die Jagd und für Familie. Er hat selber keine Zeit auszubilden und kauft darum seit Jahrzehnten ausgebildete Hunde für gutes Geld.
    Die Hündin ist toll, total nett, macht einen prima Job in der nachsuche und ist abgeklärt, konzentriert und freundlich.

    Er baut dann erst immer einige Wochen Bindung auf, nimmt den Hund viel mit, beginnt mit kleiner gemeinsamer Arbeit und nach einiger Zeit ist er mit allen Hunden ein Team geworden. Ich kenne seinen alten Rüden noch, den er auch vierjährig kaufte. War auch ein tolles Tier.

    Evtl. könnte das ein Weg für dich sein. Das du Lucky abgibst ist denke ich der richtige Weg. Das passt nicht und du hast nicht die Zeit und das passende Leben für den Hund. Ich hoffe es findet sich jemand passendes.

    Viel Glück an Lucky und dich.

    Ich habe auch einen Hund, der ganz gezielt in gewissen Situationen, seinen Einfluss ausweitet und das sehr subtil.
    Er legt sich so hin, dass er einem schmerzhaft die Pfote irgendwohin haut, er legt sich in Durchgänge, er blockiert Laufwege usw. Er dringt freundlich, ruppig in die Individualdistanz ein usw.
    Lässt man ihn, weitet er ganz schnell seinen Rahmen aus und er fängt nicht an zu Knurren, oder zu schnappen, sondern schränkt durch anpöbeln, anspringen, wegabschneiden an denjenigen zu kontrollieren und zu steuern.
    Hier gibt es seit Jahren ein glasklares "Ab!" Wenn er es bei mir versuchen sollte (macht er seit Jahren nicht mehr).
    Wovon ich dir dringend abrate, dich mit dem Hund auf eine körperliche Auseinandersetzung einzulassen.
    Diesen Fehler habe ich gemacht und es war super schwierig da wieder halbwegs aus dieser Spirale zukommen, ohne die komplette Beziehung und das komplette Vertrauen des Hundes in den Sand zu setzen.

    Ich würde übrigens auch nicht auf die vermeidungsstrategie setzen. Ich beanspruche meinen raum und würde den an deiner Stelle Stück für Stück zurück erobern. Und ein "Ab!" etablieren. Zudem würde ich tatsächlich gewisse Räume dem Hund nicht mehr erlauben bzw. nur noch nach Einladung ein betreten gestatten.

    Regeln machen das Leben eines Hundes einfacher. Sie helfen ihm sich zurecht zufinden. Vor allem sich in deiner Nähe aufhalten zu dürfen ist ein Privileg, kein Recht.

    Die Regeln kann man später, wenn Hund verstanden und gelernt auch wieder lockern, wenn es funktioniert.

    Mein rüde ist unkastriert geblieben und jetzt 10 Jahre alt, mit mir spielt er seine Spielchen nicht mehr oft, bei anderen durchaus noch.

    Er ist so. von solchen Hunden lernt man ewig viel, über sich, seine Stärken und Schwächen und Konsequenz. Tolle Hunde, die sich nicht die Butter vom Brot nehmen lassen und Führung nur akzeptieren, wenn sie authentisch und kompetent rüber kommt.

    Lg

    Ganz alleine bleibt hier eigentlich nur Hudson gut. Es ergibt sich nicht, dass die ganz alleine bleiben müssen.

    Ich bin im Moment aber auch soweit, dass ich, wenn Hudson irgendwann in ganz ferner Zukunft mal nicht mehr ist, evtl. dann einen kleinen Hund dazu hole, oder wieder einen border.

    Ich mag dieses zwei Hündinnen, zwei Rüden. Das passt mir gut.

    Welche kleinere Rasse weiß ich noch nicht, mal schauen.

    Aber im Moment genieße ich meine Truppe und bin mega happy mit den Vieren. Die machen einfach nur Spaß.

    Lg

    Ins Auto passen hier 7 Hunde und dann noch 3 Menschen. Ist also kein Thema.
    Nummer vier sollte hier eigentlich noch nicht einziehen, sondern dieses evtl. nächstes oder übernächstes Jahr. Nun zog der border schon 2017 ein und es war die beste Entscheidung.

