Beiträge von Gammur

    Was ich nicht verstehen kann, warum man sich nicht einfach einen Hund holt (gerade wenn man noch nicht so hundeerfahren und sehr jung ist), der es einem leicht macht und Fehler großzügig verzeiht. Mein erster eigener Hund zum ausbilden war eine Golden Retriever Hündin. Die war so genial, hat alle Fehler verziehen, war der perfekte familienhund und einfach nur spitze. Ein Hund der arbeiten konnte mit Elan, oder mit mir durch Paris schlurfte im Urlaub. Sie war ein Traum, leichtführig, lustig, freundlich, hat gewufft wenn es bellte, hat Bälle aus dem Wasser gerettet und ist auf dem Chiemsee mit Bötchen gefahren. Nicht zu groß, nicht zu klein, nicht zu schwer, nicht zu ernst.

    Gerade wenn man noch jung ist und noch nicht weiß wohin die Reise geht, dann macht es einem ein solcher Hund, so viel einfacher.

    Und ja, danach habe ich mir triebigere Hunde angeschafft. Aber da hatte ich dann auch reichlich hundeerfahrung und wusste wohin der Weg führen wird. Und trotzdem bin ich mit dem ersten schwierigeren Hund, teilweise in Sackgassen gelaufen und habe zwei nette Narben von ihm abbekommen. Und der Hund (aussie) ist ein Witz gegen einen Mali. Nach mittlerweile drei weiteren triebigen arschnasen, gibt es keine Verletzungen mehr und ich fühle mich mit den arschigen, ernsten, triebmonstern wohl.

    Trotzdem habe ich mir 2017 einen weichen, freundlichen Hund gegönnt. So als Pause zwischendurch. :roll:

    Lg

    Wir haben vor Jahren genau einen solchen DSH aus dem Tierheim aufgenommen. Der Hund war 1 1/2 Jahre alt und völlig verkorkst aus einer Familie vom ersthundehalter ins Tierheim gekommen. Der hatte laienhaft versucht irgendwie auszubilden und war so grandios gescheitert, dass der Hund ihn krankenhausreif biss und im Tierheim einen Pudel tötete. Nachdem er die Tierpfleger Angriff mit beschädigungsabsicht, wäre sein Weg eigentlich in der Spritze geendet. Er kam dann zu uns. Wo er Jahre lang sehr eng geführt wurde und es eine absolut sichere zwingeranlage gab.

    Und wir reden hier von einem DSH Rüden mit 42 kg und der Durchschlagskraft einer dampframme.
    Liebe alleine und die Hoffnung auf Dankbarkeit reicht da nicht. Bewunderung für das führen des Hundes bekommt man auch nicht, denn um alles was atmet, macht man einen großen Bogen. Jahrelang fuhren wir mit dem Hund in die absolute Einsamkeit um wenigstens mal etwas entspannter gehen zu können. Maulkorb und Leine waren immer dran. Selbst im Haus, gab es einen Zwinger. Weil er denjenigen an der Haustüre erst zerlegte und dann schaute, wer das ist. Nach 8 Jahren bei uns hatte ich nachts Durst und bin in die Küche, da hat mich das Kalb dann gestellt und das war Mega knapp.

    So ein Tier bindet man sich nicht freiwillig ans Bein. Und schon gar nicht, wenn man irgendwie halbwegs friedlich leben möchte.

    Ich möchte irgendwann auch wieder einen DSH Welpen und auch mit dem Mali beschäftige ich mich, aber im Moment passen diese rassen nicht in mein Leben. bzw. der DSH schon, ist mir aber zu groß im Moment.

    Hier leben 2 Australian Shepherds (auch nicht so ganz einfach) 1 working kelpie (kompliziert auf ganz andere Art und weise) und 1 Border Collie (relativ easy, hatte ich mir mal verdient). Eine Herausforderung zu suchen ist Quatsch. Das Leben, die Arbeit, die Beziehungen, evtl. die Kinder, der Haushalt usw. sind Herausforderungen genug, da muss ein Hund keine Herausforderung sein. Glaub mir, jeder Hund/Hunderasse kann eine Herausforderung auf ganz eigene Art sein, die das Leben kaum einschränkt. Aber gezielt danach zu suchen, würde ich in diesem Leben wirklich nicht.

    Und Bewunderung braucht man nicht. Es gibt immer jemanden der besser ist, als man selber und das ist gut so.

    Und dann sollte man noch nicht nur an sich denken, sondern auch an den Hund. Der hat nämlich keine Wahl, im Gegensatz zu uns. Der muss unser Versagen ausbaden (auf meinen aussierüden schiel).

    Lg

    Und wenn ihr erstmal Mutter und Vater zusammen haltet und den sohnemann getrennt? Ich meine bis ein fähiger hundetrainer sich das anschauen kann? Mutter und Vater verstehen sich ja scheinbar, nur ihr Sohn macht Probleme.
    Wäre jetzt erstmal mein Vorgehen, damit es sich nicht weiter aufbauscht und ihr dann mit dem Trainer dran arbeiten könnt. Bevor alles total den Bach runter geht und der Sohn weder mit Mutter noch mit Vater wieder zu vergesellschaften ist.

    Lg

    Ich rate immer dazu, den Welpen erstmal zuhause ankommen zu lassen und erst 1-2 Wochen später, die welpenstunde zu besuchen. Also mit 10-11 Wochen. Damit der Welpe schonmal die erste lose Bindung zu mir hat und weiß, ich bin für ihn da, füttere ihn, Pflege ihn, spiele mit ihm. Damit der Welpe in der welpenstunde weiß, er kann sich an mich wenden.

    Lg

    Es ist immer wieder spannend zu lesen, wie unterschiedlich Hündinnen und Rüden reagieren. Als Gina im Sommer in den Stehtagen war, war Monte ja sehr sehr interessiert. Und die hätten beide alles getan um zueinander zu kommen. Da konnte ich mir dann plötzlich erklären, wie es trotz einem Hund in der Box zum Deckakt kommen kann... :ugly: Ich hätte die beiden also nicht mal mit Box und zugeschlossener Tür dazwischen alleine in der Wohung gelassen.
    Monte und Gina lieben sich aber auch außerhalb der Läufigkeiten sie sind ein Herz und eine Seele. Und die Omi Mia ist froh ihre Ruhe vor den beiden Chaoten zu haben.

    Nevis wird hier ja absolut klein gehalten und er hat viel weniger Interesse an den Hündinnen, als Hudson. Hudson ist schon sehr kontrolliert, Nevis ist geradezu neutral. Wobei beide Mädels Nevis eher ran lassen würden, als Hudson.

    Da sind die Brüder, Monte und Nevis, scheinbar sehr unterschiedlich.

    Lg

    Hier zog aus genau dem Grund der Border Rüde 2017 ein. Hudson, mein anderer rüde, war damals 9 1/2 Jahre alt und ich wollte das er a) noch einem Welpen gewachsen ist und b) das der Welpe noch von Hudson profitieren kann. Zudem habe ich ja zwei Hündinnen im Alter sehr nah beieinander und ich habe mir Sorgen gemacht, dass wenn der altrüde irgendwann nicht mehr ist, der Puffer zwischen den Damen fehlt. Zudem ich wollte immer einen Rüden in der Truppe haben.

    Ist bis jetzt, der Border Bub wird im Mai 2 Jahre alt, alles so aufgegangen. Die anderen Hunde hätten ihn nicht gebraucht, aber ich bin froh, dass das so kam. Mein altrüde ist jetzt fast 11 Jahre alt und es passt alles richtig gut.

    Lg

    Heute morgen ist schon viel weniger Interesse und ich denke ab morgen ist wieder Alltag.
    Es nervt auch nur phasenweise und nicht im mindesten soviel, dass ich einen kastrieren würde. Als ree in den stehtagen war, hatten wir sogar noch die viszla Hündin als gasthund hier. Es geht alles. Dazu muss man sagen, keiner der Rüden heult oder jault hier. Es geht wirklich nur um die stehtage, die restliche Läufigkeit wird ignoriert. Die Hündinnen bluten kaum, wenn ich 5 Tropfen finde, ist das viel und die Mädels werden zeitgleich bzw. mit einer Woche Unterschied einmal im Jahr läufig. Das ist also wirklich aushaltbar.

    Trotzdem führt es eben zu etwas speziellen Situationen. Und dann bin ich froh, dass meine Hunde die Box kennen und trotz Läufigkeit und stehtagen normal gefressen wird und im Grunde keiner leidet.

    Ich finde meine Truppe toll so. Und eigentlich auch sehr unproblematisch.

    Aber gestern Abend ist mir dann doch mal die Hutschnur geplatzt. Jetzt liegen die alle friedlich hier rum und keiner hechelt mehr nervös rum und läuft auch nicht mehr gegen backofentüren. |)

    Lg

    Also viel größer als 40 cm sollen shelties eigentlich nicht werden. Rüden sollen sich um die 37 cm bewegen, Hündinnen um die 35 cm. Ja, es gibt immer wieder größere und kleinere, aber bei einem guten Züchter und entsprechenden ahnen, sollte das alles im Rahmen bleiben.

    Lg