    Zwischen dem border und Hudson liegen 9 Jahre Altersunterschied. Als der border einzog war Hudson 9 1/2 Jahre und fit und gesund. Nun war die Überlegung einfach, dass ich meinem guten, alten Buben nicht mit 12 oder 13 Jahren, einen Welpen vor die Nase setzen wollte. Jetzt kann Hudson noch gut Kontra geben, ist nicht körperlich oder von den sinnesleistungen eingeschränkt. Er kann noch easy mit dem jungen border Rüden mithalten und ist ihm körperlich überlegen.

    Und ich wollte für den hundesport einfach einen Nachfolger für Hudson haben. Dem Hudson aber seine Souveränität, seine coolness und seine Freundlichkeit noch mitgeben kann.

    Auch wenn Hudson selbst davon überzeugt ist, bei weitem noch nicht zum alten Eisen zu gehören, so ist realistisch gesehen, 3/4 seines Lebens vorbei. Er ist jetzt im 11. Lebensjahr und so sehr ich mir für ihn und mich noch viele schöne Jahre wünsche, weiß ich, wir sind im letzten lebensdrittel angekommen.

    Wie war das, "fünf Jahre ein junger Hund, dann fünf Jahre ein guter Hund und wenn du dann Glück hast, fünf Jahre ein alter Hund!"

    Der border profitiert extrem von Hudson und die Entscheidung diesen roten Hund hier aufzunehmen habe ich noch nie bereut. Er passt einfach und Hudson und auch die Mädels kommen super mit ihm aus.

    Solange Hudson lebt, wird allerdings kein Hund mehr hier einziehen. Das reicht jetzt. Hudson soll seinen Lebensabend genießen und mir reichen die vier Hunde.

    Lg

    Hier sind zwei von vieren nicht wirklich verträglich, im besten Fall ignorant, im schlimmsten explosiv.
    In ihrer Gruppe passt das aber gut.

    Bei mir geht das mit so vielen Hunden recht easy, weil ich ziemlich ideal lebe. Nämlich außerhalb, mit nur einem direkten Nachbarn.
    Freilauf geht mit allen, gehorsam ist bei allen vieren top. Zudem sind es alles Hütehunde von guten Züchtern, von Welpe an bei mir. Die machen es dir recht einfach mit der Erziehung.

    Und ich bin mittlerweile auch einfach total geübt darin, alle Hunde im Blick zu haben und zu kontrollieren. Das läuft einfach easy so nebenher. Gehe ich manchmal, selten nur mit einem oder zwei Hunden gassi, langweile ich mich geradezu, weil ich das gar nicht mehr gewöhnt bin.

    Umso mehr Hunde es werden, umso wichtiger ist es dass die wirklich gut funktionieren und top im Gehorsam stehen. Sonst wird das stressig und gefährlich. Wenn man denn den Anspruch hat, auch mit allen gemeinsam gassi zu gehen.

    Lg

    Ich habe keine rassen die zu den kampfhunderassen zählen, allerdings sichere ich meine Hunde täglich so, als wären sie gefährlich. Alle sind an den Maulkorb gewöhnt, außer der border, sie werden sofort abgerufen und müssen sich an den Wegrand oder sogar runter vom Weg ablegen, bzw. werden angeleint wenn Jogger, Spaziergänger, Hunde vorbei kommen.

    Sie werden stets gesichert, so gehalten, dass weder andere Tiere noch Menschen je in Gefahr geraten und dabei sind meine Hunde eigentlich sehr nett. Aber sie haben Zähne, wiegen zwischen 13 und 24 kg und können alleine durchs auftreten bzw. wären auch körperlich dazu in der Lage, andere verletzen. Ist nunmal Fakt. Ich sehe meine Verantwortung in unserer dicht besiedelten Welt einfach so. Mein Hund muss nicht beißen, muss kein Kampfhund sein, reicht das er groß genug ist und Zähne hat um ordentlich erzogen und gesichert zu werden.

    Und genau das tue ich. Ich bin im Moment mit 6 Hunden unterwegs, seit zwei Wochen und durch diese meine Maßnahmen, werde ich gelobt für gut erzogene Hunde und es wird sich bedankt, oder ich werde ignoriert. Angepöbelt kein einziges Mal. Und dabei ist ein malimix dabei und eben auch schwarze, mittelgroße Hunde.

    Ich finde diese grppenbildung innerhalb der hh schwachsinnig.
    Jeder Hundehalter muss und sollte seinen nunmal potentiell gefährlichen Hund sichern und erziehen. Egal ob Kampfhund, oder irgendeine andere Rasse.

    Lg